| |
|
 |
Mittelstandspreis als Ausdruck einer besonderen Beziehung zwischen Deutschland und Russland Am 25. November wurde erstmals der Otto Wolff von Amerongen-Mittelstandspreis der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) vergeben. Die Preisträger waren auf deutscher Seite Schattdecor und auf russischer Seite Kaspersky Lab. Mit dem Preis werden mittelständische Unternehmen ausgezeichnet, die für Fortschritt, Innovation und Unternehmergeist stehen. Als der Präsident der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer, Dr. Heinrich Weiss, den verschlossenen Umschlag mit dem Namen des Gewinners aus seiner Anzugtasche zog, war es mucksmäuschenstill im Atrium des Hotels Baltschug Kempinski - ein bisschen wie bei einer Oscar-Verleihung, denn die Auswahl war hart und die nominierten Firmen allesamt keine unbekannten. In der letzten Entscheidungsphase waren von den deutschen in Russland tätigen Mittelständlern noch sechs übrig geblieben: Der Gewinner hieß am Ende Schattdecor, der weltweite Marktführer für bedruckte Dekorpapiere, der in Russland mittlerweile über zwei Produktionsstätten verfügt und insgesamt ca. 75 Millionen Euro investiert hat. Der Vertreter der Firma Schattdecor, Harald Purainer, zeigte sich überaus ergriffen von der Ehrung und schloss seine Dankesrede mit „wir lieben Russland.“ Am Ende fiel die Entscheidung nur ganz knapp aus, denn alle nominierten Kandidaten hätten den Preis verdient, aber, wie es Prof. Ruslan Grinberg, Mitglied der Jury und Direktor des Instituts für Wirtschaft bei der Akademie der Wissenschaften ausdrückte: „es gab ein Fotofinish“. Das Rennen bei den russischen in Deutschland aktiven Mittel-ständlern machte Kaspersky Lab – einer der erfolgreichsten Antivirus-Entwickler weltweit und in Deutschland besonders aktiv. Sie schlugen die zweitplatzierten, die Dovgan GmbH, aus dem Feld. Bewerben konnten sich Firmen aus Deutschland und Russland, die im jeweiligen Gastmarkt besonders aktiv sind und dem Bereich Mittelstand zugerechnet werden. Und damit ist schon eine der Besonderheiten des Preises beschrieben, seine Wirkung in beide Länder. Professor Jewgenij Primakow, Ehrenpräsident der HIK Russlands und neben Dr. Andrea von Knoop Schirmherr des Preises, würdigte denn auch die zahlrei-che Beteiligung russischer Mittelständler. Das macht einerseits die positive und notwendige Entwicklung der russischen Wirtschaft und andererseits die besondere Beziehung zu Deutschland als dem wichtigsten Handelspartner Russlands deutlich. Darüber hinaus zählten die Kriterien: wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit, ein Beitrag zur Entwicklung der Realwirtschaft und des russischen/deutschen Mit-telstandes, ein besonderes Engagement zur Entwicklung der deutsch-russischen Be-ziehungen, die Schaffung von qualifizierten Arbeits- und Ausbildungsplätzen, Mut zu innovativen oder Bahn brechenden Lösungen, kulturelles und soziales Engagement und das Tragen unternehmerischen Risikos. Klassische Tugenden des Mittelstandes und ganz im Sinne des Namensgebers des Preises, Otto Wolff von Amerongens, der als Pionier des Osthandels gilt. In ihrer Laudatio würdigte die Ehrenpräsidentin der AHK, Dr. Andrea von Knoop, noch einmal die herausragende Lebensleistung von Ame-rongens und seine enge Bindung an Russland. Sie wünschte dem Preis, dass er „so berühmt und begehrt werden möchte, wie der Oscar.“ Der Preis, der künftig alle zwei Jahre vergeben wird, ist ein Unikat, geschaffen von den Künstlern Alexej Deniskin und Andrej Botschkow. Sie gewannen den Wettbewerb mit ihrem Entwurf, der einerseits Dynamik, Verbundenheit und Innovation ausdrücken sollte und gleichzeitig an seinen Namensgeber in Form eines coils, einer Metallspule, erinnert. Und damit schließt sich der Kreis, vom legendären Erdgas-Röhren-Geschäft aus dem Jahre 1973, an dem Wolff von Amerongen ganz maßgeblich beteiligt war und auch zwei der Sponsoren des Preises, die Deutsche Bank und E.ON Ruhrgas, zur Verleihung des Mittelstandspreises der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer. Zum Gelingen der Preisverleihung, zu der über 300 hochkarätige Gäste gekommen waren, trugen auch die Sponsoren Otto Wolff-Stiftung, Knauf, SMS Siemag und das Hotel Baltschug Kempinski bei. Hauptsponsor
Goldsponsor
Silbersponsor
Sponsoren 
zurück |
 |
 |
|
|
|
|
|