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Deutsche Wirtschaft und russisches Industrieministerium setzen Dialog fort

21.04.17 AHK Russland - News-Hauptkategorie, AHK-Russland-News, AHK-Mitglieder-News, Pressemeldungen

Am 18. April 2017 fand auf Einladung des russischen Ministeriums für Industrie und Handel (MinPromTorg) nahe der Sonderwirtschaftszone „Stupino Quadrat“ ein Round-Table statt, an dem rund 20 deutsche Industrieunternehmen, Mitglieder der AHK, teilnahmen.

Die Zusammenkunft geht zurück auf eine Initiative der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) und des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft. Gemeinsam hatten diese ein Positionspapier der Deutschen Wirtschaft zur Importsubstitutionspolitik formuliert. Darum hatte der russische Präsident Wladimir Putin den deutschen Vize-Kanzler Sigmar Gabriel im Zuge eines Treffens im vergangenen Herbst gebeten.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der AHK, Alexey Grigoriev, unterstrich in seinem Vortrag noch einmal die Notwendigkeit einer Industriepolitik auf marktwirtschaftlicher Basis. Vertreter deutscher Unternehmen informierten das Ministerium ihrerseits über bestehende Probleme im Zusammenhang mit der Lokalisierung ihrer Produktion und verdeutlichten so anschaulich die praktische Bedeutung des Positionspapiers.

Konkrete Lokalisierungsbestimmungen, der Zugang zu Subventionierung, die Stärkung der Zulieferindustrie, Zollfragen oder die Harmonisierung von Standards waren wichtige Diskussionspunkte.

Seitens des Ministeriums wurden konkrete Bemühungen zur Lösung bestehender Probleme zugesagt und ein direkter Austausch mit den Unternehmen vereinbart. 

Gleichzeitig betonten die Vertreter des MinPromTorg aber auch, dass es einer Anpassungsleistung ausländischer Investoren an die Gegebenheiten einer Industriepolitik im Zeichen der Importsubstitution bedürfe. Vize-Minister Wassilij Osmakow unterstrich den Stellenwert, den der Spezielle Investitionsvertrag im Verhältnis zwischen Politik und Wirtschaft heute habe. 

Andersherum sei eine Stärkung der russischen Zulieferindustrie zweifelsohne nötig. Der Vorsitzende des Komitees für Lokalisierung der AHK Russland, Calin Anton, überreichte hierzu ein entsprechendes Papier mit Vorschlägen zur Stärkung der Zulieferindustrie. 

Die AHK wird den Dialog weiterhin konstruktiv begleiten und sich um seine Intensivierung bemühen. 


Ansprechpartner:

Alexej Knelz
Deutsch-Russische Auslandshandelskammer
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