Sieben Fragen an Yulia Funk

Regional HR Director
Robert Bosch OOO

1. Welchen Rat hätten Sie an Ihrem ersten Arbeitstag in Russland gebrauchen können?

Lächeln, sich bekannt machen, fragen und zuhören. Unbedingt mit Kollegen mittagessen gehen. Sich nicht nur über die Arbeit, sondern auch über private Interessen austauschen. Das hilft, schnell Kontakte auf menschlicher Ebene zu knüpfen und so schneller Teil des Teams zu werden.

2. Was würden Sie verändern, wenn Sie einen Tag regieren dürften?

Ich würde die Ausgaben für Bildung erhöhen. Außerdem würde ich Rhetorik und Präsentationstraining als neue Schulfächer einführen, und Moderationsfertigkeiten und Networking – als Studienfächer.

3. Was fällt Ihnen spontan ein, wenn Sie an Deutschland denken?

Industrie 4.0 und duale Ausbildung. Und schöne Weine – ich denke da an meinen geliebten Riesling!

4. Was können die Russen von den Deutschen lernen?

Die Fähigkeit, Ideen zu realisieren, Projekte abzuschließen, sowie praktische Herangehensweise und Liebe zur Logik.

5. Und die Deutschen von den Russen?

Die Fähigkeit, zu träumen – trotz allem! Die Fähigkeit, schnell umzuschalten, Aufgaben unkonventionell zu lösen und sich in unsicheren Situationen wohl zu fühlen.

6. Ihr persönliches unternehmerisches Vorbild? Und warum?

Robert Bosch natürlich. Dieser Mann hat vor über 100 Jahren sein Geschäft auf Prinzipien aufgebaut, die auch heute aktuell sind. Das sind die soziale Verantwortung, die Priorisierung von Qualität, Sicherheit und langfristiger stabiler Entwicklung vor kurzfristigem Gewinninteresse. Und noch ein wichtiges Thema – die Fürsorge für Mitarbeiter. Man sollte auch heute seinem Beispiel folgen.

7. Erfolg ist für Sie …

…die Fähigkeit, die Situation zum Besten zu wenden, mehr Nutzen zu schaffen als vor deiner Zeit. Und nach Möglichkeit auch anderen Menschen und Unternehmen dabei zu helfen.