Sieben Fragen an Robert Marek Turski

Generaldirektor
Fels izvest OOO

1. Welchen Rat hätten Sie an Ihrem ersten Arbeitstag in Russland gebrauchen können?

Plane nicht zu detailliert, der Arbeitstag wird deine Pläne sowieso revidieren (manchmal brutal). Es gibt viele Wege und Vorgehensweisen, die erfolgreich zum Ziel führen können. Man sollte die kulturellen Unterschiede nicht unterschätzen.

2. Was würden Sie verändern, wenn Sie einen Tag regieren dürften?

Ich würde vor allem auf die Umweltprobleme aufmerksam machen: globale Erwärmung, Korallensterben, Meeresverschmutzung.

3. Was fällt Ihnen spontan ein, wenn Sie an Russland denken?

In erster Linie meine Familie – meine Frau, ihre Eltern und Großeltern –, aber auch die letzten neun Jahre meines Lebens, die ich wirklich genossen habe. Und natürlich: Borschtsch und die besten Schaschliks der Welt.

4. Was können die Deutschen von den Russen lernen?

Kreativität und Improvisationstalent. Russen sind echte Lebenskünstler, sie beherrschen die Kunst, aus jeder Situation stets das Beste zu machen. Außerdem – die Fähigkeit, das Leben genießen, Spontaneität, Offenheit und Gastfreundlichkeit.

5. Und die Russen von den Deutschen?

Langfristiges und strukturiertes Denken und Vorgehen, Zielstrebigkeit und Gründlichkeit.

6. Ihr persönliches unternehmerisches Vorbild? Und warum?

Berthold Beitz. Seine Prinzipien, soziale Gerechtigkeit und Verantwortung, sind heute aktueller denn je. Herr Beitz war einer der Vorreiter der neuen Ostpolitik, unbeirrt von zahllosen Widerständen. Ein Mann mit Vision, geprägt von mutigem Handeln, mit beachtlicher Lebensleistung.

7. Erfolg ist für Sie …

Dazu zitiere ich gern Thomas A. Edison: „Erfolg ist ein Gesetz der Serie und Misserfolge sind Zwischenergebnisse. Wer weitermacht, kann gar nicht verhindern, dass er irgendwann auch Erfolg hat.“