Jaroslawl startet durch

IN DER REGION JAROSLAWL SIEHT MAN MIT ZUVERSICHT IN DIE ZUKUNFT. DURCH EINEN GEZIELTEN UMGANG MIT DEN EIGENEN RESSOURCEN UND UMSICHTIGEN PLANUNG KONNTEN BEMERKENSWERTE ERGEBNISSE IN DER ZUSAMMENARBEIT MIT AUSLÄNDISCHEN PARTNERN ERZIELT WERDEN.

Nur 282 km von Moskau entfernt, über alle Verkehrswege schnell zu erreichen, ist die Region bereits jetzt auf der Überholspur. Hinter dieser vielversprechenden Entwicklung verbirgt sich die Mannschaft des Gouverneurs Sergei Wachrukows, die eine gezielte Strategie zur Verwirklichung wirtschaftlichen Fortschritts in der Region gezielt verfolgt und umsetzt.

Die Basis dieser Strategie bildet das Vertrauen auf die Stärke der Region gepaart mit der Förderung und den Aufbau partnerschaftlicher Beziehungen mit dem föderalen Zentrum und wichtigen Investoren, die verstehen, dass Investitionen in der Region Jaroslawl Zukunft haben. Den Beweis hierfür liefern mehr als fünfzig Investitionsprojekte russischer und ausländischer Unternehmen, die bisher erfolgreich realisiert werden konnten.

Bei Planung der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der Region setzt man auf vorhandene oder neu zu gründende Cluster. Dazu gehören Cluster der Automobilindustrie, Pharmaindustrie, moderner Innovationsmedizin, IT-Branche, Nanotechnologien sowie Cluster der Farbindustrie und technischer Textilien.

Nachhaltig konnte ein Automotivcluster etabliert werden. Im Sommer 2010 wurde die regionale Industrie durch das erste japanische Produktionswerk der Firma „Komatsu“ in Russland erweitert. Laut dem Vorstandsvorsitzenden Masau Fudsita konnte die Region Jaroslawl die günstigsten Bedingungen, bestehend aus steuerlichen Anreizen und einer garantierten, vollständigen Grundstückserschließung für das Werksgelände anbieten.

Nicht weit vom japanischen Werk befindet sich ebenfalls die erste russische Niederlassung des Unternehmens ASTRON Building aus Luxemburg, einer der führenden Hersteller im Stahlsystembau.

Astron stellt in Jaroslawl Leichtmetallhallen her.

Das Pharmacluster wird durch ein Projekt des Pharmakonzerns Nycomed vorangetrieben. Die Produktion wird im Industriepark „Nowoselki“ gebaut. In naher Zukunft werden in mehreren Städten der Region moderne Produktionslinien zur Abfüllung von Nanoimpfstoffen der Firma NT Pharma in Betreib genommen. An dem Projekt sind Rosnano, das Unternehmen Vita-Pharm in Pereslawl-Salesski und ein neues Werk des Unternehmens P-Pharm im der Gebietshauptstadt beteiligt.

Der Senior Vice President der Nycomed Group, Jostein Davidson, Geschäftsführer der Nycomend Russland-GUS unterstrich: „Es wurden viele Standorte für die Wahl der Niederlassung geprüft. Jaroslawl wurde schon früh favorisiert. Ausschlaggebend für die Entscheidung war schlussendlich die hohe Anzahl qualifizierter Fachkräfte in Jaroslawl, dabei spielt die staatliche Medizinakademie eine wichtige Rolle. Sowohl die Infrastruktur als auch das Grundstück entsprechen allen gestellten Anforderungen. Wir sind sicher die richtige Wahl getroffen zu haben.“

Der Entwicklung des pharmazeutischen Clusters sind keine Grenzen gesetzt. Die Region ist ein ernstzunehmender Anwärter für den Status des pharmazeutischen Zentrums Russlands. Dies wurde im Mai auf dem russischen Forum der Pharmaindustrie in St. Petersburg bekräftigt. Somit entstehen interessante Möglichkeiten in der Zusammenarbeit zwischen der Region Jaroslawl und deutschen Unternehmen im Bereich der Produktion von Medikamenten, medizinischer Technologien, Dienstleistungen bis hinzu Beteiligungen an gemeinsamen Projekten.

Aussichtsreich für Investoren könnte sich auch der Tourismussektor entwickeln. Alte und traditionsreiche Städte wie Jaroslawl, Rostow, Pereslawl-Salesski, Uglitsch oder Tutajew sollen durch neue Förderprogramme, die bis 2014 realisiert werden sollen, neue Anstöße bekommen. Bereits im letzten Jahr besuchten mehr als 1,4 Millionen Touristen die Region. Laut der deutschen Consultingagentur Ghhconsult GmbH wird ein Zuwachs der jährlichen Touristenrate um etwa 20 Prozent erwartet, so dass bis 2020 zusätzlich 32 neue Hotelanlagen gebaut werden sollen.

Das historische Zentrum von Jaroslawl gehört zum Weltkulturerbe der Unesco. Dennoch will man neben dem traditionellen Besichtigungstourismus auch andere Formen, wie Aktivurlaube, Ferien auf dem Bauernhof und andere Urlaubsformen, entwickeln. 

Die Region Jaroslawl ist einer von sechs Teilnehmern eines Pilotenprojekts zur Entwicklung kleiner und mittlerer KWK - Einrichtungen (Kraft-Wärme-Kopplung), deren Produktion einer der größten europäischen Produzenten WOLF GmbH (Deutschland) in Zusammenarbeit mit dem deutsch-russischen Unternehmen „Energy World-Jaroslawl“ übernehmen wird. Damit wird die Region eine wichtige Rolle im nationalen spielen. Die russische Regierung hat das Jaroslawer Energieeffizienzprogramm gebilligt. Die Gesamtsumme der Projekte der Energieeinsparungen beläuft sich auf mehr als 13,5 Milliarden Rubel.

Immer deutlicher zeichnen sich die Konturen eines Clusters im Bereich des Maschinenbaus für die Energiewirtschaft ab. Dadurch werden die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Energieanlagen, Steuerungsinstrumenten und des gesamten Spektrums von Energierausrüstungen erweitert. Deutsche Spezialisten können hier eine wichtige Rolle spielen. In Sachen Energietransport, erneuerbare Energien und Modernisierung vorhandener Einrichtungen wie Umschaltstationen und Stromnetzen sind sie weltweit führend.

Eine umsichtige Wirtschaftspolitik hat die Erfolge der letzten Jahre erst möglich gemacht.  Durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Administration und Investoren, freundliche Startbedingungen und die Einrichtung mehrer Industrieparks, in denen alle Ingenieurtechnischen Voraussetzungen für die Ansiedlung von Industrie vorhanden sind, konnte ein  investitionsfreundliches Klima geschaffen werden. Auch die Infrastruktur insbesondere im Bereich des Transports und Logistik konnte in großem Maßstab ausgebaut werden. Eine effektive Gesetzgebung fördert staatlich-private Partnerschaften. Ein weiterer wichtiger Wettbewerbsvorteil der Region ist die große Anzahl an wissenschaftlichen Einrichtungen bestehend aus neun großen Hochschulen und 20 Forschungsorganisationen. Mehr als die Hälfte der arbeitsfähigen Bevölkerung hat eine mittlere oder höhere Ausbildung absolviert.

Die Zusammenarbeit mit Staaten der europäischen Union ist für die Region prioritär. Bisher konnte mit Ländern wie Österreich, Dänemark, Luxemburg, Frankreich und natürlich Deutschland erfolgreich und nachhaltig zusammengearbeitet werden. Eine Reihe deutscher Unternehmen hat sich in der Region niedergelassen. Dazu gehört der Konzern Bertelsmann AG, der ein Distributionszentrum Abonnements und Buchlieferungen gebaut hat und das „Jaroslawer Druckkombinat“ aufgekauft und modernisiert hat. Außerdem hat Bertelsmann mit der Produktion von lizenzierten CD und DVD begonnen (Kino und Software). Die Metro Group errichtete ein Zentrum für Großhandel das Metro Cash&Carry und den Großmarkt für Einzelhandel Real.

Bereits seit vielen Jahren stellt ein Jointventure mit dem transnationalen Unternehmen DuPont Beschichtung für russische Autos her. Die Tochter der Mannheimer Konzerns Fuchs, die OOO FuchsOil, ist ebenfalls in Jaroslawl ansässig und wird in Kürze ihre Produktion im einem Industriepark bei Jaroslawl auf nehmen.

Die geschäftlichen Beziehungen zwischen der Region und ihren deutschen Partnern wurden durch ein Kooperationsabkommen zwischen dem Bundesland Hessen und der Region Jaroslawl begründet. Das Kooperationsbüro ist erste Anlaufstelle für Interessenten aus Deutschland und insbesondere natürlich aus Hessen. Die Perspektiven für den Ausbau der Hotelinfrastruktur, der Aufbau eines Messezentrums in Zusammenarbeit mit Messe Frankfurt GmbH und anderer Projekte wurden mit Gouverneur Sergei Wachrukow Anfang 2009 bei einem Besuch in Frankfurt besprochen.

Jedes Projekt, das in Jaroslawl realisiert oder geplant wird, ist langfristig, nachhaltig und komplex. Durch Investitionen sollen neue Möglichkeiten für die Bewohner geschaffen und die Wettbewerbsfähigkeit der Region erhöht erwerden.

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