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Umfrage Geschäftsklima Dezember 2009

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Geschäftsklima in Russland hellt sich auf

In einer gemeinsamen Umfrage der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) und des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft rechnen 57 Prozent der befragten deutschen Unternehmen 2010 mit einer positiveren wirtschaftlichen Entwicklung in Russland. Jede zweite Firma plant im kommenden Jahr Neueinstellungen. Der Präsidialrat der AHK kommt zur gleichen Einschätzung.


Hälfte plant Neueinstellungen

In Russland hellt sich das Geschäftsklima unter den deutschen Unternehmen langsam wieder auf. Darauf deutet die aktuelle Geschäftsklima-Umfrage der AHK und des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft hin, an der sich über 200 Unternehmen beteiligten. Für 17 Prozent der befragten Unternehmen ist bereits jetzt eine Erholung der russischen Wirtschaft spürbar. Vor sechs Monaten lag dieser Wert nur bei sieben Prozent. Weitere 40 Prozent rechnen im Laufe des kommenden Jahres mit einem Wirtschaftsaufschwung, ein Drittel bleibt weiter skeptisch. Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen plant Neueinstellungen, acht Prozent wollen Personal abbauen. Im Juni 2009 hatten dagegen nur 38 Prozent der Unternehmen Neueinstellungen geplant, zwölf Prozent wollten damals den Personalbestand reduzieren.


2010 Investitionen von 780 Mio. Euro

„Das Stimmungstief ist überwunden. Die deutschen Unternehmen in Russland versuchen sich nun für die beginnende Erholung in eine gute Position zu bringen“, so Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Rainer Lindner. „Allein die an der Umfrage beteiligten Firmen planen 2010 weitere 780 Millionen Euro in Russland zu investieren. Dies zeigt den hohen Stellenwert Russlands als Zukunftsmarkt für die deutsche Wirtschaft“, betonte Michael Harms, Vorstandsvorsitzender der AHK. Zu einer ähnlichen Einschätzung gelangten die Vertreter des Präsidialrats der AHK, der mit den führenden Wirtschaftslenkern beider Staaten besetzt ist, auf ihrer Jahrestagung am 16. Dezember in Berlin.


Dynamik im Rohstoffsektor

Die stärkste Dynamik in Russland erwarten die Unternehmen in der traditionell dominierenden Rohstoff- und Energiebranche, gefolgt von der Logistik, der Landwirtschaft und dem Einzelhandel. Eher schwach schneiden in der Umfrage die Zukunftsbranchen Gesundheitswirtschaft und die Erneuerbaren Energien ab. Der größte Reformbedarf wird von den Unternehmen bei den Themen Bürokratieabbau, Korruption und Zoll- und Visafragen gesehen. Belastet wird die wirtschaftliche Lage der Unternehmen weiterhin durch Auftragsstornierungen. 46 Prozent der befragten deutschen Unternehmen geben an, dass sie erteilte Aufträge infolge der Finanzkrise verloren haben oder dass Aufträge fraglich geworden sind.


Rückgang des Handelsumsatzes

Der Handelsumsatz zwischen Deutschland und Russland, der 2008 auf einen Rekordwert von 68,2 Milliarden Euro geklettert war, wird in diesem Jahr voraussichtlich um über 35 Prozent zurückgehen. Dies betrifft fast gleichermaßen den Export nach wie den Import aus Russland. Folgerichtig bewerten aktuell nur 20 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut oder sehr gut, während sich 22
Prozent in einer schlechten Lage sehen. Vor sechs Monaten hatten sich allerdings noch 31 Prozent der Unternehmen in einer schlechten Lage gesehen. Auch hier wird die einsetzende wirtschaftliche Erholung deutlich.


deutsch-russische Wirt-schaftsbeziehungen gut

Die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen erhalten insgesamt gute Noten: 85 Prozent der befragten Unternehmen bewerten die allgemeinen Wirtschaftsbeziehungen mit sehr gut bis befriedigend. Nur 15 Prozent sehen erheblichen Verbesserungsbedarf. Von der neuen schwarz-gelben Koalition in Berlin erwarten die Unternehmen in der Russland-Politik positive Impulse: Während nur zwei Prozent der Unternehmen nach dem Regierungswechsel mit einer Verschlechterung des deutsch-russischen Verhältnisses rechnen, erwarten 22 Prozent der Unternehmen eine Verbesserung.


Kontakt

Jens Böhlmann

Leiter Kommunikation und Marketing

E-Mail: boehlmann(at)russland-ahk.ru

Tel.: 007 495 2344950


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