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Dr. Christine Frank

Direktorin des Departments Mitgliederservice

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Clearingstelle Geschäftsvisa

Die Clearingstelle unterstützt, wenn beispielsweise der Sinn und Zweck einer Geschäftsreise von russischen Geschäftspartnern nach Deutschland in Frage gestellt und Visaanträge ohne Nennung von Gründen abgelehnt werden.

 

Unterstützend wirken wir auch bei Visa zu Schulungszwecken, die nicht erteilt wurden. Laut Auswärtigem Amt ist es gesetzlich vorgeschrieben, russischen Staatsbürgern, die zu einer Schulung nach Deutschland reisen, erst dann Visa zu erteilen, wenn die Ausländerbehörde derjenigen Stadt, in der die Schulung stattfindet, dem Antrag zustimmt. Für diese Zustimmung bedarf es einer Bestätigung der Bundesagentur für Arbeit, dass es sich ausschließlich um eine Schulung und nicht um eine Erwerbstätigkeit handelt. Unternehmensvertreter, die den vorgeschriebenen Amtsweg einschlugen, bestätigten, dass dieses Procedere nicht funktioniere. Zustimmungen seitens der Ausländerbehörden würden – wenn überhaupt – erst in vier bis sechs Wochen erteilt.

Gemäß dem EU-Russland Visaerleichterungsabkommen sind auf deutscher Seite Erleichterungen hinsichtlich des vereinfachten Nachweises des Reisezwecks sowie der vermehrten Vergabe von Jahres- und Mehrfachvisa erkennbar. Ist der Reisezweck im Einladungsschreiben des Gastgebers deutlich beschrieben oder stehen wichtige Symposien und Konferenzen an, die der russische Geschäftspartner zu besuchen hat, steht der Erteilung eines Visums nichts im Wege. Voraussetzung ist, dass alle erforderlichen Unterlagen vollständig sind.

Reisen Geschäftsleute oder Vertreter von Unternehmensverbänden regelmäßig nach Deutschland, werden Mehrfachvisa mit einer Gültigkeitsdauer von bis zu einem Jahr ausgestellt, falls diese im Vorjahr mindestens ein Visum erhalten haben, dieses gemäß den gesetzlichen Bestimmungen über Einreise und Aufenthalt im Schengener Gebiet verwendet haben und Gründe für die Beantragung eines Mehrfachvisums vorliegen. Zudem können russische Staatsbürger, die häufig privat oder geschäftlich nach Deutschland reisen, ohne vorherige Terminvereinbarung das Visum über einen eigens dafür eingerichteten Sonderschalter beantragen. Voraussetzung ist, dass in den letzten 24 Monaten zwei Schengenvisa (oder ein Jahresvisum) erhalten und ordnungsgemäß genutzt wurden. 

Ein Visum zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in Deutschland bedarf immer der Zustimmung der Ausländerbehörde der Gemeinde in Deutschland, in der die Tätigkeit aufgenommen werden soll. Entsprechende Anträge werden von den Visaabteilungen der deutschen Auslandsvertretungen hier in Russland nur an die zuständigen Ausländerbehörden weitergeleitet – aber ausschließlich in den Fällen, die plausibel erscheinen und unter Vorlage der notwendigen Dokumente.