AHK-Liveticker: Coronavirus in Russland

Die wichtigsten Updates rund um die Corona-Krise in Russland

Coronavirus-Eilmeldungen am 26. November 2020


Homeoffice in Moskau verlängert
Wegen steigender Corona-Infektionszahlen verlängerte der Moskauer Oberbürgermeister Sergej Sobjanin die folgenden Schutzmaßnahmen bis zum 15. Januar 2021:

  • Moskauer im Alter von über 65 Jahren sowie Menschen mit chronischen Krankheiten müssen weiterhin zu Hause bleiben.
  • Mindestens 30 Prozent der Mitarbeiter in einem Unternehmen bzw. in einer Organisation müssen im Homeoffice arbeiten.
  • Staatliche Freizeiteinrichtungen für Kinder werden geschlossen.

Todeszahlen steigen
Russland meldet diese Woche einen starken Anstieg der täglichen Covid-Todesfälle. Nach 491 Toten am Dienstag wurden gestern erstmals mehr als 500 Tote gemeldet. / RIA (RU)


Impfstoff macht Hoffnung
Russlands erster Corona-Impfstoff Sputnik V macht Fortschritte, sagen seine Entwickler. Neueste Daten aus den laufenden klinischen Tests hätten eine Wirksamkeit von 95% ergeben (nach zwei Verabreichungen). Das Präparat werde jetzt auch als Pulver hergestellt. Es müsse nicht, wie einige westliche Konkurrenzprodukte, aufwändig gekühlt werden. Auch werde Sputnik V relativ erschwinglich sein. Eine Dosis soll im Ausland weniger als 10 US-Dollar kosten. Für Russen werde die Impfung ohnehin kostenlos sein. / Vedomosti (RU), RBC (RU)


Russland im Mittelfeld
Die Nachrichtenagentur Bloomberg hat ein „Covid Resilience Ranking“ erstellt (hier auf Englisch). Darin werden 53 Länder danach bewertet, wie gut sie ihre Bevölkerung durch die Covid-Gesundheitskrise bringen. Russland schneidet darin schlechter als Schweden ab, was aber vor allem daran liegt, dass Bloomberg den Skandinaviern ein gutes Zeugnis ausstellt. Sie landen auf dem 16. Platz, knapp hinter Deutschland (14) und vor den USA (18) und Russland (22). Bewertet wurden z. B. die Infektions- und Todesraten im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße, die Kapazitäten der Länder für Coronatests und ihr Zugang zu Impfstoffen. Insgesamt am besten wird Neuseeland bewertet, das derzeit so gut wie keine Corona-Fälle verzeichnet. / Forbes (RU)


November

Coronavirus-Eilmeldungen am 26. November 2020


Homeoffice in Moskau verlängert
Wegen steigender Corona-Infektionszahlen verlängerte der Moskauer Oberbürgermeister Sergej Sobjanin die folgenden Schutzmaßnahmen bis zum 15. Januar 2021:

  • Moskauer im Alter von über 65 Jahren sowie Menschen mit chronischen Krankheiten müssen weiterhin zu Hause bleiben.
  • Mindestens 30 Prozent der Mitarbeiter in einem Unternehmen bzw. in einer Organisation müssen im Homeoffice arbeiten.
  • Staatliche Freizeiteinrichtungen für Kinder werden geschlossen.

Todeszahlen steigen
Russland meldet diese Woche einen starken Anstieg der täglichen Covid-Todesfälle. Nach 491 Toten am Dienstag wurden gestern erstmals mehr als 500 Tote gemeldet. / RIA (RU)


Impfstoff macht Hoffnung
Russlands erster Corona-Impfstoff Sputnik V macht Fortschritte, sagen seine Entwickler. Neueste Daten aus den laufenden klinischen Tests hätten eine Wirksamkeit von 95% ergeben (nach zwei Verabreichungen). Das Präparat werde jetzt auch als Pulver hergestellt. Es müsse nicht, wie einige westliche Konkurrenzprodukte, aufwändig gekühlt werden. Auch werde Sputnik V relativ erschwinglich sein. Eine Dosis soll im Ausland weniger als 10 US-Dollar kosten. Für Russen werde die Impfung ohnehin kostenlos sein. / Vedomosti (RU), RBC (RU)


Russland im Mittelfeld
Die Nachrichtenagentur Bloomberg hat ein „Covid Resilience Ranking“ erstellt (hier auf Englisch). Darin werden 53 Länder danach bewertet, wie gut sie ihre Bevölkerung durch die Covid-Gesundheitskrise bringen. Russland schneidet darin schlechter als Schweden ab, was aber vor allem daran liegt, dass Bloomberg den Skandinaviern ein gutes Zeugnis ausstellt. Sie landen auf dem 16. Platz, knapp hinter Deutschland (14) und vor den USA (18) und Russland (22). Bewertet wurden z. B. die Infektions- und Todesraten im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße, die Kapazitäten der Länder für Coronatests und ihr Zugang zu Impfstoffen. Insgesamt am besten wird Neuseeland bewertet, das derzeit so gut wie keine Corona-Fälle verzeichnet. / Forbes (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 24. November 2020


Finanzielle Verluste durch Corona
07:39
 Jeder zweite Russe (49 Prozent) hat durch die Coronavirus-Pandemie einen finanziellen Schaden erlitten. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Umfrage der Business-Plattform ONF und des Telemedizinportals Online Doctor. Demnach haben 7,3 Prozent der Befragten ihre Arbeit verloren. Für 41,2 Prozent der Umfrageteilnehmer hat sich die finanzielle Situation nicht verändert und für weitere 2,4 Prozent sogar verbessert. Rund 70,3 Prozent der Befragten gaben sich zuversichtlich, dass sich ihr Unternehmen an die Corona-Bedingungen schon angepasst hat. / IswestijaTASS


Immobilien auf dem Land werden teurer
05:56
 Die Preise für Immobilien auf dem Land dürften 2021 um 15 Prozent steigen, so die Prognose von Experten, die vom Sender Iswestija befragt wurden. Die Pandemie sowie die erschwinglichen Hypothekenkredite mit einem Jahreszins von 6,5 Prozent würden die Nachfrage und damit auch die Preise in die Höhe treiben. / Iswestija


Coronavirus-Eilmeldungen am 23. November 2020


Einnahmen im Geschäftstourismus eingebrochen
13:48 Die Einnahmen im russischen Geschäftstourismus sind seit Beginn der Coronavirus-Pandemie um 80 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen. Das teilte Jelena Lyssenkowa von der Föderalen Tourismusagentur Russlands mit. Die Behörde erwartet bis Mitte 2021 keine Erholung im Geschäftstourismus. / Iswestija


Coronavirus-Eilmeldungen am 19. November 2020


Die aktuelle Lage
Die Zahl der offiziellen Corona-Toten binnen 24 Stunden steigt in Russland in Richtung der 500. Wladimir Putin zeigte sich darüber gestern bei einer Sondersitzung mit der Regierung alarmiert. Die Lage im Land sei schwierig, aber unter Kontrolle, so der Präsident. Schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie verkündete er allerdings nicht. / Moscow Times (EN)


Corona-App entwickelt
Das russische Digitalministerium wird bald eine eigene Corona-App präsentieren. Die Software befinde sich in der finalen Testphase, bestätigte Minister Maksut Schadaew. Sie wird ähnlich wie die deutsche Corona-App per Bluetooth in anonymer Form die Begegnungen der Nutzer aufzeichnen. Das soll im Fall einer Infektion die Nachverfolgung der Kontakte erleichtern. Mit der Entwicklung waren das Ministerium und die Stadt Moskau beschäftigt, Apple und Google sollen dabei „Partner“ gewesen sein. / Kommersant (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 18. November 2020


Zweite Corona-Welle ohne Folgen für Konjunktur
11:15
Die zweite Corona-Welle hat nach Einschätzung des russischen Finanzministeriums nicht zu einem Einbruch der Konjunktur im Land geführt. Auch wenn einige Branchen hart getroffen seien, habe die Pandemie nicht zu einer starken wirtschaftlichen Rezession geführt, sagte der stellvertretende Finanzminister Wladimir Kolytschew. Er führte das auf Anpassungsmaßnahmen der Regierung zurück. / TASS


Rekordeinbruch auf Luxusmarkt
14:00
Die Corona-Pandemie hat dem Luxusmarkt schwer zugesetzt. Nach Prognose des Beratungsunternehmens Bain und des italienischen Verbandes Altagamma dürfte es in diesem Jahr einen Rekordeinbruch von 23 Prozent geben. Der Umsatz mit Luxusfahrzeugen, Reisen, Privatjets, Yachten,  Kunst, Weinen usw. könnte um insgesamt eine Billion Euro schrumpfen, geht aus dem Bericht  „Worldwide Luxury Market Monitor” hervor. / Kommersant


Coronavirus-Eilmeldungen am 17. November 2020


Die aktuelle Lage
Die Republik Burjatien hat als erste russische Region einen zweiten Lockdown verhängt. Einkaufszentren, Restaurants und weitere Treffpunkte für Menschen müssen für zwei Wochen schließen. Laut Gesundheitsminister Michail Muraschko sind russlandweit 84% der Krankenhausplätze für Coronapatienten belegt, in den meisten Regionen sind es bereits fast 90%. / RBC (RU), RG (RU) 


AHK-Chef an Covid erkrankt
Matthias Schepp, AHK-Vorstandsvorsitzender und Delegierter der Deutschen Wirtschaft, ist an Covid-19 erkrankt. Dies hat ein zweiter Covid-Test am vergangenen Freitag ergeben. Schepp wird in einer Moskauer Klinik behandelt und befindet sich auf dem Weg der Besserung. 


Verkehrsminister Saweljew infiziert
Auch der neue Verkehrsminister Witalij Saweljew hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Er befinde sich in Selbstisolation, teilte das Ministerium mit. Bis zu seiner Ernennung vergangene Woche war Saweljew elf Jahre Aeroflot-Chef. / Interfax (RU)


Impfstoff: Ungarn trotzt EU
Ungarn will trotz Warnungen der EU den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V testen. Das bekräftigte Außenminister Péter Szijjártó in einem Interview. Er verwies auf die von den Entwicklern verlautbarte Wirksamkeit des Präparats von 92%. Im Dezember sollen in Ungarn klinische Testphasen mit Sputnik V beginnen, in der zweiten Januarhälfte die Massenimpfung. Die EU-Kommission hatte zuvor Ungarn vor einem Einsatz des russischen Impfstoffs gewarnt, weil diesem die Zulassung für die EU fehle. / RBC (RU) 


Flüge nach Äthiopien
Russland erlaubt den Flugverkehr mit Äthiopien und den Seychellen, wie die Regierung mitteilte. Die Entscheidung sei nach epidemiologischen Kriterien gefallen: So wiesen die Länder weniger als 40 neue Infektionen auf 100.000 Einwohner binnen 14 Tagen auf, der Reproduktionsfaktor habe über sieben Tage unter 1 gelegen. / Interfax (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 12. November 2020


50.000 geimpft
Bis jetzt sind etwa 50.000 Menschen mit dem russischen Corona-Impfstoff Sputnik V geimpft worden. Das teilte Alexander Ginsburg mit, der Leiter des Gamaleya-Zentrums, das Russlands ersten Impfstoff entwickelt hat. Bei den bisherigen Geimpften habe es sich hauptsächlich um Ärzte gehandelt, die einer Risikogruppe angehören. Zurzeit würden vorrangig Mitarbeiter der Corona-Kliniken geimpft. Die breite Bevölkerung wird laut Ginsburg im Januar oder Februar 2021 Zugang zu Sputnik 5 erhalten. In einem späteren TV-Interview sagte Ginsburg, dass noch in diesem Jahr 1,5 Mio. Menschen geimpft würden. Die dritte klinische Testphase des Präparats könne bis Juni abgeschlossen sein. Bisherige Ergebnisse der Testphase zeigten laut den Entwicklern eine 92%ige Wirksamkeit von Sputnik V. Tags zuvor hatten Pfizer und Biontech die Wirksamkeit ihres Impfstoffs mit „mehr als 90%“ angegeben.  / Vedomosti (RU), Forbes (RU), Kommersant (RU)


Infizierte Geimpfte
Im Altai haben sich drei Ärzte mit Corona infiziert, obwohl sie bereits mit Sputnik V geimpft worden waren. Das örtliche Gesundheitsministerium erklärte, dass offenbar zu wenig Zeit zwischen ihrer Impfung und der neuerlichen Begegnung mit dem Virus vergangen sei. Die Schutzwirkung der Impfung trete erst drei Wochen nach der zweiten Injektion ein. / RIA (RU)


Charterflüge nach Europa
Die Fluggesellschaft S7 bietet ab Ende der Woche regelmäßige Charterflüge von Moskau nach Spanien (Alicante, Barcelona), Frankreich (Paris, Nizza) und Italien (Verona) an. Mitfliegen in Richtung Europa dürfen nur EU-Bürger bzw. Personen, denen unter gegenwärtigen Bedingungen die Einreise erlaubt ist. Um einen der Flüge nach Moskau zu nutzen, braucht man eine Einreiseerlaubnis nach Russland und einen negativen Coronatest. / Prime (RU)


Moskau verschärft Maßnahmen
Die Stadt Moskau hat gestern neue Corona-Maßnahmen verkündet. So sind bis Mitte Januar alle öffentlichen Veranstaltungen einschließlich der beliebten Neujahrsfeiern abgesagt. Die Gastronomie kann in den Nächten nur noch einen Lieferdienst anbieten, Kinos, Theater und Konzerte dürfen nur noch mit 25% der Besucherkapazität ausgelastet sein. Weitere Beschränkungen betreffen Studenten und Schüler sowie den Sport. Auch St. Petersburg verschärfte gestern seine Anti-Corona-Maßnahmen. / RIA (RU), Vedomosti (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 10. November 2020


Moskau verschärft Corona-Regeln

Moskau hat wegen drastisch ansteigender Infektionszahlen strengere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ergriffen. Wie Moskaus Bürgermeister am Dienstag auf seiner Webseite mitteilte, gelten die neuen Einschränkungen ab dem 13. November für zwei Monate.

  • Laut der neuen Regelung müssen Studenten und Berufsschüler fortan von zu Hause lernen; ohne triftigen Grund dürfen sie das Haus auch nicht verlassen.
  • Zudem wurde die Schließung von Restaurants, Bars und Freizeiteinrichtungen von 23.00 bis 6.00 Uhr angeordnet; Außerhausverkauf und Lieferservice sind jedoch weiterhin möglich.
  • Theater, Kinos und Konzerthäuser dürfen höchstens 25 Prozent ihrer verfügbaren Plätze belegen. Sportveranstaltungen mit Zuschauern müssen von den Behörden speziell genehmigt werden.
  • Alle Kultur-, Bildungs- und sonstige Veranstaltungen mit Zuschauern sind bis Mitte Januar verboten. Davon ausgenommen sind offizielle Veranstaltungen, welche unmittelbar auf Anordnung der Exekutivbehörden durchgeführt werden.

Das Verbot erstreckt sich ebenfalls auf öffentliche Orte, wo Kinder in geschlossenen Räumen spielen oder betreut werden. Kindergärten sind nicht betroffen.


Coronavirus-Eilmeldungen am 9. November 2020


Quarantäne in Deutschland

Seit Sonntag gelten neue Quarantäneregeln für Personen, die aus Risikogebieten (u. a. Russland) nach Deutschland einreisen.

  • Für alle Rückkehrer aus Risikogebieten gilt eine 10-tägige Pflichtquarantäne. Sie kann verkürzt werden, wenn Betroffene "frühestens ab dem fünften Tag nach der Einreise" einen negativen Corona-Test vorlegen können.
  • Vor der Einreise nach Deutschland muss man sich künftig spätestens einen Tag vor der Einreise digital unter www.einreiseanmeldung.de anmelden. Anmelden muss sich jeder, der in den vorangegangenen zehn Tagen in einem Corona-Risikogebiet war. Der Nachweis über die digitale Einreiseanmeldung ist bei Reise mitzuführen. Die Einreiseanmeldung muss zukünftig von den Beförderungsunternehmen vor Antritt der Reise kontrolliert werden. Ohne entsprechende Einreiseanmeldung haben die Beförderungsunternehmen die Beförderung zu verweigern.

Von der Quarantänepflicht ausgenommen sind:

  • Personen, die nur zur Durchreise nach Deutschland kommen. Sie müssen das Land auf dem schnellstmöglichen Weg verlassen.
  • Personen, die sich im Rahmen des Grenzverkehrs mit Nachbarstaaten weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben.
  • Berufspendler sowie Ärzte, Pflegekräfte, unterstützendes medizinisches Personal und 24-Stunden-Betreuungskräfte.
  • Personen, die nahe Verwandte oder nicht zum gleichen Hausstand gehörende Ehegatten und Lebensgefährten besuchen - und wenn ein geteiltes Sorgerecht besteht. 
  • Menschen, die Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren.
  • Hochrangige Mitglieder des diplomatischen und konsularischen Dienstes, von Volksvertretungen und Regierungen.

Coronavirus-Eilmeldungen am 5. November 2020


Neue Höchstwerte
Russland vermeldete gestern gleich zwei neue Höchststände an der Corona-Front: fast 20.000 erfasste Neuinfektionen und 389 Todesfälle. Auch St. Petersburg registrierte mit 1031 neuen Corona-Fällen an einem Tag so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. / RBC (RU)


Impfstoff-Produktion verzögert
Die Produktion des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V in industriellem Maßstab dürfte sich verzögern. Wie das liberale Internetmagazin „The Bell“ von den russischen Herstellern erfahren hat, bestehen noch Probleme bei der Fertigung. Der Wirkstoff werde instabil, wenn davon mehrere Hundert Liter statt wie bisher nur Milliliter hergestellt würden. Die Massenproduktion einzurichten dauere gewöhnlich ein Jahr, jetzt versuche man es innerhalb von Wochen, so ein Experte. Bisher galt die Devise, dass Ende des Jahres mit der Impfung weiter Teile der russischen Bevölkerung begonnen werden solle. / The Bell (RU), Moscow Times (EN)


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 3. November 2020


EU gegen russischen Impfstoff
Die EU-Kommission hat Ungarn vor dem Einsatz eines russischen Corona-Impfstoffs gewarnt. EU-Länder dürften nur Impfstoffe verwenden, die in der EU geprüft und zugelassen sind, sagte der Sprecher der Kommission Eric Mamer. Die EU werde nur Präparate akzeptieren, die auf ihrem Gebiet hergestellt werden. Es gebe bisher keinerlei Gespräche in dieser Sache mit China oder Russland, so Mamer. Zuvor hatte Ungarns Premier Viktor Orban bekannt gegeben, dass sein Land mit Peking und Moskau Gespräche über mögliche Impfstoff-Lieferungen führe. / RBC (RU)


Restaurants setzen auf QR-Code
Moskauer Großgastronomen führen wegen Corona Einlasskontrolle per QR-Code ein. Das System ist in der Hauptstadt seit Mitte Oktober für Besucher von Clubs und Bars zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens verpflichtend. Sie müssen mit ihrem Smartphone einen QR-Code scannen und sich damit bei der Stadt als Besucher der Lokale registrieren. Gestern meldete die Fast-Food-Kette McDonalds, sie werde dieses System auf freiwilliger Basis in allen ihren Hauptstadt-Filialen auch tagsüber einführen. Laut dem Ombudsmann der Stadt für die Gastronomie Sergej Mironow wollen auch andere Ketten wie Teremok oder Chaihona diese Anti-Corona-Maßnahme übernehmen. Die russische Hauptstadt hofft so, ohne Schließungen in der Gastronomie auszukommen. / Kommersant (RU) 


Hotspot Türkei-Urlaub
Laut der Chefin des russischen Verbraucherschutzes Arina Popowa sind Reiserückkehrer aus der Türkei für 90% aller importieren Corona-Fälle verantwortlich. Das hätten Stichproben ergeben. Seit der Grenzöffnung zum beliebten Urlaubsland am 1. August seien 1,5 Mio. Touristen nach Russland zurückgekehrt, so Popowa. Sie kündigte Konsequenzen für den Reiseverkehr an, ohne Details zu nennen. / Vedomosti (RU)


Oktober

Coronavirus-Eilmeldungen am 29. Oktober 2020


Sobjanin verlängert Beschränkungen
Moskau hat die seit Anfang Oktober geltenden Anti-Corona-Maßnahmen bis Ende November verlängert. Insbesondere bleibt damit die verpflichtende Home-Office-Quote von 30% für die Unternehmen der Hauptstadt bis Ende November bestehen. Bürgermeister Sergej Sobjanin lobte die Maßnahme und berichtete, dass dank ihr 1,22 Mio. Moskauer von zu Hause arbeiteten. Das habe zu einem Rückgang der Passagierzahlen im öffentlichen Nahverkehr um 40% geführt. Zu den anderen verlängerten Maßnahmen gehören der Fernunterricht der Schulen und die Aufforderung an über 65-Jährige sowie chronisch Kranke, zu Hause zu bleiben. Sobjanin erklärte außerdem, dass die pandemische Lage in Moskau unbeständig sei, wobei es leichte Anzeichen zur Besserung gebe. „Zurzeit gibt es keine Notwendigkeit, neue Einschränkungen zu beschließen“, so der Bürgermeister auf seiner Internetseite. / Sobyanin.ru (RU)


Russlandweite Maskenpflicht
Seit gestern muss in ganz Russland überall dort eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, wo sich viele Menschen aufhalten. Die Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor nannte als Beispiele den öffentlichen Verkehr, Taxis, Parkplätze und Aufzüge. Bisher wurde die Maskenpflicht in Russland nur auf Ebene der Regionen erlassen. / Vedomosti (RU)


Corona erfasst die Elite
Gut ein Fünftel der politischen Elite Russlands war oder ist mit Sars-Cov-19 infiziert, meldet die Wirtschaftszeitung „Vedomosti“. Dabei zählte sie die bekannt gewordenen Fälle unter Duma-Abgeordneten (91 von 450), Gouverneuren (17 von 85) und Mitgliedern der russischen Regierung (5 von 31). Das kommunistische Duma-Mitglied Wacha Agajew ist bisher der einzige Todesfall aus diesen Gruppen. Ein weiterer Abgeordneter liegt zurzeit auf der Intensivstation, teilte Parlamentssprecher Wjatscheslaw Wolodin mit. / Vedomosti (RU) 


Unwissen über Corona
In Russland gibt es große Wissenslücken beim Thema Covid-19. Laut einer Umfrage der Zeitung „Izvestia“ unter ihren Abonnenten im sozialen Netzwerk VKontakte wussten weniger als die Hälfte, dass man auch ohne Symptome in Selbstisolation gehen muss, wenn man Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatte. Fast jeder dritte Befragte glaubte, dass Alkohol gegen eine Infektion schützt. In einer anderen, repräsentativen Umfrage brachte der staatsnahe Thinktank CSR zutage, dass 27% der Russen meinen, Covid-19 sei besonders für Kinder und junge Leute gefährlich. / Izvestia (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 28. Oktober 2020


Homeoffice verlängert
Moskaus Oberbürgermeister Sergej Sobjanin hat das geltende Homeoffice-Regime, nach dem mindestens 30% aller Mitarbeiter eines Unternehmens in Fernarbeit überführt werden müssen, bis zum 29. November 2020 verlängert. Ebenso müssen alle Arbeitnehmer über 65 Jahre sowie chronisch Kranke zuhause arbeiten. / RBC (RU)


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 27. Oktober 2020


Maskenpflicht in Russland
Ab dem morgigen 28. Oktober ist das Tragen einer Schutzmaske an öffentlichen Orten wegen steigender Corona-Infektionszahlen russlandweit verpflichtend. Dazu zählen u. a. öffentliche Verkehrsmittel, Taxis, Parkplätze und Aufzüge. Das geht aus einer neuen Vorschrift der Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor (RU) hervor.

Darüber hinaus empfiehlt die Behörde die Absage aller Freizeitveranstaltungen zwischen 23:00 Uhr und 6:00 Uhr, bei denen Speisen und Getränke angeboten werden.

Regional bestehen weitere Beschränkungen: In St. Petersburg müssen Cafés und Restaurants bereits ab 23:00 Uhr schließen. In Moskau müssen sich Besucher von Bars und Nachtclubs zwecks Kontakt-Nachverfolgung mithilfe eines QR-Codes registrieren.


Gref geimpft
German Gref hat sich gegen Covid-19 impfen lassen. Im russischen Staatsfernsehen erklärte der Vorstandsvorsitzende der Sberbank, dass auch mehrere Manager der Bank diesen Schritt unternahmen. Er habe viel mit Menschen zu tun gehabt, sei viel gereist und wollte nicht zwei bis drei Wochen mit einer Infektion arbeitsunfähig sein, so Gref. Details zu Zeitpunkt und Impfstoff nannte Gref nicht. Die Sberbank unterstützt seit Mai die Entwicklung von Impfstoffen in Russland. Bisher wurden zwei Präparate registriert, ein drittes könnte bald hinzukommen. Mehrere Spitzenpolitiker haben sich nach eigenen Angaben seit September schon impfen lassen, darunter Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin, Verteidigungsminister Sergej Schojgu und Denis Manturow, Minister für Industrie und Handel. / RBC (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 22. Oktober 2020


Putin beruhigt die Wirtschaft
Vor dem Hintergrund neuer Höchstzahlen bei Neuinfektionen und Todesfällen mit Corona in Russland hat Präsident Wladimir Putin versichert, dass es keinen neuen totalen Lockdown geben werde. „Wir planen das nicht, und die Regierung auch nicht“, sagte Putin bei einem Termin mit dem russischen Unternehmerverband RSPP. Die Ärzte hätten mittlerweile gelernt, wie die Krankheit zu bekämpfen sei, außerdem gebe es bereits Medikamente dagegen und demnächst auch Impfstoffe, so Putin. Aus Teilnehmerkreisen wird berichtet, dass Sewerstal-Eigentümer und AHK-Vizepräsident Alexej Mordaschow Putin vorgeschlagen habe, nur mit punktuellen Maßnahmen auf die Ausbreitung des Virus zu reagieren, weil insbesondere kleine und mittlere Unternehmen einen Lockdown nicht überleben würden. / RBC (RU)


Kombi-Impfung gegen Corona und Grippe
Das sibirische Forschungszentrum „Vektor“ warnt vor einer gleichzeitigen Infektion mit Corona und Influenza („Grippe“). Sie erschwere den Krankheitsverlauf beträchtlich und führe zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit, an der Infektion zu sterben. Das hätten aufwendige Untersuchungen des Instituts gezeigt, berichtete Vektor-Chef Rinat Maksjutow beim diesjährigen Diskussionsklub Valdai. Deshalb arbeite sein Institut bereits an einem Impfstoff, der gleichzeitig gegen Corona und Grippe schützen soll, so Maksjutow. Vergangene Woche registrierte Russland den Corona-Impfstoff „EpiVakCorona“, den Vektor entwickelt. / RBC (RU)


Handschuhe „überflüssig“
Der Chef-Epidemiologe des russischen Gesundheitsministeriums Wladimir Tschulanow hat eingeräumt, dass die in Russland z. B. im öffentlichen Nahverkehr zwingend vorgeschriebenen Hygienehandschuhe nicht wirksam vor Covid-19 schützen. 90% der Infektionen erfolgen über die Atemwege, Kontaktinfektionen spielten keine große Rolle. Ohnehin würden die Handschuhe oft falsch angewendet, besser seien Desinfektionsmittel. Die Handschuh-Pflicht sei daher überflüssig, so Tschulanow, ganz im Gegensatz zu den unentbehrlichen Masken. / Kommersant (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 20. Oktober 2020


Kein Lockdown in Moskau
Über Moskau werde kein Lockdown wie im Frühjahr verhängt, versicherte Oberbürgermeister Sergej Sobjanin angesichts steigender Infektionszahlen. In Moskau wurden gestern 5376 neue Fälle sowie 51 Tote innerhalb eines Tages registriert. Extreme Maßnahmen wie eine Ausgangssperre sowie die Schließung fast aller Betriebe seien „absolut inakzeptabel und für uns unmöglich“, so der OB auf seiner Website (RU). Das Moskauer Gebiet mit Gouverneur Andrej Worobjow an der Spitze verkündete derweil neue Beschränkungen ab Mittwoch, die vor allem den Veranstaltungsbereich betreffen. Unter anderem dürfen Sportveranstaltungen nicht mehr mit Zuschauern auf den Tribünen stattfinden. / Moscow Times (EN), RIA (RU)


Fünf Länder produzieren „Sputnik V“
Der russische Corona-Impfstoff „Sputnik V“ werde in fünf weiteren Ländern hergestellt werden. Das teilte der Chef des Russian Direct Investment Fund (RDIF) Kirill Dmitrijew mit. Der RDIF ist an der Entwicklung des ersten in Russland registrierten Impfstoffs beteiligt. Im Einzelnen handele es sich um Indien, Brasilien, Südkorea, China und ein weiteres, nicht von ihm benanntes Land. Dmitrijew bekräftigte, dass schon im Dezember „große Volumina“ des Impfstoffs geliefert werden könnten. / Izvestia (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 15. Oktober 2020


Zweiter Impfstoff registriert
Präsident Wladimir Putin hat gestern die Registrierung eines zweiten russischen Impfstoffs gegen Covid-19 bekannt gegeben. Er heißt „EpiVakCorona“ und wurde vom Forschungszentrum „Vektor“ in Nowosibirsk entwickelt. Im Gegensatz zum ersten russischen Impfstoff „Sputnik V“ handelt es sich bei EpiVakCorona jedoch nicht um einen sogenannten Vektorimpfstoff, bei dem das Genmaterial in harmlose Trägerviren eingebaut wird, erläuterte Vize-Premier Tatjana Golikowa. Stattdessen komme ein anderes, neuartiges Verfahren zur Anwendung. Demnächst soll die klinische Testphase des Impfstoffs mit 40.000 Teilnehmern beginnen. / RBC (RU)


Corona-Wirkstoff „lebensnotwendig“
Die russische Regierung hat das Virostatikum Favipiravir in die Liste der lebensnotwendigen Medikamente aufgenommen. In Russland sind bisher drei Arzneien mit dem Wirkstoff, der gegen Covid-19 helfen soll, registriert. Ihre Preise unterliegen jetzt der staatlichen Kontrolle. Bisher waren Apothekenpreise von 8.000 bis 12.000 Rubel für die Präparate im Gespräch (88 bis 132 Euro).  / Interfax (RU)


Neue Flugverbindungen
Russland erlaubt ab 1. November Flüge nach Japan, Serbien und Kuba. Zunächst sollen je zwei Flüge pro Woche von Moskau in die jeweiligen Hauptstädte gehen, Tokyo soll auch von Wladiwostok erreichbar sein. Außerdem wird die Zahl der Verbindungen u. a. in die Schweiz erhöht. / Moscow Times (EN)


Coronavirus-Eilmeldungen am 13. Oktober 2020


Zuspitzung in Moskau
Die Corona-Lage in Moskau spitzt sich zu, sagte der Bürgermeister der Hauptstadt Sergej Sobjanin am Sonntag im Staatsfernsehen. Die Krankenhäuser füllten sich, die Zahl der schweren Verläufe von Covid-19 nehme zu und „sogar die Sterblichkeit beginnt zu steigen“. Es gelte, „einige Monate“ bis zum Beginn der Impfungen durchzuhalten, so Sobjanin. Die jüngst beschlossenen Maßnahmen wie die Meldepflicht von Arbeitnehmern im Homeoffice bezeichnete Sobjanin als die „Light-Variante“, die ohne einen Shutdown von Betrieben auskomme. Moskau meldete gestern vormittag fast 4400 neue Infektionen. 58 Menschen sind gestern an der Krankheit gestorben, so viele wie seit dem 9. Juni nicht mehr. / Vesti (RU), RBC (RU), RBC (RU)


Meldepflicht bei Homeoffice
Seit gestern müssen Arbeitgeber in Moskau der Stadt wöchentlich über ihre Mitarbeiter im Homeoffice Bericht erstatten. Doch das dafür eingerichtete Onlineportal ist kurz vor dem ersten Fristende unter der Datenlast zusammengebrochen, wie das städtische Department für Informationstechnologie mitteilte. Um die Pandemie einzudämmen, hatte Moskau Unternehmen verpflichtet, mindestens 30% ihrer Mitarbeiter von zu Hause arbeiten zu lassen. Die Arbeitgeber müssen neben den Namen auch etwa Telefonnummern und Autokennzeichen melden. Ansonsten drohen Strafen von bis zu 300.000 Rubel (3300 Euro) oder gar die Schließung des Betriebs. Die nächste Frist ist der 19. Oktober. / RBC (RU)

Ausführlich über die Meldeplicht informiert auf Deutsch hier Germany Trade and Invest (GTAI).


Schulausfall mit lebenslangen Folgen
Vier Monate Schulschließung führen zu lebenslangen Gehaltseinbußen der betroffenen Schüler in Höhe von 2,5% jährlich. Das schätzt die Weltbank in ihrer Publikation Covid-19 and Human Capital (EN, PDF). Diese Zahlen, die für die USA anhand der Effekte des Unterrichtsausfalls auf die PISA-Resultate ermittelt wurden, könne man auch auf Russland übertragen, so die Weltbank. Russische Schulen waren von März bis zu den Sommerferien geschlossen. Moskau reagierte Anfang Oktober mit verlängerten Herbstferien auf die Zunahme der Infektionen. Ob der Unterricht am 19. Oktober wieder startet, ist laut Bürgermeister Sergej Sobjanin noch nicht entschieden. / RBC (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 7. Oktober 2020


Erstmals seit September leichter Rückgang
Innerhalb eines Tages haben sich 11.115 Personen in Russland mit dem Coronavirus infiziert, meldete der Corona-Krisenstab gestern. Damit konnte erstmals seit dem 13. September ein leichter Rückgang verzeichnet werden. Am Vortag waren es 11.615 Neuinfektionen – fast so hoch wie der absolute Höchstwert vom 12. Mai, als 11.656 Infizierte an einem Tag registriert wurden. / RBC (RU)


Corona-Maßnahmen in Moskau
Der Moskauer Oberbürgermeister Sergej Sobjanin hat im Zuge der hohen Corona-Fallzahlen weitere Beschränkungen eingeführt:

  • Ab dem 9. Oktober wird der vergünstigte Tarif zur Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln für Schüler zeitweise ausgesetzt. Damit soll verhindert werden, dass die wegen Corona um eine weitere Woche verlängerten Herbstferien für ziellose Fahrten durch die Stadt genutzt werden. 
  • Bis zum 28. Oktober wird die kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel von Personen über 65 Jahre sowie chronisch Kranken ausgesetzt. 
  • Um das Social Distancing im Kultursektor zu gewährleisten, ist der Erwerb von Eintrittskarten für Theater, Museen und Konzerte demnächst nur noch in elektronischer Form möglich. 
  • Unternehmen müssen 30% der Beschäftigten ins Homeoffice überführen und die Behörden darüber informieren. Verstöße werden mit empfindlichen Geldstrafen geahndet. / Sobyanin.ru (RU)

 

Coronavirus-Eilmeldungen am 1. Oktober 2020


Im Zeitraum vom 5. Oktober bis 28. Oktober 2020 müssen Arbeitgeber in Moskau 30% ihrer Mitarbeiter ins Homeoffice versetzen. Das geht aus einem neuen Erlass (RU) von Oberbürgermeister Sergej Sobjanin hervor. 

Arbeitnehmer über 65 Jahre sowie Mitarbeiter mit chronischen Krankheiten müssen aufgrund der steigenden Corona-Fallzahlen vollständig ins Homeoffice überführt werden.

Eine Ausnahme gilt nur für Mitarbeiter, deren persönliche Anwesenheit am Arbeitsplatz von entscheidender Bedeutung ist. Auch medizinische Einrichtungen sowie strategische Organisationen wie Rosatom oder Roskosmos sind vom Erlass ausgenommen.

Arbeitgeber müssen in elektronischer Form über die Anzahl der Mitarbeiter, die ins Homeoffice versetzt werden bzw. im Büro verbleiben, sowie über deren Tätigkeitsart und -ort informieren. Die Angaben müssen gemäß dem Erlass an die E-Mail-Adresse organization_size(at)mos.ru versendet werden. Beratungen dazu werden unter der folgenden Telefonnummer bereitgestellt: +7 (495) 870-72-98.


 

September

Coronavirus-Eilmeldungen am 30. September 2020


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Absage von Veranstaltungen empfohlen
Infolge steigender Corona-Infektionsraten rät der russische Verbraucherschutz zu folgenden Schutzmaßnahmen für Unternehmen:

  • Unternehmen sollen Offline-Veranstaltungen möglichst absagen und sicherstellen, dass Mitarbeiter nicht an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen.
  • Mitarbeitern soll untersagt werden, Mahlzeiten am Arbeitsplatz einzunehmen. Kantinen sollten auf Einweggeschirr verzichten.
  • Arbeitnehmer sollten möglichst auf verschiedenen Etagen verteilt werden und im Schichtbetrieb arbeiten. 
  • Mitarbeiter mit Fieber oder Anzeichen einer Erkrankung sollten zu Hause bleiben und einen Arzt rufen. 
  • Unternehmen sollten über einen Vorrat an Desinfektionsmitteln verfügen, der mindestens für fünf Tage ausreicht. Zudem sollten die Räumlichkeiten regelmäßig gereinigt werden. 

Die oben genannten Punkte haben Empfehlungscharakter und sind rechtlich nicht bindend. / Rospotrebnadsor (RU), Inc (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 28. September 2020


Mehr Corona-Fälle
10:33
Erstmals seit Mitte Juni wurden in Russland am heutigen Montag wieder mehr als 8.000 Corona-Neuinfektionen registriert. In Moskau lag die Zahl der Neuinfektionen am Wochenende zum ersten Mal seit Anfang Juni wieder bei über 2.000. Innerhalb von vier Tagen hat sich der tägliche Anstieg verdoppelt, meldet der Corona-Krisenstab. Insgesamt sind 20.385 Menschen in Russland infolge des Coronavirus verstorben. / Interfax (RU) 


Coronavirus-Eilmeldungen am 25. September 2020


Moskau führt erneut Selbstisolation für Senioren und chronisch Kranke ein
Aufgrund der steigenden Zahl der Corona-Neuinfektionen führt Moskau ab Montag, den 28. September die sogenannte Selbstisolation (Ausgangssperre) für Personen über 65 Jahre und chronisch Kranke ein. Das geht aus einem Erlass von Oberbürgermeister Sergej Sobjanin hervor, der heute veröffentlich wurde.

Demnach dürfen die betroffenen Personengruppen ihre Wohnung nur noch für dringende Angelegenheiten verlassen, Beschäftigte sollen nach Möglichkeit im Homeoffice arbeiten und sich von öffentlichen Orten mit vielen Besuchern fernhalten. 

Arbeitgebern wird empfohlen, ihre Mitarbeiter nach Möglichkeit von zuhause aus arbeiten zu lassen.

Die Masken- und Handschuhpflicht im öffentlichen Verkehr, in Geschäften und anderen öffentlichen Orten bleibt laut dem Erlass bestehen. Die Kontrolle dieser Regeln soll verstärkt werden. Außerdem wollen die Behörden stärker kontrollieren, ob die Arbeitgeber ihren Mitarbeitern Fieber messen, sie auf COVID-19 testen und andere Anforderungen erfüllen. / Offizielle Webseite des Moskauer OB, Erlass Nr. 92-UM


Coronavirus-Eilmeldungen am 24. September 2020


Visaverlängerung & Quarantänepflicht
11:00 Die Gültigkeit aller Dokumente (z. B. Visa), die Ausländer zum Aufenthalt in der Russischen Föderation berechtigen, wird aufgrund der Corona-Krise automatisch bis zum 15. Dezember 2020 verlängert. Das geht aus einem neuen Erlass des russischen Präsidenten hervor.

Auch die Registrierungspflicht wird bis zum 15. Dezember ausgesetzt.

Arbeitsgenehmigungen werden seit dem 16. Juni nicht mehr automatisch verlängert. Seitdem müssen Arbeitgeber einen Antrag an die zuständigen Behörden stellen, um Arbeitsgenehmigungen für ihre Mitarbeiter verlängern zu lassen.

Darüber hinaus wurden die Quarantäneregeln für russische Staatsbürger verschärft. Russen, die ohne Corona-Test nach Russland einreisen, müssen diesen künftig innerhalb von drei Kalendertagen im Inland nachholen und sich bis zum Erhalt eines negativen Tests in Selbstisolation aufhalten. Russische Staatsbürger müssen ihre Testergebnisse unbedingt auf dem Portal für staatliche Dienstleistungen (https://www.gosuslugi.ru/) hochladen.

Ausländer sind grundsätzlich verpflichtet, bei der Einreise in die Russische Föderation einen englischsprachigen negativen Corona-Test mit sich zu führen, der nicht älter als drei Tage sein darf. Ausländische Staatsbürger, die zu Arbeitszwecken in die Russische Föderation einreisen, müssen sich nach der Einreise in eine zweiwöchige Selbstisolation begeben.


Coronavirus-Eilmeldungen am 23. September 2020


Avifavir soll billiger als andere Corona-Mittel sein
16:01
Das Medikament Avifavir soll um 30 Prozent billiger als andere Favipiravir-basierte  Corona-Mittel sein. Das verspricht der Hersteller, der Russische Fonds für Direktinvestitionen. Kosten andere auf Favipiravir basierende Corona-Medikamente in der Apotheke rund 12.000 Rubel je Packung, so soll Avifavir ca. 8000 Rubel kosten. Der Fonds führt den günstigeren Preis auf niedrigere Selbstkosten der Produzenten zurück. Das neue Medikament soll ab Oktober für ambulante Patienten zugänglich sein. / Interfax (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 22. September 2020


Ölpreis weiter im Sinkflug
08:56 
Der Ölpreis setzt im frühen Handel am Dienstag seine Talfahrt fort. Der November-Kontrakt für die Sorte Brent kostete an der Londoner Börse ICE Futures um 8:10 Uhr Moskauer Zeit 41,36 US-Dollar je Barrel (159 Liter) und war damit um 0,19 Prozent billiger als am Vortag. Am Montag hatte der Preis bereits vier Prozent auf 41,44 Dollar je Barrel verloren. Hintergrund waren die Ankündigung Libyens, die Ölförderung im Osten des Landes  wiederaufzunehmen, sowie der Anstieg der Corona-Neuinfektionen in mehreren Ländern. / Interfax (RU)


Wirtschaft rechnet mit zweiter Corona-Welle
07:06
 Fast die Hälfte der Geschäftsleute in Russland erwartet eine zweite Welle an Coronavirus-Infektionen im Land. Das zeigt eine gemeinsame Studie der Promsvyazbank, der Organisation „Opora Rossii“ und der Forschungsfirma Magram Market Research. Demnach erwarten 47 Prozent der Unternehmer, dass es zu einer zweiten Corona-Welle kommt. Etwa 35 Prozent der Befragten gaben an, nicht mit einer zweiten Corona-Welle zu rechnen. Von denjenigen, die einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen befürchten, haben 54 Prozent noch nicht auf Normalbetrieb umgestellt. Rund 17 Prozent der Befragten rechnen im Fall einer neuen Corona-Welle mit erneuten strengen Ausgangsbeschränkungen, weitere 44 Prozent erwarten leichtere und 30 Prozent gar keine Restriktionen. / TASS (RU)


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 21. September 2020


Flüge nach Kasachstan, Kirgisistan, Weißrussland und Südkorea wieder möglich
07:55
 Russland nimmt in dieser Woche den Flugverehr mit vier weiteren Staaten wieder auf. Vom 21. September an sollen Nur-Sultan (Kasachstan), Bischkek (Kirgisistan) und Minsk (Weißrussland) - einmal wöchentlich - wieder angeflogen werden. Ab dem 27. September sollen Flüge in die südkoreanische Hauptstadt Seoul wieder möglich sein. Eine entsprechende  Verordnung unterzeichnete der russische Regierungschef Michail Mischustin am 20. September. / RBC (RU)


Wohnimmobilien: Sekundärmarkt erholt sich von Corona
10:18
 Der sekundäre Wohnimmobilienmarkt in Russland scheint sich von den Auswirkungen der Corona-Pandemie erholt zu haben: Im August lagen die wichtigsten Kennzahlen wieder auf dem gleichen Niveau wie vor dem Lockdown. Nach Angaben der Immobilienbehörde Rosreestr wurden im August 14.695 Immobilienverträge geschlossen - fast ebenso viele wie im März. Laut Bauexperten spricht die Differenz von weniger als einem Prozent für eine Erholung des Sekundärmarktes. Seit Januar registrierte Rosreestr auf dem Sekundärmarkt insgesamt 77.891 Deals, bei denen ein Eigentümerwechsel erfolgt ist - 18 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (95.312) / Interfax (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 16. September 2020


Regierung: Wirtschaft erholt sich zum 3. Quartal 2021
14:59
 Die russische Wirtschaft dürfte nach Einschätzung des Wirtschaftsministeriums in Moskau zum dritten Jahresquartal 2021 wieder ein Niveau wie vor der Corona-Krise erreichen. Wie Wirtschaftsminister Maxim Reschetnikow am Mittwoch mitteilte, wird das russische Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um 3,9 Prozent einbrechen, 2021 dürfte es ein Plus von 3,3 Prozent geben. 2022 soll das Auslaufen des Opec+-Deals die Wirtschaftsleistung vorantreiben. Das Wirtschaftsministerium rechnet auch mit einer allmählichen Erholung der Nachfrage nach den wichtigsten russischen Exportartikeln. Laut Reschetnikow sollen die Nicht-Öl- und Nicht-Gas-Exporte dominieren. / Interfax (RU).


Coronavirus-Eilmeldungen am 15. September 2020


IEA senkt Prognose für Ölnachfrage
12:00 
Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Prognose für die Nachfrage nach Rohöl für 2020 gesenkt: Die Agentur erwartet einen Rückgang der weltweiten Nachfrage um 8,4 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag. Gründe seien steigende COVID-19-Infektionszahlen in vielen Ländern, lokale Quarantänen, Homeoffice-Arbeit und der weiterhin eingeschränkte Flugverkehr. In ihrer bisherigen Prognose gingen die IEA-Experten davon aus, dass die Nachfrage in diesem Jahr 8,1 Millionen Barrel pro Tag niedriger ausfällt als 2019. / Interfax (RU)


Russland will Flüge in GUS wieder erlauben
10:35
 Russland könnte nach Informationen der Agentur Interfax schon in den nächsten vier Wochen den Flugverkehr mit GUS-Hauptstädten wiederaufnehmen. Zuerst sollen Flüge nach Minsk erlaubt werden. Danach sollen Nur-Sultan, Taschkent, Baku und Jerewan hinzukommen. / Interfax (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 14. September 2020


Hypothekarmarkt boomt
10:09 
 Der russische Hypothekarmarkt hat sich von den negativen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie vollständig erholt. Im August 2020 wurden landesweit 148.000 Wohnkredite im Wert von 375 Milliarden Rubel vergeben - ein absoluter Rekord in der russischen Geschichte. Das berichten übereinstimmend das auf Immobilien spezialisierte Finanzinstitut Dom.RF und das Analysehaus Frank RG. Demnach ist die Zahl der vergebenen Kredite gegenüber August 2019 um 38 Prozent gestiegen, wertmäßig gab es ein Plus von 59 Prozent. Experten führen den Boom auf beispiellos geringe Zinsen zurück, insbesondere auf die staatlich geförderten Kredite mit einem Zinssatz von 6,5 Prozent. RBC


Wirtschaftsministerium: BIP-Rückgang geringer als erwartet
09:46 Die russische Wirtschaftsleistung wird in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise nicht wie bisher erwartet um fünf, sondern um maximal 3,9 Prozent schrumpfen. Das geht aus der aktuellen Prognose des Wirtschaftsministeriums in Moskau hervor, die bereits der Regierung vorliegt. Das Ministerium korrigierte dabei seine bisherige Prognose für den Ölpreis nach oben. Ein Barrel der russischen Sorte Urals soll 2020 im Durchschnitt 41,8 US-Dollar kosten. Die ursprüngliche Prognose lautete 39,9 US-Dollar je Barrel (159 Liter)./ RBC


Coronavirus-Eilmeldungen am 11. September 2020


Ausgaben für Arbeitslosengeld gestiegen
08:24
 Die russische Regierung will in diesem Jahr 185,3 Milliarden Rubel (umgerechnet rund zwei Milliarden Euro) für Arbeitslosengeld ausgeben – und damit deutlich mehr als ursprünglich geplant. Das geht aus dem Entwurf einer Regierungsverordnung hervor. Als Gründe für die gestiegenen Ausgaben werden die stark gewachsene Arbeitslosenquote und die Erhöhung des Arbeitslosengeldes genannt. Laut Regierungsangaben hat sich die Arbeitslosenzahl von Januar bis September aufgrund der Coronavirus-Pandemie mehr als verfünffacht. Im Haushalt sind für diese Zwecke jedoch nur 130,4 Milliarden Rubel eingestellt, von denen 109,4 Milliarden Rubel Ende August bereits verbraucht waren. Das Arbeitsministerium schlägt nun vor, 35,3 Milliarden Rubel aus dem Reservefonds für die Auszahlung von Arbeitslosengeld auszugeben. Diese Summe könnte aber nur bis Ende Oktober 2020 ausreichen. / TASS (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 10. September 2020


Zentralbank schätzt Risiken für 2021-2023 ab
13:16
 Eine zweite Coronavirus-Welle, eskalierende Handelskonflikte und geopolitische Spannungen könnten in den nächsten Jahren die Konjunktur in Russland eintrüben. Das geht aus einer Prognose der Zentralbank für den Zeitraum von 2021 bis 2023 hervor. Darin werden vier Szenarien für Russlands Wirtschaft auf mittlere Sicht vorgestellt. Das Basisszenario sieht vor, dass sich der Ölpreis gegen Ende 2022 bei 50 US-Dollar je Barrel (159 Liter) einpendelt und sich die Wirtschaft nur langsam erholt. In dem sogenannten Inflationsszenario wird davon ausgegangen, dass sich der Ölpreis bis Ende 2023 bei 42 bis 43 Dollar je Fass stabilisiert. Laut dem „Desinflationsszenario“ könnte der Fasspreis nach 2023 auf 50 Dollar steigen. In ihrem vierten Szenario berücksichtigt die Zentralbank Risiken wie Pandemie und Handelskriege und sagt voraus, dass der Ölpreis bis Ende 2023 nicht die Marke von 35 Dollar je Barrel überschreitet. / TASS (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 9. September 2020


Aeroflot fliegt wieder nach Kairo
03:01 Die russische Fluggesellschaft Aeroflot fliegt von heute an wieder von Moskau nach Kairo. Derzeit gibt es wöchentlich drei Flüge vom Flughafen Scheremetjewo. Ab dem 10. September will Aeroflot den regulären Flugverkehr mit den Malediven und einen Tag später mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (Dubai) wiederaufnehmen. / Interfax (RU)


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 7. September 2020


Russland zapft Geldreserve an
11:37
 Erstmals seit zweieinhalb Jahren zapft die russische Regierung den Nationalen Wohlfahrtsfonds an, um das Haushaltsloch zu stopfen. Im August verkaufte das Finanzministerium Euros, Dollars und britische Pfund aus dem Wohlfahrtsfonds im Wert von 3,56 Milliarden Rubel. Wie hoch das Defizit im August war, ist noch nicht bekannt, im Juli klaffte im Haushalt ein Loch von mehr als 1,5 Billionen Rubel. In den vorigen Monaten hatte das Finanzministerium Devisen im Wert von insgesamt mehr als neun Milliarden Dollar (etwa 665 Milliarden Rubel) von seinen Konten bei der Zentralbank verkauft, um die geschrumpften Öl- und Gaseinnahmen wettzumachen. Dass nun der Wohlfahrtsfonds angezapft wurde, könnte bedeuten, dass das Finanzministerium die Devisen, die es Anfang des Jahres gekauft hatte, bereits alle verwendet hat. Per 1. September hatte der Nationale Wohlfahrtsfonds ein Volumen von 119,4 Milliarden US-Dollar. Obwohl sich die Ölpreise nach dem Rekordeinbruch im Corona-Lockdown nun wieder stabilisiert haben, liegen Russlands Einnahmen aus den Öl- und Gasexporten wegen der von der OPEC+Allianz beschlossenen Förderkürzungen immer noch unter dem geplanten Niveau. / RBC (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 4. September 2020


Rekordeinbruch der Kaufkraft in Russland
14:00
 In den vergangenen zehn Jahren ist die Kaufkraft der Russen im Lebensmittelbereich im zweiten Jahresquartal noch nie so stark eingebrochen wie in diesem Jahr. Das geht aus einer Studie der Higher School of Economics in Moskau hervor. Der Rückgang wurde bei zwölf der 24 Grundnahrungsmittel verzeichnet, darunter bei Brot, Fisch, Milch und schwarzem Tee. Die Coronavirus-Pandemie hatte zu schweren Einkommenseinbrüchen geführt: Laut dem Statistikamt Rosstat fiel das real verfügbare Einkommen der Russen im zweiten Quartal um acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. / RBC (RU)


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Coronavirus-Eilmeldungen am 3. September 2020


Corona-Reiselockerungen
11:02 
Russland nimmt den Reiseverkehr mit drei weiteren Ländern auf:

  • Vereinigte Arabische Emirate (2 Flüge pro Woche nach Dubai)
  • Malediven (2 Flüge pro Woche nach Malé)
  • Ägypten (3 Flüge pro Woche nach Kairo)

Darüber hinaus wird der Flugverkehr zwischen Russland und der Schweiz auf vier Flüge pro Woche erhöht:

  • Je 2 Aeroflot-Flüge pro Woche auf der Strecke Moskau – Genf – Moskau
  • Je 2 Swiss-Air-Flüge pro Woche zwischen Moskau – Zürich – Moskau

Wer aus den jeweiligen Ländern nach Russland zurückreisen möchte, benötigt entweder die Staatsbürgerschaft der jeweiligen Länder oder einen ständigen Aufenthaltstitel in der Russischen Föderation.

Ebenso können Personen nach Russland einreisen, die Ehepartner oder Kinder haben, die russische Staatsbürger sind und auf dem Territorium der Russischen Föderation leben.
Die entsprechende Regierungsverordnung finden Sie hier.

Darüber hinaus hat Premier Michail Mischustin russischen Staatsbürgern, die zu pflegebedürftigen Verwandten im Ausland reisen möchten, eine mehrfache Ein- und Ausreise gestattet (Regierungsverordnung). Auch ausländische Staatsbürger mit pflegebedürftigen Verwandten in Russland dürfen ab sofort mehrfach in die Russische Föderation einreisen.


August

Coronavirus-Eilmeldungen am 31. August 2020


Wirtschaftsministerium verbessert Prognose
09:21 
Das russische Wirtschaftsministerium hat seine Prognose für 2020 verbessert. Die Wirtschaft des Landes soll demnach nicht um 4,8 Prozent, sondern um 3,9 Prozent schrumpfen. Der Investitionsrückgang dürfte bei 6,6 Prozent und damit unter den zuvor prognostizierten zwölf Prozent liegen. Im zweiten Jahresquartal habe sich die Wirtschaft schneller erholt, als Experten erwartet hatten. Das Ministerium erwartet nun, dass die Investitionen schon im nächsten Jahr um 3,9 Prozent wachsen würden. Die russische Wirtschaft insgesamt dürfte im Herbst 2021 wieder ein Niveau wie vor der Corona-Krise erreichen. / Kommersant (RU)


Starker Anstieg bei Betrugsfällen
07:00 
Vor dem Hintergrund der Anti-Corona-Maßnahmen registrieren die russischen Behörden einen deutlichen Anstieg bei Betrugsfällen. Wie RBC unter Verweis auf die Generalstaatsanwaltschaft in Moskau berichtet, ist die Zahl der gemeldeten Betrugsfälle am Telefon und im Internet im ersten Halbjahr um 76 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewachsen. Insgesamt seien 36 Prozent mehr Betrugsfälle als 2019 registriert worden. / RBC (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 26. August 2020


Russland versorgt Kasachstan mit Corona-Impfstoff
13:26
 Russland liefert seinen Corona-Impfstoff „Sputnik V“ nach Kasachstan. Die erste Lieferung umfasst mehr als zwei Millionen Dosen, wie Kyrill Dmitrijew, Chef des Russischen Fonds für Direktinvestitionen, Journalisten mitteilte. Später könne die Liefermenge auf fünf Millionen Dosen erhöht werden. / TASS (RU)


Russland erlaubt Athleten und Trainern die Einreise
10:11
 Die russische Regierung hat alle Einreisebeschränkungen für ausländische Athleten und Trainer aufgehoben. Regierungschef Michail Mischustin unterzeichnete eine entsprechende Anordnung. Damit solle den Teilnehmern internationaler Wettkämpfe die Einreise erleichtert werden, hieß es aus dem Kabinett. / Interfax (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 25. August 2020


Zypern lockert Einreisebeschränkungen für Russen
10:27 Zypern öffnet am 28. August seine Grenzen für russische Bürger. Dies geht aus den Einreiseregeln hervor, die das zyprische Gesundheitsministerium veröffentlicht hat. Da Russland als Risikogebiet eingestuft worden ist, dürfen vorerst nur russische Diplomaten sowie Personen mit Aufenthaltstitel in Zypern oder einer Sondergenehmigung der zypriotischen Behörden in den Inselstaat einreisen. Bei der Einreise müssen sich Ausländer entweder auf Coronavirus testen lassen oder einen negativen Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. / Interfax (RU)


120 Millionen Jobs im Tourismus bedroht
09:48
 Etwa 120 Millionen Menschen, die in der Tourismusbranche tätig sind, könnten durch die Corona-Krise ihre Arbeit verlieren. Dies teilte UN-Generalsekretär António Guterres mit. In den ersten fünf Monaten 2020 sei die Zahl der internationalen touristischen Reisen um mehr als die Hälfte gesunken, die Branche habe rund 320 Milliarden US-Dollar verloren. Laut einem Bericht der Vereinten Nationen ist die Zahl der Touristen im Mai dieses Jahres weltweit um 98 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingebrochen. Die Einbrüche im Tourismussektor könnten 1,5 bis 2,8 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts kosten. / RBC (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 24. August 2020


Bericht: Flüge in sieben weitere Länder bald wieder möglich
00:01
 Russland könnte den Flugverkehr mit sieben weiteren Staaten wieder aufnehmen. Wie die Zeitung „Iswestija“ unter Verweis auf Luftfahrtkreise berichtet, könnten Flüge nach Frankreich, Ungarn, Malta, Zypern, Jordanien, Ägypten und China bald wieder möglich sein. Ein Reise-Boom sei allerdings nicht zu erwarten, weil die Grenzen nur für einen begrenzten Kreis der Passagiere geöffnet würden. Der zuständige Krisenstab soll am Dienstag, 25. August, eine Entscheidung darüber verkünden. / Izvestia


Coronavirus-Eilmeldungen am 21. August 2020


Russland testet zweiten Impfstoff – Zulassung voraussichtlich im Oktober
11:40 Russland könnte im Oktober einen zweiten Impfstoff gegen das Coronavirus zulassen, wie die Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor mitteilte. Das vom Forschungszentrum Vektor entwickelte Vakzin durchläuft derzeit eine zweite Testphase mit 86 Probanden. Nach ihrem Abschluss soll die Zulassung beantragt werden. Im November könnte der Impfstoff dann in Produktion gehen. / Interfax (RU)


Russen haben coronabedingt Angst vor Reisen
09:00
 Mehr als die Hälfte der Russen (52,2 Prozent) sind aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht bereit, eine Reise zu planen, wie eine Umfrage des Reiseportals OneTwoTrip zeigt. Rund 42,3 Prozent von ihnen fürchten eine zweite Welle der Epidemie, weitere 9,9 Prozent haben Angst davor, sich auf der Reise anzustecken. Für 30,6 Prozent der Befragten ist die Reiseplanung schwierig, weil die für sie interessanten Destinationen gesperrt sind. Nur jeder Fünfte (21 Prozent) gab an, keine Probleme mit der Planung einer Reise zu haben. / TASS (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 20. August 2020


Arbeitslos durch Corona? Regierung bezahlt die Umschulung
10:56
 Die russische Regierung gibt 2,99 Milliarden Rubel für die Umschulung von 110.000 Bürgern aus, die aufgrund der Corona-Krise ihre Arbeit verloren haben. Ministerpräsident Michail Mischustin unterzeichnete eine entsprechende Anordnung. Das Umschulungsprogramm ist bis Ende 2020 angelegt. Anträge zur Teilnahme können auf dem Portal „Rabota w Rossii“ gestellt werden. College- und Hochschulabsolventen, die wegen des Lockdowns keine Praktika machen konnten, können ebenfalls an dem Programm teilnehmen. / Interfax (RU)


Japan: Regierung kommt für Impfschäden auf
02:56
 In Japan bezahlt die Regierung die Entschädigung, wenn eine Corona-Impfung zu gesundheitlichen Schäden führen sollte. Japan verhandelt jetzt mit mindestens fünf Impfstoff-Herstellern. / TASS (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 18. August 2020


Milliardenverlust beim norwegischen Pensionsfonds
11:45
 Der norwegische Pensionsfonds, der aus Öleinnahmen finanziert wird, hat im ersten Halbjahr 188 Milliarden norwegische Kronen (rund 18 Milliarden Euro) verloren. Der Fonds führt den Verlust auf die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zurück. Zur Milderung ihrer Folgen will die Regierung umgerechnet 38 Milliarden Euro aus dem Fonds aufwenden. / TASS (RU)


Zentralbank warnt vor Betrügern
11:16
 Die russische Zentralbank warnt vor neuen Betrugsmaschen, die von Kriminellen in der Corona-Pandemie entwickelt worden sind. So würden Betrüger anbieten, in die angebliche Entwicklung eines Corona-Impfstoffes oder in die Produktion von Handschuhen und Schutzmasken zu investieren. Außerdem warnt die Zentralbank vor gefälschten Angeboten für Geldanlagen in Edelmetalle, die erheblichen Kursschwankungen ausgesetzt sind. / TASS


Coronavirus-Eilmeldungen am 17. August 2020


Erholung nach Corona: Moskau unter Spitzenreitern
08:38
 Moskau, Karelien sowie die Gebiete Sachalin und Smolensk waren im August Spitzenreiter unter den russischen Regionen beim Wiederhochfahren der Wirtschaft nach der Corona-Zwangspause. Dies geht aus einer Rangliste hervor, die das Büro des Bevollmächtigten für den Schutz der Unternehmensrechte beim Präsidenten der Russischen Föderation und die Partei Partija Rosta (zu dt.: Wachstumspartei) erstellt haben. Ganz unten landeten das Gebiet Nowosibirsk, die Republiken Tschuwaschien, Chakassien und Dagestan. Laut den Verfassern haben Organisatoren von Großveranstaltungen noch immer Schwierigkeiten bei der Wiederaufnahme ihres Geschäfts./ TASS (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 14. August 2020


Rosneft schreibt rote Zahlen
11:10
 Rosneft hat im zweiten Quartal einen Reingewinn von 43 Milliarden Rubel (nach IFRS) erzielt, rund 78 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im ersten Halbjahr 2020 verbuchte der staatliche Energieriese einen Verlust von 113 Milliarden Rubel nach einem Gewinn von 325 Milliarden Rubel im Vorjahreszeitraum. Gründe sind ein bedeutender Rückgang des operativen Ergebnisses aufgrund des Verfalls der Ölpreise, die in der Coronavirus-Pandemie gesunkene Nachfrage sowie die von der Opec+Allianz beschlossenen neuen Förderkürzungen. Laut Rosneft-Chef Igor Setschin zeigten die Finanzkennzahlen des Unternehmens im zweiten Quartal aufgrund der Erholung der Nachfrage nach Rohöl und Ölprodukten eine „steigende Tendenz“. Dies berechtige zu der Hoffnung auf ein besseres Ergebnis in Zukunft. / InterfaxRBC (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 13. August 2020


Russland ist wieder Nettoschuldner
00:00
 Die Schulden der russischen Regierung sind wieder höher als ihre Liquiditätsreserve. Das geht aus den aktuellen Statistiken des Finanzministeriums und der Zentralbank hervor. Ursachen sind die Corona-Krise, der Einsturz der Ölpreise sowie die Übernahme der Sberbank, die mit Mitteln aus dem Nationalen Wohlfahrtsfonds finanziert wurde. Seit dem vergangenen Jahr war das Verhältnis von Aktiva und Schulden positiv. Dass der Saldo nun negativ ist, ist laut Experten eine der Folgen der Corona-Krise, gefährdet jedoch keineswegs die Haushaltsstabilität. / RBC (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 12. August 2020


Bedarf an Corona-Impfstoff in einem Jahr gedeckt
11:53
 Der Bedarf Russlands am Corona-Impfstoff, den das Moskauer Gamaleja-Institut entwickelt hat, könnte in einem Jahr gedeckt sein, sagt Institutsleiter Alexander Ginzburg. Er erwartet, dass die Produktion des Mittels schon im Dezember-Januar auf fünf Millionen Dosen im Monat steigen wird. Am Dienstag hatte Präsident Wladimir Putin wissen lassen, dass Russland den weltweit ersten Corona-Impfstoff zugelassen habe. / Interfax (RU)


Kasachstan zeigt Interesse am russischen Impfstoff
11:45
 Kasachstan möchte den Corona-Impfstoff beschaffen, der vom Moskauer Gamaleja-Institut entwickelt wurde und in dieser Woche die Zulassung des russischen Gesundheitsministeriums erhalten hat. Der Präsident des zentralasiatischen Staates, Kassym-Schomart Tokajew, gratulierte seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin zur Registrierung des weltweit ersten Impfstoffes gegen COVID-19 und kündigte an, noch im August eine Delegation nach Moskau zu schicken, um über Einkauf des Mittels zu verhandeln. / ТASS (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 10. August 2020


Urlaub teilweise von Regierung bezahlt
11:52 Die russische Regierung startet in der Nacht zum 21. August ein einwöchiges Programm zur Förderung des inländischen Tourismus. Russische Urlauber, die sich zur Teilnahme am Programm angemeldet haben, bekommen zwischen 5.000 und 15.000 Rubel ihrer Reisekosten erstattet. Das Programm umfasst alle Regionen des größten Flächenstaats der Erde. Für die Teilnahme muss man im Zeitraum vom 21. bis 28. August auf dem Portal мирпутешествий.рф eine Reise oder ein Hotel für mindestens vier Nächte mit einem Pauschalpreis von mindestens 25.000 Rubel buchen und mit einer MIR-Karte bezahlen. Regierungschef Michail Mischustin hatte im Juli angekündigt, dass für diese Zwecke 15 Milliarden Rubel bereitgestellt würden. / Interfax (RU)


Unverheiratete Paare dürfen wieder nach Deutschland einreisen
Unverheiratete Partnerinnen und Partner aus Drittstaaten dürfen ab dem heutigen 10. August wieder nach Deutschland einreisen. Wie das Bundesinnenministerium in Berlin mitteilte, müssen die Paare für eine Einreiseerlaubnis folgende Unterlagen vorlegen: eine Einladung der Partnerin oder des Partners, der in Deutschland wohnt, eine gemeinsam unterschriebene Erklärung, dass die Beziehung besteht, sowie Nachweise der vorherigen Treffen durch Passstempel, Reiseunterlagen oder Flugtickets. Bundesministerium für Inneres


Coronavirus-Eilmeldungen am 6. August 2020


Убыток Lufthansa за II квартал 2020 года составил 1,5 млрд евро
12:53
 Авиакомпания Lufthansa во II квартале 2020 года зафиксировала чистый убыток в 1,5 млрд евро. В прошлом году ее прибыль за тот же промежуток времени составила 226 млн евро. Тем временем квартальная выручка компании упала в этот период на 80%, до 1,89 млрд евро против 9,58 млрд евро в прошлом году. Показатели объясняются сокращением до 95% полетов. В Lufthansa не рассчитывают, что спрос на авиаперевозки вернется к докризисному уровню раньше 2024 года. / Интерфакс


В «Аэрофлоте» прислушались к ФАС
10:31
 Авиаперевозчик «Аэрофлот» отменил часть регулярных международных рейсов по международным направлениям до 31 августа. Ранее Федеральная антимонопольная служба заявила, что продажа билетов на рейсы во все еще закрытые из-за коронавируса страны может нарушить права граждан. Так, авиакомпания приостановила продажу на рейсы более чем в 80 городов мира, среди них и в Берлин. В «Аэрофлоте» также пообещали вернуть деньги пассажирам, купившим авиабилеты на впоследствии отмененные рейсы после 1 мая. Тем, кто покупал их до 1 мая, выдадут ваучеры, которые можно будет использовать при оплате нового билета. / РБК


Coronavirus-Eilmeldungen am 3. August 2020


Goldpreis legt weiter zu
10:00
 Die Angst vor einer zweiten Corona-Welle lässt den Goldpreis auf ein weiteres Rekordhoch steigen. Der Preis des Terminkontraktes stieg am Montag auf 1993,9 US-Dollar pro Feinunze (rund 31 Gramm). Der Preis für eine Feinunze mit sofortiger Lieferung erreichte fast 2000 Dollar. / Interfax (RU)


Russland und Schweiz nehmen Flugverkehr wieder auf
Der russische Regierungschef Michail Mischustin hat Schweizer Bürgern sowie Personen mit einem Aufenthaltstitel in der Schweiz die Einreise nach Russland ab dem 15. August wieder erlaubt.

Nach Angaben der russischen Regierung erlaubt auch die Schweiz Flüge aus Russland. Moskau und Genf sollen zunächst jeweils einmal wöchentlich angeflogen werden. / Webpräsenz der russischen Regierung (RU)


Juli

Coronavirus-Eilmeldungen am 31. Juli 2020


Coronavirus wirft Europas Wirtschaft zurück
15:01
 Das Bruttoinlandsprodukt der Europäischen Union ist im zweiten Quartal 2020 um 11,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal gesunken. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum betrug der Rückgang 14,4 Prozent. Die Wirtschaftsleistung in der Eurozone (19 EU-Staaten) schrumpfte im zweiten Quartal um 12,1 Prozent gegenüber dem ersten Quartal. Aufs Jahr gerechnet betrug der Rückgang 15 Prozent, teilte das Europäische Statistikamt Eurostat mit. Das BIP Deutschlands brach im zweiten Quartal um 10,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal ein und fiel damit wieder auf das Niveau von 2011 zurück. Die französische Wirtschaft erlitt mit 13,8 Prozent den stärksten Quartalseinbruch seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Wirtschaftsleistung Spaniens schrumpfte um 18,5 Prozent und fiel auf den Stand von 2002 zurück. Das BIP Italiens sank um 12,4 Prozent auf das Niveau der frühen 1990er-Jahre. / RBC


Österreich-Flüge aus Russland und 17 weiteren Staaten wieder möglich
10:00 
Österreich hebt ab dem 1. August die Landeverbote für Flüge aus 18 Staaten auf. Damit sollen auch Flüge aus Russland in die Alpenrepublik wieder möglich sein. Bei der Einreise aus Russland ist ein negativer Corona-Test vorzuweisen. Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Österreich bzw. gültiger Aufenthaltsberechtigung haben die Möglichkeit, sich binnen 48 Stunden nach der Einreise in Österreich testen zu lassen und dürfen somit auch ohne Corona-Test einreisen. Wie der Flughafen Wien mitteilte, ist Drittstaatsangehörigen ohne Aufenthaltstitel in Österreich oder Visum D die Einreise von außerhalb des Schengenraumes nach Österreich weiter untersagt. Für die Einreise von innerhalb des Schengenraumes müssen Drittstaatsangehörige einen negativen Corona-Test vorweisen und zusätzlich eine verpflichtende 10-tägige Quarantäne antreten. / Flughafen WienAustrian Airlines


Coronavirus-Eilmeldungen am 30. Juli 2020


Aeroflot: Ausländer dürfen nur mit negativem Corona-Test an Bord
01:24
 Die russische Fluggesellschaft Aeroflot will von ausländischen Fluggästen künftig die Vorlage eines negativen Corona-Tests verlangen. Wer keinen negativen PCR-Test vorweisen kann, darf nicht an Bord. Russland nimmt am 1. August den Flugverkehr mit der Türkei, Großbritannien und Tansania wieder auf. / TASS (EN)


Erzeuger warnen vor höheren Milchpreisen
14:35
Die Produktionskosten für Milch könnten um zwölf Prozent steigen, warnt der Nationale Verband der Milcherzeuger Russlands. Ursache sei die Abschwächung des Rubels, die zu höheren Kosten für Importkomponenten führe. Auch die Preise würden steigen, allerdings nicht sofort, sondern je nach Einführung teurerer Komponenten in die Produktion. /TASS


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 29. Juli 2020


Keine Dividenden bei Aeroflot
09:46
 Aeroflot verzichtet auf die Ausschüttung von Dividenden für das Jahr 2019. Dies beschlossen die Aktionäre mit Blick auf die negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf das Geschäft der größten russischen Fluggesellschaft. Die russische Regierung hatte zuvor ihre Vertreter im Aufsichtsrat angewiesen, gegen die Ausschüttung von Dividenden für 2019 zu stimmen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen 2,86 Milliarden Rubel an Dividenden ausgeschüttet. / TASS (RU)


Corona-Impfstoff kostet bis 30 US-Dollar pro Dosis
09:00
 Das US-Biotech-Unternehmen Moderna will 25 bis 30 Dollar für eine Dosis des Corona-Impfstoffes fordern. Da ein Patient zwei Dosen benötigt, kostet die Immunisierung somit 50 bis 60 US-Dollar. Anfang dieser Woche hat das Unternehmen eine neue, bereits die dritte Phase der klinischen Studien begonnen, bei der der Impfstoff an 30.000 Probanden getestet wird. Die amerikanische Konkurrenz Pfizer will gemeinsam mit der deutschen BioNTtech der US-Regierung 100 Millionen Dosen eines ähnlichen Impfstoffes zu einem Preis von 19,5 Dollar je Dosis verkaufen. Den günstigsten Preis bietet mit drei bis vier Dollar je Dosis der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca an. /  Vedomosti (RU), Financial Times.


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 28. Juli 2020


Yandex brechen Werbeeinnahmen weg
13:30
 Die Werbeeinnahmen von Yandex sind im 2. Jahresquartal 2020 um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 24,8 Milliarden Rubel geschrumpft. Der russische IT-Gigant erzielt den größten Teil seiner Einnahmen aus Werbung. Das Unternehmen erklärt den Rückgang mit gekürzten Werbebudgets und der lahmen Konjunktur aufgrund der Coronavirus-Pandemie. Der Anteil der Gewinne aus anderen Geschäftsbereichen stieg erstmals auf 40 Prozent. Im vergangenen Jahr waren es 30 Prozent gewesen. Der Gesamterlös von Yandex blieb mit 41,4 Milliarden Rubel auf dem gleichen Niveau wie im 2. Quartal 2019. / RBC (RU)


Flüge in die Türkei teurer geworden
12:25
 Flüge aus Moskau und Sankt Petersburg in die Türkei sind deutlich teurer geworden. Ein Hin-und-Rückticket von Moskau nach Antalya kostet jetzt 25.000 Rubel und ist damit etwa 42 Prozent teurer als 2019 (17.600 Rubel). Wer aus Sankt Petersburg nach Antalya fliegt, muss jetzt 61 Prozent mehr bezahlen: 36.300 Rubel statt 22.500 Rubel vor einem Jahr. Ein Flugticket nach Istanbul kostet jetzt 24.000 Rubel. 2019 waren es 18.400 Rubel / Interfax (RU)


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 27. Juli 2020


Goldpreis auf Rekordhoch
09:36 
Neuer Rekord beim Goldpreis: Am Montag stieg der Preis für das Edelmetall an der New Yorker Rohstoffbörse Comex auf 1938 Dollar pro Feinunze (31,1 Gramm) und übertraf damit den bisherigen Rekordwert von 1923,7 Dollar aus dem Jahr 2011. Die Spannungen zwischen den USA und China sowie die Sorgen um eine Abschwächung der Weltwirtschaft wegen der COVID-19-Pandemie treiben die Nachfrage nach Gold in die Höhe. / RBC (RU)


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 24. Juli 2020


Flüge ab 1. August
14:56 Ab dem 1. August wird der Flugverkehr aus und nach Russland wiederaufgenommen. Das hat Russlands Premierminister Michail Mischustin heute angekündigt. Internationale Flüge werden zunächst aus Moskau, St. Petersburg, dem Moskauer Gebiet und Rostow am Don möglich sein.
 
Bisher steht nicht endgültig fest, für welche Länder die Grenzen geöffnet werden. Laut Vize-Premier Tatjana Golikowa stehen die Türkei (ab 01.08. Istanbul und Ankara, ab 10.08. Antalya, Bodrum und Dalaman), Großbritannien (London) und Tansania (Sansibar) auf der Liste.
 
Ab wann Flüge aus und nach Deutschland möglich sein werden, steht nicht fest. Laut Transportminister Jewgenij Ditrich verhandelt Russland aktuell mit 30 Ländern über eine baldige Grenzöffnung.
 
Unklar ist zurzeit noch, was das für die Rückkehr und Einreise von Managern, hochqualifizierten Spezialisten und Technikexperten bedeutet, die bisher über die Rückholflüge der AHK und Deutschen Botschaft eingereist sind. Weitere Informationen zu den Rückholflügen lesen Sie in dieser Präsentation.
 
Eine entsprechende Regierungsverordnung wurde bisher nicht veröffentlicht. Wir werden Sie umgehend informieren, sobald weitere Details bekannt sind.


Wirtschaftskrise bremst Güterverkehr durch Nordostpassage
11:14 
Russland rechnet mit einem langsameren Wachstum des Frachtverkehrs durch die Nordostpassage. Nach Angaben der Agentur Interfax soll das für das Jahr 2024 festgelegte Ziel von 80 Millionen Tonnen auf 50 bis 60 Millionen Tonnen gesenkt werden. Dies stehe mit dem Erlass des Präsidenten über die nationalen Entwicklungsziele bis 2030 im Einklag, der in dieser Woche unterschrieben wurde. Eine Erklärung könnte die schwache Konjunktur im In- und Ausland infolge der Coronavirus-Pandemie sein. Viele Unternehmen müssen ihre Aktivitäten in der Arktis herunterfahren und Pläne revidieren. Die Nordostpassage ist der kürzeste Seeweg von Europa nach Asien. / Interfax (RU)


Kapnometrie bald im Rettungswagen möglich
10:50
 Die Stadt Moskau hat für ihren Rettungsdienst 53 Kapnographen gekauft. Mit den Geräten lässt sich der Zustand der Lunge überwachen. Ab Herbst werden Ärzteteams mit den Kapnographen Patienten mit Atemversagen, Schock und Herzstillstand vor Ort betreuen können. Das Gerät misst den Gehalt an Kohlenstoffdioxid in der Ausatemluft und überwacht den Zustand eines Patienten in Echtzeit. Bis jetzt war diese Untersuchung nur im Krankenhaus möglich. / Interfax (RU)

 


Coronavirus-Eilmeldungen am 20. Juli 2020


Realeinkommen eingestürzt
19:00
 Die real verfügbaren Einkommen der Russen sind im zweiten Jahresquartal um 8% eingebrochen, meldet die Statistikbehörde Rosstat. Das ist der stärkste Rückgang seit 1999. Insgesamt sind im ersten Halbjahr 2020 die Realeinkommen vor dem Hintergrund der Corona-Krise um 3,7% gesunken. / Forbes (RU)


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 17. Juli 2020


Corona-Zahlen in Moskau rückläufig
11:00
 Innerhalb eines Tages haben sich in Moskau 575 weitere Personen mit dem Coronavirus infiziert. Im Vergleich zur Vorwoche ist die Anzahl der Neuinfektionen um 10% zurückgegangen, so der Anti-Krisen-Stab. Russlandweit gibt es 6406 Neuinfektionen. Die Anzahl der Gesamtinfektionen beträgt 759.203, davon sind 207.707 aktive Fälle. / Interfax (RU), RBC (RU)


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 15. Juli 2020


Flugverkehr Russland-Türkei wiederaufgenommen
12
:17 Bereits ab dem heutigen 15. Juli wird der Flugverkehr zwischen Russland und der Türkei wiederaufgenommen. Das teilte das türkische Transportministerium mit. Die russische Regierung verhandelt auch mit anderen Staaten über eine Grenzöffnung. Bedingungen sind eine niedrige Corona-Infektionsrate sowie das Prinzip der Reziprozität. / RBC (RU)


Quarantäne aufgehoben
02:34
 Ab dem heutigen 15. Juli ist die 14-tägige Selbstisolation für Personen, die nach Russland einreisen, nicht mehr notwendig. Stattdessen genügt die Vorlage eines negativen Corona-Tests auf Englisch oder Russisch. Der internationale Flugverkehr bleibt aber weiterhin stark eingeschränkt. Deutsche Staatsbürger dürfen nur in Sonderfällen nach Russland einreisen, z. B. einmalig als hochqualifizierter Spezialist (HQS). / Interfax (RU) 


Belarus-Reisen bald möglich
0:00
Der Reiseverkehr zwischen Russland und Belarus soll bald wieder aufgenommen werden. Darauf einigten sich die Regierungschefs beider Länder, Michail Mischustin und Roman Golowtschenko. Ein konkretes Datum steht allerdings nicht fest. / Interfax (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 14. Juli 2020


Kroatien öffnet Grenze für Russen
17:22
Als erstes EU-Land hat Kroatien laut schengenvisinfo.com seine Grenzen für russische Staatsbürger geöffnet. Voraussetzung sind ein negativer Corona-Test sowie eine Unterkunftsbestätigung.


Einreise nach Russland: Quarantäne abgeschafft
09:42
 Ab dem 15. Juli ist nach der Einreise in die Russische Föderation keine 14-tägige „Selbstisolation“ notwendig. Künftig genügt es, einen negativen Corona-Test vorzulegen. Das geht aus einer aktuellen Anordnung (RU) der Chefärztin Anna Popowa hervor.

Um die Selbstisolation zu umgehen, müssen Ausländer bei der Einreise eine englisch- oder russischsprachige Bescheinigung über einen Polymerase-Kettenreaktionstest vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, sowie (falls vorhanden) einen Nachweis über das Vorhandensein von Immunglobulin-G-Antikörpern. Alternativ können Ausländer innerhalb von drei Tagen einen Test auf eigene Kosten im Inland durchführen.

Russische Staatsbürger können ohne negativen Corona-Test einreisen. Sie müssen sich innerhalb von drei Tagen testen lassen und dürfen in diesem Zeitraum ihren Wohnort nicht verlassen.


Coronavirus-Eilmeldungen am 10. Juli 2020


Jedes zweite Einkommen wegen Corona geschrumpft
16:02
 Die Coronavirus-Pandemie hat sich negativ auf das Einkommen vieler Russen ausgewirkt: Jeder zweite Erwerbstätige hat von März bis Mai 2020 Einkommenseinbußen erlitten. Das geht aus einer Studie der Sberbank hervor, die die Entwicklung der Gehälter während des Lockdowns analysiert hatte. Bei etwa 20 Prozent der Erwerbsfähigen kam es demnach zu Einkommenseinbußen von mehr als 30 Prozent. Rund 2,5 Prozent derjenigen, die zu Beginn des Jahres noch eine Arbeit hatten, haben ihr Einkommen verloren. / RBC


Weniger Prüfungen bei Unternehmen
11:16
In der Coronavirus-Pandemie werden in Russland so wenig Unternehmensprüfungen durchgeführt wie seit elf Jahren nicht mehr. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft in Moskau reduzierten die Aufsichtsbehörden ihre Inspektionen in einigen Regionen des Landes aufgrund eines entsprechenden Moratoriums um 70 bis 80 Prozent. Führend war dabei das Gebiet Nischni Nowgorod: Dort wurden über 80 Prozent der geplanten Inspektionen gestrichen. / ТASS (RU)


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 9. Juli 2020


Moskau lockert Corona-Regeln
14:07
Die russische Hauptstadt Moskau hat weitere Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen angekündigt.

Ab dem 13. Juli:

  • Alle Beschränkungen für Bildungseinrichtungen wie Schulen, Universitäten sowie Sport, Musik- und Kunstschulen werden aufgehoben.
  • Freizeit- und Kultureinrichtungen können ihren Betrieb wieder aufnehmen, allerdings darf es bei Veranstaltungen in Gebäuden keine Sitzplätze geben und die Auslastung darf nicht höher als 50 Prozent sein. Massenveranstaltungen im Freien bleiben vorerst untersagt.
  • Freizeitangebote für Kinder dürfen ihren Betrieb wieder aufnehmen, darunter Ferienlager und Unterhaltungszentren.
  • Alle Einschränkungen für Unternehmen mit Ausnahme von Hygienevorschriften (z. B. Einhaltung von Mindestabstand) werden vollständig abgeschafft. Unternehmen dürfen selbstständig entscheiden, ob Mitarbeiter im Büro oder von Zuhause arbeiten.
  • Das Tragen von Masken und Handschuhen auf der Straße ist nicht mehr verpflichtend. Es bleibt weiterhin verpflichtend in allen Einrichtungen und öffentlichen Verkehrsmitteln. 

Ab dem 1. August:

  • Theater, Kinos und Konzertsäle (höchstens 3.000 Sitzplätze) dürfen ihren Betrieb wieder aufnehmen (max. Auslastung bei 50 Prozent).
  • Die erlaubte Auslastung bei Sportwettbewerben wird von 10 auf 50 Prozent erhöht.


Den vollständigen Erlass des Moskauer Oberbürgermeisters Sergej Sobjanin lesen Sie hier (PDF).


Coronavirus-Eilmeldungen am 8. Juli 2020


Minister weist Beschwerden von systemrelevanten Unternehmen zurück
14:28 
Die Unternehmen, die als systemrelevant anerkannt sind, sind noch vor ihrer Aufnahme in die entsprechende Liste darüber informiert worden, dass sie wöchentlich Rechenschaft werden ablegen müssen. Mit diesen Worten kommentierte der russische Industrie- und Handelsminister Denis Manturow die Informationen über zahlreiche Beschwerden von systemrelevanten Unternehmen. Nach Angaben der Zeitung „Kommersant“ sind die Unternehmen unzufrieden, weil sie sich alle drei Tage Stresstests unterziehen und den Behörden Daten zur Verfügung stellen müssen, die sie normalerweise nicht erheben. / TASS (RU)


Coronavirus macht Mobilfunk teurer
14:00
 In Russland wird in der Corona-Krise der Mobilfunk teurer: Der durchschnittliche Preis des billigsten Basistarifs stieg im ersten Halbjahr 2020 um acht Prozent auf 291 Rubel im Monat, berichtet die Agentur Content Review. Laut Experten erhöhen die Anbieter die Preise, um die aufgrund der Pandemie wegbrechenden Einnahmen wettzumachen. Allein von März bis Mai sind der Branche 30 Milliarden Rubel entgangen. / Kommersant (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 7. Juli 2020


Russischer Automarkt erholt sich
13:13
 Nach massiven Einbrüchen im Frühjahr ist der Absatz von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (LCV) in Russland im Juni um 14,6 Prozent zurückgegangen, gibt die Association of European Businesses (AEB) bekannt. Im Mai war der Markt um 51,8 Prozent und im April um 72,4 Prozent geschrumpft. Die AEB erwartet, dass der Markt zum Jahresende um 23,9 Prozent schrumpfen wird. / Kommersant (RU)


Coronavirus kratzt am Prestige von Reisepässen
11:02  
Aufgrund der Coronavirus-Pandemie haben die Reisepässe einiger Länder, darunter auch die von Russland und den USA, an Wert eingebüßt. Zu diesem Schluss gelangt die Beratungsfirma Henley & Partners in ihrem aktuellen Henley Passport Index. Im Vergleich zum vorigen Quartal gibt es im neuen Index formal nur eine Änderung: Der Pass der Vereinigten Arabischen Emirate fiel in der Rangliste um einen Platz zurück. Doch die vorübergehenden Anti-Corona-Beschränkungen ließen auch den Wert anderer Pässe fallen. Dass die EU vorerst nur Bürgern aus 14 Ländern die Einreise erlaubt hat, mindert den Wert des US-amerikanischen Passes. Dieser belegt zwar den 7. Platz, bietet gegenwärtig jedoch so viel Reisefreiheit wie der uruguayische Pass (Platz 28). Auch dem russischen Pass droht wegen der immer noch geschlossenen Grenzen ein Reputationsschaden. Den ersten Platz belegt Japan, dessen Bürger 191 Reiseziele ohne Visum erreichen können, gefolgt von Singapur (190), Deutschland und Südkorea (jeweils 189). / Kommersant (RU)


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 6. Juli 2020


48 Milliarden Rubel weniger Öleinnahmen
12:04 
Nach Prognose des russischen Finanzministeriums werden dem Fiskus im Juli 47,8 Milliarden Rubel Öleinnahmen entgehen, weil der Preis der Ölsorte Urals unter dem veranschlagten Niveau von 42,4 Dollar je Barrel liegen wird. Im Juni hatte ein Barrel Urals im Schnitt 41,93 Dollar gekostet, das Finanzministerium hatte einen Einnahmeausfall von 145,5 Milliarden Rubel erwartet. Die Aufhebung der Corona-Beschränkungen, die Erholung der Nachfrage und die verlängerte Förderbremse der Opec+-Allianz treiben den Ölpreis in die Höhe. / TASS, Finanzministerium Russlands (beides RU)


Direktflüge von Fernost ans Schwarze Meer
12:00
 Die Fluggesellschaft Rossiya bietet jetzt Direktflüge aus Städten des Fernen Ostens in Badeorte am Schwarzen Meer an. So will die Aeroflot-Tochter ihre Langstreckenflugzeuge (ab 6 000 km), die wegen der Coronavirus-Pandemie auf dem Boden bleiben mussten, wieder abheben lassen. Die Versuche anderer Airlines, diese Strecken zu fliegen, waren bisher ohne Erfolg, denn das Schwarze Meer ist als Destination bei Bewohnern des Fernen Ostens nicht beliebt – diese fliegen lieber nach Thailand, Vietnam oder Südchina in den Urlaub. In diesem Jahr konnte Rossiya dem Reiseveranstalter Biblio-Globus alle Flüge bis Ende Oktober verkaufen. Laut Experten wird die Fluggesellschaft im Vergleich zu internationalen Flügen deutlich weniger Gewinn erzielen. / Kommersant (RU)


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 3. Juli 2020


Werbeindustrie wartet auf Staatshilfen
13:56 
Der Chef der russischen Industrie- und Handelskammer Sergej Katyrin hat die Regierung gebeten, die Werbeindustrie in die Liste der durch die Coronavirus-Pandemie am schlimmsten betroffenen Branchen aufzunehmen. Nach seinen Worten liegen der Industrie- und Handelskammer zahlreiche Beschwerden von Werbeagenturen vor, die die Lage der Branche als kritisch bewerten. / TASS (RU)


Luftfahrtaufsicht meldet über 500 Verstöße gegen Anti-Corona-Empfehlungen
12:00 
Die russische Luftfahrtaufsichtsbehörde Gosawianadsor hat vom 1. bis 24. Juni nach eigenen Angaben 543 Kontrollen bei Fluggesellschaften und in Flughäfen durchgeführt  und 518 Verstöße gegen die geltenden Anti-Corona-Empfehlungen entdeckt. Laut dem stellvertretenden Behördenchef Andrej Schnyrew wurden 409 Flugzeuge und 134 Flughäfen kontrolliert. Der häufigste Verstoß sei es gewesen, dass Fluggäste und Personal weder Schutzmasken noch Handschuhe trugen. Außerdem sei die Körpertemperatur der Passagiere vor dem Einsteigen nicht immer gemessen worden. / Kommersant (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 2. Juli 2020


Einreiseverbot verlängert
15:15
Die russische Luftfahrtbehörde Rosawijazija hat eine Verlängerung des im Rahmen der Corona-Pandemie eingeführten Einreiseverbots für Ausländer und Staatenlose in die Russische Föderation bis einschließlich 31. Juli 2020 veranlasst. Dies meldet das russische Wirtschaftsportal RBC.
 
Eine Ausnahme stellen ausländische hochqualifizierte Spezialisten (HQS) dar, die sich außerhalb Russlands aufhalten und über ein gültiges Arbeitsvisum verfügen. Diese dürfen laut einer Ende Juni unterzeichneten Regierungsverordnung einmalig in die Russische Föderation einreisen.

Bei Rückfragen steht Ihnen der Leiter der AHK-Rechtsabteilung Viktor Spakow gerne zur Verfügung (E-Mail: spakow(at)DEinternational.ru; Mob. +7 (985) 993 51 64).


Systemrelevante Unternehmen klagen über Überbürokratisierung
11:00 Viele der 1300 Firmen, die auf der Liste systemrelevanter Unternehmen stehen, beschweren sich über zu viel Bürokratie. Um von staatlichen Stützungsmaßnahmen zu profitieren, müssen sie nämlich zahlreiche Rechenschaftsberichte ablegen und sich alle drei Tage sogenannten Stresstests unterziehen. Stellt sich beim Stresstest heraus, dass ein Unternehmen Risiken ausgesetzt ist, so kann dieses mit Steuerstundung, Subventionen, günstigen Krediten und Staatsbürgschaften rechnen. Dafür muss es aber dem Informationssystem GISP des Industrie- und Handelsministeriums wöchentlich seine Finanz-, Betriebs- und HR-Daten übermitteln. Weil viele Unternehmen diese Daten normalerweise gar nicht erheben, würden sie sich gerne von der Liste streichen lassen, haben jedoch Angst vor einem Imageschaden. Kommersant (RU)


RFPI will russisches Corona-Medikament exportieren
10:10
 Nachdem die USA fast alle Bestände von Remdesivir aufgekauft und somit Engpässe bei diesem Anti-Corona-Mittel verursacht haben, erklärt sich der russische Fonds für Direktinvestitionen (RFPI) bereit, das Medikament Avifavir zur Behandlung von Covid-19-Patienten zu exportieren. Laut RFPI zeigen schon mehr als 50 Länder Interesse an dem russischen Medikament. Zusammen mit dem Pharmahersteller Chemrar will der Fonds schon in den nächsten Monaten die Avifavir-Produktion und -Lieferungen steigern. / TASS (RU)


Juni

Coronavirus-Eilmeldungen am 30. Juni 2020


Jedes dritte Einkaufszentrum geht später in Betrieb
14:05
 Rund 30 Prozent der im Bau befindlichen Einkaufszentren in Russland werden später als geplant in Betrieb genommen, berichtet das Unternehmen Cushman & Wakefield, das auf Gewerbeimmobilien spezialisiert ist. Analytiker des Unternehmens führen den Verzug auf die Baupause wegen der Corona-Pandemie zurück. Bei vielen Objekten wurde der Inbetriebnahmetermin auf 2021 oder später verschoben. / Interfax (RU)


Schutzmittelhersteller kämpfen um ihren Absatzmarkt
14:00
 Der Verband der Entwickler, Hersteller und Lieferanten von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) hat in einem Schreiben an Präsidentenberater Maxim Oreschkin um die Erstellung einer Liste von medizinischen Berufen gebeten, die PSA benötigen. Der Verband verweist darauf, dass während der Coronavirus-Pandemie sowohl medizinische Masken als auch Stoff- und Mullmasken zu PSA gerechnet würden. Das sei falsch, denn zu persönlicher Schutzausrüstung gehörten nur Artikel, die die Luft beim Einatmen filtern (wie Atemschutzmaske). Weil immer mehr neue Hersteller Masken anbieten, bangen die Verbandsmitglieder um ihren 8-Milliarden-Rubel-Markt und bitten die Regierung, mit klaren Regeln zu helfen. / Kommersant (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 29. Juni 2020


300 Millionen Schutzmasken in Reserve
15:27
 Russland legt einen Vorrat an Corona-Schutzausrüstung an. Laut Industrie- und Handelsminister Denis Manturow wird die aufzubauende Reserve rund 300 Millionen Schutzmasken und mehrere Millionen Schutzanzüge umfassen. Für ihre Anschaffung habe die Regierung 15 Milliarden Rubel bereitgestellt. Die Reserve werde für den Fall einer zweiten Covid-19-Welle oder der Ausbreitung einer anderen gefährlichen Seuche geschaffen. / TASS (RU)


Nationalprojekt „Umwelt“ in Quarantäne
09:41 Im ersten Quartal dieses Jahres sind nur 5,9 Prozent der Mittel in Anspruch genommen worden, die für das Nationalprojekt „Umwelt“ zur Verfügung stehen. Dies teilte Prüfer Michail Men vom russischen Rechnungshof mit. Ihm zufolge ist der geringe Anteil unter anderem auf die epidemiologische Lage und die dadurch bedingte schwache Wirtschaftskonjunktur und geringe Investitionsaktivität zurückzuführen. Das Projekt sieht eine aktive Beteiligung von Privatinvestoren vor. Men hält es für möglich, dass die Bautermine für Objekte, für die ein Umweltgutachten nötig ist, im Rahmen des Projekts „Umwelt“ verschoben werden. / TASS (RU)


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 26. Juni 2020

Preisdifferenz: Urals mit Rekordvorsprung vor Brent
13:31 Die Preisdifferenz zwischen der russischen Ölsorte Urals und der Nordseesorte Brent hat einen neuen Rekordstand erreicht: Am Donnerstag war ein Barrel Urals um 2,35 US-Dollar teurer ein Barrel Brent. Der bisherige Rekord von 2,3 Dollar war im Mai verzeichnet worden. Experten führen die gestrige Erhöhung der Preisdifferenz darauf zurück, dass Russland die Urals-Lieferung aus baltischen Häfen im Juli im Rahmen des Opec+-Deals um 40 Prozent kürzen will. / RBC (RU)


S7 nimmt zweiten Hilfskredit auf
11:47 
Die Fluggesellschaft S7 hat bei der Staatsbank VTB einen subventionierten Kredit in Höhe von drei Milliarden Rubel mit einer Laufzeit von einem Jahr aufgenommen. Mit dem Kredit will die auf der Liste der systemrelevanten Unternehmen stehende Airline ihre Umlaufmittel auffüllen. Mit der Maßnahme unterstützt die russische Regierung die Wirtschaft in der Coronavirus-Pandemie. Im Juni war bekannt geworden, dass S7 bei der Sberbank einen Kredit in Höhe von einer Milliarde Rubel für die Zahlung von Löhnen und Gehältern aufgenommen hatte. / Interfax (RU)


Weniger Geld für die Umwelt  
10:00
 Infolge der Corona-Krise muss das Nationalprojekt „Umwelt“ der russischen Regierung in diesem Jahr mit weniger Geld auskommen. Die ursprünglich veranschlagten Ausgaben von 528,7 Milliarden Rubel sollen um rund 45 Milliarden Rubel gekürzt werden. Das Geld soll in den Reservefonds der Regierung fließen und für die Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie verwendet werden. Am schlimmsten betroffen ist das Teilprojekt „Saubere Luft“, dessen Budget um 15 Milliarden Rubel reduziert wird. Der Großteil dieser Summe stammt als noch nicht verwendete Mittel aus dem Vorjahr. Als Folge stehen für die „Saubere Luft“ in diesem Jahr nur noch 738,4 Millionen Rubel zur Verfügung. Der russische Rechnungshof hatte 2019 kritisiert, dass beim Projekt „Umwelt“ von allen Nationalprojekten am wenigsten Fortschritte erzielt worden seien. / Kommersant (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 25. Juni 2020


HQS-Einreise erlaubt
21:06
Ausländische hochqualifizierte Spezialisten (HQS), die sich außerhalb Russlands aufhalten und über ein gültiges Arbeitsvisum und eine Arbeitserlaubnis in Russland verfügen, dürfen einmalig in die Russische Föderation einreisen. Premierminister Michail Mischustin hat am heutigen Donnerstag eine entsprechende Regierungsverordnung unterzeichnet.

Um eine Einreise zu ermöglichen, muss der Arbeitgeber eine Liste einreisewilliger Arbeitnehmer mit HQS-Status an den Inlandsgeheimdienst FSB und an das russische Innenministerium übermitteln. Bei Rückfragen steht Ihnen der Leiter der AHK-Rechtsabteilung Viktor Spakow gerne zur Verfügung (E-Mail: spakow(at)DEinternational.ru; Mob. +7 (985) 993 51 64).

Die Regierungsverordnung geht auf eine Initiative der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer und anderer Wirtschaftsverbände zurück, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten für eine Wiedereinreise ausländischer Top-Manager stark gemacht hatten. Heute Morgen sind deutsche und europäische Führungskräfte mit einem Lufthansa-Flug, den die Deutsche Botschaft und die AHK organisiert hatten, in Moskau-Domodedowo angekommen (siehe AHK-Meldung).


Regierung bezahlt Schutzmasken
13:36
 Die russische Regierung will kleinen und mittelständischen Unternehmen mit 20 Milliarden Rubel bei der Anschaffung von Corona-Schutzausrüstung helfen. Laut Ministerpräsident Michail Mischustin sollen insgesamt 500.000 Unternehmen von der Maßnahme profitieren, in erster Linie Sportorganisationen und das Gastgewerbe – als Branchen mit besonders hohen Kundenzahlen. / TASS (RU)


Rosaviazia für Wiederaufnahme des Luftverkehrs mit GUS
00:00
  Rosaviazia macht sich für eine Wiederaufnahme von internationalen Flügen stark. Der Chef der russischen Luftfahrtbehörde, Alexander Neradko, schlug in einem Schreiben an die Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor und an Vize-Regierungschefin Tatjana Golikowa vor, zuerst den Luftverkehr mit anderen GUS-Staaten wiederaufzunehmen. Wie die Tageszeitung „Kommersant“ aus Luftfahrtkreisen erfuhr, soll der Corona-Krisenstab darüber entscheiden. Dabei soll unter anderem auch die Coronavirus-Situation in einzelnen Ländern Berücksichtigung finden. / Kommersant (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 23. Juni 2020


Steuererhöhung angekündigt
18:12
Der russische Präsident Wladimir Putin hat in seiner heutigen TV-Ansprache im Rahmen der Corona-Krise weitere Steuer- sowie Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen und Privatpersonen angekündigt:

  • Erhöhung der Einkommenssteuer für Jahreseinkünfte über 5 Mio. Rubel von 13% auf 15%. Die Mehreinnahmen sollen zur Behandlung von Kindern mit seltenen Krankheiten eingesetzt werden.

  • Verlängerung der erhöhten Arbeitslosengeldzahlung im Umfang von mindestens 4.500 Rubel bis einschließlich August.

  • Eine weitere Einmalzahlung für alle Kinder bis 16 Jahren in Höhe von 10.000 Rubel im Juli.

  • Vergünstigter Hypothekenzinssatz von 6,5% für Wohnungen bis zu 6 Mio. Rubel bzw. 12 Mio. Rubel in den Ballungsräumen Moskau und St. Petersburg.

  • Die Möglichkeit, eine Selbstständigkeit anzumelden, soll auf ganz Russland sowie auf Personen ab 16 Jahren ausgedehnt werden.

  • Unbefristete Steuersenkung für IT-Unternehmen (Einkommenssteuer von 20% auf 3%; Versicherung von 14% auf 7,6%).
  • Bereitstellung von zusätzlichen 100 Mrd. Rubel für das staatliche Unterstützungsprogramm in Form eines zinsgünstigen Darlehens von 2% für besonders betroffene Industrien.

Putins vollständige Rede finden Sie auf der Kreml-Website (RU).


Bücher in „Quarantäne“
11:23
 Die russischen Bibliotheken, die nach der Corona-Pause ab heute wieder öffnen dürfen, werden angehalten, die zurückgegebenen Bücher in eine fünftägige „Quarantäne“ zu bringen. Dies empfehlen die Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor und das Kulturministerium. Demnach müssen die Bibliotheken zudem ihre Computerräume häufiger desinfizieren und den Kunden Einwegkopfhörer anbieten. / Interfax (RU)


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 19. Juni 2020


Zentralbank erwartet bis zu sechs Prozent BIP-Rückgang
13:52
 Die russische Zentralbank hält an ihrer Prognose fest, laut der das Bruttoinlandsprodukt des Landes in diesem Jahr um 4 bis 6 Prozent schrumpfen wird. Dabei räumt die Zentralbank ein, dass der Rückgang im zweiten Quartal stärker als erwartet ausfallen wird. Am Freitag senkte die Notenbank in Moskau den Leitzins um einen Prozentpunkt auf 4,5 Prozent. / Interfax (RU)


Moskauer Geschäfte und Cafés verkraften Lockdown nicht
09:00
 Mehr als 100 Geschäfte und Cafés in Moskaus Stadtkern haben nach dem Corona-Lockdown nicht wieder geöffnet. In den zentralen Einkaufsstraßen Arbat, Twerskaja und Nikolskaja haben laut dem Online-Kartendienst 2GIS insgesamt 112 und damit vier Prozent aller Geschäfte und Gaststätten den Betrieb eingestellt. / RBC (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 18. Juni 2020


Russland hebt Telegram-Sperre wieder auf
15:06
 Nach mehr als zwei Jahren Blockade gibt die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor den Messengerdienst Telegram wieder frei. Die Entscheidung sei gefallen, nachdem sich der Messengerdienst bereit erklärt habe, gegen Terrorismus und Extremismus vorzugehen, hieß es. Telegram war im April 2018 in Russland gesperrt worden, nachdem sich Unternehmensgründer Pawel Durow geweigert hatte, dem Inlandsgeheimdienst FSB Verschlüsselungscodes zur Verfügung zu stellen. Weil viele Nutzer, darunter auch Staatsorgane und Topbeamte, den Sofortnachrichtendienst trotz der Blockade weiter verwendeten, schlugen die Duma-Abgeordneten Fedot Tumussow und Dmitri Ionin im Mai 2020 vor, die Sperre gesetzlich aufzuheben. In der Corona-Krise nutzen staatliche Stellen Telegram, um amtliche Informationen zu veröffentlichen. / Interfax (RU)


Moskauer Wirtschaft erreicht Vor-Corona-Niveau
09:25
 Der Umsatz der Handels- und Dienstleistungsunternehmen Moskaus hat in der zweiten Juni-Woche mit 24,5 Milliarden Rubel 98 Prozent des Vor-Corona-Niveaus erreicht, teilte der stellvertretende Oberbürgermeister Wladimir Jefimow mit. Im Bereich der hauswirtschaftlichen Dienstleistungen habe sich der Umsatz gegenüber der Vorwoche verdoppelt. Luftverkehrsunternehmen erreichten ein Umsatzplus von 90 Prozent. / Interfax


Coronavirus-Eilmeldungen am 17. Juni 2020


Benzinpreis auf Rekordhoch
15:35 Der Preis für die Bezinsorte AI-95 hat am Mittwoch an der Rohstoffbörse SPIMEX in Sankt Petersburg mit 56.700 Rubel pro Tonne den bisher höchsten Stand erreicht. Der AI-95-Preis ist seit Mitte April im Aufwind. Analysten erklären den jüngsten Anstieg damit, dass sich die Nachfrage infolge der Aufhebung der Corona-Beschränkungen schneller als die Benzinproduktion erholt. / Interfax (RU)


Jeder zehnte Erwerbstätige in Russland bleibt im Homeoffice
12:27
 Etwa zehn Prozent der Erwerbstätigen in Russland arbeiten gegenwärtig von zu Hause aus. Dies teilte Arbeitsminister Anton Kotjakow am Mittwoch mit. Nach der Lockerung der Corona-Kontaktbeschränkungen sei die Zahl der im Homeoffice Beschäftigten um nur ein Prozent gesunken. Mehrere Unternehmen würden weiter Fernarbeit vorziehen, weshalb das Arbeitsministerium jetzt daran arbeite, Begriffe wie Homeoffice und Fernarbeit gesetzlich zu verankern. / Interfax (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 16. Juni 2020


Straßencafés in Moskau werden per Drohne überwacht
17:06
 In der Coronavirus-Pandemie wollen die Behörden in Moskau Drohnen und Kameras zur Überwachung von Außengastronomie einsetzen. Kontrolliert werden soll, ob bei der Einrichtung eines Straßencafés alle Gesetze und Vorschriften eingehalten wurden und es ausreichend Abstand zwischen den Tischen gibt. Die Einhaltung der geltenden Masken- und Handschuhpflicht durch Besucher werde nicht überwacht werden, hieß es aus der Stadtverwaltung. / Interfax (RU)


Kürzere Neujahrsferien vorgeschlagen
11:03
 Andrej Kutepow, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Föderationsrat (russisches Oberhaus) schlägt vor, die Neujahrsferien 2021 auf drei Tage (1. bis 3. Januar) zu verkürzen. Ziel sei es, die Tage, die im April wegen der Ausbreitung des Coronavirus arbeitsfrei waren, zu „kompensieren“. In den letzten Jahren waren die Tage vom 1. bis 8. Januar in Russland arbeitsfrei. / Rossijskaja Gaseta


Coronavirus-Eilmeldungen am 15. Juni 2020


Aufenthaltsgenehmigungen für Ausländer abermals verlängert
16:00
 Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Gültigkeit seines Erlasses, mit dem der Lauf der Aufenthaltsfristen von Ausländern in Russland ursprünglich vom 15. März bis 15. Juni aussetzt worden war, bis zum 15. September 2020 verlängert.

Der Erlass regelt den Rechtsstatus von Ausländern und Staatenlosen in Russland während der Coronavirus-Pandemie.

Die längere Gültigkeit des Erlasses bedeutet, dass der Lauf der Gültigkeitsfrist aller Dokumente, die zu provisorischem oder dauerhaftem Aufenthalt in der Russischen Föderation berechtigen, bis zum 15. September ausgesetzt wird.  

Ausländer, die visumfrei nach Russland einreisen dürfen, dürfen dabei ihr Arbeitspatent verlängern lassen. Ausländische Bürger, die für Reisen nach Russland ein Visum benötigen, müssen sich für Beantragung bzw. Verlängerung der Arbeitserlaubnis an ihren Arbeitgeber wenden.

Der neue Erlass tritt am 16. Juni 2020 in Kraft.


Moskauer Gebiet erwartet Milliardenverluste durch Corona
09:51
 Das Gebiet Moskau leidet finanziell unter der Corona-Krise: Laut Gouverneur Andrej Worobjow können dem regionalen Fiskus Einnahmen in Höhe von 133 Milliarden Rubel wegbrechen. Als Folge müsse die Region einige teure Projekte auf Eis legen. Der Gouverneur versicherte, dass die sozialen Leistungen nicht gekürzt würden. / Interfax (RU), Rossijskaja Gaseta (RU)


Corona dämpft Gehaltserwartungen der Russen
05:01 
Die Corona-Krise hat die Gehaltserwartungen der Russen gedämpft. Wie eine Umfrage des Jobportals Rabota.ru zeigt, möchte ein durchschnittlicher Russe nach der Aufhebung aller Kontaktbeschränkungen etwa 74.000 Rubel im Monat netto verdienen. Vor der Pandemie hatten die Gehaltsvorstellungen im Durchschnitt noch bei 92.000 Rubel im Monat gelegen. Etwa 90 Prozent der Befragten erwarten nach dem Wegfall aller Beschränkungen eine Finanzkrise. / RBC


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 12. Juni 2020


Zweiter Rückkehrflug nach Moskau für Manager genehmigt
14:20
Nach dem ersten Lufthansa-Flug von deutschen Top-Managern und Geschäftsleuten nach Moskau am 10. Juni ist es der AHK Russland gelungen, einen zweiten Flug seitens der russischen Behörden genehmigt zu bekommen. Er wird voraussichtlich am Donnerstagabend, den 25. Juni stattfinden und von Frankfurt nach Moskau (Flughafen Domodedovo) fliegen.  Die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) sammelt die reisewilligen deutschen Manager und AHK-Mitglieder, Freunde und Partner von der Association of European Businesses (AEB), reisewillige europäische Manager und AEB-Mitglieder. Dazu muss dieses Formular bis Montag, den 15. Juni bis 14 Uhr MEZ ausgefüllt werden. Mehr dazu lesen Sie hier.


Coronavirus-Eilmeldungen am 11. Juni 2020


Moskau bezahlt Antikörper-Tests
14:09
 Arbeitgeber in Moskau können ihre Mitarbeiter jetzt auf Kosten der Stadt auf Corona-Antikörper im Blut testen lassen. Um an einem entsprechenden Projekt der Stadtverwaltung teilzunehmen, muss der Arbeitgeber auf der Webseite des Moskauer Gesundheitsdepartements eine medizinische Organisation auswählen und mit ihr einen Vertrag über Blutentnahme schließen. Die Kosten für die Tests übernimmt die Stadt. / Interfax (RU)


Verfassungsreferendum: In Moskau werden während Abstimmung Gutscheine ausgelost
11:07 
Die Moskauer Stadtverwaltung startet am 25. Juni in Kooperation mit der Wirtschaft das Programm „Eine Million Preise“, um Unternehmen, Verbraucher und Bevölkerung zu unterstützen. Im Rahmen des zehn Milliarden Rubel teuren Programms sollen während der Abstimmung über die Verfassungsänderung insgesamt zwei Millionen Kaufgutscheine unter den Wählern ausgelost werden. Das Programm wird von der Stadt finanziert. Unternehmen gewähren Rabatte und Boni. / Interfax (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 10. Juni 2020


Massenveranstaltungen in Moskau möglicherweise ab Juli wieder erlaubt
12:59
 Oberbürgermeister Sergej Sobjanin schließt nicht aus, dass Massenveranstaltungen in Moskau Anfang Juli wieder erlaubt werden. Es handelt es unter anderem um Kino- und Konzertbesuch. Sobjanin rechnet damit, dass die Hauptstadt in zwei Monaten wieder zur Normalität zurückkehren wird, allerdings nur, wenn die „epidemiologische Lage“ es erlaube. / RBC


Verbraucherausgaben in Moskau und St. Petersburg am stärksten gesunken
12:58 
Sberbank hat herausgefunden, welche Regionen Russlands vom Corona-Lockdown am schlimmsten getroffen worden sind. Dafür verglich Russlands größtes Geldhaus die Verbraucherausgaben von April/Mai 2020 mit den Vorjahreswerten. Im April verzeichnete Moskau mit 39,8 Prozent den heftigsten Einbruch der Verbraucherausgaben. In Russlands zweitgrößter Stadt Sankt Petersburg gingen die Verbraucherausgaben um 35,4 Prozent zurück, in Tatarstan um 32,6 Prozent, im Gebiet Tjumen um 32,5 Prozent. Auch im Mai sanken die Verbraucherausgaben in Moskau und Sankt Petersburg mit 28 Prozent bzw. 24,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum am stärksten. Weiter folgten die Schwarzmeerregion Krasnodar (21,3 Prozent) und der Autonome Kreis der Jamal-Nenzen im Norden des Landes (20 Prozent). / RBC


Coronavirus-Eilmeldungen am 8. Juni 2020


Moskauer Selbstisolation aufgehoben / Einreiseerleichterungen
15:00
Die russische Hauptstadt Moskau beendet die im Zuge der Corona-Krise verhängte „Selbstisolation“ ab dem morgigen 9. Juni 2020. Auch die digitalen Passierscheine werden vollständig abgeschafft.

Darüber hinaus treten ab dem 9. Juni folgende Lockerungen in Kraft:

  • Auch Bürger über 65 Jahre und chronisch Kranke dürfen ihre Wohnung wieder uneingeschränkt verlassen.
     
  • Friseure, Schönheitssalons, Fotofachgeschäfte, Tierkliniken, Arbeitsagenturen, Carsharing-Anbieter, Nichtregierungsorganisationen, Film- und Aufnahmestudios sowie Forschungsinstitute ihren Betrieb wieder aufnehmen.
     
  • Theater, Konzertveranstalter sowie Zirkusse dürfen wieder proben.
     
  • Friedhöfe dürfen wieder uneingeschränkt besucht werden.

Ab dem 16. Juni treten folgende Lockerungen in Kraft:

  • Zahnkliniken, Bibliotheken, Immobilienbüros sowie Werbe-, Beratungs- und andere Agenturen dürfen ihren Betrieb wieder aufnehmen.
     
  • Museen, Ausstellungen und Zoos dürfen wieder besucht werden. Der Ticketkauf muss elektronisch erfolgen. Sportveranstaltungen dürfen besucht werden, allerdings unter strengen Auflagen (max. Auslastung bei 10%).
     
  • Cafés und Restaurants dürfen ihre Sommerterrassen wieder öffnen. Eine Woche darauf dürfen alle Cafés und Restaurants ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Ab dem 23. Juni treten folgende Lockerungen in Kraft:

  • Fitnessklubs, Schwimmbäder sowie andere Sporteinrichtungen dürfen ihren Betrieb wieder aufnehmen
     
  • Staatliche und nicht-staatliche Kindergärten dürfen wieder öffnen.
     
  • Öffentliche Spielplätze, Sportgeräte sowie Sitzbänke dürfen verwendet werden.

Alle Informationen zu den Lockerungen finden Sie auch auf der russischsprachigen Website des Moskauer Oberbürgermeisters Sergej Sobjanin. Den entsprechenden Erlass finden Sie hier (PDF, RU).

Darüber hinaus hat der russische Premierminister Michail Mischustin das im Zuge der Corona-Krise verhängte Ein- und Ausreiseverbot teilweise gelockert.

Russische Staatsbürger dürfen aus Russland ausreisen, wenn sie:

  • im Ausland studieren,
  • im Ausland medizinisch versorgt werden,
  • im Ausland arbeiten oder
  • im Ausland kranke Verwandte pflegen.

Ausländische Staatsbürger dürfen nach Russland einreisen, wenn sie:

  • in Russland medizinisch versorgt werden,
  • enge Verwandte in Russland haben, die pflegebedürftig sind (einmalige Einreise), 
  • Vormund einer pflegebedürftigen Person sind, die in Russland lebt (einmalige Einreise).

Coronavirus-Eilmeldungen am 5. Juni 2020


Japans Premier kommt nicht zur Parade
03:57 
Der japanische Premierminister Shinzo Abe wird wegen der Corona-Krise nicht zur Siegesparade am 24. Juni nach Russland reisen. Dies berichten japanische Medien. Aufgrund der Pandemie konnte der Tag des Sieges über das Deutsche Reich im Zweiten Weltkrieg nicht wie geplant am 9. Mai stattfinden. / Interfax (RU)


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 4. Juni 2020


Weniger Investitionen in Gewerbeimmobilien
15:07
 Das Beratungsunternehmen Knight Frank erwartet, dass die Investitionen in Gewerbeimmobilien in diesem Jahr um 30 Prozent zurückgehen werden. Ein Grund für den Rückgang seien die Kontaktbeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie, die die Verhandlungen und Immobilienbesichtigungen erschweren. 2019 waren die Investitionen in diesem Sektor noch um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf knapp 280 Milliarden Rubel gewachsen. / TASS (RU) 


Verfassungsreferendum: Russen haben keine Angst vor Coronavirus in Wahllokalen
14:49
 Rund 83 Prozent der Russen, die am 1. Juli über die von Präsident Wladimir Putin vorgeschlagene Verfassungsänderung abstimmen wollen, glauben nicht daran, dass sie sich in den Wahllokalen mit dem Coronavirus anstecken können bzw. halten die Ansteckungsgefahr für gering. Dies zeigt eine Studie des Meinungsforschungsinstituts WZIOM. Nur etwa 15 Prozent halten eine Ansteckung für wahrscheinlich. Rund 87 Prozent der Befragten sprachen sich für die Ausstattung der Mitglieder der Wahlkommissionen mit Schutzmasken und Handschuhen aus. 76 Prozent vertraten die Meinung, dass auch die Wähler mit den Schutzmitteln versorgt werden müssten. / TASS (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 3. Juni 2020


PMI des Dienstleistungssektors steigt
09:26 Der Index PMI des Dienstleistungssektors, der im April auf 12,2 Punkte gefallen war, ist im Mai auf 35,9 Punkte geklettert. Das geht aus Informationen des Marktforschungsinstituts IHS Markit hervor. Trotz der positiven Tendenz bedeutet ein Index unter 50, dass die wirtschaftliche Aktivität noch gering ist. / Interfax (RU)


Ölpreis auf Drei-Monats-Hoch
08:48
 Erstmals seit dem 6. März kostet Erdöl wieder mehr als 40 US-Dollar. Am Mittwochvormittag (Moskauer Zeit) stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent mit Lieferung im August an der Londoner Börse ICE auf 40,09 Dollar. Zur Erholung haben unter anderem Informationen über mögliche Verlängerung der OPEC+-Förderkürzungen beigetragen. So will Russland Medienberichten zufolge die Förderbremse um einen Monat verlängern. / Interfax (RU)


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 2. Juni 2020


Gazprom drosselt Produktion
09:21
 Gazprom fährt den dritten Monat in Folge die Gasproduktion herunter. Grund ist die sinkende Nachfrage vor dem Hintergrund der Corona-Beschränkungen. Im Mai hat der Energieriese nach Informationen der Agentur Interfax 32,9 Milliarden Kubikmeter gefördert, 20 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auch im April und im März war die Produktion um jeweils ein Fünftel gegenüber dem Vorjahreszeitraum geschrumpft. 2019 hatte Gazprom insgesamt rund 500 Milliarden Kubikmeter Erdgas gefördert. Für dieses Jahr erwarten Analysten einen Rückgang auf 430 Milliarden Kubikmeter.


Coronavirus-Eilmeldungen am 1. Juni 2020


Abstimmung über Verfassungsänderung am 1. Juli
16:49
 Die Russen sollen am 1. Juli über die Verfassungsänderung entscheiden, die Präsident Wladimir Putin im Januar vorgeschlagen hatte. Am Montag stimmte Putin dem von Wahlleiterin Ella Pamfilowa vorgeschlagenen Termin zu. Der Kremlchef beauftragte Pamfilowa und die Leiterin der Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadzor, Anna Popowa, während der Abstimmung die notwenigen Hygienevorkehrungen zu treffen. Die Abstimmung hätte eigentlich bereits am 22. April stattfinden sollen, musste jedoch wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben worden. / Interfax (RU)


Zwei Millionen registrierte Arbeitslose
10:29
 In Russland gibt es laut Arbeitsminister Anton Kotjakow zwei Millionen registrierte Arbeitslose. Nach Informationen der Statistikbehörde Rosstat waren im April rund vier Millionen Russen ohne Arbeit und damit 815.000 mehr als im März. Minister Kotjakow erwartet für Anfang 2021 eine positive Dynamik am Arbeitsmarkt. / InterfaxInterfax (RU)


Mai

Coronavirus-Eilmeldungen am 28. Mai 2020


Neue Passierschein-Regeln
10:00 Trotz der angekündigten Corona-Lockerungen benötigt man in Moskau für Fahrten mit dem Auto und mit dem öffentlichen Nahverkehr weiterhin digitale Passierscheine. Die Gültigkeit der Passierscheine, die vor dem 21. Mai ausgestellt wurden, soll automatisch bis zum 14. Juni verlängert werden. Es gibt jedoch Änderungen bei der Beantragung neuer Laufscheine für Ausländer.

Um einen Laufschein für Fahrten zur Arbeit zu beantragen, muss man sich als ausländischer Bürger an seinen Arbeitgeber wenden. Dieser muss dann über sein Benutzerkonto (als juristische Person bzw. als Einzelunternehmen) auf mos.ru einen Antrag stellen.

Dabei muss der Arbeitgeber folgende Daten eingeben:

- Firmenname des Arbeitgebers

- Steuernummer des Arbeitgebers (medizinische Organisationen ausgenommen)

- Vor- und Nachname des Arbeitnehmers

- Nummer des Passes oder eines anderen Ausweisdokuments des Arbeitnehmers

- Telefonnummer und E-Mail-Adresse des Arbeitnehmers (optional)

- Kfz-Kennzeichen des Arbeitnehmers (für Autofahrten)

- Nummer der elektronischen Fahrkarte (für Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr)

Arbeitgeber sind seit dem 21. Mai 2020 verpflichtet, möglichst viele ihrer Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten zu lassen. Die Arbeitgeber sind berechtigt, die ausgestellten Passierscheine ihrer Mitarbeiter, deren Anwesenheit im Büro nicht dringend nötig ist, zu annullieren.

Den Erlass des Moskauer Oberbürgermeisters Sergej Sobjanin mit den aktuellen Regeln für die Beantragung der Passierscheine finden Sie hier (PDF, auf Russisch). Am Mittwoch ordnete Sobjanin zudem Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen und eine automatische Verlängerung der bereits ausgestellten Passierscheine an. Die wichtigsten Lockerungen haben wir für Sie auf unserer Website auf Deutsch zusammengefasst. Den entsprechenden Moskauer Erlass finden Sie hier (PDF, auf Russisch).

Wir möchten Sie auch darauf hinweisen, dass in Moskau ab dem 1. Juni eine verschärfte Masken- und Handschuhpflicht gilt. Ab Montag ist das Tragen einer Maske beim Verlassen des Hauses, auch bei Spaziergängen und Sport im Freien, verpflichtend. Das Tragen von Handschuhen ist beim Betreten von Gebäuden obligatorisch.


Moskau verlängert Selbstisolation
00:32
 Der Moskauer Oberbürgermeister Sergej Sobjanin hat die Selbstisolation und die Laufscheinpflicht in der russischen Hauptstadt bis zum 14. Juni verlängert und neue Corona-Lockerungen angekündigt. Die bereits ausgestellten digitalen Laufscheine sollen automatisch verlängert werden.

Folgende Lockerungen treten am 1. Juni in Kraft: 

  • Autohäuser und viele weitere Handels- und Dienstleistungsbetriebe dürfen wieder öffnen.
  • Mitarbeiter von Architektur- und Planungsbüros dürfen in ihre Büros zurückkehren.
  • Der städtische Fahrradverleih nimmt den Betrieb in vollem Umfang wieder auf.
  • Alle Moskauer, darunter auch Menschen über 65 und chronisch Kranke, dürfen wieder spazieren gehen und im Freien Sport treiben, allerdings unter bestimmten Auflagen.
  • Alle Parks mit Ausnahme des Sarjadje-Parks öffnen wieder.

Menschen mit der bestätigten Corona-Infektion oder mit Verdacht auf eine Infektion und ihre Mitbewohner sowie Personen, die sich nach der Einreise aus dem Ausland für zwei Wochen in die Quarantäne begeben haben, dürfen nicht spazieren gehen.

Spaziergänge und Sport im Freien sind ohne digitale Laufscheine und ohne Handschuhe erlaubt. Die Maskenpflicht bleibt jedoch bestehen.

Regeln für Spaziergänge und Sport:

  • Spaziergänge sind zwischen 09:00 und 21:00 Uhr und maximal drei Mal pro Woche erlaubt: zwei Mal an Werktagen und einmal am Wochenende.  
  • Für jedes Haus soll es einen Zeitplan für Spaziergänge geben, der auf dem Portal mos.ru, auf Yandex und in Apps veröffentlicht werden soll. Es wird empfohlen, in einem Umkreis von höchstens zwei Kilometer vom Haus zu spazieren.  

Die soziale Distanz muss bei Spaziergängen und beim Sport eingehalten werden. Man muss ein Dokument mitführen, um seine Wohnadresse belegen zu können (Pass, Eigentumsbescheinigung oder Mietvertrag). Ein Foto auf dem Smartphone reicht aus.


Coronavirus-Eilmeldungen am 27. Mai 2020


Corona-Lockerungen in Moskau
16:20
 Der Moskauer Oberbürgermeister Sergej Sobjanin hat heute weitere Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen in der russischen Hauptstadt angekündigt. 

Folgende Änderungen treten am 1. Juni in Kraft: 

  • Alle Lebensmittel- und Nicht-Lebensmittelläden dürfen ihren Betrieb wieder aufnehmen.
  • Alle Wäschereien, chemische Reinigungen und Reparaturwerkstätten dürfen ihren Betrieb wieder aufnehmen.
  • Moskauern soll es erlaubt sein, spazieren zu gehen - allerdings zunächst nur probeweise und unter bestimmten Auflagen. 

Die Moskauer Stadtregierung wird nähere Informationen zu den Corona-Lockerungen zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen. Wir werden Sie darüber zeitnah informieren.


Coronavirus-Eilmeldungen am 26. Mai 2020


Anti-Krisen-Maßnahmen kosten drei Billionen Rubel
15:21
 Die Stützungsmaßnahmen in der Corona-Krise haben den russischen Fiskus laut Wirtschaftsminister Maxim Reschetnikow  bereits mehr als drei Billionen Rubel (über 38 Milliarden Euro) gekostet. Bei Umsetzung aller geplanten Anti-Krisen-Maßnahmen sieht der Minister die Chance, dass die Wirtschaft Ende 2021 wieder das Niveau vom 1. Quartal 2019 erreicht. Mit einer schnellen Erholung rechnet Reschetnikow  allerdings nicht. Das Wirtschaftsministerium erwartet für dieses Jahr einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um fünf Prozent. 2021 könnte es einen Zuwachs von 2,8 Prozent geben. / RBC (RU) 


Siegesparade in Moskau am 24. Juni
15:10 Die Militärparade zum 75. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland, die am 9. Mai wegen des Coronavirus abgesagt worden war, findet am 24. Juni statt. Dies entschied Präsident Wladimir Putin am Dienstag. Angesichts der Pandemie ordnete er verstärkte Sicherheitsvorkehrungen bei Vorbereitung und Durchführung der Parade an. / Interfax (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 25. Mai 2020


Masken bleiben verpflichtend
17:16
 Die Chefin der russischen Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor Anna Popowa sagte, dass Masken an öffentlichen Orten wie Läden oder Verkehrsmittel noch mindestens zwei Monate lang verpflichtend bleiben werden. / RBC (RU)


Importverbot für Ölprodukte
16:05
 Die russische Regierung hat die Einfuhr von Ölprodukten bis zum 1. Oktober 2020 verboten. Der entsprechende Erlass wurde am 22. Mai von Premierminister Michail Mishustin unterzeichnet. Zuvor hatte das Energieministerium diese Maßnahme im Rahmen der Corona-Krisenpolitik befürwortet. Sie soll die Versorgung des heimischen Marktes mit billigen ausländischen Importen verhindern und somit die russischen Raffinerien unterstützen. / Interfax (RU)


Massenimpfung ab Herbst
12:09
 Noch in diesem Herbst könnten in Russland Massenimpfungen gegen das Coronavirus durchgeführt werden, teilte das Nationale Forschungszentrum für Epidemiologie und Mikrobiologie mit. Allerdings sei der Impfstoff nicht sofort in den benötigten Mengen verfügbar. Deshalb könnte der Prozess bis zu neun Monate dauern. / Kommersant (RU)


Mehr als 350.000 Corona-Fälle
10:36 
Die Anzahl der Coronavirus-Neuinfektionen in Russland hat sich innerhalb eines Tages um 8946 Fälle erhöht. Insgesamt gibt es nun 353.427 offiziell registrierte Infektionen. In der Weltrangliste steht Russland auf Rang 3 hinter den USA mit über 1,6 Mio. Corona-Fällen sowie Brasilien mit mehr als 365.000 Fällen. / Interfax (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 24. Mai 2020


8599 Neuinfektionen in Russland
10:36 In Russland sind in den letzten 24 Stunden 8599 neue Coronavirus-Infektionen und damit der geringste Tagesanstieg seit Anfang Mai registriert worden. Tags zuvor hatten sich 9434 Menschen angesteckt. Die neuen Fälle wurden aus 84 Regionen gemeldet. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionsfälle stieg damit auf 344.481. / Kommersant (RU)


Moskauer Umland: Öffnung von Gastronomie in zweiter Lockerungsphase
12:16 Nach dem Wegfall der Laufschein-Pflicht im Moskauer Gebiet plant die regionale Regierung schon die nächste Phase der Corona-Lockerungen, in der Cafés, Restaurants, Friseursalons und andere Dienstleistungsbetriebe ihre Arbeit werden aufnehmen dürfen. Dies teilte Gouverneur Andrej Worobjow mit. Wann das genau passieren wird, ließ er offen. / Kommersant


Coronavirus-Eilmeldungen am 23. Mai 2020

 


Rettungsmaßnahmen für Ölservice-Industrie
11:43
 Präsident Wladimir Putin hat die Regierung beauftragt, über eine Aufnahme von Ölservice-Unternehmen in die Liste der systemrelevanten Organisationen nachzudenken, die Anspruch auf staatliche Stützungsmaßnahmen haben. Es handelt sich um Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Rubel. In der Corona-Krise könnten der Branche nach Einschätzung des Energieministeriums bis zu 40 Prozent der Aufträge wegbrechen. / TASS (RU)


Verschärfte Anti-Corona-Regeln für Öl- und Gasvorkommen
11:31
Die russische Regierung soll die Hygienevorkehrungen an Öl- und Gasvorkommen verstärken, in denen in Schichten gearbeitet wird. Einen entsprechenden Auftrag erteilte Präsident Wladimir Putin. Seit Beginn der Coronavirus-Epidemie war es an russischen Öl- und Gasvorkommen zu Masseninfizierungen der Arbeiter gekommen. / Interfax (RU)


Kretschmer fordert Aufnahme russischer Corona-Patienten
00:00
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) setzt sich dafür ein, dass Covid-19-Patienten aus Russland in deutschen Kliniken behandelt werden. „Es wäre ein starkes Zeichen der Europäischen Union, wenn wir auch Patienten aus Russland bei uns behandeln würden“, sagte der CDU-Politiker. „Wir versuchen insgesamt in Europa zu helfen. Und ich finde, wir sollten auch solidarisch sein mit Russland.“ Deutschland hatte seit März mehrere Corona-Patienten aus anderen Staaten der Europäischen Union aufgenommen, vor allem aus Italien und Frankreich. / Spiegel 

 


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 22. Mai 2020


S7 legt Masken- und Handschuhreserven an
13:59
S7 Airlines will Masken- und Handschuhreserven anlegen, um die entsprechenden Empfehlungen der Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadzor und der Luftfahrtbehörde Rosawiazija zu erfüllen. Die Fluggesellschaft hofft, dass auch die Fluggäste die Masken- und Handschuhregeln einhalten werden. / TASS (RU)


Erste Corona-Lockerungen in Moskau  
09:00 Moskaus Oberbürgermeister Sergej Sobjanin hat am Donnerstag (21. Mai) eine erste Lockerungsphase der Anti-Corona-Maßnahmen in der Hauptstadt angekündigt:  

Am 25. Mai sollen 88 der insgesamt mehr als 130 so genannten Multifunktionalen Zentren (MFZ) wieder öffnen und 150 staatliche Dienstleistungen anbieten, die nicht online verfügbar sind.  

Ab dem 25. Mai darf in Moskau wieder Carsharing angeboten werden. Man kann ein Fahrzeug jedoch nur mit einem gültigen digitalen Laufschein und für mindestens fünf Tage mieten.  

Alle in Moskau ansässigen Unternehmen und Organisationen sind weiterhin verpflichtet, möglichst viele ihrer Mitarbeiter im Home Office arbeiten zu lassen.  

Ab dem 27. Mai ist die Nutzung von privaten und öffentlichen Verkehrsmitteln in der Hauptstadt nur mit digitalen Laufscheinen erlaubt, die durch die Moskauer Behörden ausgestellt wurden.  

Außerdem konkretisierten die Behörden die Masken- und Handschuhpflicht in der Bahn. So ist das Tragen von Maske und Handschuhen im Zug, im Bahnhof, Unterführungen, am Schalter usw. Pflicht. / Webseite des Moskauer OBDekret des Moskauer OB Nr. 12-UMDekret des Moskauer OB Nr. 43-UM


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 21. Mai 2020


Föderationstrat will Begriff Selbstisolation gesetzlich verankern
10:46 
Der Föderationstrat (Oberhaus) will den Begriff Selbstisolation im Gesetz definieren. Eine einheitliche Regelung soll verhindern, dass die Regionen die Begriffe erhöhte Bereitschaft, Selbstisolation und Pandemie unterschiedlich auslegen. / TASS (RU)


Airlines lehnen Mindestabstand im Flugzeug ab
10:00
 Russische Fluggesellschaften stemmen sich gegen die Empfehlung der Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadzor, wonach in der Coronavirus-Pandemie nur die Hälfte aller Sitze im Flugzeug besetzt werden darf, um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren. Die Airlines bieten die Regierung, diese Empfehlung, die Rospotrebnadsor am 21. Mai vorstellen will, abzulehnen. Auch Verkehrsminister Jewgeni Ditrich sprach sich gegen die Restriktion aus, die nach seinen Angaben zu einer massiven Verteuerung der Tickets führen könnte. Laut Ditrich kann eine Fluggesellschaft nur dann wirtschaftlich rentabel fliegen, wenn mindestens 72 Prozent der Sitze verkauft sind. Die Fluggesellschaften befürchten, dass die Empfehlung von Rospotrebnadsor verbindlich wird. / Kommersant (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 20. Mai 2020


Metro verzichtet auf Gewinnmarge
16:41
Der deutsche Großhändler Metro Cash & Carry verzichtet in Russland wegen der Corona-Krise bis Ende Juni auf Gewinnmargen bei essentiellen Lebensmitteln wie Butter, Pflanzenöl, Eier, Zucker, Salz, Müsli, Nudeln und Reis. Auch die Einzelhändler X5 und Magnit haben eine ähnliche Initiative bis Ende Juni verlängert. / Interfax (RU)


Die aktuelle Lage
10:00
Premierminister Michail Mischustin hat nach überstandener Corona-Infektion seine Arbeit wieder aufgenommen. Unterdessen ist die Gesamtzahl der registrierten Corona-Fälle in Russland über 300.000 gestiegen. Das Wachstum der Neuinfektionen ist jedoch rückläufig. Russland sei inzwischen in eine Stabilisierungsphase übergegangen, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit. 17 Regionen seien bereit für erste Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen, so Vize-Premierministerin Tatjana Golikowa. Im Smolensker Gebiet sind Parks und Kinos wieder geöffnet, im Kaliningrader Gebiet Frisörsalons, Handelszentren und Kindergärten. In Tatarstan konnten 90% aller Firmen ihren Betrieb wieder aufnehmen, zudem wurden dort die sogenannten "digitalen Passierscheine” abgeschafft. / Interfax (RU), Gazeta (RU), RBC (RU)


Wirtschaft bricht ein
0:00
Im zweiten Quartal 2020 wird die russische Wirtschaft um 16% einbrechen, prognostiziert Bloomberg. Das wäre der stärkste Rückgang seit Anfang der 1990er-Jahre. Die Folgen der Anti-Corona-Maßnahmen könnten Russland härter treffen als die Weltfinanzkrise 2008, so ein Analyst. Das Wachstum im ersten Quartal verlangsamte sich nach einer am Dienstag vorgelegten ersten Schätzung der Statistikbehörde Rosstat auf 1,6% von 2,1% vor einem Jahr. / RBC (RU), Reuters (DE)


Konsum steigt
0:00
In der Woche vom 11. bis 17. Mai verzeichnete die Sberbank den höchsten Konsumanstieg seit Beginn des Corona-Lockdowns. In 45 von 64 untersuchten Warenkategorien stiegen die Ausgaben russlandweit an, vor allem bei Schmuck (+81%) und Flugtickets (+53%). Es sei aber noch zu früh, um von einer Erholung der Nachfrage zu sprechen. / Vedomosti (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 19. Mai 2020


Plan für Wiederhochfahren der Wirtschaft liegt bis 1. Juni vor
15:05
 Die russische Regierung will bis zum 1. Juni Präsident Wladimir Putin einen Plan für das Wiederhochfahren der Wirtschaft vorlegen. Laut Regierungschef Michail Mischustin beinhaltet das Papier Maßnahmen, die eine Umstrukturierung der Wirtschaft und ihre Rückkehr zur Normalität ermöglichen sowie Beschäftigung und Einkommen wieder nach oben treiben sollen. / TASS (RU)


Haushaltsdefizit von 8,5 Prozent des BIP erwartet
14:10
 Die russische Regierung erwartet für dieses Jahr ein Haushaltsdefizit von 8,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Schuld sind fiskalpolitische Lockerungen zur Unterstützung der Bürger und der Wirtschaft in der Corona-Krise. Das geht aus dem Entwurf eines gesamtnationalen Plans für das Wiederhochfahren der Wirtschaft hervor. / Interfax (RU)


Verzögerungen bei Bau von Windkraftanlagen wegen Covid-19
13:00
 Unternehmen, die in Russland Windkraftanlagen bauen, haben vor Eintritt von Umständen höherer Gewalt in ihren Objekten gewarnt, um so drohenden Verzugsstrafen zu entgehen. Die Inbetriebnahme von Windkraftanlagen verzögert sich wegen der Corona-Beschränkungen in China, von wo die notwendigen Ausrüstungen exportiert werden. / Kommersant (RU)


Mischustin nimmt seine Amtsgeschäfte wieder auf
11:46
 Der mit dem Coronavirus infizierte russische Regierungschef Michail Mischustin hat seine Amtsgeschäfte wieder aufgenommen. Nachdem Mischustins Erkrankung Ende April bekannt geworden war, übernahm sein Vize Andrej Beloussow vorübergehend die Regierungsspitze. / Interfax (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 18. Mai 2020


Sicherheitsabstand im Flugzeug empfohlen 
13:08
 Die Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadzor hat Fluggesellschaft empfohlen, die Hälfte der Sitze im Flugzeug leer zu lassen und Fluggäste schachbrettartig zu setzen, um den erforderlichen Mindestabstand zu gewährleisten. Das heißt, dass man keine Nachbarn rechts, links, hinten und vorne haben muss. / Interfax (RU)


27 Regionen bereit zu Corona-Lockerungen 
13:05
 27 russische Regionen verzeichnen nach Angaben von Regierungschef Michail Mischustin eine Covid-19-Reproduktionszahl von 1 oder darunter und sind deshalb bereit, die in der Pandemie verhängten Kontaktbeschränkungen schrittweise zu lockern. Konkrete Regionen nannte Mischustin nicht. / Interfax (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 17. Mai 2020


Industriebetriebe und Baustellen im Moskauer Umland dürfen öffnen
16:18 Im Moskauer Gebiet dürfen Baustellen ab Montag, 18. Mai, wieder arbeiten. Auch Industriebetriebe dürfen wieder öffnen, wie Gouverneur Andrej Worobjow im sozialen Netzwerk VKontakte mitteilte. / RBC


Kein Anstieg der Neuinfektionen
13:52 Die Corona-Situation in Russland hat sich nach Einschätzung der Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadzor stabilisiert. Der Anstieg der Neuinfektionen sei gestoppt worden, sagte Rospotrebnadzor-Chefin Anna Popowa im russischen Fernsehen. Am Sonntag haben sich den zweiten Tag in Folge weniger als 10.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. / Interfax


Ausländische Athleten dürfen zurück nach Russland
10:15 Ausländische Athleten und Trainer, die bei einer russischen  Sportorganisation unter Vertrag stehen, dürfen wieder nach Russland einreisen. Wie auch alle anderen Einreisenden müssen sie nach der Rückkehr für 14 Tage in Quarantäne. Eine entsprechende Verordnung unterzeichnete Interims-Regierungschef Andrej Beloussow, der vorübergehend die Aufgaben des mit dem Coronavirus infizierten Ministerpräsidenten Michail Mischustin übernommen hat./ government.ru


Coronavirus-Eilmeldungen am 16. Mai 2020


Internationale Flüge ab Juli?
13:34
 Das russische Transportministerium hält es für wahrscheinlich, dass der internationale Flugverkehr ab Juli wieder aufgenommen werden kann. Im Juni sollen auch Inlandsflüge wieder möglich sein, sagte Transportminister Jewgenij Ditrich gegenüber Journalisten. / Interfax (RU)


Niedrigster Tagesanstieg seit 1. Mai
10:37
 Innerhalb eines Tages haben sich in Russland 9.200 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Das ist der niedrigste Tagesanstieg seit dem 1. Mai, meldet der russische Anti-Krisenstab. Insgesamt gibt es in Russland 272.043 offiziell registrierte Infektionen. / Interfax (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 15. Mai 2020


Analysten erwarten weitere Leitzinssenkung
15:22
 Analysten der Bank of America sagen eine Senkung des Leitzinses der russischen Zentralbank auf den bisher tiefsten Stand von 3,5 Prozent voraus. Das wäre möglich, wenn die Inflation unter dem Ziel von vier Prozent liegen würde. Ende April hatte die Zentralbank den Leitzins bereits um 0,5 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent und damit den tiefsten Stand seit 2014 reduziert. Laut einer Prognose der Citibank könnte der Leitzins Anfang 2021 auf 5 Prozent sinken. / RBC (RU)


Yandex beendet kostenlose Corona-Tests
15:11 
Yandex hat ein Ende seines Programms für kostenlose Tests auf das Coronavirus angekündigt. Seit dem 20. April hat der IT-Gigant nach eigenen Angaben zusammen mit Partnerlabors mehr als 20.000 Tests durchgeführt. Weil immer mehr Labors Covid-19-Tests anbieten und in Moskau ab dem 15. Mai kostenlose Massentests geplant seien, wolle sich Yandex nun auf die kostenlose Beförderung von Ärzten und Sozialarbeitern konzentrieren, hieß es aus dem Konzern.  / TASS (RU)


Microsoft bietet coronabedingt kostenlosen Support an
10:09
 In der Zeit des Coronavirus bietet Microsoft in Russland technischen Support und weitere Dienste gratis an. Den Behörden wird ein kostenloser Zugang für sechs Monate in Aussicht gestellt, Bildungseinrichtungen könnten die Dienste sogar länger gratis nutzen. Russische IT-Unternehmen mahnen jedoch unter Verweis auf die nationale Sicherheit zur Vorsicht beim Umgang mit den Microsoft-Angeboten. / InterfaxKommersant (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 14. Mai 2020


Nicht-Lebensmittel-Einzelhandel bittet um Staatshilfen
14:00
 Der Nicht-Lebensmittel-Einzelhandel hat die russische Regierung um eine Einstufung als kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gebeten, um Anspruch auf staatliche Unterstützung, vor allem auf Steuerpräferenzen und Lohnsubventionen zu haben. Da das KMU-Register im August jedes Jahres aktualisiert wird, ist es jetzt nicht möglich, sich auf üblichem Weg eintragen zu lassen. Bislang können  Einzelhandelsunternehmen, die nicht mit Lebensmitteln handeln, nur mit speziellen Krediten zur Sicherung der Arbeitsplätze rechnen. / Kommersant (RU)


Kulturministerin nach Infektion wieder gesund
13:49
 Die russische Kulturministerin Olga Ljubimowa, die positiv auf das Coronavirus getestet worden war, ist wieder gesund. Laut ihrer Pressesprecherin ist die Erkrankung leicht verlaufen, die Ministerin sei wieder an ihrem Arbeitsplatz.  / RBC (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 13. Mai 2020


Russen stimmen Lockdown-Lockerungen zu
16:00 Das Ende der arbeitsfreien Zeit, das Präsident Wladimir Putin in seiner Ansprache am Montag verkündet hat, stößt bei den meisten Russen (80 Prozent) auf Zustimmung, wie eine Studie des Meinungsforschungsinstituts WZIOM zeigt. Etwa 89 Prozent der Befragten stimmten dem Wiederhochfahren der wichtigsten Industriezweige zu. Rund 75 Prozent bewerteten die Ansprache des Präsidenten positiv. / WZIOM (RU)


Pobeda verkauft wieder Tickets
11:08
 Der russische Billigflieger Pobeda (Tochter von Aeroflot, der größten Fluggesellschaft des Landes) nimmt ab dem 1. Juni seinen Flugbetrieb mit Einschränkungen wieder auf. Vorerst sollen 73 Ziele innerhalb Russlands angeflogen werden. Der Ticketverkauf startet am 14. Mai über die Webseite der Fluglinie. Pobeda will in dieser Sommersaison Tickets durchschnittlich um rund zwei Drittel billiger als im Vorjahreszeitraum anbieten. So sollen mehr als 60 Prozent der Flüge im Juni zu einem Preis zwischen 499 und 2999 Rubel buchbar sein. / RBC (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 12. Mai 2020


Putins Pressesprecher infiziert
15:26
 Dmitrij Peskow, der Pressesprecher von Präsident Wladimir Putin, hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Peskow werde in einer Klinik behandelt, bestätigte er gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax. Zuvor war auch Premierminister Michail Mischustin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Premier sei auf dem Weg zur Genesung, sagte dessen Pressesprecher Boris Beljakow. / RBC (RU)


Russland auf Platz 2 der Corona-Weltrangliste
10:35
 Innerhalb eines Tages haben sich in Russland 10.899 weitere Personen mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt wurden 232.243 Fälle registriert - mehr als in Spanien, Italien oder Deutschland. Auf der Weltrangliste steht Russland auf Rang 2 hinter den USA mit fast 1,4 Millionen Fällen. / Interfax (RU) 


Coronavirus-Eilmeldungen am 11. Mai 2020


16:45 Putin lockert Corona-Maßnahmen
in einer TV-Ansprache hat Präsident Wladimir Putin die wegen des Coronavirus verhängen „arbeitsfreien Tage“ für beendet erklärt. Nun beginnt eine erste Lockerungsphase der Anti-Corona-Maßnahmen. Unternehmen aus zahlreichen Branchen dürfen ihren Betrieb ab dem 12. Mai wieder aufnehmen, darunter Energie-, Bau-, Bergbau-, Landwirtschafts- sowie produzierende Unternehmen.
 
Der Kampf gegen des Virus sei jedoch noch nicht beendet, so Putin. Alle Unternehmen müssten sicherstellen, dass Sicherheitsvorkehrungen wie Mindestabstand und Maskenpflicht eingehalten werden. Massenveranstaltungen bleiben weiterhin verboten. Für Personen über 65 Jahre sowie chronisch Kranke bleiben alle Einschränkungen bestehen.  

Darüber hinaus hat Präsident Putin eine Reihe von Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft angekündigt, unter anderem:

-    Ein spezielles Kreditprogramm für bestimmte Branchen mit Zinssatz von 2% zur Auszahlung von Gehältern
-    Abschreibung aller Steuerzahlungen für Einzelunternehmen und KMU mit Ausnahme der Mwst. im 2. Quartal 2020 
-    Rückzahlung von 2019 gezahlten Steuern für alle Selbstständigen 
  
Alle Regionen dürfen individuell entscheiden, welche Beschränkungen zu welchem Zeitpunkt aufgehoben werden. In Moskau und St. Petersburg bleibt das Regime der „Selbstisolation“ bis Ende Mai in Kraft. Somit bleiben Restaurants, Schönheitssalons, Nicht-Lebensmittelläden und Parks weiterhin geschlossen. Bis Ende Mai sind auch die „digitalen Laufscheine“ zur Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel in Moskau obligatorisch. /  Kremlin.ru (RU)


11:16 Putin fordert Plan zum Hochfahren der Wirtschaft
Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Regierung beauftragt, bis zum 1. Juni einen Plan für das Hochfahren der Wirtschaft vorzulegen. Der Plan soll unter anderem Schritte zur Steigerung der Beschäftigung und des Einkommens der Bevölkerung beinhalten. Das Gesundheitsministerium und die Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadzor sollen bis zum 15. Mai die bereits beschlossenen Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus korrigieren. / Kommersant (RU)


10:36 Russland auf Rang drei bei Corona-Infektionen
In den letzten 24 Stunden gab es in Russland einen neuen Rekordanstieg bei Corona-Infektionen: Die Zahl der bestätigten Fälle wuchs gegenüber dem Vortag um 11.656 auf insgesamt 221.344, wie der Krisenstab mitteilte. Neue Fälle wurden aus 84 Regionen gemeldet. Tags zuvor hatte es 11.012 Neuinfektionen gegeben. Im internationalen Vergleich ist Russland damit an Italien und Großbritannien vorbeigezogen und liegt nun auf Rang 3 hinter Spanien und den USA. / RIA Novosti (RU)


03:04 In Südrussland gibt es am meisten Verstöße gegen Corona-Regeln
Im Süden Russlands sowie in der Pazifik-Region Primorje wird am häufigsten gegen die Kontaktbeschränkungen verstoßen, die in Russland in der Coronavirus-Pandemie verhängt worden sind. Dies teilte das Innenministerium in Moskau mit. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl seien in den Regionen Krasnodar, Stawropol, Primorje und in der Republik Dagestan bisher am meisten Verstöße verzeichnet worden. / RIA Novosti (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 10. Mai 2020


Stützungsmaßnahmen für systemrelevante Unternehmen
16:15 Systemrelevante Unternehmen, die durch die Corona-Krise zu Schaden gekommen sind, bekommen Anspruch auf günstige Kredite, Subventionen, Steuerstundungen sowie auf staatliche Kreditbürgschaften. Das geht aus einer Verordnung hervor, die auf der Homepage der russischen Regierung veröffentlicht wurde. Derzeit stehen 1.151 systemrelevante Unternehmen auf der entsprechenden Liste. Wer staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen will, muss sich einem Stresstest unterziehen, der positiv ausfallen muss. / RBC (RU)


81 Milliarden Rubel Staatshilfen für KMU
12:22 Die russische Regierung stellt aus dem Reservefonds mehr als 81,1 Milliarden Rubel (mehr als eine Milliarde Euro) bereit, um kleine und mittelständische Unternehmen aus den durch die Corona-Krise am stärksten betroffenen Bereichen zu unterstützen. Anspruch auf die Hilfe bekommen aber nur diejenigen Unternehmen, die mindestens 90 Prozent ihres Personals behalten haben, teilte die Regierung mit. Eine Subvention kann auf der Webseite der Föderalen Steuerbehörde FNS oder per Post beantragt werden. / Kommersant (RU)


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 9. Mai 2020

 


Russland feiert Tag des Sieges
11:00
Am heutigen Tag des Sieges hat Präsident Wladimir Putin an die Opfer des Großen Vaterländischen Krieges erinnert. Am Grabmal des unbekannten Soldaten im Alexandergarten in Moskau legte Putin einen Strauß roter Rosen nieder. Die traditionelle Siegesparade konnte in diesem Jahr wegen der Corona-Krise nicht stattfinden. Stattdessen flogen Militärflugzeuge über die russische Hauptstadt. Auch in zahlreichen anderen Städten sind Überflüge geplant. / Deutsche Welle (DE)


Fast 200.000 Infektionen
10:48
Innerhalb eines Tages ist die Anzahl der Coronavirus-Infektionen in Russland um 10.817 Fälle gestiegen. Insgesamt gibt es 198.676 registrierte Fälle. Somit ist Russland in der Rangliste der Gesamtinfektionen an Deutschland und Frankreich vorbeigezogen und liegt nun im weltweiten Vergleich auf Rang 5 hinter Großbritannien, Italien, Spanien und den USA. / Interfax (RU)


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 8. Mai 2020


Moskauer Erlass auf Deutsch
13:00
 Den gestern aktualisierten Erlass des Moskauer Oberbürgermeisters Sergej Sobjanin mit Informationen zur neu eingeführten Maskenpflicht sowie zur Betriebsaufnahme von Bau- und produzierenden Unternehmen haben wir für Sie auf Deutsch übersetzt. Das russischsprachige Original finden Sie hier. Die Änderungen haben wir für Sie gelb markiert. 


Gerichte nehmen Arbeit wieder auf
8:00
Alle russischen Gerichte werden am Dienstag, 12. Mai den Normalbetrieb wieder aufnehmen. Verhandelt werden können wieder alle Fälle, allerdings unter Einhaltung von Hygienevorkehrungen. Kommersant (RU)


Moskauer Gebiet verlängert Selbstisolation
00:06
Nach der Stadt Moskau hat auch das Moskauer Gebiet die Selbstisolation bis zum 31. Mai verlängert. Das geht aus einer Anordnung des Gouverneurs hervor. Die bereits ausgestellten digitalen Laufscheine für den Weg zur Arbeit werden bis Ende Mai 2020 gelten. Damit bleiben alle Beschränkungen in Kraft, wie sie auch in der Hauptstadt gelten: Unter anderem bleiben Massenveranstaltungen verboten, Restaurants geschlossen. Kitas und Grundschulen müssen allerdings in kleinen Gruppen von maximal zwölf Kindern ihre Arbeit fortsetzen. / Interfax (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 7. Mai 2020

Selbstisolation verlängert
16:30 Die Stadt Moskau hat die sogenannte Selbstisolation bis zum 31. Mai 2020 verlängert. Somit bleiben Restaurants, Nicht-Lebensmittelläden sowie Kultur- und Sporteinrichtungen in der russischen Hauptstadt weiterhin geschlossen.

Darüber hinaus gilt ab dem 12. Mai eine Masken- und Handschuhpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln (auch Taxi), am Arbeitsplatz sowie in allen Geschäften. Zuvor ausgestellte digitale Laufscheine für den Weg zur Arbeit werden automatisch bis zum 31. Mai 2020 verlängert.

Produzierende Firmen und Bauunternehmen in Moskau dürfen ab dem 12. Mai ihren Betrieb wieder aufnehmen, allerdings unter Einhaltung einiger Sicherheitsvorkehrungen (Mindestabstand). / Erlass des Oberbürgermeisters (RU)


Mülldienstleistern droht das Aus
14:34
 Die Corona-Krise hat der russischen Abfallwirtschaft schwer zugesetzt: In 28 Regionen des Landes kämpfen die zuständigen Mülldienstleister ums Überleben. Wegen der angeordneten Selbstisolation sind die Mülldienstleister nach eigenen Angaben mit wachsenden Abfallmengen bei sinkenden Einnahmen konfrontiert. Das Umweltministerium beantragte bei der Regierung 30 Milliarden Rubel, um der angeschlagenen Branche unter die Arme zu greifen. Insgesamt 51 Regionen hatten um Subventionen für ihre Mülldienstleister gebeten. / UmweltministeriumRIA Novosti


5000 Rubel Strafe ohne Maske
13:17
 Moskau führt ab dem nächsten Dienstag eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln ein. Auf Verstöße steht eine Geldbuße von 5000 Rubel. / Interfax


Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln
12:20
 Ab dem 12. Mai wird das Tragen von Schutzmasken und Handschuhen in öffentlichen Verkehrsmitteln in Moskau Pflicht. Dies teilte Oberbürgermeister Sergej Sobjanin am Donnerstag mit. Zuvor hatte er angekündigt, dass Industrie- und Baubetriebe in der Hauptstadt in der kommenden Woche wieder geöffnet werden dürfen. Eine Lockerung der Selbstisolation schloss er vorerst aus. / Interfax  (RU)


Gutscheine statt Ticket-Rückerstattung
10:00 
Die russische Regierung will Fluggesellschaften, die Bahn und Reedereien von der Erstattungspflicht bei abgesagten Reisen befreien. Ein Gesetzentwurf sieht vor, dass Verkehrsunternehmen ihren Kunden künftig statt Geld eine Gutschrift oder einen Gutschein anbieten dürfen, damit sie ihre Reise zu einem späteren Zeitpunkt nachholen bzw. eine neue buchen können. Es handelt sich aber nur um Flüge und Reisen, die wegen der Corona-Pandemie annulliert wurden./ Kommersant (RU)


Ölpreis auf höchstem Stand seit Mitte März
02:51 Der Preis für russische Ölsorte Urals ist angestiegen und hat mit 24,7 US-Dollar je Barrel (159 Liter) den höchsten Stand seit Mitte März erreicht, meldet die Agentur Argus Media. Der Höhenflug sei auf den neuen Opec-plus-Deal zurückzuführen, der Anfang Mai in Kraft getreten ist. / RBC


Lockdown kostet zwei Prozent des BIP
01:11 Der wegen der Corona-Pandemie angeordnete arbeitsfreie Monat könnte Russland in diesem Jahr 1,5 bis zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts kosten. Das geht aus einem Bericht der Zentralbank hervor. Am schlimmsten betroffen ist demnach der Dienstleistungssektor. Die Zentralbank rechnet mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr von vier bis sechs Prozent. Hauptursache dafür seien die sinkenden Exporte, die um zehn bis 15 Prozent einbrechen könnten.  / RBC (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 6. Mai 2020


Empfehlungen zur Exit-Strategie
16:00 Oberbürgermeister Sergej Sobjanin hat bei einer heutigen Online-Sitzung mit Präsident Wladimir Putin angekündigt, dass ab dem 12. Mai  Bauunternehmen und Industriebetriebe in der Stadt Moskau ihren Betrieb wieder aufnehmen dürfen. Weitere Sektoren sollen schrittweise folgen, sobald sich die Situation rund um das Coronavirus stabilisiert.

Die Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen in Russland soll in drei Etappen durchgeführt werden, empfiehlt Anna Popowa, Chefin der Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor.

  • Die erste Etappe erlaubt es, Sport an der freien Luft zu treiben sowie Handelsunternehmen mit beschränkter Fläche zu öffnen. 
  • Die zweite Etappe erlaubt es, mit Familienmitgliedern zu spazieren und Lehrbetriebe zu öffnen. 
  • Die dritte Etappe erlaubt es, Hotels, Parks und öffentliche Plätze unter Einhaltung einer Sicherheitsdistanz zu öffnen.

Die Regionen sollen nach dem 12. Mai individuell über eine etappenweise Lockerung entscheiden dürfen. 


Mischustin auf gutem Weg
15:40
Premierminister Michail Mischustin, der sich mit dem Coronavirus infiziert hatte, sei auf dem Weg der Besserung. Das teilte Präsident Wladimir Putin am heutigen Mittwoch mit. / Interfax (RU)


Kulturministerin infiziert
14:40
Die russische Kulturministerin Olga Ljubimowa hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Ihr Zustand sei stabil, teilte die Pressestelle des Ministeriums mit. Damit ist sie nach Premierminister Michail Mischustin die zweite prominente russische Politikerin, die am Virus erkrankt ist. / Interfax (RU)


07:18 Russische Firma liefert Temperaturscanner nach Deutschland
Das russische Unternehmen Promobot wird noch in diesem Jahr 60 kontaktlose Temperatur-Messgeräte nach Deutschland und Frankreich liefern. Ein entsprechender Vertrag mit einem Wert von 300.000 Euro wurde mit der deutschen Stey GmbH geschlossen, wie das in Perm ansässige Unternehmen gegenüber RIA Novosti mitteilte. / RIA Novosti (RU)


Fast jeder dritte Kreditschuldner ohne Arbeit
07:00
Fast ein Drittel der Kreditschuldner in Russland erklären die ausbleibenden Zahlungen mit Arbeitslosigkeit. Nach Angaben des Verbandes der Inkassounternehmen NAPCA haben die in der Corona-Pandemie verhängten Kontaktbeschränkungen die Zahlungsfähigkeit russischer Kreditnehmer beeinträchtigt. Im April sei der Anteil der Kreditschuldner, die die ausbleibenden Zahlungen mit Arbeitsverlust erklären, auf 30 Prozent gestiegen und habe sich damit gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. / RBC (RU)


01:06 Vier Prozent Haushaltsdefizit erwartet
Der russische Staatshaushalt wird in diesem Jahr mit einem Defizit von rund vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) schließen. Dies teilte Finanzminister Anton Siluanow in einem Interview mit der Zeitung „Vedomosti“ mit. Die Einnahmen würden um etwa vier Billionen Rubel geringer ausfallen als geplant. Die Regierung erwarte, dass der Ölpreis 2020 im Jahresdurchschnitt 30 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) betrage, so der Minister. In den vergangenen Jahren habe sich Russland ein Finanzpolster zugelegt, das ausreiche, um selbst bei einem Ölpreis von zehn Dollar die ausfallenden Einnahmen zu ersetzen. / Vedomosti (RU)


Finanzminister lehnt Geldvergabe „per Hubschrauber“ ab
00:00
Russlands Finanzminister Anton Siluanow lehnt eine ungehemmte Geldvergabe in der Krise ab. „Wenn wir Leitwährungen drucken könnten, könnten wir Geld auch einfach vom Hubschrauber abwerfen“ und Billionen von Rubel ausgeben, kommentierte der Minister die Kritik am Krisenmanagement der Regierung. „Es geht jedoch nicht darum, mehr auszugeben, sondern darum, denjenigen zu helfen, die die Hilfe besonders brauchen.“ Die Höhe der Subventionen (12.130 Rubel pro Mitarbeiter), mit denen die Regierung die Lohnfortzahlung in kleinen und mittelständischen Unternehmen unterstützt, möge zwar gering erscheinen, mache immerhin etwa 70 Prozent der Löhne und Gehälter aus, die offiziell und nicht aus schwarzen Kassen gezahlt würden, sagte Siluanow. / Vedomosti (RU)


22:52 Maskenpflicht bald in ganz Russland?
In Russland könnte bald eine Maskenpflicht in allen Regionen eingeführt werden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Darüber diskutierte am Dienstag eine zuständige Arbeitsgruppe des Staatsrats unter dem Vorsitz des Moskauer Oberbürgermeisters Sergej Sobjanin, wie die Tageszeitung „Kommersant“ berichtet. Die Maskenpflicht gilt bereits in den Gebieten Tula, Tjumen, Nischni Nowgorod, Swerdlowsk und Pensa sowie im Moskauer Gebiet und in Transbaikalien. In mehreren weiteren Regionen wird empfohlen, eine Maske in der Öffentlichkeit zu tragen. / Kommersant (RU)


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 5. Mai 2020


Erneut mehr als 10.000 Neuinfektionen
10:43
In Russland haben sich den dritten Tag in Folge mehr als 10.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Gesamtzahl der registrierten Fälle liegt inzwischen bei 155.370. Die Anzahal der aktiven Fälle beträgt knapp 134.000. Im weltweiten Vergleich liegt Russland damit auf Rang 3 hinter Großbritannien mit ca. 161.000 aktiven Fällen und den USA mit fast 1 Mio. aktiven Fällen. / RBC (RU)


Chefkonstrukteur von Raumfahrtkonzern verstorben
10:39
Der Chefkonstrukteur des russischen Raumfahrtkonzerns RKK Energija, Jewgenij Mikrin, ist an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Sein Tod sei ein irreparabler Schaden für die russische Raketenindustrie, kommentierte Dmitrij Rogosin, Chef der staatlichen Weltraumorganisation Roskosmos. / Interfax (RU)  


Top-Manager von Irkut tot
02:27
Igor Winogradow, Vize-Präsident der russischen Luftfahrt-Holding Irkut, ist an einer Lungenentzündung gestorben. Ob der Top-Manager mit dem Coronavirus infiziert war, geht aus der Meldung auf der Irkut-Website nicht hervor. In den vergangenen Jahren war Winogradow aktiv an der Zertifizierung der russischen Zivilflugzeuge SSJ 100 und MS-21 beteiligt. / RBC (RU)


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 4. Mai 2020


Verbot für Massenveranstaltungen wird zuletzt aufgehoben
13:45
Anna Popowa, Leiterin der russischen Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadzor, hält eine schrittweise Aufhebung der in der Corona-Pandemie verhängten Kontaktbeschränkungen für möglich. Als Letztes werde das Verbot für Massenveranstaltungen außer Kraft gesetzt werden, sagte sie. Für Senioren und chronisch Kranke könnten einige Einschränkungen jedoch in Kraft bleiben, bis es ein Arzneimittel oder einen Impfstoff gegen Covid-19 gebe. / Interfax (RU)


Putin berät über Lockerung der Corona-Beschränkungen
13:35
Eine schrittweise Aufhebung der Corona-Beschränkungen in Russland wird Thema einer Besprechung sein, die Präsident Wladimir Putin am 6. Mai durchführen wird. Der Präsident hatte die zuständigen Behörden beauftragt, bis zum 5. Mai einen Plan für die Lockerung der Anti-Corona-Regeln vorzulegen / TASS (RU)


Ölüberschuss treibt Preise für Tankertransporte in die Höhe
11:30
Weil Öltanker wegen des Nachfrageeinbruchs und mangelnder Lagerkapazitäten jetzt verstärkt als schwimmende Lager genutzt werden, sind die Preise für die Ölbeförderung per Schiff in die Höhe geschnellt. In der vergangenen Woche erreichten die Frachtkosten für ein Tankschiff auf der Route vom Persischen Golf nach Japan einen Rekordwert von 170.000 Dollar pro Tag. Das ist zehnmal mehr als Anfang März. / Interfax, WSJ 


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 3. Mai 2020


Günstige Mieträume für Mittelstand
15:25 Die Moskauer Behörden haben 150 Immobilien zur Miete ausgeschrieben, die kleine und mittelständische Unternehmen im Laufe von zehn Jahren günstig mieten können. Darüber informiert die Stadtverwaltung auf ihrer Webseite. Die Miete beträgt für Kellerräume 1000 Rubel pro Quadratmeter, für Räumlichkeiten im Erdgeschoss  4750 Rubel  pro Quadratmeter. Bis Jahresende sollen insgesamt 550 Räume an kleine und mittelständische Unternehmen vermietet werden. / Interfax


Russland hebt Exportverbot für Schutzkleidung auf
09:51 Die russische Regierung hat das im März verhängte Ausfuhrverbot für Mundschutz, Mullbinden, Atemschutzmasken, Desinfektionsmittel, Schutzanzüge und andere medizinische Schutzkleidung und Ausrüstung aufgehoben. Eine entsprechende Verordnung wurde auf dem amtlichen Portal für Rechtsinformationen veröffentlicht. / Interfax (RU)


Vorschuss bei Staatsaufträgen erhöht
9:49 Unternehmen, die für staatliche Bedürfnisse Waren liefern oder Dienstleistungen erbringen, können jetzt bis zu 50 Prozent des Vertragspreises als Vorschuss erhalten. Regierungschef Michail Mischustin unterzeichnete eine entsprechende Verordnung, die zur Stabilisierung der russischen Wirtschaft in der Coronavirus-Pandemie beitragen soll. Bisher war die Höhe der Vorauszahlung auf 30 Prozent begrenzt. / Kommersant (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 2. Mai 2020


15:14 Moskauer Metro startet Maskenverkauf
Die Moskauer Metro beginnt mit dem Verkauf von Schutzmasken. Ab der nächsten Woche könnten Fahrgäste die Masken an Kiosken und Ticketschaltern kaufen, teilte der für Verkehr zuständige Vizebürgermeister Maxim Liksutow mit. / Kommersant


13:59 4.000 Rubel Bußgeld bei fehlender Maske
Die Polizei und andere Sicherheitsbehörden werden im Gebiet Moskau die Einhaltung der vor kurzem eingeführten Maskenpflicht kontrollieren. Sündern drohen ab dem 12. Mai Geldstrafen von 4000 Rubel, wie die regionale Regierung mitteilte. / RIA Novosti


12:46 Verschärfung der Corona-Regeln in Moskau möglich
Der Moskauer Oberbürgermeister Sergej Sobjanin hält eine Verschärfung der Corona-Beschränkungen in der Hauptstadt für möglich. Unter anderem könnten weniger digitale Laufscheine ausgestellt werden, die zur Fortbewegung in der Stadt nötig sind. / Kommersant (RU)


12:20 Ministerium: Keine Stabilisierung der Corona-Lage
Das russische Gesundheitsministerium sieht keine Hinweise darauf, dass sich die Lage um die Ausbreitung des Coronavirus im Land stabilisiert hat. In den letzten 24 Stunden gab es einen neuen Rekordanstieg bei Corona-Infektionen: Die Anzahl der bestätigten Fälle wuchs gegenüber dem Vortag um 9623 auf insgesamt mehr als 124.000. / Kommersant (RU)


08:50 OB Sobjanin: Nur zwei Prozent der Moskauer infiziert
Moskaus Oberbürgermeister Sergej Sobjanin hat die Wirksamkeit der in der Hauptstadt angeordneten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gelobt. Eine Screening-Studie habe gezeigt, dass nur etwa zwei Prozent der Bewohner infiziert wurden. Dies sei einer der niedrigsten Werte weltweit und der Selbstisolation sowie der Disziplin der Moskauer zu verdanken. / Offizielle Webpräsenz des Moskauer OB (RU)


07:25 Keine erneuten Corona-Ansteckungsfälle in Russland
In Russland sind laut Anna Popowa, Chefin der Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadzor, keine Fälle bekannt, wo als genesen geltende Covid-19-Patienten erneut positiv auf das Virus getestet wurden. Selbst wenn ein infizierter Mensch sich als genesen fühle, könne er weiterhin Überträger sein, warnte Popowa in einem am Samstag ausgestrahlten Interview im russischen Fernsehen. / TASS (RU)

Coronavirus-Eilmeldungen am 1. Mai 2020


Zwei Kinder gestorben
14:50
Nach Angaben des russischen Gesundheitsministeriums sind in Russland zwei Kinder an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das Virus sei nicht nur für Risikogruppen wie Ältere und chronisch Kranke bedrohlich, sondern für alle Menschen, warnte der Pressedienst des Ministeriums. / Interfax (RU)


Quarantäne-Verschärfung möglich
12:56
Laut Anna Popowa, Chefin der russischen Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor, könnten die Quarantäne-Regeln nach dem 12. Mai weiter verschärft werden. Dieser Schritt werde notwendig, sollten sich die Bürger während der Maifeiertage nur unzureichend an die angeordnete Selbstisolation halten. In dieser Woche hatte Präsident Wladimir Putin die im Zuge der Corona-Pandemie verhängten „Nicht-Arbeitstage“ bis zum 11. Mai verlängert. / Interfax (RU)


7933 neue Infektionen
10:38
Die Anzahl der Coronavirus-Infizierten in Russland ist innerhalb eines Tages um 7933 auf insgesamt 114.431 registrierte Fälle gestiegen. Dies meldet der Corona-Krisenstab. Gegenüber dem Vortag haben sich die Infektionen um 7,4 % erhöht. Im weltweiten Vergleich steht Russland auf Rang 8, hinter der Türkei mit 120.204 sowie Deutschland mit 163.009 gemeldeten Fällen. / Interfax (RU)


 

April

Coronavirus-Eilmeldungen am 30. April 2020


Russlands Regierungschef mit Coronavirus infiziert
19:49 Russlands Regierungschef Michail Mischustin hat sich mit Coronavirus infiziert. Er wird sich in Quarantäne begeben, um keine anderen Kabinettsmitglieder anzustecken. / Interfax 


Gebiet Moskau will Maskenpflicht einführen
16:28
 Die Regierung des Moskauer Gebiets kündigte an, eine Maskenpflicht an öffentlichen Orten einzuführen. Am Mittwoch hatte Gouverneur Andrej Worobjow mitgeteilt, dass in der Region der Corona-Höhepunkt erreicht worden sei. / Interfax


Wirtschafts-Ombudsmann Titow fordert mehr Staatshilfen
14:55
 Boris Titow, Beauftragter des russischen Präsidenten für Unternehmerrechte, hat die staatliche Unterstützung für die Wirtschaft als unzureichend kritisiert. In der Pandemie hätten mehr als die Hälfte der Firmen ihren Betrieb vorübergehend oder für immer eingestellt, so Titow in einem Schreiben an Kremlchef Wladimir Putin. Er schlug vor, den meisten Unternehmen zu erlauben, ihren Betrieb wiederaufzunehmen, sowie allen Unternehmen zu helfen, deren Einnahmen im März-April um mehr als 30 Prozent geschrumpft sind. Darüber hinaus soll den Arbeitnehmern erlaubt werden, ihre Mitarbeiter unter Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns (12.130 Rubel pro Monat) in einen unbefristeten Urlaub zu schicken. / RBC


Kein Homeoffice bei sieben Prozent der Arbeitgeber
13:52
 In der Corona-Pandemie haben rund 54 Prozent der Arbeitgeber in Russland ihre Mitarbeiter auf Fernarbeit umgestellt, bei weiteren 16 Prozent ist Homeoffice teilweise gestattet. Nur sieben Prozent der Unternehmen lassen ihre Mitarbeiter nicht von Zuhause arbeiten, wie eine WZIOM-Studie zeigt. Für die Studie wurden 1600 Russen befragt. Rund 60 Prozent von ihnen gaben an, dass ihr Einkommen nicht beeinträchtigt wurde. Weitere 19 Prozent (in Moskau und Sankt Petersburg waren es 29 Prozent) berichteten von einem wesentlichen Rückgang ihres Einkommens. / Interfax


PMI-Index auf tiefstem Stand seit 1997
11:44
Der PMI-Index des verarbeitenden Gewerbes in Russland ist im April laut einer Studie von HIS Market auf 31,3 Punkte gefallen. Im März hatte der Index noch bei 47,5 Punkten gelegen. Die Ursachen für den Rückgang sind unter anderem sinkende Aufträge und rückläufige Exporte in der Corona-Krise. / Vedomosti


Anti-Corona-Beschränkungen in Sankt Petersburg verlängert
01:24  Sankt Petersburg hat die Kontaktbeschränkungen, die wegen der Ausbreitung des Coronavirus verhängt wurden, bis zum 12. Mai verlängert. Eine entsprechende Verordnung des Gouverneurs Alexander Beglow ist auf der Webseite der Stadtverwaltung veröffentlicht. / RBC


Hilfe für systemrelevante Unternehmen: Regierung legt Kriterien fest
22:58 Die russische Regierung hat Kriterien festgelegt, unter denen systemrelevante Unternehmen 2020 Staatshilfen beanspruchen können. Laut dem Papier, das dem Nachrichtenmagazin RBC vorliegt, haben 1151 systemrelevante russische Unternehmen unter folgenden Voraussetzungen Anspruch auf staatliche Unterstützung:

  • wenn eine zuständige Kommission festgestellt hat, dass das betreffende Unternehmen zu einer „Risikogruppe“ gehört und eine „anhaltend negative Entwicklung der Finanzlage“ aufweist;
  • wenn das Unternehmen keine ausländische juristische Person ist, eine ausländische Beteiligung maximal 50 Prozent beträgt;
  • wenn das Unternehmen keine überfälligen Schulden hat, darunter keine Steuerschulden. / RBC

     

Coronavirus-Eilmeldungen am 29. April 2020


Maskenpflicht im Gebiet Swerdlowsk
15:27 Immer weitere russische Regionen führen eine Maskenpflicht ein. Im Gebiet Swerdlowsk hat der Gouverneur Jewgeni Kuwajschew die Einwohner verpflichtet, vom 1. bis 11. Mai an öffentlichen Orten und in öffentlichen Verkehrsmitteln Mundschutz oder Atemschutzmaske zu tragen. Zuvor hatten bereits Primorje, Chabarowsk und Kamtschatka eine Maskenpflicht eingeführt. / Interfax


Corona-Bereitschaft: Russland an 49. Stelle im UN-Ranking 
15:16
Die UNO hat eine Rangliste der Länder erstellt, die gegen die Corona-Pandemie am besten gewappnet sind. Auf Platz eins landete Norwegen, gefolgt von der Schweiz, Irland, Deutschland und Hongkong. Russland rangiert an 49. Stelle. Am schlechtesten ist es laut UN-Angaben um die afrikanischen Länder Tschad, Südsudan und Burundi bestellt. / TASS  


Laufscheine für Arbeitsfahrten automatisch verlängert
14:44 Die Gültigkeit der Laufscheine, die in Moskau für arbeitsbedingte Fahrten ausgestellt worden sind, wird automatisch bis zum 4. Mai verlängert. Dies kündigte Oberbürgermeister Sergej Sobjanin an. Wer vom 5. bis 11. Mai zur Arbeit fahren muss, muss eine Verlängerung seines Laufscheins im gewöhnlichen Verfahren beantragen. Zuvor hatte Sobjanin die Corona-Kontaktbeschränkungen in der Hauptstadt bis einschließlich 11. Mai verlängert. / Webpräsenz des Moskauer OB


Einreiseverbot für Ausländer verlängert
12:38
 Russlands Regierungschef Michail Mischustin hat das anfänglich bis zum 30. April befristete Einreiseverbot für Ausländer bis auf weiteres verlängert. Das Verbot bleibe in Kraft, bis sich die Situation um das Coronavirus stabilisiert habe, hieß es. Doch es gibt Ausnahmen, so etwa für Spezialisten, die importierte Maschinen und Anlagen warten. / Interfax


KI erwartet Corona-Höhepunkt Anfang Mai 
03:21 
Sberbank-Spezialisten haben mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) berechnet, dass der Höhepunkt der Coronavirus-Epidemie in Russland in der ersten Mai-Dekade erreicht wird. In der Hauptstadt Moskau werde der Corona-Höhepunkt einige Tage früher als im Landesdurchschnitt erwartet, teilte Sberbank-Vize Alexander Wedjachin in einem Interview mit RIA Novosti mit. / RIA Novosti


IT-Markt: Stärkerer Einbruch als 2015 erwartet
23:42 Der russische IT-Markt könnte 2020 laut einer Prognose der Forschungsfirma IDC um mehr als 30 Prozent einbrechen und damit stärker als im Krisenjahr 2015. Die Prognose gehe von einem BIP-Rückgang von drei bis sechs Prozent und einem stabilen Rubel-Kurs aus, teilte Robert Farish, IDC-Vizepräsident in Russland und GUS, der Tageszeitung „Kommersant“ mit. 2021 werde dann eine langwierige Erholung einsetzen, die das ganze Jahr dauern werde. Ein Rückgang sei bereits in den Segmenten Mobiltelefone, PC und Server erkennbar. Die Marktteilnehmer hofften auf eine schnelle Erholung. / Kommersant


Duma entscheidet über Bußgelder für Verstöße gegen Laufschein-Pflicht
21:41 Wer in Russland während der Corona-Einschränkungen private oder öffentliche Verkehrsmittel ohne einen speziellen Laufschein benutzt, muss bald mit Geldbußen zwischen 1000 und 5000 Rubel rechnen. Bei wiederholtem Verstoß soll eine Geldstrafe von mindestens 5000 Rubel drohen. Ein entsprechender Antrag ist in der Staatsduma eingebracht worden.  RIA Novosti 


Corona-Beschränkungen in Moskau verlängert
20:09
Moskaus Oberbürgermeister Sergej Sobjanin hat die Kontaktbeschränkungen, die in der Hauptstadt wegen der Ausbreitung des Coronavirus gelten, bis einschließlich 11. Mai verlängert. Sportliche und andere Massenveranstaltungen bleiben bis dahin verboten. Außerdem wird vom 1. bis 11. Mai der Fernunterricht ausgesetzt. / Erlass des Moskauer OB


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 28. April 2020

 


Arbeitsfreie Tage verlängert
17:45 Der russische Präsident Wladimir Putin hat die im Zuge der Coronavirus-Pandemie verhängten „arbeitsfreien Tage“ bis zum 11. Mai verlängert. Während einer Live-Schaltung mit Ministern und Gouverneuren sagte Putin, der Höhepunkt der Ausbreitung sei noch nicht erreicht.

Bis zum 5. Mai soll die Regierung einen Plan zur stufenweisen Abmilderung der Anti-Corona-Maßnahmen entwickeln. Nach dem 11. Mai sollen die Regionen selbst über eine Abschwächung der Selbstisolation entscheiden dürfen, so der Präsident. / Kremlin (RU)


Russischer Schnelltest entwickelt
13:15
 Das Föderale Forschungszentrum der Russischen Akademie der Wissenschaften (RAN) hat einen Coronavirus-Schnelltest entwickelt. Dadurch solle eine Infektion sowie eine Immunität gegen das Virus innerhalb von 15 Minuten festgestellt werden, teilten die Forscher mit. Eine groß angelegte Herstellung des Schnelltests könne bereits im kommenden Monat anlaufen. / Interfax (RU)


Top-Manager von Aeroflot infiziert
11:38
 Der Aeroflot-CEO Witalij Saweljow hat verkündet, dass einer seiner Stellvertreter mit dem Coronavirus infiziert worden sei. Um wen es sich dabei handelt, hat er nicht gesagt. Saweljow hat insgesamt acht Stellvertreter. / Interfax (RU)


Neuer Rekord der Corona-Toten
10:55 
In Russland sind innerhalb eines Tages über 70 Coronavirus-Patienten an den Folgen einer Infektion gestorben. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Seit den vergangenen 24 Stunden sind mehr als 6411 neue Ansteckungen registriert worden. Damit ist die Gesamtzahl der Infektionen in Russland auf 93.558 Fälle gestiegen. Inzwischen gibt es in Russland mehr Infektionen als in China, dem Ursprungsland des Virus. / RBC (RU)


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 27. April 2020


Subventionen trotz Steuerschulden
11:34 Russlands Ministerpräsident Michail Mischustin versichert, dass auch Unternehmen mit geringen Steuerschulden in Höhe von unter 3000 Rubel (umgerechnet rund 37 Euro) Anspruch auf die Subventionen für die Gehaltszahlungen haben. Präsident Wladimir Putin hatte Subventionen in Höhe von 12.130 Rubel pro Mitarbeiter angeordnet, damit Arbeitgeber die Löhne und Gehälter trotz der Corona-Einschränkungen weiter zahlen können. Vertreter der Wirtschaft äußerten die Befürchtung, dass Unternehmen mit Steuerschulden von der Hilfsmaßnahme ausgeschlossen würden. / Interfax


Regierung will Beschränkungen für Unternehmen aufheben
11:18
 Die russische Regierung bereitet sich auf eine schrittweise Aufhebung der Beschränkungen vor, die wegen der Corona-Pandemie für Einzelunternehmer und einige andere Unternehmen verhängt worden sind. Regierungschef Michail Mischustin  beauftragte das Arbeitsministerium, das Wirtschaftsministerium, die Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadzor und das Gesundheitsministerium, noch in dieser Woche entsprechende Vorschläge vorzulegen. Parallel dazu arbeitet die Regierung an einem neuen, bereits dem dritten Hilfspaket für die Wirtschaft. / RBC


Putin berät mit Gouverneuren
7:50
Der russische Präsident Wladimir Putin wird am Dienstag per Videokonferenz mit den Gouverneuren beraten. Nach Angaben der Tageszeitung „Kommersant“ werden die Corona-Einschränkungen das Thema sein. / Kommersant


Moskau auf Rang sieben im Angst-Ranking   
06:00
Moskau, der Ferne Osten und das Wolga-Gebiet gehören zu den Regionen, in denen sich die Menschen am meisten vor einer Corona-Infektion sorgen. Das zeigt eine gemeinsame Studie des Versicherungsunternehmens Rosgosstrakh Zhizn und der Otkritie Bank. Demnach rangiert Moskau auf Platz sieben in dem Ranking: In der Hauptstadt haben 11,5 Prozent der Befragten ihre Angst mit der maximalen Punktzahl von zehn Punkten bewertet. Spitzenreiter ist die Region Transbaikalien: Dort hat ein Drittel der Befragten sehr starke Angst vor dem Coronavirus. / RBC


Coronavirus-Eilmeldungen am 26. April 2020


Realeinkommen gesunken
08:08
 Im ersten Quartal 2020 ist das real verfügbare Einkommen in Russland im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,2% gesunken. Dies meldet die Statistikbehörde Rosstat. Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen lag bei 31.246 Rubel (387 Euro). Die Coronavirus-Pandemie werde das Realeinkommen voraussichtlich erst im zweiten Quartal stark beeinträchtigen, allerdings sei bereits zum jetzigen Zeitpunkt eine negative Tendenz erkennbar. / Interfax (RU)


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 25. April 2020


Kreditferien kosten Banken 160 Milliarden Rubel
17:27 Die Kreditferien, die russische Kreditnehmer in der Corona-Krise genießen, werden die Banken rund 160 Milliarden Rubel kosten. Dies teilte Sberbank-Chef German Gref in einer Sendung des Senders „Rossija 1“ mit. Die Verluste der Banken würden nicht kompensiert. Deshalb sei diese Maßnahme „schmerzhaft“, auch wenn sie „auf sehr große Zustimmung“ stoße. / RBC


Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen für KMU
12:32 Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) bekommen die Möglichkeit, eine zusätzliche Stundung um vier bis sechs Monate bei den Sozialversicherungszahlungen an staatliche außeretatmäßige Fonds zu beantragen. Regierungschef Michail Mischustin hat eine entsprechende Regelung bestätigt. Sie gilt für KMU aus den Branchen, die durch die Corona-Krise besonders schlimm betroffen sind. Das Papier ist auf der Webseite der russischen Regierung veröffentlicht. Nach Ablauf der Stundung können Unternehmen, die im KMU-Register geführt werden, außerdem eine Steuerstundung beantragen. / RBC


Laufscheine können online auf Korrektheit geprüft werden
9:32 Arbeitgeber in Moskau können die digitalen Laufscheine ihrer Mitarbeiter jetzt online auf die Richtigkeit der Angaben prüfen lassen. Das Department für Unternehmertum und innovative Entwicklung bietet einen entsprechenden Service an, wie die Stadtverwaltung am Samstag mitteilte. Um einen Laufschein auf Fehler oder falsche Angaben prüfen zu lassen, reicht es, die Steuernummer des Arbeitgebers einzugeben. Wenn Fehler entdeckt werden, muss der Arbeitgeber die Angaben korrigieren. Bei falschen Angaben droht die Annullierung der Laufscheine. / Interfax


Zinsfreie Kredite auch für mittelständische und Großunternehmen
21:15 Auch mittelständische und Großunternehmen sollen bald Anspruch auf zinsfreie Kredite zur Lohnfortzahlung haben. Einen entsprechenden Entwurf stellte Wirtschaftsminister Maxim Reschetnikow in einer Kabinettssitzung vor, wie das Presseamt des Ministeriums am Freitag mitteile. Die Kredite werden unter der Auflage gewährt, dass die Unternehmen mindestens 90 Prozent ihrer Personalstärke behalten./ Vedomosti


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 24. April 2020


Zentralbank senkt Leitzins auf 5,5 Prozent
13:43 Die russische Zentralbank hat am Freitag den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent gesenkt. Eine weitere Senkung des Leitzinses sei möglich, hieß es aus der Zentralbank.  / Interfax (RU)


BIP-Rückgang von bis zu sechs Prozent erwartet
13:40 Die Zentralbank in Moskau erwartet, dass die Wirtschaftsleistung Russlands in diesem Jahr um vier bis sechs Prozent schrumpfen wird. Schon im nächsten Jahr könnte eine Erholung einsetzen und die Wirtschaft könnte um 2,8 bis 4,8 Prozent wachsen. Für 2022 prognostiziert die Zentralbank ein weiteres Wachstum von 1,5 bis 3,5 Prozent. Dabei geht die Bank davon aus, dass der durchschnittliche Preis für die russische Ölsorte Urals im diesem Jahr bei 27 US-Dollar je Barrel (159 Liter) liegen und 2021 auf 35 Dollar und 2022 auf 45 Dollar je Barrel klettern wird. /  RBC (RU)


Moskau lehnt Corona-Lockerungen während Feiertagen ab
13:24 Die Moskauer Behörden lehnen den Vorstoß des Menschenrechtsrats ab, die Corona-Ausgangsbeschränkungen für die Zeit der Mai-Feiertage zu lockern. Jewgenij Dantschikow, Chef der Moskauer Hauptkontrollverwaltung, verwies darauf, dass die Zahl der Infektionen in der Hauptstadt täglich ansteige. Präsident Wladimir Putin will in der nächsten Woche entscheiden, ob das so genannte Regime der Selbstisolation und die arbeitsfreie Zeit, die bis zum 30. April gelten, noch einmal verlängert werden müssen, wie Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow am Freitag mitteilte. / Interfax (RU)


Tourismusbehörde schlägt Visaerleichterungen vor
10:59 Die russische Tourismusbehörde Rosturism hat dem Außenministerium vorgeschlagen, Mehrfach- und Dauervisa für einreisende Ausländer einzuführen, um die Tourismusbranche nach der Corona-Krise schnell anzukurbeln. Die Behörde schätzt den Schaden durch die Stilllegung des Reiseverkehrs auf 300 Milliarden Rubel (3,7 Mrd. Euro) pro Quartal. Durch die Visaerleichterung könnte der Tourismus im nächsten Jahr um 20 bis 30 Prozent gesteigert werden. / RBC


Menschenrechtsrat schlägt Corona-Lockerungen vor
10:35 Der Menschenrechtsrat beim russischen Präsidenten will der Regierung Lockerungen der Corona-Beschränkungen für die Zeit der bevorstehenden Mai-Feiertage vorschlagen. Viele Russen nutzen die arbeitsfreien Tage, um Kartoffeln zu pflanzen. Laut dem Leiter des Menschenrechtsrats, Walerij Fadejew, sei das für viele „kein Hobby, sondern ein Weg, sich zu ernähren“. Außerdem schlägt der Menschenrechtsrat vor, einen „grünen Laufschein“ zum Joggen oder Fahrradfahren in den Morgenstunden einzuführen. Die Begründung ist, dass so gut wie keine Ansteckungsgefahr bestehe, wenn man alleine spazieren gehe. / Kommersant


WTO warnt vor Exportstopp von Corona-Schutzkleidung
03:35 In der Corona-Krise haben 80 Staaten nach Angaben der Welthandelsorganisation WTO den Export von medizinischen Atemschutzmasken, Handschuhen und Schutzkleidung verboten oder eingeschränkt. In den auf Importe angewiesenen Ländern könnte dadurch ein Mangel an dringend benötigten medizinischen Gütern entstehen, warnt die WTO. Die fehlende internationale Transparenz und Kooperation würden die Anstrengungen gegen das Coronavirus untergraben. / Interfax (RU)


Zentralbank entscheidet über Leitzinssenkung
00:09 Die russische Zentralbank wird am Freitag über eine Senkung des Leitzinses entscheiden, der derzeit sechs Prozent beträgt. Experten erwarten eine Senkung auf 5,75 bis 5,50 Prozent. / Interfax


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 23. April 2020


Supermärkte führen eigene Maskenpflicht ein
16:20 In einigen russischen Supermärkt-Ketten ist es jetzt Pflicht, einen Mundschutz zu tragen. Kunden werden am Eingang kostenpflichtig Mund-Nasen-Masken angeboten. Die Supermarkt-Kette Globus testet die Maskenpflicht in ihrem Geschäft in Krasnogorsk. Billa plant neben der Maskenpflicht auch spezielle Besuchszeiten für Senioren: von 9.00 bis 10.00 Uhr. Bei Azbuka Vkusa gibt es für maskierte Kunden zusätzlich Punkte auf die Kundenkarte. / Kommersant


Cafés und Restaurants sollen wieder öffnen
16:01
 Die russische Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadzor hat einen Plan für eine schrittweise Öffnung von Cafés und Restaurants entwickelt. Demnach sollen zuerst kleinere Lokale wieder ihre Türen öffnen. Bei einem anhaltenden Rückgang der Epidemie sollen auch Massenveranstaltungen wieder erlaubt werden – unter der Auflage, dass zwischen den Tischen mindestens ein Meter Abstand gewährleistet ist. / Interfax


Erdgas in Russland teurer als in Europa
14:51
 Im europäischen Handel war Erdgas am Mittwoch billiger als im Förderland Russland. In Großbritannien etwa sank der Preis um mehr als die Hälfte auf 43 US-Dollar je 1000 Kubikmeter. Den Preisabsturz führt die Agentur Fitch auf die in der Corona-Pandemie gesunkene Nachfrage, überfüllte Gasspeicher und das warme Wetter zurück. In Russland werden die Gaspreise von der Kartellbehörde FAS je nach Region festgelegt. Am Mittwoch lag der durchschnittliche Preis bei 63 US-Dollar je 1000 Kubikmeter / RBC


Putins Verwaltungsamt bietet um Staatshilfen
14:33
 In der Corona-Krise hat auch das Verwaltungsamt des russischen Präsidenten die Regierung um staatliche Hilfen für die ihm unterstehenden Organisationen gebeten. Es geht unter anderem um die Stundung von Steuer- und Sozialversicherungszahlungen um sechs Monate, eine Aussetzung der Kontrollen und um Subventionen. / Interfa


Yandex-Taxis befördern Ärzte gratis
13:31 
Ärzte, die im Moskauer Gebiet Patienten zu Hause besuchen, werden gratis mit Taxis von Yandex befördert. Darauf einigten sich der Internet-Konzern und die Regierung der Region. Die Vereinbarung umfasst vorerst sieben Krankenhäuser. Yandex hat dafür einen speziellen Fuhrpark gebildet. Die Fahrzeuge sollen desinfiziert und die Fahrer medizinisch beobachtet werden. / Interfax


Anwälte klagen über Arbeit der Richter in der Corona-Zeit
11:52 Die russische Anwaltskammer (FPA) hat beim Obersten Gerichtshof eine Beschwerde eingereicht, in der sie die Arbeit der Richter in der Corona-Pandemie bemängelt. Darin heißt es, dass Anwälte persönlich ins Gericht kommen müssten, um zu erfahren, dass ein Verfahren verschoben oder ausgesetzt wurde. Außerdem würden in regionalen Gerichten oft die „elementaren“ Corona-Sicherheitsmaßnahmen missachtet. / Interfax


S7 Group:  Wiederaufnahme des internationalen Flugverkehrs erst in einem Jahr
11:00 Wladislaw Filjow, Aufsichtsratschef der russischen Fluglinie S7 Group erwartet, dass der internationale Flugverkehr, der wegen der Corona-Pandemie weitgehend zum Erliegen gekommen ist, erst im April 2021 wiederaufgenommen wird. Die Anti-Corona-Maßnahmen der Regierung würden dazu führen, dass der Höhepunkt der Pandemie später eintrete, sagte Filjow. Dies sei nötig, damit das Gesundheitssystem genug Ressourcen zur Verfügung habe. Als Folge werde keine kollektive Immunität entwickelt, weshalb mit einer zweiten Welle der Epidemie zu rechnen sei. / Kommersant  


Keine Subventionen bei Steuerschulden
07:00
 Unternehmen, die Steuerschulden haben, müssen damit rechnen, dass sie die von Präsident Wladimir Putin versprochenen Subventionen für die Gehaltszahlungen (12.130 Rubel pro Mitarbeiter) nicht erhalten werden. Anspruch auf die Subventionen haben nur diejenigen Arbeitgeber, die per 1. Januar 2020 keine Steuerschulden hatten. Die Wirtschaft warnt, dass diese Auflage den Zugang zu den Hilfen wesentlich erschwert. Viele Unternehmen hätten nämlich nur symbolische Schulden, die technisch bedingt entstanden seien, so etwa, weil die Beträge gerundet oder nicht rechtzeitig dem Konto gutgeschrieben wurden. / RBC 


Regionen führen digitale Laufscheine ein
0:00
Ähnlich wie in der Hauptstadt Moskau sollen die digitalen Laufscheine zur Fortbewegung mit öffentlichen oder privaten Verkehrsmitteln auch in den russischen Regionen eingeführt werden. Dies hatte der Moskauer Oberbürgermeister Sergej Sobjanin in der Anti-Corona-Arbeitsgruppe im Staatsrat vorgeschlagen. 21 Regionen haben bereits angekündigt, das System ebenfalls umzusetzen, darunter Tula, Jaroslawl, Wladimir und Tambow. / Interfax (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 22. April 2020

Geldstrafen nach Moskauer Recht
16:04
 Die Moskauer Polizei darf nun Geldstrafen wegen Vorstößen gegen die Selbstisolation nach dem Moskauer Ordnungswidrigkeitsgesetz verhängen. Das geht aus dem Abkommen zwischen Russlands Innenministerium und der Moskauer Regierung hervor. Nach dem föderalen Ordnungswidrigkeitsgesetz drohen wegen der Verletzung der Hygienevorschriften Bußgelder von 15.000 bis 40.000 Rubel, nach dem Moskauer Gesetzbuch der Ordnungswidrigkeiten drohen wegen der Nichteinhaltung der Selbstisolation (was als Verletzung der Hygienevorschriften betrachtet werden kann) zum ersten Mal eine Geldbuße in Höhe von 4 000 Rubel, zum zweiten Mal 5 000 Rubel. In diesem Zusammenhang herrschte Verwirrung darüber, an welchen Gesetz sich die Polizei orientieren sollte. Das Abkommen zwischen dem Innenministerium und der Moskauer Regierung sollte diesen Widerspruch beseitigen. / Interfax


RSPP schlägt vor, die Umweltkontrolle von Unternehmen auszusetzen
13:25
Der Russische Verband der Industriellen und Unternehmer (RSPP) schlägt der Regierung vor, die Umweltkontrolle von Unternehmen wegen COVID-19 auszusetzen. Die Einholung von Genehmigungen und die Durchführung von Umweltverträglichkeitsprüfungen sollen zu einer „unkontrollierten Ausbreitung der Krankheit“ führen, so der Verband. Darüber hinaus schlägt RSPP unter anderem vor, die Umweltprogramme der Unternehmen zu verschieben, Bußgelder für das Überschreiten der Verschmutzungsrate zu streichen und Zahlungen für den Umweltschutz abzuschwächen und aufzuschieben. Experten stehen der Schwächung der Umweltkontrolle kritisch gegenüber, weil dies zu Risiken für die Gesundheit und das Leben der Menschen führen könnte. / Kommersant


Quarantänepflicht im Moskauer Gebiet verschärft 
10:00 Im Moskauer Gebiet gilt für Menschen, die Symptome einer akuten virusbedingten Atemwegserkrankung zeigen oder bei denen Verdacht auf Covid-19 besteht, ab sofort eine strenge Selbstisolationspflicht, wie es sie bislang nur bei bestätigten Corona-Infektionen gab. Die Behörden wollen Menschen mit entsprechenden Symptomen ab dem 22. April tracken. Diese dürfen medizinische Einrichtungen nur mit einem digitalen Laufschein besuchen. Für ihre Mitmenschen gilt die gewöhnliche Selbstisolation: Sie dürfen ihre Wohnung nur noch verlassen, um das nächste Lebensmittelgeschäft oder die nächste Apotheke aufzusuchen, den Müll rauszubringen oder mit ihren Hunden im Umkreis von 100 Metern Gassi zu gehen. Zuvor hatte bereits die Stadt Moskau eine ähnliche Verordnung veröffentlicht. / Verordnung des Gouverneurs


Vier Milliarden Rubel Nullzins-Kredite für Kleinunternehmen
07:30 Russische Banken haben an Klein- und Mikrounternehmen Kredite im Gesamtwert von vier Milliarden Rubel zur Zahlung der Gehälter zum Nullzins vergeben, wie das Wirtschaftsministerium in Moskau mitteilte. Regierungschef Michail Mischustin hatte am Samstag das Wirtschaftsministerium beauftragt, gemeinsam mit der Zentralbank und interessierten gesellschaftlichen Organisationen die Umsetzung des Umschuldungsprogramms und des Programms für günstige Kredite täglich zu überwachen. / RIA Novosti


Ölpreis fällt auf tiefsten Stand seit 1999
07:33 Die Ölpreise sind um 6,5 bis 15 Prozent gesunken: Die Sorte Brent kostete am Mittwochmorgen knapp 16 Dollar je Barrel (159 Liter) - der tiefste Stand seit dem 11. Dezember 1999. Um 08:09 Uhr Moskauer Zeit kostete der Juni-Kontrakt 16,45 Dollar je Fass, kurz davor war der Preis auf 15,99 Dollar gefallen. Der Juni-Future auf die US-Sorte WTI rutschte um 6,48 Prozent auf 10,8 Dollar ab. / RIA Novosti


Coronavirus-Eilmeldungen am 21. April 2020

 


Strenge Selbstisolation auch bei Verdacht auf virusbedingte Atemwegserkrankung
14:50 
In Moskau wird jetzt auch bei Verdacht auf Covid-19 oder eine akute virusbedingte Atemwegserkrankung die Quarantänepflicht eingeführt wie sie bislang nur bei bestätigten Corona-Infektionen galt. Die Behörden wollen Menschen mit entsprechenden Symptomen lokalisieren. / Erlass des Moskauer OB


Lebensmittelhersteller fordern Verbot für Sonderangebote
11:34
  Lebensmittelproduzenten bieten die russische Regierung um mehr Unterstützung. Sie fordern unter anderem, die Sonderangebote und Rabattaktionen in Handelsketten vorübergehend zu verbieten. Außerdem sollen Strafen für verspätete oder unvollständige Lieferung ausgesetzt werden. / RBC


Historischer Tiefstand beim Ölpreis
07:34 Der Preis für die US-Rohölsorte WTI ist am Montag beispiellos abgestürzt. Der Kontrakt, der eine Lieferung im Mai vorsieht, fiel nach Angaben der CME Group auf minus 38 Dollar je Barrel (159 Liter) und notierte damit erstmals in der Geschichte im negativen Bereich. Das bedeutet, dass die Verkäufer den Käufern Geld für die Abnahme des Öls bezahlen müssten. Nach dem beispiellosen Tiefflug erholte sich der Ölpreis an der NYMEX auf 1,4 Dollar pro Barrel. Der Juni-Kontrakt auf WTI kostete 21,33 Dollar, der Preis für die Sorte Brent stieg auf mehr als 25 Dollar je Barrel. / Interfax, RBC


Airlines können Anspruch auf Steuerstundung verlieren
05:59 
S7 Airlines, Utair, Ural Airlines und andere Fluggesellschaften könnten Anspruch auf die in der Corona-Krise gewährte Steuerstundung im 2. Quartal 2020 verlieren. Der Grund: Die Einnahmen dieser Airlines sind im 1. Quartal im Duschschnitt nur um 0,4 Prozent gesunken. Der Aufschub wird aber nur bei einem Rückgang um mindestens zehn Prozent gewährt. Der Branchenverband AEWT schlägt als mögliche Lösung vor, die Fristen für Steuerzahlungen, Vorauszahlungen und Sozialversicherungsbeiträge nicht wie geplant um vier, sondern um sechs Monate zu verlängern, sowie allen Luftverkehrsunternehmen diese Erleichterungen zu gewähren und das Verfahren zum Nachweis von Einnahmen zu vereinfachen. / RBC


Mittelstand macht im Lockdown weniger Umsatz
04:59 Der Wochenumsatz der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) ist in drei Wochen Selbstisolation nach Angaben der Tinkoff Bank im Schnitt um 20 bis 30 Prozent gegenüber Februar-März geschrumpft. Experten der Bank analysierten Umsatzzahlen ihrer Kunden seit dem 30. März. In einigen Branchen betrug der Rückgang sogar 60 bis 80 Prozent, einzelne Sparten dagegen schlossen mit einem Plus. Eine ähnliche Entwicklung auf dem Markt verzeichnen auch Spezialisten von Sberbank, Alfa-Bank und Uralsib. / RBC


Liste systemrelevanter Unternehmen bestätigt
04:58 Das russische Industrie- und Handelsministerium hat 246 Unternehmen auf die Liste der systemrelevanten Organisationen gesetzt. Die Entscheidung fiel am 17. April nach der Sitzung einer zuständigen Regierungskommission. Die ausgewählten Unternehmen repräsentieren 15 Branchen. Die Liste soll fortlaufend ergänzt werden. / Kommersant


Coronavirus-Eilmeldungen am 20. April 2020


E-Visa für Moskau vorgeschlagen
12:08
 Der Russische Verband für Tourismusindustrie schlägt vor, elektronische Visa für die beliebten Reiseziele Moskau, Sotschi und Kasan einzuführen. Bisher können Touristen per E-Visum nur nach St. Petersburg und Kaliningrad reisen. Durch die Maßnahme soll der Tourismussektor nach Ende der Corona-Krise schneller wiederbelebt werden, so die Hoffnung des Verbandes. / Interfax (RU)


Maskenpflicht in Chabarowsk
11:57
 Die russische Region Chabarowsk hat eine Maskenpflicht angeordnet, die am 22. April in Kraft tritt. Der Besuch von Lebensmittelgeschäften, Verkehrsmitteln und anderen öffentlichen Orten wird dann nur noch mit einer Schutzmaske erlaubt sein. / Interfax (RU)


4268 neue Corona-Fälle
10:36
Die Anzahl der Coronavirus-Infizierten in Russland ist innerhalb eines Tages um 4628 auf insgesamt 47.121 registrierte Fälle gestiegen. Somit ist der Zuwachs im Vergleich zum gestrigen Sonntag (+6060) leicht rückläufig. / Interfax (RU)


RSPP und Finanzministerium werben für Unterstützung von Investitionen
00:01
 Das Finanzministerium und der Russische Industriellen- und Unternehmerverband (RSPP) haben an die Regierung Vorschläge zu neuen Investitionsprojekten im Rahmen des Abkommens über Schutz und Förderung von Investitionen gerichtet. Demnach soll die Wirtschaft in der Zeit der Corona-Pandemie zusätzliche Unterstützung erhalten. Es geht um insgesamt 200 Projekte mit einem Volumen von insgesamt 20 Billionen Rubel, die die Schaffung von mehr als einer Million neuer Arbeitsplätze vorsehen. Kommersant


Vorstoß zu Arbeitslosengeld für Migranten
00:00
 Die Agentur für strategische Initiativen (ASI) hat der Regierung in Moskau vorgeschlagen, den Migranten in Russland vorübergehend das Recht auf Arbeitslosengeld zu gewähren, wie es die russischen Staatsbürger genießen. Das geht aus einem ASI-Schreiben an Regierungschef Michail Mischustin hervor. Wegen der Coronavirus-Pandemie haben viele Migranten ihre Arbeit verloren und können dabei nicht aus Russland ausreisen. Um den Antrag der ASI umzusetzen, wären laut Experten Gesetzesänderungen nötig. Unklar bleibt, ob das Geld aus dem föderalen Haushalt oder aus den regionalen Haushalten kommen soll. / RBC


 


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 19. April 2020

Digitaler Laufschein per SMS
14:58
 Im Moskauer Gebiet kann der digitale Laufschein jetzt auch per SMS beantragt werden. Um zur Arbeit zu fahren, einen Arzt aufzusuchen, sich als freiwilliger Helfer auf den Weg zu machen, aber auch auf die Datscha oder zu einem entlegenen Supermarkt zu fahren, genügt es ab sofort, eine SMS an die Nummer 0250 zu schicken und dabei unter anderem den Fahrtzweck anzugeben, wie das Presseamt der regionalen Regierung mitteilte. / Interfax


Oreschkin: Negative Prognose für Wirtschaft
14:57
 Das Wirtschaftsergebnis in Russland wird im zweiten Quartal 2020 negativ ausfallen, sagt Maxim Oreschkin, einst russischer Wirtschaftsminister und heute Assistent von Präsident Wladimir Putin. Die Regierung müsse rechtzeitig reagieren, um die Folgen der Krise zu mildern, so Oreschkin in einer Sendung des Senders „Rossija 1“. Es würden bereits Maßnahmen ergriffen, um die Bevölkerung und kleine Unternehmen zu unterstützen. / RIA Novosti


Rekordanstieg bei Corona-Infektionen in Russland
11:10
Die Anzahl der Coronavirus-Infizierten in Russland ist innerhalb eines Tages um 6060 auf insgesamt 42.853 registrierte Fälle gestiegen, wie der zuständige Einsatzstab mitteilte. Das sei bislang der höchste Tagesanstieg seit Beginn der Pandemie. In den vergangenen 24 Stunden seien 48 Infizierte gestorben, 234 weitere seien genesen. Bestätigte Corona-Infektionen gab es bis Sonntagvormittag in 85 russischen Regionen. / стопкоронавирус.рф (RU)


Putin berichtet in Osteransprache über Kampf gegen Coronavirus
09:00
Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Sonntag den orthodoxen Christen zu Ostern gratuliert. In diesem Jahr werde das Osterfest „unter notgedrungen eingeschränkten Bedingungen“ gefeiert, die nötig seien, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, sagte der Kremlchef in einer TV-Ansprache. Alle Machtebenen würden in der Corona-Situation „rhythmisch, gut organisiert und verantwortungsbewusst“ arbeiten. / President of Russia (EN)


900 Verstöße gegen die Selbstisolation im Gebiet Moskau
21:36
Die Polizei hat im Gebiet Moskau Hunderte Verstöße gegen die vorgeschriebene Selbstisolation verzeichnet: In einer Woche wurden insgesamt rund 900 Protokolle erstellt. / RIA Novosti (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 18. April 2020


Aufenthaltsgenehmigungen für Ausländer verlängert
10:40
 Der russische Präsident Wladimir Putin hat einen Erlass unterzeichnet, der den Rechtsstatus von Ausländern und Staatenlosen in der Zeit des Coronavirus regelt. Demnach werden die Aufenthaltsfristen, die im Zeitraum vom 15. März bis 15. Juni ablaufen, verlängert – ebenso wie die Gültigkeit ablaufender Einreisevisa und anderer Dokumente. Es heißt unter anderem, dass:

der Lauf der Fristen für provisorischen oder dauerhaften Aufenthalt der besagten Personenkategorien in Russland sowie der der Anmeldefristen für den Zeitraum vom 15. März bis 15. Juni ausgesetzt wird, wenn sie in diesem Zeitraum ablaufen;

der Lauf der Fristen für eine freiwillige Ausreise der besagten Personenkategorien aus Russland für den Zeitraum vom 15. März bis 15. Juni ausgesetzt wird, wenn gegen die betreffenden Personen ein verwaltungsrechtlicher Abschiebebeschluss oder ein Deportationsbeschluss besteht oder eine Überstellung in einen anderen Staat im Einklang mit einem internationalen Rücknahmeabkommen Russlands beschlossen wurde (Zustimmung des Herkunftslandes, seine Bürger aufzunehmen);

der Lauf der Gültigkeitsfrist der Dokumente, deren Gültigkeitsdauer zwischen dem 15. März und dem 15. Juni endet, für den Zeitraum vom 15. März bis 15. Juni ausgesetzt wird, darunter von Visum, befristeter Aufenthaltsgenehmigung (RWP), Aufenthaltsgenehmigung (WNSch), Migrationskarte mit dem vermerkten Ablaufdatum, Arbeitserlaubnis, Genehmigung zur Beschäftigung von ausländischen Arbeitskräften (für Arbeitgeber), Patent.

Die Arbeitgeber sind in diesem Zeitraum berechtigt, ausländische Bürger und Staatenlose zu beschäftigen, wenn diese:

mit Visum nach Russland eingereist sind und keine Arbeitserlaubnis haben (vorausgesetzt, dass der Arbeitgeber eine Genehmigung zur Beschäftigung von ausländischen Arbeitskräften besitzt);

visumfrei nach Russland eingereist sind und keine Patente haben.

Per Erlass wird vorübergehend verboten, ausländische Bürger und Staatenlose für unerwünscht in Russland zu erklären, ihre verwaltungsrechtliche Abschiebung oder Deportation aus Russland zu beschließen sowie Dokumente, die sie zum Aufenthalt in der Russischen Föderation berechtigen, zu annullieren. 

Der Erlass tritt am 18. April 2020 in Kraft.


Arbeitsstopp für Moskauer Unternehmen bis 1. Mai verlängert
09:31
 Die Beschränkungen, die in Moskau zunächst für den Zeitraum vom 13. bis 19. April eingeführt wurden, werden bis zum 1. Mai verlängert. Die Arbeit der meisten Unternehmen bleibt eingestellt (ausgenommen sind produzierende Firmen, die ihren Betrieb nicht einstellen können, Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Krankenhäuser und Behörden). Auch Taxi- und Carsharing-Anbieter mit Ausnahme der offiziellen Verkehrsdienstleister werden den Betrieb vorerst nicht wiederaufnehmen. Sämtliche Reparatur- und Bauarbeiten werden bis zum 1. Mai ruhen. Erlass des Moskauer OB 45-UM


Automatisierte Kontrollen der Laufscheine in Moskau
09:30 Die Kontrollen der Corona-Laufscheine in Moskau werden ab dem 22. April vollautomatisiert erfolgen. Dies teilte Oberbürgermeister Sergej Sobjanin in seinem Blog mit. Die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ist nur mit einer gültigen Troika-Fahrkarte, einer Strelka-Karte, einer Monatskarte oder einer Sozialkarte der Stadt oder des Gebiets Moskau erlaubt. Im digitalen Laufschein muss unbedingt die Nummer eines dieser Fahrausweise angegeben werden, sonst funktioniert die Karte beim Einsteigen in den Metrozug oder Bus nicht. Autofahrer sollen mit Kameras kontrolliert werden. Für Pkw-Fahrten muss die Kennzeichennummer spätestens fünf Stunden vor Beginn der Fahrt im Laufschein angegeben werden. Bei Fahrten ohne Laufschein drohen Geldstrafen. Militärangehörige, Journalisten sowie Personen, die einen Dienstausweis haben, sind laut Sobjanin von der Pflicht, einen Laufschein zu beantragen, ausgenommen, müssen jedoch ihre Kfz-Kennzeichen bzw. die Nummer ihrer elektronischen Fahrkarte auf der Webseite der Oberbürgermeisterei registrieren lassen. Dies sei für einen „geordneten Verkehr“ in der Stadt nötig. / Internetpräsenz des Moskauer OBErlass des Moskauer OB 45-UM


Inhaber von Dienstausweisen benötigen im Gebiet Moskau digitale Laufscheine
09:29
 Journalisten, Militärs, Richter und weitere Personen, die sich trotz der Corona-Einschränkungen mit ihren Dienstausweisen im Gebiet Moskau bisher uneingeschränkt fortbewegen durften, benötigen nun einen digitalen Laufschein, um Verkehrsmittel zu benutzen. Gouverneur Andrej Worobjow unterzeichnete eine entsprechende Verordnung. Wie es hieß, gilt die neue Regelung für die Benutzung aller Verkehrsmittel.


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 17. April 2020


4069 Neuinfektionen
10:45
 Die Anzahl der Coronavirus-Infizierten in Russland ist innerhalb eines Tages um 4069 auf insgesamt 32.007 registrierte Fälle gestiegen. Das ist bisher der höchste Tagesanstieg seit Beginn der Pandemie. / Interfax (RU)


Skolkovo gegen Covid-19
09:06
 Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Skolkovo Foundation ein Verzeichnis von Projekten angelegt, die vorrangig und in einem vereinfachten Verfahren finanziert werden sollen. Es handelt sich unter anderem um Test-Systeme, prophylaktische Impfstoffe sowie um Systeme, um Kontaktpersonen der Infizierten zu überwachen und Daten über sie zu sammeln. Außerdem werden die Anforderungen an gemeinsame Investitionen in solche Projekte vereinfacht. Maximal 25 Prozent des gesamten Projektvolumens dürfen demnach aus privater Hand finanziert werden, die übrigen 75 Prozent soll der Fonds bereitstellen. / TASS


Russland lockert Ausreisebeschränkungen
07:57  Ministerpräsident Michail Mischustin hat eine Verordnung unterschrieben, die die Liste von Personen erweitert, die die russische Staatsgrenze in der Zeit der Corona-Beschränkungen überqueren dürfen. In die Liste wurden Militärangehörige und Zivilangestellte russischer Militärstützpunkte im Ausland aufgenommen, aber auch Atomspezialisten, die beim Bau von Atomanlagen im Ausland beschäftigt sind, sowie Besatzungsmitglieder von Schiffen, die ihre Kollegen in ausländischen Häfen ablösen sollen. Die Verordnung ist auf dem offiziellen Portal für Rechtsinformationen veröffentlicht. / RBC


Aeroflot setzt Ticketverkauf aus
04:18  Aeroflot hat den Ticketverkauf für internationale Flüge bis August eingestellt. Auf der Internetseite der größten russischen Fluggesellschaft können für diesen Zeitraum keine Tickets ins Ausland gekauft werden. Auch die „Suche nach alternativen Flügen“ ergibt keine Ergebnisse./ RBC


Coronavirus-Eilmeldungen am 16. April 2020


Corona-Tests zuhause
14:58 Das AHK-Mitgliedsunternehmen Yandex und der russische Fonds für Direktinvestitionen (RFPI) haben ein Projekt gestartet, das den Russen Corona-Tests zuhause ermöglichen soll. Zuerst sollen die Moskauer, die über 65 Jahre alt sind und damit zur Risikogruppe gehören, die Möglichkeit bekommen, sich zuhause auf das Virus testen zu lassen. Später sollen solche Tests auch für weitere Altersgruppen sowie Einwohner anderer Regionen zugänglich sein. / TASS


Regierung schlägt „dynamische“ Branchenlisten vor
13:04 
Der russische Regierungschef Michail Mischustin hat vorgeschlagen, auf die bisherige Liste der systemrelevanten Unternehmen, die im März auf viel Kritik bei der Wirtschaft gestoßen war, zu verzichten und stattdessen sogenannte dynamische Listen zu führen. Mischustin forderte, klare Auswahlkriterien festzulegen und mögliche Risiken für Unternehmen ständig im Blick zu behalten. „Die zuständigen Ministerien müssen diese Arbeit ununterbrochen durchführen“, sagte er in einer Regierungssitzung am Donnerstag. / Interfax


60.000 Kuriere pro Tag
10:42
 In der russischen Hauptstadt verkehren täglich 60.000 Kuriere, die über eine Million Lieferungen abfertigen, so das Moskauer Departement für Handel. Versorgungsengpässe seien nicht zu befürchten. / Interfax (RU)


Erneut Rekord bei Neuinfektionen
10:46
 Zum fünften Mal infolge wurde in Russland ein Rekord-Tagesanstieg der Coronavirus-Neuinfektionen verzeichnet. Innerhalb eines Tages ist die Anzahl der Infizierten um 3448 auf insgesamt 27938 registrierte Fälle gestiegen. / Vedomosti (RU)


Keine Staus und Warteschlangen in Moskau
08:05 Vor der U-Bahn in Moskau, wo am 15. April lange Warteschlangen gebildet hatten, weil die Polizei die digitalen Laufscheine überprüfte, ist es am Donnerstagmorgen wieder ruhig. Der Sicherheitsdienst überprüft nur Personen, die mit großen Tragetaschen unterwegs sind. Nach Angaben von Yandex.Maps sind nahezu alle großen Einfahrtsstraßen nach Moskau staufrei. Einzelne Spuren an den Kreuzungen mit der Moskauer Ringautobahn sind der Polizei zur Überprüfung der Laufscheine vorbehalten. / TASS


Trump bietet Russland Beatmungsgeräte an
02:05 Die Vereinigten Staaten sind laut Präsident Donald Trump bereit, Russland Beatmungsgeräte zur Verfügung zu stellen, um im Kampf gegen das Coronavirus zu helfen. Die USA seien bereit, auch anderen Staaten zu helfen, in denen Bedarf an Beatmungsgeräten bestehe, sagte Trump bei einem Briefing am Mittwoch. / Interfax


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 15. April 2020


Unterstützung für die Wirtschaft

17:00 Russlands Präsident Wladimir Putin hat bei einer Besprechung mit dem Kabinett am Mittwoch weitere Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft in der Corona-Krise angekündigt.

Er ordnete unter anderem folgende Maßnahmen an:

  • Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) aus den betroffenen Branchen sollen direkte Finanzhilfen bekommen, um die Gehälter im April und im Mai zahlen zu können.
  • Die einzige Bedingung: Die Unternehmen müssen mindestens 90 Prozent ihrer Personalstärke vom 1. April behalten. Die Hilfen können schon ab Anfang Mai beantragt werden. Die Höhe richtet sich nach der Personalstärke und beträgt 12.130 Rubel pro Kopf im Monat.  
  • Darüber hinaus soll die Vergabe zinsloser Kredite für die Weiterzahlung der Gehälter ausgeweitet werden. Um den Zugang dazu zu erleichtern, soll die staatliche Vnesheconombank (VEB) für 75 Prozent solcher Kredite bürgen.
  • Auch die Liste der systemrelevanten Unternehmen soll erweitert werden. Die auf dieser Liste stehenden Unternehmen sollen günstige Kredite zur Auffüllung der Umlaufmittel bekommen. Der Staat wird die Kredite für die systemrelevanten Unternehmen in Höhe des Leitzinses subventionieren und für 50 Prozent der Summe bürgen.
  • Mehr als 23 Milliarden Rubel sollen für die Unterstützung der Fluggesellschaften bereitgestellt werden.
  • Der Nicht-Lebensmittel-Einzelhandel soll auf die Liste der von der Pandemie besonders schwer betroffenen Branchen gesetzt werden.

„Fußfessel" für Infizierte
11:30
 In der Region Murmansk sollen Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, künftig Geräte mit GPS-Tracking an ihrem Körper tragen. Durch die Maßnahme soll die Einhaltung der Selbstquarantäne gewährleistet werden. / Interfax (RU)


Warteschlangen und Staus
10:55
 Weil die Moskauer Polizei die am heutigen Mittwoch eingeführten digitalen Laufscheine überprüft hat, haben sich vor der U-Bahn lange Warteschlangen gebildet. Dies sei angesichts des Coronavirus besonders kritisch, kommentierte Oberbürgermeister Sergej Sobjanin. Die Stadt überlege sich nun, eine automatisierte Kontrolle der Eingänge einzuführen. Auch auf den allen wichtigen Straßen in Richtung Stadtzentrum kam es am Morgen zu langen Staus. / Vedomosti (RU)


Neuer Rekord bei Infektionen
10:35 
Die Anzahl der Coronavirus-Infektionen in Russland ist innerhalb eines Tages um 3388 auf insgesamt 24.490 registrierte Fälle gestiegen. Das ist der höchste Tagesanstieg seit Beginn der Pandemie. Bis auf die Republik Altai sind alle Regionen des Landes vom Virus betroffen. / RBC (RU)


Trump lässt Zahlungen an WHO einstellen
01:32 Mitten in der Corona-Krise stellen die USA ihre Beitragszahlungen für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein. Dies kündigte Präsident Donald Trump am Dienstag (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz in Washington an. Trump warf der in Genf ansässigen Organisation vor, die notwendigen Informationen über die Ausbreitung des Coronavirus nicht rechtzeitig bereitgestellt gestellt und der Weltöffentlichkeit nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Die USA sind der größte WHO-Geldgeber. / Reuters


Gesundheitsminister berichtet über Entwicklung von Corona-Impfstoff
23:27
 Sieben Forschungszentren in Russland arbeiten an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Dies teilte Gesundheitsminister Michail Muraschko am Dienstag in der Sendung „Abend mit Wladimir Solowjow“ des russischen Staatssenders Rossija 1 mit. /  Rossija 1


Moskau annulliert unrechtmäßig ausgestellte Corona-Laufscheine 
21:43
 Ab dem heutigen Mittwoch sind in Moskau digitale Laufscheine obligatorisch, um in der Stadt private oder öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Die Behörden überprüfen die bereits ausgestellten Laufscheine auf ihre Rechtmäßigkeit. Arbeitsbedingte Laufscheine, die auf Organisationen ausgestellt wurden, die auf Beschluss des Oberbürgermeisters ihren Betrieb für die Zeit der Corona-Einschränkungen eingestellt haben müssen, werden annulliert, wie Alexej Nemerjuk, Ressortchef Handel und Dienstleistungen in der Moskauer Stadtregierung, mitteilte. / Rossija 24


Moskau erwägt Schaffung von Corona-Bürgschaftsfonds
18:55
 Die Moskauer Stadtleitung spricht mit den föderalen russischen Behörden über die Gründung eines Bürgschaftsfonds, um Unternehmen in der Corona-Krise zu unterstützen. Dies teilte Alexej Fursin, Ressortleiter Unternehmertum und innovative Entwicklung in der Moskauer Stadtregierung, am Dienstag mit. / RIA Novosti


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 14. April 2020


900.000 Laufscheine annulliert
12:39
 Ab dem morgigen Mittwoch sind digitale Laufscheine obligatorisch, um in Moskau private oder öffentliche Verkehrsmittel zu verwenden. Moskau habe bereits 3,2 Millionen solcher Laufscheine erfolgreich ausgestellt, teilte das städtische IT-Departement mit. Rund 900.000 Anträge seien wegen inkorrekter Angaben annulliert worden, u. a. wegen Rechtschreibfehlern oder falschen Passnummern. Man würde alle Informationen genau prüfen, insbesondere in Hinblick auf Arbeitnehmer in Unternehmen, die trotz Coronavirus weiterhin ihren Betrieb fortsetzen dürfen. / Interfax (RU)


2774 neue Infizierte
10:33 Die Anzahl der Coronavirus-Infektionen in Russland ist innerhalb eines Tages um 2774 auf insgesamt 21.102 registrierte Fälle gestiegen. Der größte Anstieg (+1489) war wie in den vorherigen Wochen in Moskau zu verzeichnen. / Interfax (RU)


China schließt Landgrenzen
06:58 Die Volksrepublik China hat alle Grenzübergänge nach Russland geschlossen. Kurz davor sei in der Provinz Heilongjiang bei 79 chinesischen Bürgern eine Coronavirus-Infektion festgestellt worden. Die betroffenen Personen seien offenbar aus Russland nach China eingereist und hätten das Virus von dort eingeschleppt. / Interfax (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 13. April 2020


Kudrin: BIP sinkt um 5%
13:40
 Rechnungshof-Chef und Ex-Finanzminister Alexej Kudrin prognostiziert für 2020 einen Rückgang der russischen Wirtschaft um 5%. Gründe dafür sind der niedrige Ölpreis und die Quarantänemaßnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. / Interfax (RU)


50 Deutsche nach Hause geflogen
13:22 Am heutigen Montag sind 50 deutsche Staatsbürger und 20 russische Staatsbürger mit ständigem Aufenthalt in Deutschland aus Moskau per Transitflug über Madrid in ihre Heimat zurückgekehrt. / TASS (RU)


Airlines bitten um Hilfe
11:55 Der russische Verband der Luftverkehrsunternehmen bittet die Regierung darum, dass Airlines ausgefallene Flüge nicht in Form von Geldzahlungen, sondern als Gutscheine zurückerstatten dürfen. Diese Maßnahme soll dazu dienen, die Liquidität der Fluggesellschaften in der Corona-Krise zu gewährleisten. / Interfax (RU)


Bis zu 40.000 Rubel Strafe
11:05 Wer in Moskau die Regelungen zu den neuen digitalen Laufscheinen missachtet, muss mit Strafzahlungen von bis zu 40.000 Rubel (ca. 500 Euro) rechnen. Dies teilte die IT-Abteilung der russischen Hauptstadt mit. / Interfax (RU)


2558 neue Infizierte
10:51 Die Anzahl der Coronavirus-Infektionen ist innerhalb eines Tages um 2558 auf insgesamt 18.328 registrierte Fälle gestiegen. In Russland ist das der höchste Anstieg seit Beginn der Pandemie. Damit zählt Russland weltweit zu den 15 Ländern mit den meisten Infektionen. Der Großteil der Coronavirus-Fälle entfällt auf Moskau, das Moskauer Gebiet und St. Petersburg. / RBC (RU)


Ausländer für Investitionsprojekte
08:01 Der Vorsitzende des russischen Verbands der Industriellen und Unternehmer (RSPP), Alexander Schochin, hat Premierminister Michail Mischustin dazu aufgefordert, trotz Quarantänemaßnahmen die Einreise hochqualifizierter ausländischer Spezialisten zuzulassen. Dies sei notwendig, um die Fortsetzung wichtiger Investitionsprojekte im Inland zu gewährleisten. Das Wirtschaftsministerium unterstützt Schochins Initiative. / RBC (RU)


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 12. April 2020


2186 neue Infizierte
10:33 Innerhalb eines Tages ist die Anzahl der Coronavirus-Infizierten in Russland um 2186 auf insgesamt 15770 registrierte Fälle gestiegen. Mit mehr als 2000 neuen Fällen ist das bisher der größte Tagesanstieg seit Beginn der Pandemie. 130 Personen sind in Russland bereits an den Folgen der Infektion gestorben. / Interfax (RU)


Exportverbot tritt in Kraft
0:42
 In der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) gilt ab sofort wegen der Coronavirus-Pandemie ein Exportverbot auf diverse landwirtschaftliche Erzeugnisse und Lebensmittel. Betroffen sind u. a. Zwiebeln, Knoblauch, Rüben, Roggen, Reis, Buchweizen, Hirse und Getreide. Das Verbot gilt bis zum 30. Juni 2020. / Interfax (RU)


E-Ausweise in Moskau
0:00
Die Stadt Moskau und das Moskauer Gebiet führen elektronische Ausweise ein, die notwendig sind, um während der Coronavirus-Pandemie Transportmittel wie Auto, Taxi oder U-Bahn zu benutzen. Die Ausweise können ab Montag, den 13. April, beantragt werden. Ab Mittwoch, den 15. April, sind die E-Ausweise obligatorisch. Eine Erklärung, wie die E-Ausweise funktionieren und welche Ausnahmen es gibt, können Sie hier auf Russisch nachlesen. Eine deutsche Übersetzung finden Sie hier.


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 11. April 2020


Verstärkte Polizeikontrollen an Einfahrtsstraßen nach Moskau
15:41
 Die Verkehrspolizei hat die Kontrollen an allen Einfahrtsstraßen nach Moskau verschärft. Die Beamten kontrollieren den Verkehr und fragen die Menschen nach dem Grund für die Einfahrt in die Hauptstadt, wie das Moskauer Polizeipräsidium mitteilte. Darüber hinaus patrouilliert die Polizei rund um die Uhr auf den Straßen der Metropole. Zuvor hatte der russische Dienst von BBC berichtet, dass die Moskauer Stadtbehörden Einfahrtsbeschränkungen in die Hauptstadt beschlossen hätten. / RBCBBC


Corona trifft immer mehr Branchen – Regierung erweitert Liste
12:55
 Die russische Regierung hat die Liste der Wirtschaftsbranchen erweitert, die von der Corona-Krise am stärksten betroffen sind. In die Liste, die auf der Webseite der Regierung veröffentlicht ist, wurden nun auch Kinos und Zahnkliniken aufgenommen. Kommersant


Verschärfte Anti-Corona-Regeln auch im Moskauer Umland 
09:43
Nach der Hauptstadt verschärft nun auch das Gebiet Moskau die Einschränkungen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Wie der Gouverneur der Region, Andrej Worobjow, am Freitag mitteilte, werden die neuen Restriktionen zunächst vom 13. bis zum 19. April gelten.

Die Mehrheit der Betriebe und Unternehmen sollen ihre Arbeit vorübergehend einstellen, mit Ausnahme von Lebensmittelgeschäften und Apotheken. Unternehmen aus den Bereichen Verteidigung, Landwirtschaft und Waldschutz sowie kritisch wichtige Infrastrukturanlagen dürfen ihren Betrieb jedoch fortsetzen.

Die Bauarbeiten werden weitgehend eingestellt. Auch Taxi- und Carsharing-Anbieter sollen den Betrieb einstellen. Eine Ausnahme gilt nur für offizielle Verkehrsdienstleister mit Arbeitserlaubnis für die Stadt bzw. das Gebiet Moskau.

Ab dem 13. April soll etappenweise eine digitale Ausgangserlaubnis eingeführt werden, die die Bewohner benötigen werden, um ihre Wohnungen zu verlassen. Die Erlaubnis kann auf dem Internet-Portal der regionalen Regierung uslugi.mosreg.ru beantragt werden. / Kommersant, mosreg.ru


Covid-19: 159.000 Menschen werden in Russland medizinisch überwacht
09:14
Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus werden in Russland rund 159.000 Menschen von Ärzten überwacht. Dies teilte die Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor am Samstag mit. Landesweit seien bereits mehr als 1,18 Millionen Covid-19-Tests durchgeführt worden.


Opec+ einigt sich auf neue Rohöl-Förderbremse
00: 31
Die größten Öl-Nationen haben sich auf eine Kürzung der Fördermenge verständigt, um den Ölpreis wieder nach oben zu treiben. Demnach sollen die Opec+-Länder ihre Produktion um zehn Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag kürzen, die Länder, die nicht zu diesem Bündnis gehören, um fünf Millionen Barrel pro Tag, wie der russische Energieminister Alexander Nowak am Freitag mitteilte. Nach seinen Worten erklärte sich Mexiko bereit, seine Produktion um 100.000 Barrel pro Tag zu verringern. Laut Bloomberg will die Opec+ die Verhandlungen mit Mexiko am Samstag fortsetzen. / Kommersant


Coronavirus-Eilmeldungen am 10. April 2020


WICHTIG: Moskau verschärft Anti-Corona-Regeln
20:00 Der Oberbürgermeister der Stadt Moskau Sergej Sobjanin hat heute Abend schärfere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus angekündigt.

Vom 13. April bis 19. April werden zusätzliche Verbote und Einschränkungen eingeführt:

1. Die Arbeit nahezu aller Unternehmen und Organisationen wird vollständig eingestellt. Es gelten jedoch zahlreiche Ausnahmen: Regierungsstellen, medizinische Organisationen, Lebensmittelgeschäfte, Nahrungsmittel- und Pharmahersteller, Hersteller von Schutzausrüstung, relevante Firmen aus den Bereichen Verteidigung, Atomenergie und Raumfahrt sowie produzierende Firmen, die ihren Betrieb nicht einstellen können.

2. Bau- und Reparaturarbeiten werden größtenteils eingestellt. Ausnahmen sind medizinische Einrichtungen sowie Instandhaltungsarbeiten für U-Bahn, Eisenbahn und andere Verkehrsmittel.

3. Jegliche Carsharing-Dienste werden eingestellt.

4. Schönheitssalons müssen geschlossen bleiben.

Darüber hinaus will die Stadt Moskau ab nächster Woche schrittweise elektronische Ausweise einführen, die notwendig sein werden, um z. B. zur Arbeit zu gehen.

Ziel der Maßnahmen ist es, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Die Maßnahmen können Sie im russischsprachigen Erlass der Stadt Moskau nachlesen.


Bald elektronische Ausweise?
16:11
Die Bürger der russischen Hauptstadt Moskau benötigen offenbar bald spezielle elektronische Ausweise, um ihre Wohnungen zu verlassen. Dies berichten zahlreiche Medien unter Berufung auf Quellen in der Stadtregierung. Durch die Maßnahme soll die Verbreitung des Coronavirus eingedämmt werden. Es sollen zwei verschiedene Arten von „QR-Codes“ eingeführt werden: einmalige Genehmigungen, um sich innerhalb von Moskau zu bewegen bzw. um die Stadt zu verlassen, sowie dauerhafte Genehmigungen, um zur Arbeit zu gehen. Die Codes können auf einem Internet-Portal der Stadt beantragt werden, heißt es. Eine offizielle Bestätigung sowie ein offizieller Einführungstermin stehen bisher noch aus. / RBC (RU)


1786 Neuinfektionen
10:31
 Innerhalb eines Tages ist die Anzahl der Coronavirus-Infektionen in Russland um 1786 auf insgesamt 11917 Fälle gestiegen. Der Großteil der Neuinfektionen (1124 Fälle) entfällt auf die Hauptstadt Moskau. / Interfax (RU)


Innenministerium kontrolliert Quarantäne
09:58 Präsident Wladimir Putin hat das Innenministerium und die Russische Nationalgarde („Rosgwardija“) damit beauftragt, die Einhaltung der Quarantänevorschriften stärker zu kontrollieren. Dabei geht es in erster Linie um Personen, die aus Coronavirus-Risikoländern nach Russland zurückgekehrt sind.  / Interfax (RU)


Einigung im Ölpreiskrieg
0:00
 Russland und Saudi-Arabien erzielten bei den OPEC+-Verhandlungen am gestrigen Donnerstagabend eine Einigung im Ölpreiskrieg. Demnach wollen das Ölkartell OPEC und andere Öl-Exportländer ihre Fördermenge im Mai und Juni um 10 Mio. Barrel (rund 159 Liter) pro Tag reduzieren. Durch die Einigung soll dem drastischen Ölpreisverfall der vergangenen Wochen, angetrieben von Streitigkeiten zwischen Moskau und Riad sowie von der Corona-Krise, entgegengewirkt werden. Derzeit steht allerdings noch die Bestätigung Mexikos aus. / Handelsblatt (DE)


Coronavirus-Eilmeldungen am 9. April 2020


Touristen im Visier
14:45 
Sobald die russischen Grenzen wieder öffnen, wollen die Moskauer Behörden ein neues System zur Überwachung ausländischer Touristen mittels Mobilfunkdaten einführen. Dadurch sollen mögliche Neuinfektionen mit dem Coronavirus erfasst und effektiv unterbunden werden, heißt es in Medienberichten. / Kommersant


Mehr Arbeitslosengeld
14:35 
Arbeitnehmer in Moskau, die wegen der Corona-Krise ihren Job verloren haben, können ab sofort einen Antrag auf einen erhöhten Arbeitslosengeldsatz von 19.500 Rubel (242 Euro) pro Monat stellen. Die Antragstellung erfolgt online, und die Bearbeitungszeit beträgt zwei bis vier Tage. / Moskauer Oberbürgermeister


Rezession droht
13:31 
Die Weltbank hat ihre BIP-Prognose für Russland gesenkt. Die russische Wirtschaft soll 2020 nicht um 1,6% wachsen, sondern um 1% sinken. Das wäre der stärkste Rückgang seit fünf Jahren. Im pessimistischen Szenario könnte sie sogar um 2,2% einbrechen. / TASS


Genug Buchweizen für alle
11:52 
Das Landwirtschaftsministerium plant die Vergrößerung der Anbaufläche für Buchweizen, um künftig eine zweijährige Versorgung zu gewährleisten. / Interfax


Weltwirtschaft leidet
10:25 
Wegen des Coronavirus erleidet die Weltwirtschaft Verluste in Höhe von rund 5 Billionen US-Dollar, berichtet Bloomberg. Experten zufolge steuert die globale Konjunktur auf die dramatischste Talfahrt seit der Großen Depression in den 1930ern zu. / Bloomberg (англ.)


Bolschoi öffnet erst im Sommer
07:30
Das Moskauer Bolschoi-Theater wird wegen der Coronavirus-Pandemie erst in der kommenden Sommersaison im Juni oder Juli seine Pforten öffnen. Dies sei das optimistische Szenario, so Geschäftsführer Wladimir Urin. Im pessimistischen Szenario gehe man von einer Schließung bis September aus. / Interfax (RU)


Coronavirus-Eilmeldungen am 8. April 2020


Auftrag an die Regierung: Kreditferien nachbessern
16:20
Wladimir Putin hat die Regierung beauftragt, die Kredithilfen für die Bürger des Landes in Bezug auf Verbraucherkredite und Hypotheken auszuweiten. Diese Maßnahme müsse „für eine größere Anzahl von Menschen“ verfügbar werden. Experten der russischen Kreditauskunftei Vereintes Kreditbüro hatten vorher errechnet, dass 51 Prozent der russischen Bürger aufgrund staatlicher Obergrenzen nicht berechtigt seien, die von der Regierung erlassene sogenannte Kreditauszeit in Anspruch zu nehmen. / kremlin.ru


Arbeitslosenunterstützung
16:05
Wer seine Arbeit verloren und sich nach dem 1. März 2020 beim Arbeitsvermittlungsamt gemeldet hat, erhält im Laufe von drei Monaten (April bis Juni) Arbeitslosenhilfe in Höhe des monatlichen Mindestlohns (MROT), also 12.130 Rubel (ca. 147 Euro). Diese Maßnahme wurde von Präsident Putin verkündet – mit der Betonung, die Beantragung der Hilfe müsse, so wörtlich, „unbeschwerlich“ und online erfolgen.


Zusatzhilfen für medizinisches Personal
16:00
Zudem sprach der russische Präsident bei der heutigen Regierungssitzung über das Erfordernis, föderalfinanzierte Zusatzzahlungen für medizinische Fachkräfte zu veranlassen, die in direktem Kontakt zu COVID-19-Patienten arbeiten. Für Ärzte soll dieser Bonus 80.000 Rubel (ca. 975 Euro) betragen, für mittlere Fachkräfte – 50.000 Rubel (ca. 610 Euro), für Hilfskräfte – 25.000 Rubel (ca. 305 Euro). Die Zahlungen sollen monatlich erfolgen, ab April.


WICHTIG: Unterstützung für KMU
15:45 Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich wegen der Coronavirus-Krise zum dritten Mal in kurzer Zeit an die russische Bevölkerung gewandt. In seiner TV-Ansprache im Rahmen einer Regierungssitzung ging es in erster Linie um Unterstützungsmaßnahmen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU):

  • alle KMU erhalten ein halbes Jahr Aufschub zur Tilgung von Sozialbeiträgen;
  • KMU erhalten die Möglichkeit, ihre Schulden umzustrukturieren und in Raten zurückzuzahlen.

Zudem werden die Zentralbank und die Regierung innerhalb von fünf Tagen ein zusätzliches Programm zur Unterstützung von Unternehmen vorbereiten, so Präsident Putin. / kremlin.ru

Weitere Informationen zu Anti-Krisen-Maßnahmen der russischen Regierung finden Sie im Q&A auf unserer Website.


Zentralbank wacht über das Befolgen von Empfehlungen
12:34
Die Zentralbank prüft, als Testkäufer getarnt, wie effizient die russischen Banken in Zeiten von Corona mit ihren Kunden zusammenarbeiten. Die Zusammenarbeit gestalte sich weitgehend effizient, aber es gebe Ausnahmen, hieß es. Die Zentralbank empfiehlt den Geldhäusern, im Rahmen eigener Programme Kredite zu restrukturieren, deren Limits den von der Regierung festgelegten Schwellenwert überschreiten. / Interfax


Mischustin mahnt Arbeitgeber zur Einhaltung der Bestimmungen
12:00
Regierungschef Michail Mischustin hat die Arbeitgeber daran erinnert, dass Mitarbeiter nach Möglichkeit ins Homeoffice zu versetzen sind. Ist die Möglichkeit dazu nicht gegeben, sind die sanitären Vorschriften der Aufsichtsbehörde Rospotrebnadsor einzuhalten. Das heißt: Schichtarbeit einrichten, die Belegschaft auf mehrere Stockwerke oder Arbeitsräume verteilen, Fiebermessungen im Laufe des Tages vornehmen, Mitarbeiter mit Desinfektionsmitteln ausstatten. / government.ru


Genehmigung für Autokauf und -reparatur
11:46
Autohändler und Versicherer haben sich an Premierminister Michail Mischustin mit dem Anliegen gewandt, den Verkauf und die Reparatur von Fahrzeugen sowie den Verkauf von Ersatzteilen auch in der Zeit der COVID-19-bedingten Einschränkungen zuzulassen. / Interfax


Deutsche Wirtschaft schrumpft wegen Corona
11:02
Die führenden deutschen Konjunkturforscher rechnen in diesem Jahr mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 4,2 Prozent. Im zweiten Quartal schrumpft die Konjunktur laut Prognose um 9,8 Prozent. Dies wäre der stärkste Einbruch jemals seit Beginn der Vierteljahresrechnung im Jahr 1970 – und mehr als doppelt so groß wie jener während der Weltfinanzkrise im ersten Quartal 2009. Für das kommende Jahr rechnen die großen Wirtschaftsforschungsinstitute mit einem Wachstum von 5,8 Prozent. / Süddeutsche Zeitung, Prognose (PDF, de)


Müllentsorgung: Regierung sichert Hilfe zu
08:00
Russlands Regierung stellt Finanzhilfen für Abfallentsorger in den Regionen bereit. Damit soll Entsorgungsengpässen bei zunehmenden Abfallmengen und Gebührenausfällen in der Zeit der Selbstisolation vorgebeugt werden. Die Hilfen richten sich nach den überschüssigen Entsorgungsmengen, welche über die Standardmengen hinausgehen, die in den Tarifen der regionalen Entsorger festgelegt sind. / Rossijskaja gaseta


Kosten der wirtschaftlichen Erholung
06:00
 Chef des russischen Rechnungshofs, Alexej Kudrin, geht davon aus, dass die russische Wirtschaft ein krisenbedingtes Hilfspaket von nahezu 7 Prozent des Bruttoinlandprodukts benötigen wird. / RBC


Die Lage in China stabilisiert sich weiter
00:08
 Chinesische Behörden haben Verkehrsverbindungen mit der Stadt Wuhan in der Provinz Hubei wiederaufgenommen. Die Stadt war zum Ausgangspunkt der neuen Coronavirus-Infektion geworden und stand 76 Tage lang unter Quarantäne. / TASS


Mehr ist (nicht) drin
00:01
 Die russische Regierung hat vor der COVID-19-bedingten Krise ein Finanzpolster von 18 Billionen Rubel aufgebaut. Dabei beläuft sich das staatliche Antikrisenpaket gegenwärtig auf maximal 1,4 Billionen Rubel. Mehr auszugeben verbieten Haushaltsregelungen. Momentan dürfen durch Währungsverkäufe des Finanzministeriums und durch die Freigabe der Finanzreserven des Nationalen Wohlstandsfonds die Ausfälle bei den Öl- und Gaseinnahmen ausgeglichen werden. Nach Ansicht von Experten sind zur Rettung der Wirtschaft im Rahmen geltender Gesetze zusätzliche Mittel aus dem Haushaltsbudget und weiteren Quellen – Staatsanleihen und Zentralbank – notwendig. / RBC


Coronavirus-Eilmeldungen am 7. April 2020


Putin beriet sich mit Coronavirus-Experten
16:20 Präsident Wladimir Putin erklärte, dass die Entscheidungen zur Eindämmung des Coronavirus „der Gefahrenlage entsprechen und angesichts der aktuellen Situation angemessen sein müssen“. Wichtig sei auch, „Voraussetzungen für eine möglichst schnelle Erholung des Wirtschaftslebens und der Geschäftsaktivitäten zu schaffen“. Darauf wies der russische Präsident bei einem Gespräch mit Virologen zur Corona-Krise in Russland hin. / Rossija24 (RU)


Zentralbank hält den Daumen drauf
14:43 Die russische Zentralbank hat angekündigt, ihre Vorgehensweise anpassen zu wollen, sollten die Banken Unterstützungsgelder nicht im Sinne ihrer Privat- und Geschäftskunden nutzen. Die regulatorischen Lockerungen sollten dazu dienen, die Kreditvergabe anzukurbeln und die Folgen der Corona-Krise für Menschen und die Wirtschaft erträglicher zu machen, und nicht die Gewinne der Banken stabilisieren, so die Zentralbankchefin Elwira Nabiullina. / TASS (RU)


Freie Fahrt für Rechtsanwälte
12:19 Russlands Ministerium für Justiz will sicherstellen, dass russische Rechtsanwälte und Notare in ihrer Berufstätigkeit auch vor dem Hintergrund der COVID-19-Maßnahmen nicht eingeschränkt werden und sich in ihrer Stadt frei bewegen können. / TASS


Russland nimmt Evakuierung wieder auf
11:52
 Am heutigen Dienstag wird Russland weitere 1.500 Bürger heimfliegen. Geplant sind sieben Sonderflüge. Aeroflot hat zudem die Genehmigung für einen Flug aus Moskau nach New York angefragt, damit alle US-Bürger aus Russland in die Heimat zurückkehren können. / Interfax (RU)


Zeit der Betrüger
11:44 Die russische Zentralbank warnt vor neuen Betrugsmaschen in Bezug auf die Coronavirus-Pandemie. Telefonbetrüger ködern ihre Opfer mit angeblichen Kreditstundungen, Rückerstattungen von Tickets und sonstigen Ausgleichszahlungen, um so an Kreditkartendaten zu gelangen. Zudem werden manipulierte E-Mails im Namen des Gesundheitsministeriums, der Zentralbank und anderer Behörden mit Links auf Phishing-Websites und andere digitale Fallen („Honeypots“) verschickt. / RBC


Goldener Höhepunkt
09:22 
Gold-Warentermingeschäfte für den Juni sind heute auf der New Yorker Börse um 1% auf 1711,40 Dollar pro Unze gestiegen. Das ist der höchste Preis seit Ende 2012. Bloomberg (EN)


Erstmals seit Januar: Kein Todesfall wegen Coronavirus in China
05:16
Im chinesischen Kernland ist erstmals seit Januar innerhalb von 24 Stunden kein einziger Todesfall wegen COVID-19 festgestellt worden. Das geht aus Angaben der Nationalen Gesundheitsschutzkommission des Landes hervor. Die Zahl der Infizierten hier ist innerhalb eines Tages um 32 Personen gestiegen. Es handelt sich durchweg um Eingereiste. / RBC


UN-Sicherheitsrat befasst sich am 9. April mit Coronavirus
02:35
Die erste Sitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen zum Problem des Coronavirus ist auf Donnerstag, den 9. April angesetzt, erklärt eine Quelle im Sicherheitsrat gegenüber der Nachrichtenagentur „Interfax“. Die Sitzung findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit als Videokonferenz statt. / Interfax


Zahl der Privatinsolvenzen in Russland steigt um 68 Prozent
00:05
Im Zeitraum von Januar bis März sind 22.400 russische Bürger zahlungsunfähig geworden – eine Zunahme von 68 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019. Die Zahl geht aus dem Einheitlichen föderalen Insolvenzregister (Fedresurs) hervor. Experten führen diese Entwicklung auf die Vereinfachung des Insolvenzverfahrens zurück, schließen jedoch auch eine neue Insolvenzwelle aufgrund der Krise nicht aus. / RBC


 

Coronavirus-Eilmeldungen am 6. April 2020


Registrierung von Import-Arznei vereinfacht
17:26 Das russische Gesundheitsministerium hat das Verfahren zur Registrierung von importierten Arzneimitteln unter bestimmten Voraussetzungen vereinfach. Die neuen Regeln gelten bei einem drohenden Ausnahmezustand bzw. bei der Verhängung oder der Überwindung eines Ausnahmezustands. Vor allem Arzneimittel aus der EU und den USA könnten so innerhalb von nur fünf Tagen für den russischen Markt zugelassen werden. / Interfax (rus.)


Mehr ll, weniger Geld
13:00
 Die Abfallentsorgungsunternehmen im Moskauer Gebiet verzeichneten in der ersten „arbeitsfreien“ Woche einen deutlichen Anstieg der Abfallmengen um durchschnittlich ca. 30 Prozent. Einen ähnlichen Trend weisen auch andere Regionen Russlands auf, wobei die Umsätze der betroffenen Unternehmen umgekehrt sinken. Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass immer mehr Menschen ihre Rechnungen für Versorgungsleistungen und die Abfallentsorgung nicht rechtzeitig bezahlen – in erster Linie nicht wegen finanziellen Schwierigkeiten, sondern weil sie keinen Zugriff auf Online-Banking haben und dies zurzeit nicht offline erledigen können. Nach Angaben der öffentlichen Einrichtung „Seljony Patrul“ (zu Deutsch: „Die grüne Streife“) sind es rund 50 Prozent der Stadtbewohner und nur 15 Prozent der ländlichen Bevölkerung, die ihre Rechnungen für Versorgungsleistungen online bezahlen. / Kommersant (rus.), Seljony Patrul (rus.)


Selbstisolation für Einreisende aus Moskau
09:31 
Wer aus den besonders vom Coronavirus betroffenen Metropolen Moskau oder St. Petersburg in ausgewählte Regionen einreist, darunter Krasnojarsk, Tomsk und Irkutsk, muss eine 14-tägige Selbstisolation in einer Wohnung bzw. einem Hotel gewährleisten. Dies hatten die jeweiligen Regionalregierungen kürzlich mitgeteilt. / Interfax (RU)


Region Primorje verschärft Quarantäne
09:15 Die fernöstliche Region Priomorje, in der die Großstadt Wladiwostok liegt, wird ihre Quarantänevorschriften deutlich verschärfen. Ab Dienstag dürfen die Bewohner der Region nur noch mit einer Sondergenehmigung auf die Straße, teilte der Pressedienst der lokalen Regierung mit. Die Ausweise sollen an Personen ausgestellt werden, deren persönliche Präsenz am Arbeitsplatz unbedingt notwendig ist. / Interfax (RU)


Liste der am schlimmsten betroffenen Branchen bestätigt
09:00 Der russische Premierminister Michail Mischustin bestätigte eine Liste von insgesamt neun Branchen (rus.), die durch die Corona-Krise am schlimmsten betroffen sind. Dazu gehören insbesondere die Bereiche Gastronomie, Hotels und B2C im Servicebereich.


Corona-Krise: Zwei Schock-Szenarien
05:00 Russland hat zwei Schock-Szenarien der Corona-Krise für die Wirtschaft entwickelt, um Stresstests von systemrelevanten Unternehmen durchspielen zu können. Das mildere der beiden Entwicklungsszenarien geht davon aus, dass die Quarantänemaßnahmen und eine weitgehende Stilllegung der Wirtschaft bis Ende des 1. Halbjahres 2020 bestehen bleiben, und der Börsenpreis  für die russische Ölsorte Urals bei etwa 20 Dollar, die Inflationsrate bei 4,5% und der durchschnittliche Wechselkurs bei 80 Rubel pro Dollar liegen würden. Das zweite Entwicklungsszenario sieht dagegen noch härtere Quarantänemaßnahmen und eine Stilllegung der Wirtschaft bis zum Ende des dritten Quartals vor – sowie einen Ölpreis von 10 Dollar pro Barrel, eine Inflationsrate von 5,5% und einen Wechselkurs von 89 Rubel pro Dollar. Solche Stresstests ermöglichen es, die systemrelevanten Unternehmen in Hinsicht auf deren Fähigkeit zuzuordnen, ihre finanziellen Verbindlichkeiten von 2020 bis 2022 zu erfüllen. / RBC


Coronavirus-Eilmeldungen am 5. April 2020

658 neue Infizierte
13:31
 In Russland sind innerhalb eines Tages 658 neue Coronavirus-Infektionen festgestellt worden – davon 536 in der Hauptstadt Moskau. Insgesamt gibt es russlandweit 5389 registrierte Fälle. / Interfax (RU)


Wohnhäuser werden desinfiziert
11:10
 Alle Wohnhäuser in Moskau werden mindestens einmal pro Tag desinfiziert, teilte die lokale Verbraucherschutzbehörde mit. Dies betrifft u. a. Hauseingänge, Treppenhäuser, Aufzugkabinen, Türgriffe und Briefkästen. / Interfax (RU)


Schönheitssalons dürfen öffnen
10:20
 In Moskau dürfen Schönheitssalons, Massagestudios, Saunen, Bäder und Solarien ihren Betrieb im Zeitraum vom 5. April bis zum 1. Mai trotz Coronavirus fortsetzen. Voraussetzung ist eine medizinische Lizenz, heißt es in einem Erlass von Oberbürgermeister Sergej Sobjanin. / RBC (RU)


Fast 700.000 Tests durchgeführt
10:01
 In Russland sind zum aktuellen Zeitpunkt fast 700.000 Coronavirus-Tests durchgeführt worden, so die Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor. / Interfax (RU)

Coronavirus-Eilmeldungen am 4. April 2020

Arbeitgeber müssen Sicherheitsabstand gewährleisten
20:31
 Unternehmen und Institutionen in Moskau sind ab sofort verpflichtet, unter Mitarbeitern und Kunden einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu gewährleisten. Das kündigte Oberbürgermeister Sergej Sobjanin an. / Interfax (RU)


China liefert Schutzausrüstung
17:15
 Russland und China haben neuen Verträge zur Lieferung von Schutzausrüstung unterzeichnet, teilte das russische Industrieministerium mit. Demnach soll Peking eine Million Schutzanzüge und 80 Millionen medizinische Masken nach Russland exportieren. Anfang April hatte Präsident Wladimir Putin zudem gefordert, die inländische Produktion von Schutzausrüstung anzukurbeln. / Interfax (RU)


582 neue Infizierte
11:17
 Innerhalb eines Tages ist die Anzahl der Coronavirus-Infizierten in Russland um 582 gestiegen. Insgesamt gibt es nun 4731 Fälle. / Interfax (RU)

Coronavirus-Eilmeldungen am 3. April 2020

Komplette Einstellung des Luftverkehrs
16:05
Russland wird in der Nacht von Freitag auf Samstag alle Rückkehrer-Flüge für russische und ausländische Staatsangehörige vorübergehend einstellen, berichtet Interfax.


Regierung erläutert Verhaltensregeln im Ausnahmezustand
15:30
Premierminister Michail Mischustin hat eine Regierungsverfügung über Verhaltensregeln für Bürger und Einrichtungen bei erhöhter Bereitschaft oder im Katastrophenfall unterzeichnet.
Demnach wird angeordnet:

  • Ausweisdokumente bei sich zu tragen und bei Bedarf vorzulegen;
  • Handlungen zu unterlassen, die eine Gefahr für die Sicherheit, das Leben, die Gesundheit, das sanitär-epidemiologische Wohlbefinden anderer Personen darstellen können;
  • die Verbreitung wissentlich falscher Informationen über drohende oder angeblich eingetretene Katastrophenfälle zu unterlassen;
  • Einrichtungen sind verpflichtet, bei Benachrichtigungen über drohende oder eingetretene Katastrophenfälle ihre Mitarbeiter und andere Personen, die sich auf dem Einrichtungsgelände befinden, unverzüglich davon in Kenntnis zu setzen;
  •  ferner sind Einrichtungen verpflichtet, ihre Tätigkeit einzustellen, sofern im Katastrophenfall eine Bedrohung für die Sicherheit und das Leben ihrer Mitarbeiter und anderer Personen aufkommt.

Die vollständige Fassung der Regierungsverfügung ist auf dem Rechtsportal der russischen Regierung abrufbar.


Moskau lanciert eine Überwachungs-App für COVID-19-Patienten
15:03
Bewohner von Moskau, die mit leichten Beschwerden die Lungenkrankheit zu Hause auskurieren, erhalten nun Smartphones mit einer vorinstallierten App, die die Einhaltung der Quarantäne überwachen soll. / RBC


Eigene Datenbank für COVID-19-Patienten in Moskau
14:12
Die Moskauer Stadtduma teilt mit, Bewohner von Moskau mit bestätigter Corona-Infektion werden fotografiert. Die Fotos sollen in einer eigens erstellten Datenbank gespeichert werden. / Interfax


Erklärung der Zentralbankchefin
14:05
Die arbeitsfreien Tage in Russland könnten für die Wirtschaft einen Rückgang von 1,5 bis 2 Prozent des BIP bedeuten, erklärte die Zentralbankchefin Elwira Nabiullina. Sie sagte außerdem, die Notenbank sehe Möglichkeiten für eine „gewisse Senkung“ des Leitzinses im laufenden Jahr. Die Zentralbank werde den „richtigen Moment“ dafür aussuchen. In Bezug auf die Inflation erklärte Nabiullina, diese habe zwar in letzter Zeit zugelegt, doch im Jahresmittel ist die Inflation „immer noch deutlich unter vier Prozent“ / Zentralbank


Einfuhr von Medikamenten und medizinischen Waren von der Mehrwertsteuer befreit
14:00
Die russische Regierung befreit die Einfuhr von Medikamenten und medizinischen Waren von der Mehrwertsteuer. Regierungschef Michail Mischustin hat zudem eine Stundung von Pacht- und Mietzahlungen nicht nur für staatliches, sondern auch für privates Eigentum verkündet. Eigentümer von Immobilien erhalten im Gegenzug „Abschläge bei der Eigentumssteuer“. / government.ru


Schluss mit Homeoffice
13:35
Bundeskanzlerin Merkel ist wieder an ihrem Arbeitsplatz im Kanzleramt. Das hat Regierungssprecher Steffen Seibert mitgeteilt. Die 14-tägige vorsorgliche Quarantäne sei beendet. Die Kanzlerin wurde dreimal auf eine Corona-Infektion getestet. Alle Tests waren negativ. / Spiegel


Aufschlag für mehr Müll
12:10 Russlands Regierung will den regionalen Dienstleistern im Bereich Abfallentsorgung einen Teil der Einnahmeausfälle für den Zeitraum der Coronavirus-Epidemie aus den föderalen Haushaltsgeldern ausgleichen. Dies liegt daran, dass die Abfallmengen vor dem Hintergrund der „Selbstisolierung“ zunehmen, und die Belastung für die zuständigen regionalen Dienstleister steigt. Auch Banken sollen einen Teilausgleich für Einnahmeausfälle in Bezug auf Kredite an diese Dienstleister erhalten. Der Gesamtbetrag könnte sich auf ca. 10 bis 15 Mrd. Rubel belaufen. Die Einnahmeausfälle werden aber als doppelt so hoch bewertet. / RBC


Euro und Dollar verzeichnen Kursverluste
12:00 Der Euro schwächte sich zum ersten Mal seit dem 17. März auf 83 Rubel ab. Der Dollar fiel auf weniger als 77 Rubel – zum ersten Mal seit dem 18. März. / banki.ru


Geschäftsindex im Dienstleistungsbereich sinkt
09:16
 Der Geschäftsindex im russischen Dienstleistungsbereich verzeichnete im März den schlimmsten Absturz seit elf Jahren und rutschte auf 37,1 Punkte nach 52 Punkten im Vormonat, so die britische Agentur IHS Markit. / Interfax


Historische Tiefmarke
11:41
 In 19 Euro-Ländern wurde im März 2020 eine historische Tiefmarke des Einkaufsmanagerindex (EMI) verzeichnet. Der EMI ist im europäischen Durchschnitt von 51,6 Punkten im Vormonat auf nur 29,7 Punkte, und in Deutschland von 50,7 auf 35 Punkte geschrumpft. / Interfax

Coronavirus-Eilmeldungen am 2. April 2020

171 Milliarden Rubel für Russlands Regionen
17:23 Uhr: 171 Milliarden Rubel – umgerechnet rund 2 Milliarden Euro. So viel Geld ist im föderalen Staatshaushalt zur Stundung und Umstrukturierung von Haushaltskrediten (Kredite der öffentlichen Hand) sowie zum Ausgleich von Steuerausfällen in den Regionen reserviert worden, so der russische Premierminister Michail Mischustin. / RIA Novosti


1,4 Billionen Rubel für den Kampf gegen das Coronavirus
17:09 Uhr:
 Russland wird 1,4 Billionen Rubel (16,2 Mrd. Euro) zur Eindämmung des Coronavirus und dessen Folgen ausgeben, sagte Russlands Premier Michail Mischustin bei einer Schalte des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit Regierungsmitgliedern. / RIA Novosti


Merkel: Kontaktbeschränkungen verlängert über Ostern
16:22 Uhr:
 Bund und Länder in Deutschland haben die wegen des Coronavirus eingeführten Kontaktbeschränkungen bis zum 19. April verlängert, teilte Kanzlerin Angela Merkel mit. Auf private Besuche über Ostern solle verzichtet werden. / Tagesschau.de


Gesetz über die Förderung von Investitionen unterzeichnet
15:21 Uhr: Ein neues Gesetz über die Förderung von Investitionen, das von Präsident Wladimir Putin unterzeichnet wurde, soll günstige Rahmenbedingungen für Investoren schaffen. Zu den neuen Förderinstrumenten gehört insbesondere die Möglichkeit, Investitionsvorhaben durch Sondervereinbarungen mit zuständigen Behörden zu schützen. / RBK


Coronavirus-Infizierte werden überwacht
14:37 Uhr:
 Das russische Kommunikationsministerium hat ein umfassendes System zur Überwachung von Kontakten der Coronavirus-Infizierten eingeführt. Ein entsprechendes Schreiben ist an alle regionalen Dienststellenleiter versandt worden. Das System soll GPS-Daten von Smartphones von infizierten Personen und anderen Mobilfunknutzern auswerten, die sich in die Nähe von diesen Personen befinden. Die Rechtmäßigkeit der Datenerfassung wurde bereits von der Medienaufsicht Roskomnadsor bestätigt. Wedomosti


Kredit-Auszeit für Kleinunternehmer
13:12
Die Staatsduma hat ein Gesetz verabschiedet, wonach Bürgern, (Solo-)Selbstständigen und KMU ein Anspruch auf sogenannte Kreditferien eingeräumt wird. Vorgesehen ist somit ein Aufschub bei der Rückzahlung der Kreditsumme und der Zinsen. / RIA Novosti


Putin im Home-Office
13:00 Uhr:
 Präsident Wladimir Putin wird vor dem Hintergrund der weiterhin steigenden Infektionszahlen im Wesentlichen im Home-Office arbeiten, so sein Pressesprecher Dmitrij Peskow.


Rubel fällt bei Handelsbeginn
10:25
Bei der Handelseröffnung an der Moskauer Börse hat der Rubel zum Dollar und Euro nachgelassen. Der Dollar stieg entsprechend um 63,1 Kopeken auf 79 Rubel, der Euro um 32,54 Kopeken auf 86,83 Rubel. / Wedomosti


Sobjanin billigt zweites Maßnahmenpaket für Unternehmenshilfen
10:01
Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin hat Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft aufgrund der Corona-Pandemie gebilligt:

  1. Hotels und Residenten des Moskauer Innovationsclusters aus der Kategorie KMU erhalten Zugang zu Subventionen zwecks anteiliger Rückvergütung der Kosten für die Anschaffung neuer Ausrüstung.
  2. Franchising wird in das Programm für Unternehmer aufgenommen, die nach Subkonzessionsverträgen wirtschaftlich tätig sind.
  3. Kleine und mittlere Unternehmen können mit Subventionen zählen – in Höhe von bis zu 50 Prozent der Kosten für den Vertrieb von Waren und Dienstleistungen über Online-Plattformen sowie für die Bezahlung von Services, die von Online-Essenlieferdiensten erbracht werden (max. 700.000 Rubel bis Jahresende).
  4. Kreditanstalten erhalten Subventionen für die Bereitstellung von Krediten für KMU, die nicht älter sind als drei Jahre.
  5. Exporteure können sich Kosten für die Ausfuhr nicht nur von Waren, sondern auch von Dienstleistungen und „Ergebnissen intellektueller Tätigkeit“ erstatten lassen.
  6. Das Verzeichnis von Wirtschaftstätigen, die zu Subventionen für technische Entwicklungen (Engineering) berechtigt sind, wird ausgeweitet.

/ Webpräsenz des Moskauer Bürgermeisters


Haus verlassen per QR-Code
09:56
Die Moskauer Stadtregierung ist bereit, QR-Codes anzuwenden, um die Fortbewegung der Bürger in Zeiten der Selbstisolation zu überwachen. Die QR-Codes sind künftig jedes Mal beim Verlassen des Hauses zu nutzen. Zur Erstellung des QR-Codes ist eine Anmeldung über das Stadtportal www.mos.ru erforderlich. Die QR-Codes funktionieren, sobald eine entsprechende Rechtsverordnung der Moskauer Stadtregierung erlassen ist. / Interfax

Coronavirus-Eilmeldungen am 1. April 2020

171 Milliarden Rubel für Russlands Regionen
17:23 Uhr: 171 Milliarden Rubel – umgerechnet rund 2 Milliarden Euro. So viel Geld ist im föderalen Staatshaushalt zur Stundung und Umstrukturierung von Haushaltskrediten (Kredite der öffentlichen Hand) sowie zum Ausgleich von Steuerausfällen in den Regionen reserviert worden, so der russische Premierminister Michail Mischustin. / RIA Novosti


1,4 Billionen Rubel für den Kampf gegen das Coronavirus
17:09 Uhr:
 Russland wird 1,4 Billionen Rubel (16,2 Mrd. Euro) zur Eindämmung des Coronavirus und dessen Folgen ausgeben, sagte Russlands Premier Michail Mischustin bei einer Schalte des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit Regierungsmitgliedern. / RIA Novosti


Merkel: Kontaktbeschränkungen verlängert über Ostern
16:22 Uhr:
 Bund und Länder in Deutschland haben die wegen des Coronavirus eingeführten Kontaktbeschränkungen bis zum 19. April verlängert, teilte Kanzlerin Angela Merkel mit. Auf private Besuche über Ostern solle verzichtet werden. / Tagesschau.de


Gesetz über die Förderung von Investitionen unterzeichnet
15:21 Uhr: Ein neues Gesetz über die Förderung von Investitionen, das von Präsident Wladimir Putin unterzeichnet wurde, soll günstige Rahmenbedingungen für Investoren schaffen. Zu den neuen Förderinstrumenten gehört insbesondere die Möglichkeit, Investitionsvorhaben durch Sondervereinbarungen mit zuständigen Behörden zu schützen. / RBK


Coronavirus-Infizierte werden überwacht
14:37 Uhr:
 Das russische Kommunikationsministerium hat ein umfassendes System zur Überwachung von Kontakten der Coronavirus-Infizierten eingeführt. Ein entsprechendes Schreiben ist an alle regionalen Dienststellenleiter versandt worden. Das System soll GPS-Daten von Smartphones von infizierten Personen und anderen Mobilfunknutzern auswerten, die sich in die Nähe von diesen Personen befinden. Die Rechtmäßigkeit der Datenerfassung wurde bereits von der Medienaufsicht Roskomnadsor bestätigt. Wedomosti


Kredit-Auszeit für Kleinunternehmer
13:12
Die Staatsduma hat ein Gesetz verabschiedet, wonach Bürgern, (Solo-)Selbstständigen und KMU ein Anspruch auf sogenannte Kreditferien eingeräumt wird. Vorgesehen ist somit ein Aufschub bei der Rückzahlung der Kreditsumme und der Zinsen. / RIA Novosti


Putin im Home-Office
13:00 Uhr:
 Präsident Wladimir Putin wird vor dem Hintergrund der weiterhin steigenden Infektionszahlen im Wesentlichen im Home-Office arbeiten, so sein Pressesprecher Dmitrij Peskow.


Rubel fällt bei Handelsbeginn
10:25
Bei der Handelseröffnung an der Moskauer Börse hat der Rubel zum Dollar und Euro nachgelassen. Der Dollar stieg entsprechend um 63,1 Kopeken auf 79 Rubel, der Euro um 32,54 Kopeken auf 86,83 Rubel. / Wedomosti


Sobjanin billigt zweites Maßnahmenpaket für Unternehmenshilfen
10:01
Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin hat Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft aufgrund der Corona-Pandemie gebilligt:

  1. Hotels und Residenten des Moskauer Innovationsclusters aus der Kategorie KMU erhalten Zugang zu Subventionen zwecks anteiliger Rückvergütung der Kosten für die Anschaffung neuer Ausrüstung.
  2. Franchising wird in das Programm für Unternehmer aufgenommen, die nach Subkonzessionsverträgen wirtschaftlich tätig sind.
  3. Kleine und mittlere Unternehmen können mit Subventionen zählen – in Höhe von bis zu 50 Prozent der Kosten für den Vertrieb von Waren und Dienstleistungen über Online-Plattformen sowie für die Bezahlung von Services, die von Online-Essenlieferdiensten erbracht werden (max. 700.000 Rubel bis Jahresende).
  4. Kreditanstalten erhalten Subventionen für die Bereitstellung von Krediten für KMU, die nicht älter sind als drei Jahre.
  5. Exporteure können sich Kosten für die Ausfuhr nicht nur von Waren, sondern auch von Dienstleistungen und „Ergebnissen intellektueller Tätigkeit“ erstatten lassen.
  6. Das Verzeichnis von Wirtschaftstätigen, die zu Subventionen für technische Entwicklungen (Engineering) berechtigt sind, wird ausgeweitet.

/ Webpräsenz des Moskauer Bürgermeisters


Haus verlassen per QR-Code
09:56
Die Moskauer Stadtregierung ist bereit, QR-Codes anzuwenden, um die Fortbewegung der Bürger in Zeiten der Selbstisolation zu überwachen. Die QR-Codes sind künftig jedes Mal beim Verlassen des Hauses zu nutzen. Zur Erstellung des QR-Codes ist eine Anmeldung über das Stadtportal www.mos.ru erforderlich. Die QR-Codes funktionieren, sobald eine entsprechende Rechtsverordnung der Moskauer Stadtregierung erlassen ist. / Interfax

März

Coronavirus-Eilmeldungen am 31. März 2020


Update: Gesetzespaket zur Krisenbekämpfung
17:00 Uhr: Die Staatsduma hat am Nachmittag einer Reihe von weiteren Gesetzesentwürfen zur Bekämpfung von Coronavirus und seiner Folgen zugestimmt:
•    zur umgehenden Umverteilung von Haushaltsmitteln 2020, ohne Änderung des Haushaltsgesetzes;
•    zur Besteuerung des Couponertrags von allen Anleihen in Höhe von 13 Prozent;
•    zur Rückerstattung für stornierte Reisen aus dem „Fonds der Eigenverantwortung von Reiseveranstaltern“;
•    zur Verschiebung des Inkrafttretens des Gesetzes über Fotobelege bei Kfz-Zulassung auf den 1. März 2021;
•    zur Aussetzung von behördlichen Prüfungen bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Zeitperiode vom 1. April bis 31. Dezember 2020.

Im Rahmen eines Gesetzesentwurfs über Maßnahmen zur Vorbeugung und Beseitigung von außerordentlichen Situationen sollen einzelne Vorschriften des Gesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen abgemildert werden. Es geht insbesondere darum, dem Verteidigungsministerium und dessen Behörden Bezug von Waren oder Dienstleistungen von einem Alleinlieferanten zu ermöglichen.

Weitere Gesetzesänderungen sollen es den Regionen ermöglichen, private Kliniken in das Register von Einrichtungen aufzunehmen, die im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung (das sog. OMS-System) funktionieren.

Ein Teil der Gesetzesentwürfe, denen die Staatsduma heute Vormittag zugestimmt hat, wurde bereits auch vom Föderationsrat verabschiedet. Die Sprecherin des Föderationsrates Walentina Matwijenko erklärte, die Senatoren würden sich das nächste Mal am Donnerstag, den 2. April, treffen, um Antikrisengesetze zu verabschieden. / sozd.duma.gov.ru, Interfax


Chefarzt der Moskauer Infektionsklinik mit Coronavirus infiziert
16:13 Uhr
: Der Chefarzt der Infektionsklinik im Moskauer Außenbezirk Kommunarka, Denis Prozenko, ist mit Coronavirus infiziert. Der russische Staatschef Wladimir Putin hat vorige Woche die Klinik besucht und unter anderem Denis Prozenko getroffen. Kremlsprecher Dmitri Peskow betonte, Putin werde regelmäßig auf das Coronavirus getestet. „Es ist alles in Ordnung.“ / TASS


Ab 3. April: bei Quarantäne-Verstoß Verwarnung per SMS
13:45 Uhr
: Russlands Regierungschef Michail Mischustin will angesichts der Corona-Krise härter gegen Quarantäne-Sünder vorgehen. In seinem Auftrag werden nun folgende Maßnahmen erarbeitet.

Das russische Ministerium für Kommunikation und Massenmedien soll auf der offiziellen Online-Plattform gosuslugi.ru („Einheitliches Portal für staatliche Dienstleistungen“) eine digitale Vorlage für Russen bereitstellen, die sich auf diesem Weg nach ihrer Rückkehr aus dem Ausland anmelden und unter anderem angeben müssen, wo genau sie die vorgeschriebene Quarantänezeit verbringen.

Das Kommunikationsministerium, das Außenministerium und das Verkehrsministerium sollen sicherstellen, dass die Einreisenden per SMS auf diese Anmeldepflicht hingewiesen werden.

Das Kommunikationsministerium, das Innenministerium, das Gesundheitsministerium und die russische Aufsichtsbehörde für Konsumentenschutz und Gesundheitsschutz Rospotrebnadsor sollen zudem sicherstellen, dass bereits ab 3. April Quarantäne-Sünder bei Verstößen per SMS sowie über die gosuslugi-Plattform verwarnt werden. Gleichzeitig soll das Innenministerium entsprechend informiert werden. / government.ru


Keine Besucher im Gefängnis
13:33 Uhr
: Aufgrund der Corona-Pandemie hat die russische Gefängnisbehörde FSIN Einschränkungen verkündet. So wird die Aufnahme von Angeklagten und Tatverdächtigen in sieben von acht Untersuchungshaftanstalten in Moskau ausgesetzt. Außerdem sind dort keine Besucher erlaubt, das betrifft auch Anwälte. Sämtliche ermittlungstechnische Auswärtstermine für Inhaftierte sind derzeit auch verboten. / Interfax


Neuer Antirekord beim Ölpreis
13:00 Uhr
: Die russische Ölsorte Urals hat gestern einen neuen Antirekord aufgestellt – mit dem auf 13 US-Dollar pro Barrel eingebrochenen Preis. / Argus


Halbes Land in Selbstisolation
12:35 Uhr
: Knapp die Hälfte der Regionen Russlands sind bereits dem Moskauer Beispiel gefolgt und haben Ausgangssperre verhängt. / TASS


Gesetzespaket zur Krisenbekämpfung
12:30 Uhr: Gleich mehrere Gesetzesentwürfe im Zusammenhang mit dem Coronavirus durchliefen heute, am 31. März, drei Lesungen in der russischen Staatsduma. Wir haben die wichtigsten Maßnahmen zusammengefasst. 

Wirtschaftsbezogene Gesetzesentwürfe:

  1. Aufbau einer parlamentarischen Kommission, die 2020 Ausgaben aus dem Haushalt für den Kampf gegen das Coronavirus und zur Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen verteilen soll.
  2. Besteuerung der Zinserträge von Bankdepositen sowie der Erträge aus Forderungswertpapieren, sofern diese Beträge eine Million Rubel überschreiten.
  3. Vollmachten für die föderale Regierung, beim Haushaltsdefizit auf Inlands- und Auslandsanleihen im laufenden Jahr 2020 zurückzugreifen und im Notfall auch die Obergrenze der Innen- und Außenverschuldung zu überschreiten.
  4. Vollmachten für die föderale Regierung zur Stundung von Steuerzahlungen im laufenden Jahr 2020.
  5. Vollmachten für die föderale Regierung, im laufenden Jahr 2020 mehr Sachwerte aus dem Staatsfonds der Russischen Föderation veräußern zu können, um damit das Haushaltsdefizit auszugleichen.
  6. Vollmachten für die föderale Regierung, in Ausnahmesituationen wie z.B. beim Notstand ein Moratorium für die Einleitung von Insolvenzverfahren einzuführen.
  7. Auszahlung von Krankengeld, welches nicht weniger als der gesetzliche Mindestlohn sein darf.

Strafen und Haftung:

Schärfere Strafen für Fake News für natürliche und juristische Personen: Wer wissentlich Falschinformationen verbreitet, die Leben und Gesundheit gefährden, muss mit Bußgeldern in Höhe von 300.000 bis 2 Millionen Rubel (für natürliche Person) bzw. von 1,5 bis 10 Millionen Rubel (für juristische Person) rechnen.

  • Mehr Haftung für Verstöße gegen Hygienevorschriften: Der Gesetzesentwurf sieht Verwarnungsgelder in Höhe von 15.000 bis 40.000 Rubel für Normalbürger, 50.000 bis 150.000 Rubel für Amtspersonen und 200.000 bis 500.000 für Unternehmen und Einrichtungen, deren Betrieb zusätzlich für einen Zeitraum von bis zu 30 Kalendertage eingestellt werden solll. Wenn aber solche Verstöße (ohne strafrechtlich relevante Handlungen) eine Beeinträchtigung der Gesundheit oder den Tod zur Folge haben, dann drohen Bußgelder für natürliche Personen in Höhe von bis zu 300.000 Rubel und für Amtspersonen bis zu 500.000 Rubel sowie eine Berufssperre für bis zu drei Jahre.
  • Strafrechtliche Haftung für Verstöße gegen Hygienevorschriften, die eine Masseninfektion zur Folge haben, sollen künftig mit einer Geldstrafe von bis zu zwei Millionen Rubel und einer Haftstrafe von bis zu sieben Jahren geahndet werden.  

Die Staatsduma hat auch einen Gesetzesentwurf verabschiedet, welcher der russischen Regierung das Recht gewährt, den Ausnahmezustand im gesamten Hoheitsgebiet der Russischen Föderation zu verhängen. Teil dieses Gesetzentwurfs sind auch Novellen, die Wahlkommissionen dazu befähigen, die Durchführung von Wahlen und Referenden bei Ausnahmezustand zu verschieben. 

Auch weitere Gesetzesentwürfe zur Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise werden erarbeitet bzw. befinden sich in der ersten oder zweiten Lesung. (Stand: 31. März, 12:30 Uhr).

Quellen: Digitale Datenbank der Staatsduma, Interfax


Über 2000 Infizierte
12:00 Uhr:
Die Anzahl der Coronavirus-Infizierten in Russland ist innerhalb eines Tages um 500 (+27 Prozent) auf insgesamt 2337 gestiegen. In Moskau sind insgesamt 1613 Fälle gemeldet, 387 davon neu. / Interfax


Keine Hochzeiten in der Corona-Zeit
11:56 Uhr:
Die Standesämter in Russland werden dazu angehalten, bis zum 1. Juni 2020 keine Eheschließungen sowie auch keine Scheidungen durchzuführen. Mit diesem Vorschlag wandte sich das russische Justizministerium an die Regionalverwaltungen. / RBC


Neue Corona-Maßnahmen in Moskau
10:16 Uhr:
Die Moskauer sollen vom 1. April bis 30. Juni 2020 von Sanierungsabgaben befreit werden; damit sind Pflichtgebühren für die Überholung von Mehrfamilienhäusern gemeint. Diese Entscheidung verkündete heute Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin. Gleichzeitig werden auch alle bisher geführten Sanierungsarbeiten gestoppt, um die Selbstisolation der Stadtbewohner nicht zu stören. Zudem gibt es seitens der Stadtregierung eine weitere Einschränkung: So sollen ab 31. März in Moskau alle Wettbüros und ähnliche Einrichtungen geschlossen bleiben. / Interfax 1, Interfax 2


Coronavirus-Eilmeldungen am 30. März 2020

Ölpreisprognose
17:11 Uhr:
 Die Bank of America senkte ihre Prognose für die Ölpreise in den Jahren 2020 und 2021. Die Bankanalytiker gehen nun von einem Brent-Preis von 37 Dollar je Barrel im Jahr 2020 und von 45 Dollar je Barrel 2021 aus. Der WTI-Preis würde sich entsprechend je Barrel auf 32 Dollar und 42 Dollar belaufen. Die Experten können nicht ausschließen, dass beide Erdölsorten zeitweise auch für weniger als 20 Dollar je Barrel gehandelt werden könnten. / gazeta.ru, Interfax


Putin wertet die Nichteinhaltung von Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus als „strafbare Nachlässigkeit“
16:00 Uhr:
 Wladimir Putin forderte die Gouverneure und Verwaltungschefs in den Regionen dazu auf, die Einhaltung von Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sicherzustellen sowie die soziale und wirtschaftliche Situation vor Ort stabil zu halten. Der russische Präsident betonte die Notwendigkeit, alle Entscheidungen in den Regionen mit der föderalen Ebene zu koordinieren. Die Maßnahmen, die in der Stadt Moskau und im Moskauer Gebiet am 30. März eingeführt wurden und die Mobilität der Bürger wesentlich einschränken, bewertete Putin als „begründet und notwendig“. Verstöße gegen die zuvor in ganz Russland eingeführte Einstellung der Freizeitangebote bezeichnete Putin hingegen als „strafbare Nachlässigkeit“. / Kreml


Lamoda verkauft Lebensmittel und bittet Kunden, zu Hause zu bleiben
14:54 Uhr:
 Der Online-Versandhändler für Schuhe, Mode und Accessoires Lamoda bietet nun auch Lebensmittel an, die lange haltbar sind (u.a. Teigwaren, Gewürze, Tee und Kaffee). So will Lamoda ihre Kunden dazu bewegen, zu Hause zu bleiben. Die breite Angebotspalette kann dazu beitragen, die Anzahl von Zulieferungen und damit auch von Kontakten zwischen Menschen zu reduzieren, so Lamoda. / Wedomosti


Neuer Termin für Olympische Spiele in Tokio steht fest
14:52 Uhr: Die Olympischen Sommerspiele in Tokio sollen im kommenden Jahr vom 23. Juli bis zum 8. August stattfinden, und die Paralympics – vom 25. August bis zum 6. September. Die Olympischen Spiele 2020 wurden im Zuge der Ausbreitung des Coronavirus auf 2021 verschoben. / TASS


Yandex misst die Einhaltung der Hausquarantäne
13:05 Uhr: Der russische IT-Konzern Yandex wertet das Niveau der Einhaltung der Hausquarantäne durch Bewohner diverser Städte in Russland sowie in ausgewählten Nachbarländern aus. Dazu wurde vom Yandex ein Quarantäne-Index erarbeitet: Je höher der Wert, desto besser werden die Vorschriften eingehalten, und umgekehrt. / Interfax


302 neue COVID-19-Fälle
12:00 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Russland ist um 302 neue Fälle gewachsen und beträgt bereits insgesamt 1836. / стопкоронавирус.рф (RU)


Moskau geht bei Corona-Krise in die Offensive – die Regionen sollen nachziehen
11:40 Uhr
: Russlands Ministerpräsident Michail Mischustin regte heute eine landesweite Ausgangssperre an. Die Gouverneure und Verwaltungschefs in den Regionen sollten bei Corona-Krise auf die Erfahrung in Moskau achten und entsprechende Vorbereitungen treffen. Dazu soll es eine Schaltkonferenz mit dem Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin geben. / TASS


Zustand der Coronavirus-Patienten
11:27 Uhr
: Nach Angaben des russischen Gesundheitsministeriums befinden sich momentan 32 Coronavirus-Patienten in einem schweren Zustand. / TASS


Jeder Fünfte hält sich an Quarantäne-Regeln
10:20 Uhr
: Eine Umfrage im Messenger Telegram, die vom Autorenteam der Internetseite стопкоронавирус.рф durchgeführt wurde, zeigt: Fast 20 Prozent der Russen bleiben zu Hause. Die Hälfte der Befragten verlassen ihre Wohnungen nur in dringenden Fällen. Für weitere sieben Prozent geht das Leben wie gewohnt weiter, sie müssen nur laut Eigenaussage häufiger Hände waschen und Atemschutzmasken in der Öffentlichkeit tragen. Nur drei Prozent der Befragten halten sich an gar keine Vorschriften. An der Telegram-Umfrage beteiligten sich 7000 Personen. Die gleiche Umfrage wurde auch im Viber-Messenger durchgeführt, mit ähnlichen Ergebnissen. / стопкоронавирус.рф (RU)


Ölpreise weiter im Sinkflug
07:48 Uhr:
 Der Brent-Ölpreis fiel am frühen Montagmorgen um bis zu knapp acht Prozent auf 22,84 Dollar je Barrel und sackte dabei auf den tiefsten Stand seit November 2002 ab. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI rutschte unter die Marke von 20 Dollar (19,92 Dollar). Das ist der niedrigste Wert seit Februar 2002. Der Preis für die russische Ölsorte Urals ist am Freitag, den 27. März, auf 18 US-Dollar pro Barrel eingebrochen – auf den Stand von 1999. / InterfaxRBCFinanz.ruRosbalt


Zigaretten und Zeitungen nicht lebensnotwendig
00:00 Uhr: 
Die russische Regierung hat spät am Sonntag die Liste der lebensnotwendigen Güter, die in der arbeitsfreien Woche besorgt werden können, nachkorrigiert. Demnach gehören folgende Waren nicht in die Liste: Smartphones, Baustoffe, Autoersatzteile, Waren für den Garten- und Landschaftsbedarf, Tabakwaren, Printmedien, Brillen und Kontaktlinsen. / government.ru

Coronavirus-Eilmeldungen am 29. März 2020

Ausgangssperre in Moskau
20:30 Uhr:
 Die Stadt Moskau und das Gebiet Moskau haben im Zuge der Coronavirus-Pandemie eine Ausgangssperre für alle Bürger verhängt. Ab Montag, den 30. März, ist es verboten, die eigene Wohnung bzw. das eigene Haus zu verlassen. Es gelten folgende Ausnahmen:

- Fahrt zum Arbeitsplatz und zurück (bei Unternehmen, die nicht von den Einschränkungen betroffen sind, z. B. Supermärkte und Apotheken);
- Notfallsituationen;
- Ausführen von Haustieren im Umkreis von 100 Metern des Wohnorts;
- Wegbringen von Müll;
- Einkaufen von Lebensmitteln.

In der Öffentlichkeit muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen gewahrt werden (Ausnahme: Taxis). Arbeitgeber müssen Maßnahmen umsetzen, um den Mindestabstand unter ihren Mitarbeitern zu gewährleisten.

Zu einem späteren Zeitpunkt soll eine Sondergenehmigung („propusk“) nötig sein, um die Wohnung zu verlassen. Dafür müssen zunächst die technischen Voraussetzungen geschaffen werden, heißt es im aktualisierten Erlass der Moskauer Stadtregierung.

Weitere Details dazu werden später bekannt gegeben. Die Ein- und Ausfahrt in die bzw. aus der Stadt ist nach wie vor erlaubt.

Coronavirus-Eilmeldungen am 27. März 2020

Auflistung relevanter Branchen für Staatshilfen
17:00
Russlands Wirtschaftsministerium (Minekonomraswitija) hat 22 Branchen identifiziert, die aufgrund der Situation mit dem Coronavirus erhalten als erste Staatshilfen sollen. Die Auflistung ist auf der Website des Ministeriums abrufbar.


20 Prozent der Infizierten hatten Russland vorher nicht verlassen
12:21
20 Prozent der Corona-Infizierten in Russland haben sich infolge von Kontakten angesteckt. Sie hatten Russland nicht verlassen, haben sich jedoch durch Kontakte zu Corona-Kranken infiziert. / TASS


Schnelltestsystem
12:21
In Russland ist ein neues Schnelltestverfahren für das Coronavirus entwickelt worden, drei neue Tests werden gegenwärtig erprobt. Einer davon soll das Virus innerhalb von drei Stunden ermitteln können. / TASS, TASS 2


Mehr als 1000 Infektionen
11:20 Uhr: 
Die Anzahl der Coronavirus-Infizierten in Russland ist innerhalb eines Tages um 196 auf insgesamt 1036 gestiegen. 157 der neuen Fälle sind in Moskau festgestellt worden.


Tourismus-Beschränkungen in Sotschi
10:26 Uhr: 
Präsident Wladimir Putin hat die kommende Woche wegen der Coronavirus-Pandemie zur arbeitsfreien Woche erklärt – kurz darauf sind die Hotelbuchungen in der Schwarzmeerstadt Sotschi in die Höhe geschossen. Deshalb hat das Gebiet Krasnodar, in dem Sotschi liegt, neue Einschränkungen eingeführt: Einkaufszentren, Parks und Restaurants werden geschlossen, Hotels dürfen keine neuen Reservierungen annehmen. Der Bürgermeister von Sotschi appellierte in den sozialen Netzwerken an alle Russen, die Stadt in der nächsten Woche nicht zu besuchen. / Interfax (RU)


Moskauer Maßnahmen werden auf Regionen ausgeweitet

01:26 Wie in der russischen Hauptstadt müssen gastronomische Betriebe überall in Russland vom 28. März bis 5. April den Betrieb einstellen, Lieferdienste ausgeschlossen. / government.ru


Sparen an Mitarbeitern in Zeiten der Corona-Krise
00:00
Laut einer Umfrage des Zentrums für strategische Entwicklungen nimmt sich die Hälfte der Firmen in Russland vor, die Belegschaft um ca. 13 Prozent zu kürzen. Ein Drittel der Unternehmen hat seine Personalstrategie bereits umgestellt: Mitarbeiter sind dauerhaft mit Lohnkürzungen ins Home-Office versetzt worden, die Zahl der Mitarbeiter wurde reduziert, die Gehälter wurden gekürzt. 40 Prozent der Unternehmen planen solche Maßnahmen für die Zukunft. Jedes fünfte Unternehmen plant Lohnkürzungen. Dabei verzeichnen 26 Prozent der Unternehmen Umsatzeinbußen, 44 Prozent der Firmen gehen von künftigen Umsatzrückgängen aus. 63 Prozent der befragten Unternehmen haben erklärt, vom Insolvenzrisiko betroffen zu sein. An der März-Umfrage haben 500 Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen teilgenommen. / RBC

Coronavirus-Eilmeldungen am 26. März 2020

Putin: Coronavirus schlimmer als Finanzkrise 2008
18:15 Uhr: Die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie werden weitreichender sein als die der Weltfinanzkrise 2008, sagte Russlands Präsident Wladimir Putin auf dem heutigen virtuellen G20-Gipfel. Die größte Gefahr bestehe in der Massenarbeitslosigkeit. / Vedomosti


Bosch entwickelt Corona-Schnelltest
17:56 Uhr
: Das deutsche Unternehmen Bosch Healthcare Solutions hat in Zusammenarbeit mit dem nordirischen Unternehmen Randox einen vollautomatisierten Coronavirus-Schnelltest entwickelt, bei dem das Testergebnis innerhalb von wenigen Stunden vorliegen soll. „Mit dem Schnelltest wollen wir einen Beitrag zur möglichst raschen Eindämmung der Corona-Pandemie leisten. Infizierte Patienten können schneller identifiziert und isoliert werden“, so Bosch-Chef Volkmar Denner. / Handelsblatt (DE)


500 Verstöße geahndet
16:49 Uhr: 
Mehr als 500 Personen, die sich nicht an Quarantänevorgaben gehalten haben, sind zur Rechenschaft gezogen worden, meldet das russische Innenministerium. Wer sich nach der Einreise aus dem Ausland nicht an die Pflicht zur 14-tägigen Selbstquarantäne hält und dadurch Infektionen oder sogar Tode verursacht, muss mit empfindlichen Geld- und Haftstrafen rechnen. / Vedomosti (RU)


Kasachstan verschärft Anti-Corona-Maßnahmen
16:40 Uhr: In den kasachischen Städten Nur-Sultan und Almaty ist es ab sofort verboten, die Wohnung bzw. das Haus zu verlassen – mit Ausnahme von Einkäufen in Lebensmittelgeschäften und Apotheken. Es ist auch weiterhin erlaubt, auf die Arbeit zu gehen. Öffentliche Plätze wie Parks oder Einkaufspromenaden werden abgeriegelt. Zudem ist es verboten, sich in Gruppen von mehr als drei Personen (außer Familienmitglieder) zu versammeln. / Interfax (RU)


182 neue Infizierte
11:23
 Uhr: Die Anzahl der Coronavirus-Infizierten in Russland ist innerhalb eines Tages um 27% auf insgesamt 840 Fälle gestiegen. / Interfax (RU) 


Geschäfte in Moskau schließen
10:43
 In Moskau schließen ab 28. März alle Geschäfte, ausgenommen Einzelhandelsbetriebe für Lebensmittel und sonstige Güter des täglichen Gebrauchs./ https://www.mos.ru


Russland stellt Flugverkehr ein
10:27 Uhr:
 Russland streicht ab 27. März alle internationalen Flugverbindungen – sowohl reguläre als auch Charterflüge. Ausgenommen sind Flüge, die notwendig sind, um in anderen Ländern gestrandete Russen nach Hause zu holen, sowie andere Sonderflüge. Eine entsprechende Anweisung von Premierminister Michail Mischustin an die russische Luftverkehrsbehörde Rosawiazija ist auf der Seite der Regierung zu finden. / Government.ru

Coronavirus-Eilmeldungen am 25. März 2020

Putins Rede an die Nation
16:27 Uhr:
 Präsident Wladimir Putin hat angekündigt, dass die am 22. April geplante Volksabstimmung wegen des Coronavirus verlegt wird. Der neue Termin wird später mitgeteilt. Darüber hinaus hat Putin die nächste Arbeitswoche vom 28. März bis zum 5. April zu Feiertagen erklärt. Zudem müssen kleine und mittlere Unternehmen in den nächsten sechs Monaten keine Steuern zahlen - mit Ausnahme der Mehrwertsteuer. / Mehr Informationen hier 


In Moskau wird das gesamte Freizeitangebot eingestellt
14:15 Uhr: Die Moskauer Stadtregierung führt ab dem 26. März 2020 zusätzliche Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus ein. Eingestellt werden jegliche Freizeitveranstaltungen sowohl in Innenräumen als auch im Freien, unabhängig von der Teilnehmerzahl. Nicht gestattet ist das Rauchen von Wasserpfeifen in gastronomischen Einrichtungen wie Restaurants, Bars und Cafés. Ab morgen wird der Betrieb von Kinos, Büchereien und sonstigen Freizeiteinrichtungen eingestellt. Auch Einkaufszentren, Dienstleistungszentren wie „Moi Dokumenty“ („Meine Dokumente“) und Zahnkliniken müssen ihren Betrieb massiv einschränken. Ältere Menschen, chronisch Kranke und Studierende werden im öffentlichen Personennahverkehr, den sie sonst kostenlos nutzen, zur Kasse gebeten. Mehr dazu./ Собянин.ру


33% mehr Infizierte
11:43 Uhr:
 Innerhalb eines Tages ist die Anzahl der Coronavirus-Infizierten in Russland um 33% von 495 auf 658 gestiegen. In 20 Regionen wurden neue Fälle registriert. / стопкоронавирус.рф, Interfax

Coronavirus-Eilmeldungen am 24. März 2020

Olympische Spiele verschoben
15:51 Uhr:
 Die Olympischen Sommerspiele in Tokio sollen um ein Jahr verlegt werden. Darauf haben sich der japanische Premierminister Shinzo Abe und IOC-Präsident Thomas Bach in einem Telefonat am Dienstag geeinigt. / TASS (RU)


Härtere Strafen für Nichteinhaltung der Quarantäne
15:21 Uhr:
 Am 31. März wird die Staatsduma einen Gesetzentwurf erörtern, der Änderungen des Strafgesetzbuches bezüglich Quarantänemaßnahmen vorsieht. Bei Nichteinhaltung der Regeln können künftig Bußgelder in Höhe von 0,5 bis 1 Mio. Rubel drohen und eine Haftstrafe von 3 bis 5 Jahren. Im Falle einer vorsätzlichen Verletzung, die zu Massenerkrankungen führt oder den Tod einer Person verursacht, kann eine Geldbuße bis zu 2 Millionen Rubel betragen und eine Haftstrafe von 3 bis 5 Jahren. Bei einem Verstoß, der den Tod von zwei oder mehr Personen verursacht, drohen 7 Jahre Haft./ Interfax


13% mehr Infizierte
14:20 Uhr:
 Innerhalb eines Tages ist die Anzahl der Coronavirus-Infizierten in Russland um 13% von 438 auf 495 gestiegen. / стопкоронавирус.рф


VW setzt Produktion auch in Russland aus
11:32 Uhr:
 Ab der kommenden Woche wird Volkswagen die Produktion in seinen Werken in Kaluga und Nischnij Nowgorod bis zum 10. April einstellen. Der Grund: Probleme bei den Lieferketten wegen der Corona-Krise. In der vergangenen Woche hatte VW bereits in allen deutschen und vielen europäischen Werken die Produktion aufgrund unterbrochener Lieferketten, der stark gesunkenen Nachfrage und der Ansteckungsrisiken in den Fabriken ausgesetzt. / dpa, Süddeutsche ZeitungRIA


Vorbeugende Maßnahmen der Zentralbank
11:13 Uhr:
 Die russische Zentralbank empfiehlt Banken, Geldscheine drei bis vier Tage aufzubewahren, bevor sie als Bargeld an Kunden ausgegeben oder in Geldautomaten aufgeladen werden. Der Grund: Das Coronavirus kann laut Weltgesundheitsorganisation bis zu vier Tage auf Geldscheinen überleben. Zudem empfiehlt sie, regelmäßige Desinfektionen von Geldautomaten, Kassen und SB-Terminals durchzuführen sowie Kunden kontaktlose Bezahlverfahren anzubieten. / Interfax (RU)


Schwer betroffene Provinz Hubei hebt Blockade auf
08:24 Uhr:
 In der zentralchinesischen Provinz Hubei, wo der Ausbruch des Coronavirus seinen Ausgang genommen hatte, sollen ab 25. März Reiseverbote aufgehoben werden. Wie die Lokalregierung von Hubei mitteilte, sollen Menschen die Provinz ab Mittwoch um Mitternacht wieder verlassen dürfen, die Stadt Wuhan, die besonders schwer betroffen war, ab dem 8. April. China hatte vergangene Woche erstmal landesweit keine lokalen Neuinfektionen gemeldet. Heute teilte die Pekinger Gesundheitskommission über neue 78 Fälle mit. FAZTASS (RU), Interfax (RU)


Verzicht auf die KMU-Kontrollen
08:12 Uhr:
 Das russische Wirtschaftsministerium schlägt vor, auf Routineinspektionen der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bis Ende des Jahres zu verzichten, bei Großunternehmen bis zum 1. Mai. Planmäßige Kontrollen sollen nur wegen Schäden am Arbeitsplatz und nur mit Genehmigung der Staatsanwaltschaft durchgeführt werden dürfen. Darüber hinaus schlägt das Ministerium vor, Unternehmen bis sechs Monate nach Ablauf der Lizenz arbeiten zu lassen. Das Dokument mit entsprechenden Vorschlägen wurde an die russische Regierung geschickt. / VedomostiTASS

Coronavirus-Eilmeldungen am 23. März 2020

Mehr systemrelevante Firmen
11:27 Uhr:
 Die russische Regierung hat die Liste der „systemrelevanten Unternehmen“ von 200 auf 600 erweitert. Neben Airlines wie S7 oder Utair und Flughäfen wie Pulkowo oder Domodedowo sind dort auch Einzelhändler wie WkusWill oder Auchan sowie Fast-Food-Ketten wie McDonald’s gelistet. Als systemrelevant gelten Unternehmen, die besonders wichtig für die russische Wirtschaft sind. / Vedomosti (RU)


Handydaten werden ausgewertet
09:40 Uhr
:
 Das russische Kommunikationsministerium wird Bürger identifizieren, die Kontakt zu Coronavirus-Infizierten hatten. Dazu sollen Nutzungsdaten von Mobilfunkgeräten ausgewertet werden. Dies hat Premierminister Michail Mischustin angeordnet. / Interfax (RU)


71 neue Corona-Fälle
09:15 Uhr:
 Innerhalb eines Tages ist die Anzahl der Coronavirus-Infizierten in Russland um 71 auf insgesamt 438 Personen gestiegen, sagte Premierminister Michail Mischustin. Das ist der bisher schnellste Anstieg an einem Tag. Weltweit gibt es 340.000 gemeldete Fälle, in Deutschland knapp 25.000. Mehr als 14.700 Personen sind an den Folgen einer Infektion gestorben, fast 99.000 sind wieder geheilt. / Vedomosti (RU)


Ausgangsbeschränkung für Ältere
9:00 Uhr:
 Die Stadt Moskau hat Ausgangsbeschränkungen für Personen über 65 Jahre sowie für Personen mit chronischen Erkrankungen, z. B. Diabetes, Asthma oder Krebs, verhängt. Betroffene dürfen nicht zur Arbeit gehen und müssen öffentliche Orte meiden. Wer eine Krankschreibung benötigt, kann diese über die Hotline +7 (495) 870 45 09 beantragen. Es soll weiterhin möglich sein, Lebensmittel einzukaufen und Apotheken zu besuchen. Manager sowie Mitarbeiter, deren Anwesenheit für die Firma bzw. Organisation von entscheidender Bedeutung sind, müssen sich nicht an die Beschränkungen halten. Die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen wird mit einer Einmalzahlung von 4.000 Rubel (46 Euro) belohnt. / Dekret der Moskauer Stadtregierung (DE)

Coronavirus-Eilmeldungen am 22. März 2020

Hilfe für Italien
09:18 Uhr:
 Die russische Armee sendet wegen der dramatischen Lage in Italien medizinische und personelle Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus. Neben Schutzausrüstungen, mobilen Versorgungsstationen und Mitteln zur Desinfektion von Verkehrsmitteln und Gebieten seien auch russische Spezialisten nach Italien entsandt worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. / Reuters (EN)

Coronavirus-Eilmeldungen am 21. März 2020

Ex-Gouverneur infiziert
19:20 Uhr:
 Der ehemalige Gouverneur der Region Pskow, Michail Kusnezow, hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Dies teilte er dem Newsportal RBC mit. Er habe sich vor Kurzem in der Schweiz aufgehalten. Nun befinde er sich in Moskau in Quarantäne. / RBC (RU)


Fitnesszentren schließen
18:14 Uhr:
 In der russischen Hauptstadt Moskau müssen alle Fitnesszentren, Schwimmbäder und Aquaparks schließen. Dies hat die Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor am Samstagabend angeordnet. / Lenta (RU)


21% mehr Infektionen
16:43 Uhr:
 Die Anzahl der Coronavirus-Infizierten in Russland ist innerhalb eines Tages um 21% von 253 auf 306 angestiegen. Allerdings weisen Experten darauf hin, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegen dürfte. / Kommersant (RU)


Arbeitgeber werden kontrolliert
13:14 Uhr:
 Arbeitgeber, die während der Pandemie Mitarbeiter entlassen oder die Auszahlung von Gehältern zurückhalten, sollen hart bestraft werden. Auffällige Unternehmen werden von der Steuerbehörde und der Generalstaatsanwaltschaft unter die Lupe genommen, so Premierminister Michail Mischustin. Man werde die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt aufmerksam verfolgen. / RBC (RU)

Coronavirus-Eilmeldungen am 20. März 2020

27% mehr Infizierte
17:00 Uhr:
 Die Anzahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Russland ist binnen eines Tages um 27% von 199 auf 253 gestiegen. / стопкоронавирус.рф


Zahlungsaufschub für Internetnutzer
16:12 Uhr:
 Die russischen Telekom-Anbieter Rostelecom, Vimpelcom, MegaFon, ER-Telecom und MTS bieten Internetzugang auch dann an, wenn die Nutzer nicht dafür bezahlt haben. Die Zahlung muss erst dann erfolgen, sobald sich die Krisenlage rund um das Coronavirus gebessert hat. Freier Internetzugang sei wichtig, um die Kommunikation zwischen unter Quarantäne stehenden Menschen zu erleichtern, heißt es. / Kommersant (RU)


Gerichte stellen Arbeit ein
14:03 Uhr:
 Alle Gerichte in Russland stellen ihre Arbeit bis zum 10. April 2020 ein. „Eine Ausnahme gilt für nicht aufschiebbare Fälle (über Inhaftierungen, über den Schutz der Interessen von Minderjährigen usw.) sowie für Sachen im vereinfachten Verfahren und Anordnungsverfahren, für die es nicht notwendig ist, Verhandlungen durchzuführen“, heißt es in einem Infosheet des AHK-Mitgliedsunternehmens Rödl & Partner.


Leitzins unverändert
13:33 Uhr:
 Trotz Währungsabsturz und Ölpreisverfall bleibt der Leitzins unverändert bei 6%. Das hat die russische Zentralbank am heutigen Freitag bekanntgegeben. / TASS (RU)


„Steuerferien“ für Kulturbetriebe
09:14 Uhr:
 Unternehmen in den Bereichen Sport, Kunst, Kultur und Kino erhalten Aufschub für Zahlungen von Steuern und Versicherungsprämien, die im Zeitraum bis zum 1. Mai 2020 fällig gewesen wären. / Interfax (RU)


Börsencrash in Deutschland
08:36 Uhr:
 Der deutsche Aktienindex ist innerhalb eines Monats um 40% abgestürzt. Das ist der schnellste Börsencrash, den es je in Deutschland gab. "Die Entwicklung in diesem Jahr stellt eine krasse Ausnahmesituation dar. Die Produktionseinbußen sind der Reflex auf einen massiven exogenen Schock, für den es in der jüngeren Wirtschaftsgeschichte keine Vergleichsmuster gibt", so IfW-Konjunkturchef Stefan Kooths. / Spiegel Online (DE)


Ölpreise sinken
07:24 Uhr:
 Führende Analysten prognostizieren für das zweite Quartal 2020 einen Ölpreis von 20 Dollar oder weniger. In einer Bloomberg-Umfrage rechnet ein Institut für die Rohölsorte Brent sogar mit einem Barrel-Preis von 5 Dollar. Energy Aspects erwartet den Preis bei 10 Dollar, Citigroup bei 17 Dollar. / Bloomberg (EN)


Impfstoff wird getestet
04:42 Uhr:
 Russische Forscher haben damit begonnen, einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu testen. Dies teilte die Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor mit. Das Präparat könne voraussichtlich im vierten Quartal 2020 marktreif werden. / RBC (RU)

Coronavirus-Eilmeldungen am 19. März 2020

BIP-Prognose für Russland gesenkt
18:27 Uhr:
 Die Bank of America hat ihre BIP-Prognose für die russische Konjunktur drastisch reduziert. So soll Russlands Wirtschaft 2020 nicht um 0,8% wachsen, sondern um 1% sinken. Niedrige Ölpreise und das Coronavirus seien die Hauptgründe für die Senkung. / Interfax (RU)

 


Visa dürfen wieder verlängert werden
17:28 Uhr:
 Das russische Innenministerium hat mitgeteilt, dass Visa für Ausländer aufgrund der Coronavirus-Pandemie über ihre Gültigkeitsdauer hinaus verlängert werden können. Um das Visum zu verlängern, muss ein formloser Antrag bei einer lokalen Bezirksabteilung des Ministeriums gestellt werden. Der Aufenthaltszweck spielt dabei keine Rolle. Die neue Sonderregelung gilt also sowohl für Geschäfts- als auch für Arbeitsvisa. Auch die kurzzeitig eingestellte Erteilung von Arbeitsgenehmigungen für in Russland lebende Ausländer ist wieder aufgenommen worden. Die AHK hat sich in Gesprächen mit den Behörden dafür stark gemacht, dass die Verlängerung von Arbeitsvisa insbesondere für deutsche Arbeitnehmer und Manager weiterhin möglich ist, ohne Russland zu verlassen. / Interfax (RU)


Landesweiter Bereitschaftszustand
16:52 Uhr:
 In allen Regionen Russlands ist der „erhöhte Bereitschaftszustand“ ausgerufen worden. Im ganzen Land werden alle Massenveranstaltungen abgesagt, zudem steigen Schulen und Universitäten auf Fernunterricht um. / TASS (RU)


Mehr Infektionen
15:59 Uhr:
 Die Anzahl der Personen in Russland, bei denen eine Coronavirus-Infektion festgestellt werden konnte, ist binnen eines Tages um 35% von 147 auf 199 Personen gestiegen./ стопкоронавирус.рф


SVO schließt Terminals
15:24 Uhr:
 Der Moskauer Flughafen Scheremetjewo (SVO) schließt am 20. März seine internationalen Terminals E und C. Alle Flüge werden ab morgen von den Terminals D und F abgefertigt, teilte Vize-Flughafenchef Dmitrij Kajgorodow mit. / Interfax (RU)


Lufthansa wird 95% aller Flüge absagen
14:15 Uhr:
 Die Lufthansa Group wird in naher Zukunft 95% aller Flüge absagen, teilte CEO Carsten Spohr mit. Dennoch sei die Airline „finanziell gut gerüstet, um auch einer außergewöhnlichen Krisensituation wie der jetzigen zu begegnen“. Derzeit führe Lufthansa weltweit Sonderflüge durch, um Menschen in ihre Heimat zurückzuholen. / Kommersant (RU)


Selbstquarantäne verpflichtend
13:08 Uhr:
 Die russische Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor hat darüber verfügt, dass ab sofort alle in die Russische Föderation einreisende Personen zu einer 14-tägigen Selbstquarantäne verpflichtet sind – unabhängig von Nationalität oder Aufenthaltsstatus. Selbstquarantäne bedeutet, dass betroffene Personen ihre Wohnung bzw. Hotel nicht verlassen dürfen. Lebensmittel und andere Produkte müssen über Online-Lieferservices bestellt werden.


Preisgrenze für Medizin beschlossen
13:06 Uhr:
 Die Staatsduma hat in dritter und letzter Lesung ein Gesetz beschlossen, das der Regierung erlaubt, die Preise für nicht-lebensnotwendige Medizin und Medizingeräte zu beschränken. Dadurch hat der Staat mehr Einfluss auf die Preisregulierung in Krisenzeiten.


Regierung unterstützt KMU
12:56 Uhr:
 Premierminister Michail Mischustin hat mehrere Maßnahmen zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) angekündigt. KMU erhalten u. a. einen dreimonatigen Aufschub für Mietzahlungen von kommunalem und staatlichem Eigentum sowie für die Entrichtung von Versicherungsprämien. Auch Steuer- und Zollkontrollen sollen zeitweise ausgesetzt werden. / Vesti (RU)


Ölpreis-Schock
12:34 Uhr:
 Der Preis für die russische Ölsorte Urals ist auf den Rohstoffmärkten gestern um 22% auf 18 US-Dollar pro Barrel eingebrochen. Das ist der niedrigste Wert seit Februar 2002. Gründe dafür sind die Coronavirus-Krise und der Konflikt zwischen der Organisation erdölexportierender Staaten (OPEC) und Nicht-OPEC-Mitgliedern wie Russland wegen Uneinigkeiten bei der Ölpreisdrosselung.


Deutsche Wirtschaft rutscht in Rezession
12:12 Uhr:
 Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im März auf 87,7 Punkte, teilte das Münchner Ifo-Institut am Donnerstag nach vorläufigen Ergebnissen zu seiner Umfrage unter rund 9000 Managern mit. Dies ist der stärkste Rückgang seit 1991 und der niedrigste Wert seit August 2009. "Die deutsche Wirtschaft stürzt in die Rezession", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.


Russland hat 700.000 Corona-Testkits
10:42 Uhr:
 Russland verfügt über einen Vorrat von mehr als 700.000 Coronavirus-Testkits. Dies teilte Premierminister Michail Mischustin mit. Dieser Vorrat werde stetig erweitert, heißt es.


Botschaft empfiehlt Heimkehr
10:22 Uhr:
 Die russische Botschaft in Deutschland empfiehlt allen russischen Staatsbürgern, die sich derzeit in Deutschland aufhalten, umgehend nach Russland zurückzukehren. Aeroflot bietet täglich Flüge von Berlin nach Moskau an. Unterstützung bietet die Botschaft telefonisch unter +49 30 22-65-11-83 oder per E-Mai: infokonsulatberlin(at)gmail.com


Rubel stürzt ab
10:10 Uhr:
 Die russische Währung stürzt wegen der Coronavirus-Krise in den Keller. Erstmals seit 2016 fiel der Rubel zum Dollar auf einen Börsenkurs von 81. Auch gegenüber dem Euro verlor der Rubel massiv an Wert – mit 89 Rubel für einen Euro.


Krisenstab: Keine Ausgangssperre
09:20 Uhr:
 Gerüchte über eine geplante Ausgangssperre in der russischen Hauptstadt seien falsch, teilte der Coronavirus-Krisenstab der Moskauer Stadtregierung mit. Im Internet würde aktuell eine Vielzahl gefälschter Dokumente kursieren.


So ist Russland ausgestattet
09:00 Uhr:
 Russland verfügt über 55.000 Infektionsbetten und 40.000 Beatmungsgeräte, meldet die russische Regierung. Weitere Geräte seien bestellt worden. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es etwa 25.000 Beatmungsgeräte. Darüber hinaus gebe es in Russland 6.000 Spezialisten für Infektionskrankheiten und 18.000 Krankenschwestern.


Erstmals keine Neuinfektion in Wuhan
05:57 Uhr:
 In der zentralchinesischen Stadt Wuhan ist am Mittwoch erstmals seit Coronavirus-Ausbruch keine Neuinfektion festgestellt worden. Dies berichtet die nationale Gesundheitsbehörde Chinas. Seit mehreren Monaten ist die Stadt von der Außenwelt abgeriegelt. Eine Lockerung der Quarantäne-Maßnahmen wird immer wahrscheinlicher.