Fragen und Antworten rund um die Corona-Krise in Russland

Auf unserer Webseite finden Sie Antworten zu den am häufigsten gestellten Fragen und Antworten zu Corona-Krise in Russland

Einreise in die Russische Föderation


Deutsche Staatsbürger mit gültigem Visum dürfen wieder nach Russland einreisen. Das geht aus einer Aufnahme Deutschlands in die Regierungsverordnung 635-r (RU) am 31. März hervor. Die AHK und die Delegation der Deutschen Wirtschaft in Russland veröffentlichen hier die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Einreise nach Russland.

Unter welchen Voraussetzungen darf man als Deutscher nach Russland einreisen?
Die Einreise ist ausschließlich per Flugzeug mit Direktflug von Deutschland nach Russland möglich. Bei der Einreise nach Russland wird ein gültiger deutscher Reisepass mit mind. sechsmonatiger Gültigkeitsdauer und ein gültiges Visum für die Russische Föderation bzw. ein dauerhafter Aufenthaltstitel (VNZh) benötigt.

Wird ein negativer Coronatest benötigt?
Ja, für die Einreise nach Russland wird weiterhin ein russisch- oder englischsprachiger negativer PCR-Test benötigt, der bei Einreise nicht älter als 72 Stunden sein darf.

Gilt die Regel für alle EU-Bürger?
Nein, die Regel gilt nur für die Länder, die Russland in die Liste der Ausnahmen hinzugefügt hat. Neben Deutschland gilt die Regel für Großbritannien, Tansania, Türkei, Schweiz, Ägypten, Malediven, VAE, Kasachstan, Kirgisistan, Südkorea, Kuba, Serbien, Japan, Seychellen, Äthiopien, Vietnam, Indien, Katar, Finnland, Aserbaidschan, Armenien, Griechenland, Singapur, Venezuela, Syrien, Tadschikistan, Usbekistan und Sri Lanka.

Darf man über Drittstaaten nach Russland einreisen?
Deutsche Staatsbürger mit gültigem Russlandvisum sowie Personen, die über einen Aufenthaltstitel in Deutschland und ein gültiges Russlandvisum verfügen, dürfen auf dem Luftweg auch über Drittländer nach Russland einreisen. Das geht aus einer neuen Regierungsverordnung (RU) hervor. Die neue Verordnung betrifft alle Visatypen, auch Touristen-, Geschäfts- und Arbeitsvisa.
Die Einreise ist nur über jene Drittländer möglich, die in der Regierungsverordnung Nr. 635-r enthalten sind. Aktuell: Schweiz, Ägypten, Malediven, VAE, Kasachstan, Kirgisistan, Südkorea, Kuba, Serbien, Japan, Seychellen, Äthiopien, Vietnam, Indien, Katar, Finnland, Aserbaidschan, Armenien, Griechenland, Singapur, Venezuela, Syrien, Tadschikistan, Usbekistan und Sri Lanka.
Auch Großbritannien, Tansania und die Türkei sind in der Verordnung enthalten, allerdings hat Russland den Flugverkehr mit diesen drei Ländern vorübergehend eingestellt
In der Praxis bedeutet die neue Verordnung, dass Deutsche mit gültigem Russlandvisum nicht nur per Direktflug aus Deutschland nach Russland einreisen dürfen, sondern beispielsweise auch über einen Flug aus der Schweiz oder Finnland.
Für die Einreise nach Russland wird ein negativer PCR-Test in russischer oder englischer Sprache benötigt, der bei Ankunft nicht älter als 72 Stunden sein darf. Personen mit Arbeitsvisum sind zu einer 14-tägigen Selbstquarantäne verpflichtet.

Wie kann man ein Russland-Visum beantragen?
Mit der Aufnahme des Reiseverkehrs mit Deutschland wird die Vergabe von Geschäftsvisa für Deutsche wieder aufgenommen. Es gilt das internationale Abkommen zwischen der EU und Russland zur Visavergabe. Die hierfür einzureichenden Dokumente und das Abkommen finden Sie hier. Wann die Konsulatsabteilungen an den russischen Auslandsvertretungen mit der Ausstellung der Visa beginnen ist derzeit noch offen.

Visa für hochqualifizierte Spezialisten (HQS) müssen weiterhin mit dem zuständigen Fachministerium abgestimmt werden. Die AHK und die Delegation der Deutschen Wirtschaft setzen sich dafür ein, dass die Abstimmung mit den Fachministerien zukünftig nicht mehr nötig sein wird. 

Technikervisa können ab sofort ohne die Zustimmung des zuständigen Ministeriums beim örtlichen MWD der einladenden juristischen Person beantragt werden.  

Welche Quarantäneregeln gelten nach der Einreise?
Die Regeln der 14-tägigen Selbstisolation sind unverändert gültig und gelten für alle Ausländer, die zum Arbeitszweck nach Russland einreisen.

Darf man auch über den Landweg nach Russland einreisen?
Die Einreise gilt nicht für den Landweg. Hierfür ist weiterhin die Abstimmung mit dem Stab zur Bekämpfung des Coronavirus bei der stv. Premierministerin Tatjana Golikowa notwendig.

Was ist mit den AHK-Sonderflügen und der AHK-Liste für Geschäftsreisende?
Die AHK-Sonderflüge entfallen aufgrund der aktuellen Lockerungen bei den Einreisebestimmungen. Die Lufthansa-Flüge von Frankfurt am Main nach Moskau-Domodedowo sind jedoch nach wie vor buchbar. Auch die AHK-Liste für deutsche Geschäftsreisende entfällt, da alle Deutschen, die bereits über ein Geschäftsvisum verfügen, nun ohne die Genehmigung der Liste einreisen können.

Werden e-Visa und Touristenvisa ausgestellt?
Dies ist derzeit noch unbekannt.

Dürfen Russen auch nach Deutschland einreisen?
Russische Staatsbürger dürfen in begründeten Fällen weiterhin nach Deutschland einreisen. Die Bundespolizei kann die Einreise bei mangelnder Begründung ablehnen. Dokumente, die die Notwendigkeit nachweisen, sollten mitgeführt werden.


Welche Möglichkeiten haben ausländische Staatsbürger für die Einreise?

Neben den bestehenden Kategorien ausländischer Staatsbürger, die nach Russland einreisen dürfen (darunter Diplomaten, Mitglieder offizieller Delegationen, Personen mit ständigem Wohnsitz in Russland sowie Inhaber einer russischen Aufenthaltserlaubnis bzw. „Wid na Schitelstwo“, Fernlastfahrer, Flugzeugbesatzung) ist die Einreise folgenden Kategorien ausländischer Staatsbürger erlaubt bzw. bedingt erlaubt:

- Personen, die an der Inbetriebnahme und technischen Wartung von im Ausland hergestellten Geräten beteiligt sind, welche in einer Liste angeführt sind, die an den FSB durch das für den Auftraggeber zuständige föderale Organ der Exekutivmacht (in der Regel das russische Ministerium für Industrie und Handel) zugesendet wird. Grundlage: Erlass der Regierung der Russischen Föderation Nr. 1170-r vom 29. April 2020;

 - Personen, die in die Russischen Föderation als hochqualifizierte Fachkräfte zum Arbeiten einreisen, welche in einer Liste angegeben sind, die an den FSB und das Innenministerium mit Angabe des Ortes des Grenzüberschreitung und des Einreisedatums durch das für den Arbeit- bzw. Auftraggeber zuständige föderale Organ der Exekutivmacht (in der Regel das russische Ministerium für Industrie und Handel) zugesendet wird. Bei der Einreise sind gültige Dokumente (Pass, Visum, Arbeitsvertrag bzw. Dienstleistungsvertrag) vorzulegen. Nach dem selben Prozedere ist die Einreise ihrer mitreisenden Familienmitglieder möglich. Grundlage: Erlass der Regierung der Russischen Föderation Nr. 1671-r vom 25. Juni 2020.

Personen, die über ein russisches Visum verfügen und nahe Verwandte (Ehegatten, Kinder), die über die Staatsbürgerschaft der Russischen Föderation verfügen, bei Vorlage einer Kopie der Heiratsurkunde/Geburtsurkunde (Abstammungsurkunde). Wir machen darauf aufmerksam, dass das Dokument über eine Information oder einen offiziellen Vermerk über die Staatsbürgerschaft des Ehegatten/des Kindes verfügen muss. Sollte das Dokument in einer Fremdsprache ausgestellt sein, ist dessen offiziell beurkundete Übersetzung vorzulegen. Die Vorlage einer Kopie der Hauptseite des russischen Reisepasses des Ehegatten bzw. des Kindes kann ebenfalls erforderlich sein. Die Abstimmung einer solchen Einreise über das zuständige Ministerium ist nicht erforderlich. Grundlage: Erlass der Regierung der Russischen Föderation Nr. 635-r vom 16. März 2020.

Die 14-tägige Selbstisolierung nach der Einreise bleibt für alle Personen bestehen, die zu Arbeitszwecken mit einem Arbeitsvisum einreisen, derzeit auch für technische Spezialisten. Bei der Einreise muss eine englisch- oder russischsprachige Bescheinigung über einen Polymerase-Kettenreaktionstest vorgelegt werden, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, sowie (falls vorhanden) ein Nachweis von Immunglobulin-G-Antikörpern gegen SARS-CoV-2. Ein negatives Testergebnis ist an der Grenzkontrolle vorzulegen, dies befreit jedoch nicht von der Einhaltung der Selbstisolierung. Bitte beachten Sie, dass die zuständige russische Behörde Rospotrebnadzor in ihren Antworten auf Anfragen einzelner Unternehmen empfiehlt, die einreisenden ausländischen technischen Spezialisten zusätzlich nach Ankunft in Russland einem Covid-PCR-Test und einem Enzym-Immuntest auf Vorhandensein von Immunglobulinen M und G zu unterziehen.

In Anlehnung an die Empfehlungen von Rospotrebnadzor werden bzw. können ausländische technische Spezialisten:

- bei vorhandenen negativen Ergebnissen des Tests mittels PCR auf RNS SARS-CoV-2 und eines positiven Ergebnisses auf Vorhandensein von IgG in den Schutztitern (die ausreichenden Werte von IgG sollen sich im Rahmen des positiven Positivitätsindex befinden) von der Selbstisolierung beftreit werden und nach den Ergebnissen eines medizinischen Gutachtens auf Grundlage eines Verfügungsdokuments des Arbeitgebers uneingeschränkt an den Ort der Erfüllung der Arbeitstätigkeit folgen;

- bei vorhandenen IgМ, fehlenden IgG und negativen Ergebnissen des Tests mittels PCR in eine ärztliche Beratung gerichtet werden und unterliegen der 14-tägigen Selbstisolierung (bei ausbleibenden Indikationen für eine Krankenhauseinweisung). Am 8.-10. Tag ab dem Beginn der Selbstisolierung werden sie einem erneuten Labortest mittels PCR und auf Vorhandensein von IgМ und IgG unterzogen;
- bei Erhalt negativer Ergebnisse des Tests mittels PCR und vorhandenen IgG zur Arbeitstätigkeit ohne die Einhaltung der Selbstisolierung zugelassen werden.

Aktuell ist diese Empfehlung noch nicht in die geltende Verordnung des Hauptsanitätsarztes Russlands aufgenommen worden und kann ohne individueller Abstimmung des Unternehmens mit Rospotrebnadsor nicht angewandt werden.

Die AHK setzt sich aktiv dafür ein, die offizielle Aufnahme dieser Bestimmung in die geltende Regelung zu erreichen. Ebenso foderte die AHK in der Sitzung der Deutsch-Russischen Strategischen Arbeitsgruppe, welche am 09. Juni 2021 stattfand, Rospotrebnadzor dazu auf, diese für technische Spezialisten geltende Empfehlung auf alle Personen, welche zu Arbeitszwecken nach Russland einreisen, zu verbreiten.


Wie überprüfe ich, ob ich einreiseberechtigt bin?

Alle Personen, die einen Antrag auf Einreise in die Russische Föderation stellen, können den Status seit dem 10. Februar auf dem Onlineportal Gosuslugi abrufen. So überprüfen Sie, ob Sie einreiseberechtigt sind:

  1. Klicken Sie auf diesen Link: gosuslugi.ru/foreign-citizen.
  2. Oben können Sie die Sprache der Nutzeroberfläche auswählen (Englisch und Russisch).
  3. Klicken Sie auf „Sign Up“ und danach auf „Other Ways to Register“. Geben Sie dort Ihre Daten an (Name, Telefonnummer, E-Mail-Adresse).
  4. Sie erhalten einen Code per SMS oder E-Mail. Geben Sie diesen bei Gosuslugi ein.
  5. Klicken Sie auf diesen Link (nur auf Russisch). Dort gehen Sie bitte auf die Schaltfläche „Получить услугу“.
  6. Geben Sie Ihren Namen und Ihre Passnummer ein, um zu überprüfen, ob Sie einreiseberechtigt sind. Oben rechts können Sie erneut die Sprache der Nutzeroberfläche wechseln (Englisch und Russisch).
  7. Sofern Sie einreiseberechtigt sind, wird Ihnen das System ein Datum anzeigen. Das Datum bedeutet, dass Sie bis zu diesem Zeitpunkt über alle Flughäfen und mit jeder beliebigen Fluggesellschaft nach Russland einreisen dürfen.

Hinweis: Seit Beginn der Corona-Krise organisieren wir gemeinsam mit der Deutschen Botschaft und Lufthansa Sonderflüge für Hochqualifzierte, Techniker und Familienangehörige (siehe Präsentation). Wir können keine Garantie dafür übernehmen, dass Sie mit anderen Fluggesellschaften nach Russland einreisen können.


Einreise technischer Spezialisten nach Russland
Vorbereitungsschritte für die Einreise ausländischer technischer Spezialisten

Als Deutsch-Russische Auslandshandelskammer setzen wir uns seit Beginn der Reisebeschränkungen im März und der damit verbundenen Grenzschließung für eine Lockerung der Einreisebestimmungen für Unternehmensleiter und ihre Mitarbeiter und für die Interessen der Wirtschaft ein. Ein freier grenzüberschreitender Personenverkehr ist für die Geschäftsaktivitäten dringend notwendig. Durch den Erlass vom 29.04.2020 Nr. 1170-p wurden bekanntlich Änderungen am Einreiseverfahren vollzogen, die für den Zeitraum der Corona-Maßnahmen gelten. Die Einreise nach Russland ist für Personen erlaubt, die Einrichtungs- und Wartungsarbeiten von im Ausland hergestellten Geräten vornehmen. Für viele AHK-Mitglieder ist dies ein großer Fortschritt im Vergleich zu den zuvor geltenden Einreiseverfahren. Zugleich wird das Prozedere bei der Einreise durch einige Formalitäten erschwert, die strikt zu befolgen sind.

Aufgrund der Pandemie wurde der regelmäßige Flugverkehr zwischen Russland und anderen Ländern und die Öffnung der Landesgrenzen unbefristet ausgesetzt. Regulär geflogen wird nur in einige Ländern. Die Nutzung der regulären Flugverbindungen ist nur für eine begrenzte Anzahl an Flugpassagieren möglich. In der Regel dürfen Staatsangehörige der Länder mit regulärer Flugverbindung und im begrenzten Maß Personen, die einen Wohnsitz in diesen Ländern haben, diese Flüge nutzen. Staatsangehörige von Drittländern werden nur im Ausnahmefall zu diesen Flügen zugelassen. Diese Flüge sind gedacht für Staatsangehörige der EU, Personen mit Wohnsitz in der EU bzw. Personen, die in die EU aus triftigen Gründen reisen (Arbeit, Studium, Heilbehandlung, Versorgung von Familienangehörigen usw.) müssen. Der Rückflug nach Moskau ist nur im Einzelfall für jene Personen möglich, die derzeit eine Einreiseberechtigung für die Russische Föderation gemäß des oben genannten Regierungserlasses vorweisen können.

Somit sind für die Vorbereitung der Einreise ausländischer technischer Spezialisten folgende Schritte erforderlich:

1. Ein Schreiben des russischen Betriebs, bei dem die ausländischen technischen Spezialisten die Arbeiten zur Montage, Inbetriebnahme oder sonstige technische Wartung der Geräte vornehmen, gerichtet an den Minister für Industrie und Handel D.W. Manturow in russischer Sprache mit der Bitte um Unterstützung für diese Reise und Abstimmung der Liste der ausländischen Spezialisten mit dem FSB und Zusendung der Dokumente an das Innenministerium zur Vorbereitung der Einladungen für das Visum (die Angaben aller Spezialisten sind dem Schreiben beizufügen).

Muster für Schreiben (Russisch)

Muster für Schreiben (Übersetzung ins Deutsche) – die deutsche Fassung bitte nicht für die Antragstellung verwenden!

2. Nach Abstimmung mit dem FSB (Abstimmungszeitraum beträgt etwa 2-3 Wochen ab dem Zeitpunkt des Erhalts des Schreibens von dem Antragsteller) treffen die Dokumente in die zentrale Verwaltung des Innenministeriums ein, welche für Ausländerfragen zuständig ist. Nach Eingang der Dokumente in der regional zuständigen Innenbehörde kann der Antragsteller die Unterlagen für die Beantragung der Einladung für das Visum einreichen. Die Frist der Ausstellung einer Einladung hängt von dem Föderationssubjekt ab. In der Stadt Moskau beträgt diese Frist in der Regel 14 Arbeitstage. Bei der Einreichung der Unterlagen füllt der Antragsteller auch ein Formular aus, auf dem er die konsularische Vertretung angibt, in welcher die eingeladene Person (der technische Spezialist) das Visum nach Russland erhalten würde.

3. Zeitgleich mit Schritt 2 schickt das deutsche Unternehmen ein Schreiben an das entsprechende russische Konsulat und gibt die Namen der zur Dienstreise nach Russland zu entsendenden Mitarbeiter, ihre Position in der Firma, das Reiseziel und den Zeitraum, wobei deren Zahlungsfähigkeit bestätigt werden muss (mit Gehalt, finanziell abgesicherte Unterbringung). Zugleich werden beim Konsulat die Unterlagen dieser Mitarbeiter, welche in der Regel für die Antragstellung für ein Visum erforderlich sind (Pass, Visaantrag, internationale Krankenversicherung, Foto usw.) eingereicht.

Bitte beachten Sie, dass ab dem 08.02.2021 anstatt des Visums der Kategorie „ordentliches Geschäftsvisum“ mit dem Einreiseziel „technische Wartung“ die Beantragung eines Visums der Kategorie „ordentliches Arbeitsvisum“ mit dem Einreiseziel „Montagearbeiten“ erforderlich ist.


Einreise für hochqualifizierte Spezialisten (HQS)

Gemäß Erlass vom 25.06.2020 Nr. 1671-r ist die einmalige Einreise in die Russische Föderation für Personen, die in Russland als hochqualifizierte Spezialisten (HQS) arbeiten, erlaubt. Bei der Passkontrolle sind neben Pass und Visum der Arbeitsvertrag vorzulegen.

Für die Organisation der Einreise ihres HQS hat sich das Unternehmen an das zuständige Ministerium (zuständig für die Branche, in der das Unternehmen tätig ist) zu wenden.

Das Unternehmen muss an das Ministerium ein Schreiben entsprechend der weiter unten verlinkten Muster richten. Sollte das russische Ministerium für Industrie und Handel zuständig sein, muss das Schreiben per E-Mail an info_admin(at)minprom.gov.ru geschickt werden. Anschließend entscheidet das Ministerium zusammen mit dem Föderalen Sicherheitsdienst (FSB) und dem Innenministerium über die von den Unternehmen angegebenen Einreisenden.

Die Information über die Einreise des HQS muss durch das zuständige Ministerium an den FSB spätestens fünf Tage vor der geplanten Einreise des HQS richten und muss folgende Angaben enthalten:

- Vollständiger Vor- und Nachname

- Staatsangehörigkeit

- Geburtsdatum

- Einreisegrund (Arbeitstätigkeit)

- Aufenthaltszeitraum in der Russischen Föderation (innerhalb der angegebenen Frist ist die mehrfache Ein- und Ausreise möglich).

- Ort des geplanten Aufenthalts

- Angaben zur empfangenden (beherbergenden) Seite (beispielsweise Vermieter; Vor-, Nach- und Vatersname, Telefonnummer)

- Datum der Einreise

- Name/Ort des Grenzübertritts bei erster Einreise

Ist das Visum abgelaufen, muss das Unternehmen in demselben Schreiben das Ministerium um die Ausstellung eines neuen Visums für seinen HQS bitten. Aktuell werden Geschäftsvisa nur für Bürger aus Ländern, mit denen direkte Flugverbindungen bestehen, ausgestellt. Es werden nur Arbeitsvisa für HQS, Visa für technische Spezialisten und Visa für Mitglieder der Besatzungen von See-, Flussschiffen, Luftfahrzeugen usw. erteilt. Antragsverfahren für Visa werden von den Migrationsbehörden des russischen Innenministeriums bearbeitet.

Das Ministerium richtet die Information an den Föderalen Sicherheitsdienst (FSB) mittels elektronischer Kommunikationsmittel. Die Kommunikation wird über das Digitalministerium umgesetzt, das Digitalministerium ist auch für die Platzierung der Information auf der Webseite der staatlichen Leistungen Gosuslugi zu den durch den FSB Russlands zur Einreise nach Russland abgestimmten ausländischen Staatsangehörigen verantwortlich. Jeder ausländische Staatsangehörige, welcher sich an das entsprechende Ministerium mit der Bitte um Abstimmung der Einreise nach Russland wendet, kann sein Vorhandensein in den Listen für die Einreise mittels der Webseite Gosuslugi prüfen. Eine detaillierte Information über die Anmeldung eines erleichterten Kontos auf der Webseite Gosuslugi als auch über das Mittel der Prüfung des Vorhandenseins eigener Angaben in den Listen für die Einreise nach Russland ist auf der Webseite gosuslugi.ru platziert.

Muster für Schreiben (Russisch)

Muster für Schreiben (Übersetzung ins Deutsche) – die deutsche Fassung bitte nicht für die Antragstellung verwenden!

 

Muster für Anlage zu dem Schreiben (Russisch)

Muster für Anlage zu dem Schreiben (Übersetzung ins Deutsche) – die deutsche Fassung bitte nicht für die Antragstellung verwenden 

Aktuell kann es wegen der hohen Belastung der Ministerien bei der Bearbeitung der Anträge zu längeren Wartezeiten kommen. Änderungen in Bezug auf das Verfahren und die Bearbeitungsfristen bleiben vorbehalten.

Die 14-tägige Selbstquarantäne bleibt auch für alle Personen bestehen, die zu Arbeitszwecken und mit einem Arbeitsvisum einreisen. Bei der Einreise muss eine englisch- oder russischsprachige Bescheinigung über einen Polymerase-Kettenreaktionstest vorgelegt werden, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, sowie (falls vorhanden) ein Nachweis von Immunglobulin-G-Antikörpern gegen SARS-CoV-2. Der negative Covid-Test ist vorzulegen, entbindet jedoch nicht von der Selbstisolation.


Wie bei Reisen in andere Gebiete die Selbstisolation unter Aufsicht im Moskauer Gebiet umgangen werden kann

Zur Gewährleistung der Möglichkeit, den Einreisenden vom Flughafen zur Weiterreise zum jeweiligen Wohnort in den russischen Regionen (nicht Moskau oder Moskauer Gebiet) abzuholen, ist an die Regierung des Moskauer Gebiets ein entsprechendes Dokumentenpaket zur Bewilligung zu richten:

1. Muster für Schreiben an O.M. Mikailowa, Leiterin der Verwaltung von Rospotrebnadzor für das Moskauer Gebiet.

Download Muster für Schreiben

E-Mail: org(at)50.rospotrebnadzor.ru

2. Muster für Schreiben an A.D. Gerschik, Minister für Verkehr und Straßeninfrastruktur des Moskauer Gebiets (https://mtdi.mosreg.ru/ov/struktura-ministerstva/ministr-transporta-i-dorozhnoy-infrastruktury). Der Wortlaut des Schreibens gleicht inhaltlich der weiter oben angegebenen Vorlage für das Schreiben an die Verwaltung von Rospotrebnadzor des Moskauer Gebiets. E-Mail: mtdi(at)mosreg.ru    

3. Muster für Antrag zur Abholung vom Flughafen entnehmen Sie dem  Link: https://russland.ahk.de/fileadmin/AHK_Russland/Newsroom/2020/06/23_Form/Beispiel_des_Antrages-Quarantaene.docx 

Die Beförderung der aus dem Ausland eingereisten Person in die Region zur Einhaltung des 14 Tage dauernden Selbstisolation im eigenen Wohnraum ist nur nach Absprache mit den Behörden des Moskauer Gebiets möglich. Da diese Absprache etwa einen Tag vor dem geplanten Flug erfolgt, verbleibt nur wenig Zeit zur Absprache eines Transfers vom Flughafen in die jeweilige Zielregion. In der Praxis werden diese Absprachen zügig gehandhabt. Zugleich ist es nicht ausgeschlossen, dass die einreisende Person ein bis zwei Tage in einem speziellen Hotel bis zu ihrer Beförderung in die Region verbringen muss. Unternehmen wird empfohlen, sich an die Regierung seines Föderationssubjekts zu wenden, damit diese die oben genannten Anträge des Unternehmens unterstützen.


Einreise nach Deutschland / Österreich / Schweiz

Deutschland, Österreich, Schweiz: Einreisemöglichkeit und Einhaltung der Quarantäne.

Nützliche Links.

Pandemiebedingt ist die Einreise in die EU derzeit stark eingeschränkt und nur in Sonderfällen möglich.

Unten angeführt finden Sie ein Verzeichnis nützlicher Links rund um Einreise und Einhaltung der Quarantäne in Deutschland, Österreich und der Schweiz.


Deutschland

Auswärtiges Amt:

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat:

Bundespolizei:

Bundesministerium für Gesundheit:

Robert Koch Institut:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:

Die Einreise ausländischer Staatsbürger, darunter aus der Russischen Föderation, nach Deutschland, um an Messen teilzunehmen oder diese zu besuchen, ist möglich.

Dazu muss für den Antrag im Visazentrum unter anderem folgende Dokumente vorgelegt werden:

Für Messeteilnehmer: Bestätigung der Teilnahme an der Messe

Für Messebesucher: Eintrittskarte für die Ausstellung und Bestätigung des Geschäftstermins mit einem Messeteilnehmer

Die Zustellung eines solchen Visums sollte in der Regel nicht viel Zeit in Anspruch nehmen.

Zusätzliche Informationen erhalten Sie unter dem folgenden Link:

https://germania.diplo.de/ru-de/aktuelles/-/2364988

Wir bitten darum, zu berücksichtigen, dass die Regelungen der medizinischen Kontrolle und Selbstquarantäne bei der Einreise nach Deutschland in dem beschriebenen Fall (Messe-Teilnahme/-Besuch) bestehen bleiben.


Österreich

Bundesministerium für Europäische und internationale Angelegenheiten

Bundesregierung


Schweiz

Staatssekretariat für Migration

Bundesamt für Gesundheit


Informationen über Einreisebestimmungen nach Europa

Außenministerium der Russischen Föderation

https://www.mid.ru/informacia-dla-rossijskih-i-inostrannyh-grazdan-v-svazi-s-koronavirusnoj-infekciej/-/asset_publisher/UUDFpNltySPE/content/id/4544010


Wir möchten darauf hinweisen, dass wir keine Haftung für die Inhalte auf den Webseiten übernehmen können. Wir danken für Ihr Verständnis.

Impfungen für Ausländer

Wie können sich Ausländer in Russland impfen lassen?
Eine gesetzliche Grundlage, die die Vergabe von Corona-Impfstoffen an Ausländer reguliert, besteht bisher nicht. Es gibt zahlreiche Erfahrungsberichte von ausländischen Staatsbürgern, die in Russland mit dem Corona-Impfstoff Sputnik V geimpft worden sind. Offenbar ist es inzwischen aber nicht mehr möglich, sich als Ausländer in staatlichen Kliniken oder an öffentlichen Impfstellen wie dem Kaufhaus GUM impfen zu lassen. Mehrere Ausländer berichten aber, dass private Kliniken weiterhin Impfungen anbieten – unter anderem die Privatklinik-Kette MedSwiss (Website: www.medswiss.ru/; Tel.: +74951503555).