AHK feiert 25-jähriges Jubiläum – Liebherr gewinnt Mittelstandspreis

Die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) hat ihr 25-jähriges Verbandsjubiläum mit über 1.500 Online-Zuschauern im SAP Digital Leadership Center in Moskau gefeiert. VIPs aus Politik und Business gratulierten der AHK für ein Vierteljahrhundert deutsch-russische Wirtschaftsgeschichte. Davor trug die AHK die Mittelstandskonferenz sowie die 6. Verleihung des Otto-Wolff-von-Amerongen-Mittelstandspreises aus.

Die AHK Russland, die aus dem Verband der Deutschen Wirtschaft (VDW) hervorgegangen ist, feierte am 11. November ihr 25-jähriges Jubiläum. Horst Teltschik, außenpolitischer Chefberater von Helmut Kohl, hielt bei der Feier einen Vortrag zu den Perspektiven der deutsch-russischen Beziehungen. Zahlreiche Gratulanten sprachen vor Ort oder online zu den mehr als 1000 AHK-Mitgliedsunternehmen:

  • Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) 
  • Matthias Schepp, Vorstandsvorsitzender der AHK, Delegierter der Deutschen Wirtschaft in der Russischen Föderation
  • Géza Andreas von Geyr, Deutscher Botschafter in Russland
  • Maxim Oreschkin, Berater des russischen Präsidenten
  • Rainer Seele, AHK-Präsident und Vorstandsvorsitzender der OMV AG
  • Alexej Mordaschow, AHK-Vizepräsident und Aufsichtsratschef von Sewerstal
  • Stefan Teuchert, Präsident und CEO der BMW Group Russia
  • Michael Harms, Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft
  • Alexander Schochin, Präsident des Verbandes russischer Industrieller und Unternehmer RSPP
  • Sergej Katyrin, Präsident der Russischen Handelskammer

Liebherr, Alexander Shorokhoff und MicoTech gewinnen Mittelstandspreis

Vor der Jubiläumsfeier fand die Verleihung des 6. Otto-Wolff-von-Amerongen-Mittelstandspreises statt. AHK-Ehrenpräsidentin Andrea von Knoop hielt eine Laudatio auf den einflussreichen Unternehmer Otto Wolff, dem großen „Wegbereiter des Osthandels“, dem der Preis gewidmet ist. Die Schirmherrschaft auf deutscher Seite obliegt Andrea von Knoop, auf russischer Seite dem Präsidenten des Russischen Verbandes der Industriellen und Unternehmer RSPP Alexander Schochin.

Das Familienunternehmen Liebherr hat den 6. Otto-Wolff-von-Amerongen-Mittelstandspreis in der Kategorie bester deutscher Mittelständler in Russland gewonnen. Der Mittelstandspreis wird seit 2009 von der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) ausgetragen. Den Preis als bester russischer Mittelständler in Deutschland erhielt die Alexander Shorokhoff Uhrenmanufaktur mit Sitz im bayerischen Alzenau. Der Innovationspreis ging an MicoTech, ein Produktions- und Forschungszentrum für Mineralbeschichtungstechnologien.

Mittelständler und Familienunternehmen diskutieren über Marktlage in Russland

Den Auftakt von Mittelstandspreis und Jubiläum bildete die AHK-Mittelstandskonferenz mit Vertetern traditioneller Mittelstands- und Familienunternehmen aus Russland und Deutschland. „Wir denken generationsbezogen und nicht von Quartal zu Quartal“, so Oliver Köhncke, Geschäftsführer von Boehringer Ingelheim Russland. Bereits seit den 1970ern sei das familiengeführte Pharmaunternehmen aus Rheinland-Pfalz in Russland tätig. Das Vertrauen in den größten Flächenstaat der Erde habe sich ausgezahlt, denn in den nächsten vier bis fünf Jahren werde der russische Arzneimarkt im zweistelligen Bereich wachsen.

„Liebherr hat heute einen Umsatz von zehn Milliarden Euro mit über 50.000 Mitarbeitern“, so Nikolai von Seela, Generaldirektor von Liebherr Russland. „Das Besondere ist, dass der Geist des mittelständischen Denkens trotz der Größe durch die Struktur vollkommen erhalten geblieben ist.“ Liebherr funktioniere in dezentral aufgeteilten Sparten mit einfachen Hierarchien und wenigen bürokratischen Hürden. Zu den Standbeinen des Unternehmens zählen der Maschinen- und Anlagenbau und die Produktion von Haushaltstechnik, insbesondere Kühlschränken. Die russischen Kunden würden vor allem den Kundenservice von Liebherr schätzen, in den das Unternehmen in den vergangenen Jahren viel investiert habe, so von Seela.

„Russland ist beim Fenster- und Türbeschlag einer der größten Märkte weltweit“, so Marcus Sander, Vorsitzender der Geschäftsführung des mittelständischen Unternehmens Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH. Mit einer Einwohnerzahl von über 140 Millionen und dem schnellen Neubau von Wohnflächen biete der russische Markt große Chancen für Roto Frank. Zu den Risiken zählen der Rückgang der Kaufkraft und Sanktionen.

Janis Kraulis, Mitglied der Gruppengeschäftsführung der KNAUF-Gruppe Osteuropa und GUS, sprach über Investitionsprojekte des Familienunternehmens in Russland sowie über die Lage der russischen Baubranche. Teilnehmer von russischer Seite waren Polina Scharowa, Inhaberin des Familienunternehmens Hermes-Ural, ein Stahlverarbeiter aus Jekaterinburg, sowie Viktor Semenow, Vorsitzender des Aufsichtsrates der russischen familiengeführten Landwirtschafts- und Immobilienholding Belaja Datscha.

Ein Bericht von Thorsten Gutmann.


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