Interview

AHK-Gesichter: Viktor Spakow

08.07.2021

Anzug mit Krawatte, arrogant und rechthaberisch – Klischees über Juristen sind nicht totzukriegen. Dass das auch anders geht, beweist Viktor Spakow, Rechtsabteilungsleiter bei der AHK: mit seiner aufgeschlossenen Art, Kommunikationsfreude und seinem Sinn für Humor. Und wenn es unbedingt sein muss, dann eben im Anzug mit Krawatte.

Was ist Ihr Aufgabenbereich?
Ich bin Jurist und leite die Rechtsabteilung der AHK. Wir beraten die deutsche Wirtschaft umfänglich bei rechtlichen Themen – nicht nur beim Markteintritt, sondern bei einer ganzen Reihe von Fragen, die nahezu täglich im Russlandgeschäft deutscher Unternehmen anfallen.

Wie lange sind Sie bereits bei der AHK?
Seit November 2014. Vorher hatte ich bei einem Mitgliedsunternehmen der AHK gearbeitet und mit großem Interesse die Tätigkeit und Entwicklung der Kammer verfolgt.

Welches Projekt aus Ihrer bisherigen AHK-Zeit schätzen Sie als „unvergesslich“ ein?
Jedes einzelne juristische Projekt der AHK ist eine Erfolgsgeschichte der deutschen Wirtschaft in Russland – und eine Geschichte von internationaler Freundschaft. Ich pflege freundschaftliche Beziehungen zu vielen unserer Partner sowohl in Deutschland als auch in Russland, treffe mich mit ihnen regelmäßig. Kürzlich habe ich eine Einladung von deutschen Partnern zur feierlichen Eröffnung einer Eissportarena in einer Stadt im Ural erhalten, deren Projektierung wir rechtlich begleiteten.

Was verbindet Sie mit Deutschland?
Die ersten Berührungspunkte mit Deutschland hatte ich bereits in der ersten Klasse meiner Moskauer Schule mit erweitertem Deutschunterricht. Nach der Schule folgten ein Germanistik-Studium und zahlreiche (Dienst-)Reisen nach Deutschland. Besonders gern mag ich Bayern und Baden-Württemberg, entdecke aber auch immer wieder Berlin neu und freue mich, mal wieder die malerischen Kreidefelsen von Rügen zu sehen.

Wer ist für Sie beruflich ein Vorbild?
Starke und zielstrebige Persönlichkeiten. Menschen mit solider Lebenseinstellung, die sich dank ihrer Talente und Qualifikationen im Berufsleben gefunden haben und ihre Arbeit gern machen, zur Freude und zum Nutzen der Anderen. Ich habe das Glück, solche Menschen in meiner Umgebung zu haben.

Wenn nicht Jura, in welchem Bereich würden Sie sich noch realisieren/ ausprobieren wollen?
Da ich neben der juristischen Expertise auch über sprachliche wie kommunikative Kompetenzen verfüge, könnte ich mir gut eine Tätigkeit im diplomatischen Bereich vorstellen.

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