Altmaier und Manturow eröffnen Globus-Logistikzentrum

Das deutsche Familienunternehmen Globus aus dem saarländischen St. Wendel eröffnete gestern ein Logistikzentrum in Puschkino nordöstlich von Moskau. „Es freut mich sehr, dass Globus in Russland so erfolgreich tätig ist“, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, der den 6,5 Milliarden Rubel bzw. 70 Millionen Euro teuren Standort gemeinsam mit Russlands Industrieminister Denis Manturow per Videoschalte einweihte. Globus beschäftigt in Puschkino 600 Mitarbeiter, bald soll die Zahl auf 900 steigen.

Globus ist einer der ältesten Einzelhändler in Deutschland. Seit 2005 ist das Unternehmen auch auf dem russischen Markt tätig und betreibt im größten Flächenstaat der Erde inzwischen 17 Hypermärkte mit einem jährlichen Gesamtumsatz von 1,3 Milliarden Euro und über 10.000 Mitarbeitern. Mit Investitionen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro gehört Globus zu den größten ausländischen Investoren und Arbeitgebern im Land. In Russland ist Globus auch Pionier bei der Dualen Ausbildung. Ein Pilotprojekt unter dem Dach der AHK mit dem Ziel, die Duale Ausbildung nach deutschen Standards nach Russland zu exportieren, führte bei Globus zu sechs erfolgreichen Abschlüssen u. a. im Bereich Lagerlogistik. 

Die Lagerkapazität des neuen Logistikzentrums beträgt 61.000 Paletten. Jährlich sollen knapp 1,2 Millionen Paletten umgesetzt werden (bis 2030: 2,1 Millionen). Im ersten Jahr des Lagerbetriebs werden durchschnittlich 103 Fahrzeuge pro Tag beladen (bis 2030: 181 Fahrzeuge). Über 1.500 Lieferanten beliefern das Zentrum jährlich, darunter auch deutsche Firmen wie das AHK-Mitglied Kühne+Nagel. Neben den Ministern beider Länder waren der Gouverneur des Moskauer Gebiets Andrej Worobjow, Globus-Eigentümer Thomas Bruch, Globus-Russlandchef Volker Schaar und AHK-Vorstandschef Matthias Schepp an der Eröffnungszeremonie beteiligt.

Minister Altmaier betonte in seiner Rede die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen in Deutschland und Russland. Sie erhöhe Wohlstand und Lebensqualität und trage dazu bei, internationale Beziehungen zu stabilisieren. Deshalb sei er als Minister inzwischen viermal nach Russland gereist. „Es gibt manchmal dunkle Wolken, die wir mit Sorge betrachten“, sagte er in Hinblick auf die Vergiftung des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny. „Aber es ist trotzdem wichtig, dass wir weiterhin zusammenarbeiten, dass wir das, was möglich ist, auch jenseits von bestehenden Sanktionen ausschöpfen.“

Zurück

Ansprechpartner

Thorsten Gutmann

Leiter der Abteilung Kommunikation