Beratung bei Lokalisierung: AHK Russland und Fonds für Industrieentwicklung unterzeichnen Abkommen

Am 22. November unterzeichnete die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK Russland) und der russische Fonds für die Industrieentwicklung (FRP) auf dem ersten Deutsch-Russischen Industrieforum ein Kooperationsabkommen. Zusammen mit der AHK wird der staatliche russische Fonds künftig deutsche Unternehmen mitberaten, die ihre Produktion in Russland lokalisieren wollen.

Während der Plenarsitzung des Deutsch-Russischen Branchenforums am 22. November unterzeichneten der AHK-Vorstandsvorsitzende Matthias Schepp und der FRP-Direktor Roman Petruza ein Abkommen über die Zusammenarbeit.

Deutsche Unternehmen, die eine Produktion in Russland ins Auge gefasst haben, werden sich künftig nach dem One-Window-Prinzip über die AHK Russland zu staatlichen Fördermechanismen informieren können. Der FRP wird dabei etwa über die russische Gesetzgebung, eigene Unterstützungsprogramme, zinsgünstige Finanzierung oder staatliche Subventionen informieren und beratend zur Seite stehen, so etwa auch beim Abschluss einer Sonderinvestitionsvereinbarung SPIK (Spezinvestkontrakt).

Das Deutsch-Russische Branchenforum 2018 der AHK Russland fand am 22. November im Ararat Park Hayatt Hotel in Moskau statt. Die wichtigsten Trends aus den Schlüsselbranchen der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen wurden auf sechs Panels thematisiert: Maschinenbau, Automobilbau, Lebensmittelverarbeitung, Chemie- und Pharmaindustrie sowie Infrastruktur. Zu Beginn der Konferenz standen außerdem die Wettbewerbsfähigkeit der russischen Wirtschaft und ihre angestrebte Exportorientierung jenseits von Rohstoffausfuhren im Mittelpunkt.

Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit russischen Branchenverbänden – dem Industrie- und Unternehmerverband RSPP, dem Fonds für Industrieentwicklung und dem russischen Exportzentrum – sowie mit Unterstützung des Ministeriums für Industrie und Handel und des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung durchgeführt.

Das nächste Deutsch-Russische Branchenforum findet Ende 2019 statt.

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