Deutsch-russischer Handel wuchs 2017 um fast ein Viertel

Der Warenaustausch zwischen Deutschland und Russland ist 2017 um 22,8 Prozent auf 50 Mrd. US-Dollar (etwa 41 Mrd. Euro) gewachsen. Das geht aus den Daten des russischen Zolls hervor, die der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) vorliegen.

  • © AHK Russland

Insbesondere Maschinen, Fahrzeuge und chemische Produkte "Made in Germany" waren in Russland 2017 wieder gefragt. Die russischen Importe aus Deutschland stiegen gegenüber 2016 um fast ein Viertel (24,5%) auf umgerechnet 19,7 Mrd. Euro (24,3 Mrd. Dollar). Die russischen Exporte nach Deutschland, überwiegend Rohstoffe, legten um 21,1 Prozent zu. 

„Wir hoffen und denken, dass sich der positive Trend auch 2018 fortsetzt“, prognostiziert der AHK-Vorstandsvorsitzende Matthias Schepp. Der deutlich zweistellige Anstieg 2017 sei ein wichtiger Schritt nach vorn, obwohl er den Rückgang der vergangenen Krisenjahre nicht ausgleiche. "Mit der Fußball-WM im Sommer haben wir zudem ein Großereignis, das für Dynamik sorgen kann. Die deutschen Unternehmen vor Ort sind jedenfalls optimistisch ins neue Jahr gestartet." 

China bleibt vor Deutschland größter Handelspartner Russlands

Deutschland ist mit einem Anteil von 8,6 Prozent weiterhin zweitgrößter Handelspartnern Russlands hinter China (14,9%). Der Handelsanteil Deutschlands ging 2017 um 0,1 Prozentpunkt zurück, während der Chinas um 0,8 Punkte stieg. Die russischen Importe aus China waren mit 48 Mrd. US-Dollar etwa doppelt so hoch wie die aus Deutschland. 

Der russische Außenhandel insgesamt verzeichnete im vergangenen Jahr ein Plus von 24,8 Prozent. 

Die Erholung des russischen Außenhandels geht mit steigenden Energiepreisen einher. Für den Ölpreisanstieg hatte vor allem die Einigung über ein Einfrieren der Ölproduktion zwischen dem Ölkartell OPEC, Russland und weiteren wichtigen Förderländern Ende 2016 gesorgt.

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