Deutsche Delegation in Murmansk – Großes Interesse an der Region

Vom 17. bis zum 20. Juni besuchte eine Delegation von Mitgliedsunternehmen der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer das Gebiet Murmansk. Vom großen Interesse deutscher Unternehmen an dem Gebiet zeugte die Anzahl und Vielfalt der Teilnehmer: 39 Delegationsmitglieder aus 28 Unternehmen loteten die laufenden Großprojekte und neue Geschäftschancen im Murmansker Gebiet aus.

In Kirowsk besuchte die Delegation das Bergbauunternehmen AO Apatit (FosAgro). Die Kirowsker Mine gehört zu den größten der Welt, dort werden jährlich 3,7 Millionen Tonnen Erz abgebaut. Dank Automatisierung, Betriebsüberwachung und dem Einsatz digitaler Technologien konnte das Unternehmen in den letzten sieben Jahren seine Arbeitsproduktivität um den Faktor drei steigern. Die technische Direktion von AO Apatit stellte die nächsten Pläne vor: Demnächst wird ein einzigartiges Transportsystem mit Technologie von „ThyssenKrupp“ für den Abtransport von Erzen in Betrieb genommen. Für die nähere Zukunft ist die Einführung von fahrerlosen Kipplastern geplant.

Am Energietag wurden die verschiedenen energetischen Großprojekte im Gebiet Murmansk präsentiert. So errichtet das Unternehmen Novatek auf der Nordseite der Kola-Bucht im Ort Belokamenka ein Fertigungszentrum für schwimmenden Gasverflüssigungsanlagen. Die Anlagen sind für das Projekt Arctic LNG-2 und weitere LNG-Projekte bestimmt. Außerdem plant Novatek im Gebiet Murmansk ein Terminal zum Umschlagen von Flüssiggas von Eisklasse- auf herkömmliche Öltanker. Auch Enel Russland stellte sein Windparkprojekt vor. Im Jahr 2021 wird ein 201-MW-Windpark, gelegen an der Straße Murmansk–Teriberka, ans Netz gehen. Die Turbinen kommen aus der lokalisierten Fertigung von Siemens Gamesa. Zur Diskussion kamen die Suche nach Zuliefern und der Lokalisierungsgrad von Komponenten.

Beim Netzwerkabend im Hotel Azimut konnte sich die Delegation mit Vertretern lokaler Unternehmen und Verbänden über mögliche gemeinsame Projekte austauschen.

Am Logistiktag traf sich die Delegation mit Vertretern der Zollbehörde und der Regierung des Gebiets Murmansk. Diskutiert wurden Infrastrukturprojekte und Reformen in der Zollabfertigung. Im Anschluss besichtigte die Delegation den Murmansker Hafen.

Das Fazit am Ende der Reise: Es ist einiges in Bewegung im Gebiet Murmansk und überall ist deutsche Technologie und Ausrüstung gefragt.

Wjatscheslaw Sjubin, KTR RUS: „Die Delegationsreise nach Murmansk wurde auf höchstem Niveau organisiert und durchgeführt. Für mein Geschäftsfeld waren die Unternehmensbesichtigungen und Vorträge von großem Interesse. In Folge der Reise kam bereits ein Sondierungsgespräch zustande und weitere sind geplant.“

Igor Bryzgunow, Russische Assoziation für Windindustrie: „Ich bedanke mich für die Einladung zum „Energietag“ der Delegationsreise. Ich möchte vor allem die hervorragende Organisation der Veranstaltung anmerken. Das Programm war hochinteressant und gehaltvoll. Mit wertvollen Informationen für ihre Arbeit und neuen Ideen im Gepäck verließen die Teilnehmer das Treffen.“

Zwei Berichte von GTAI zum Gebiet Murmansk finden Sie hier und hier.

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