Deutsche Manager zurück in Russland

Auslandshandelskammer:  Lufthansa-Flug nach Moskau trotz Corona-Grenzschließung ist Symbol für die Stärke der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen

Auf Initiative der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) und der Deutschen Botschaft in Moskau hat die russische Regierung der Lufthansa als erste europäische Fluglinie erlaubt, deutsche und europäische Top-Manager und Geschäftsleute, die in Russland arbeiten, nach Russland zurückzubringen.

Der Lufthansa-Flug LH 1452 aus Frankfurt am Main landete um 2.22 Uhr mitten in der Nacht am Moskauer Flughafen Domodedowo. „Dass die Wahl auf die Lufthansa und Deutschland fiel, ist Symbol und Signal für die Stärke der Wirtschaftsbeziehungen beider Länder“, erklärte AHK-Vorstandsvorsitzender Matthias Schepp. „Deutschland war, ist und bleibt Russlands wirtschaftlicher Schlüsselpartner in Europa.“

Aufgrund der Anti-Corona-Maßnahmen der russischen Regierung hatte der größte Flächenstaat der Erde seine Grenze am 30. März geschlossen, zahlreiche Manager deutscher in Russland tätiger Firmen waren in Deutschland und Westeuropa gestrandet. Wegen der mühseligen Abstimmung über die Passagierliste, die erst gestern endgültig genehmigt worden war, waren lediglich 50 Passagiere in Bord. Zahlreiche reisewillige Manager mussten in Deutschland zurückbleiben.

„Wir hoffen, dass dieser Flug der Auftakt für die Rückkehr unserer Manager im großen Stil ist und appellieren an die Regierungen in Berlin und Moskau, auch normale Geschäftsreisen schnellstmöglich wieder zu erlauben“, sagte Matthias Schepp.

Die AHK ist mit mehr als 900 Mitgliedern der größte ausländische Wirtschaftsverband in Russland. Die Netto-Direktinvestitionen deutscher Unternehmen in Russland hatten in den vergangenen beiden Jahren laut Deutscher Bundesbank mit 3,3 Milliarden Euro im Jahr 2018 und 2,1 Milliarden Euro im Jahr 2019 Rekordwerte erreicht.

Die AHK hat sich seit Schließung der russischen Grenzen vor und hinter den Kulissen für die Wiedereinreise von Managern eingesetzt. Anfang April wandte sich die AHK mit Briefen an die Regierung und den Kreml, Mitte Mai noch einmal mit einem Brief an Premier Michail Mischustin, der von anderen Verbänden wie der Association of European Businesses (AEB), dem italienischen Industrieverband Confindustria und der Wirtschaftskammer Österreichs mitunterzeichnet wurde.

Die Deutsche Botschaft griff diese Initiative auf und begann Verhandlungen mit der russischen Regierung über einen Lufthansa-Flug.

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Ansprechpartner

Thorsten Gutmann

Leiter der Abteilung Kommunikation