Deutschland und Russland beschließen Effizienzpartnerschaft

Wirtschaftsminister Altmaier und russischer Wirtschaftsminister Maxim Oreschkin haben auf dem Petersburger Wirtschaftsforum eine Absichtserklärung zur Effizienzpartnerschaft unterzeichnet.

Deutschland und Russland haben auf Ebene beider Regierungen eine bedeutende Erklärung zur Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit vereinbart. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und sein russischer Amtskollege Maxim Oreschkin haben beim Petersburger Weltwirtschaftsforum eine Absichtserklärung für eine „Deutsch-Russische Effizienzpartnerschaft“ unterschrieben, um die wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit auszubauen.

Altmaier: „Deutschland und Russland unterhalten enge wirtschaftliche Beziehungen. Das deutsche Engagement in Russland ist trotz des unruhigen Fahrwassers im globalen Außenhandel weiterhin bedeutend. Und auch Russland hat großes Interesse an guten Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland. Wir müssen dabei aber wieder neues gegenseitiges Vertrauen schaffen, dann lassen sich auch andere Probleme besser lösen. Für die deutsche Wirtschaft werde ich für ein günstigeres Investitionsklima in Russland werben.“

Die Effizienzpartnerschaft bildet den Rahmen für viele bereits vorhandene Aktivitäten und hat zum Ziel, mit deutschen Technologien russische Unternehmen effizienter zu machen. Die Produktivität in Russland ist nur halb so hoch wie in Deutschland und beträgt rund ein Drittel der amerikanischen Produktivität. Im Rahmen der Initiative sollen russische Unternehmerdelegationen Deutschland besuchen, aber auch moderne Werke, die deutsche Unternehmen in Russland errichtet haben.

„Anders als die Modernisierungspartnerschaft mit Russland, die der heutige Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als damaliger Außenminister 2008 ausgerufen hat, ist die Effizienzpartnerschaft weniger politisch aufgeladen und bietet deshalb bessere Erfolgsaussichten“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK), Matthias Schepp. Die deutsche Wirtschaft habe wie keine andere seit Jahren in Fabriken mit modernsten Technologien in Russland investiert, so Schepp.

Laut deutscher Bundesbank betrugen die Netto-Direktinvestitionen deutscher Firmen in Russland im vergangenen Jahr 3,2 Mrd. Euro, der höchste Wert seit der Weltfinanzkrise. Das deutsch-russische Handelsvolumen betrug im Jahr 2018 61,9 Mrd. Euro; davon entfielen 36 Mrd. Euro auf Importe aus Russland und 25,9 Mrd. Euro auf Exporte nach Russland.

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