Dialog mit dem Gouverneur des Leningrader Gebiets

Der Gouverneur des Leningrader Gebiets, Alexander Jurjewitsch Drozdenko, traf sich mit zahlreichen Vertretern der deutschen Wirtschaft, um über neue Investitionspläne in der Region zu sprechen. Im Verwaltungsgebäude des Leningrader Gebiets versammelten sich Top-Manager der größten deutschen Unternehmen, Vertreter der Exekutive und die Führung der deutsch-russischen Auslandshandelskammer: Der Vorstandsvorsitzende Matthias Schepp sowie der Direktor der Filiale Nord-West Wladimir Nikitenko. Zudem unterstützte die Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in St. Petersburg, Frau Dr. Eltje Aderhold, die Veranstaltung.

Die aktive Entwicklung der deutschen Wirtschaft ist nicht zu übersehen: Große deutsche Unternehmen wie Henkel, Siemens, Knauf, Lorenz und Comazo sind bereits erfolgreich im Leningrader Gebiet tätig. Im September 2019 hat Henkel in Tosno das sechste Trockenmörtelwerk in Betrieb genommen. Deutsche Unternehmen sind bereit, ihre Präsenz in Russland weiter auszubauen und zusätzlich in die Wirtschaft der Region Leningrad zu investieren.

Alexander Jurjewitsch Drozdenko beantwortete die Fragen der AHK-Mitgliedsunternehmen zur Modernisierung der Produktionsinfrastruktur sowie zu zusätzlichen Maßnahmen zur Unterstützung des operativen Geschäfts. Neue ausländische Unternehmen, die 2020 mit einem Startkapital von mindestens 50 Millionen Rubel die Arbeit im Leningrader Gebiet aufnehmen, können somit auf die steuerliche Unterstützung der regionalen Behörden zählen. Ab dem 1. Januar wird zudem der Einkommensteuersatz für neue Anleger auf 10% gesenkt. Die Region Leningrad arbeitet auch daran, Verkehrsanbindungen zu verbessern: Im Jahr 2020 geht der Flughafen Siverskij in Betrieb, der einen großen Frachtknotenpunkt darstellen wird.

Neben den Fragen der Wirtschaftstätigkeit in der Region und den Perspektiven für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur befasst sich die deutsche Wirtschaft damit, wie sich ein einheitliches System entwickeln lässt, um Industrieabfälle aufzubereiten. Viele Unternehmen setzen bereits aktiv umweltfreundliche Technologien in ihrer Produktion ein und reduzieren somit den Energieverbrauch.

Vom 16. bis 23. April 2020 findet in St. Petersburg die traditionelle „Deutsche Woche“ statt. Als Bundesvertretung Deutschlands agiert diesmal Mecklenburg-Vorpommern, das mit dem Leningrader Gebiet eine langjährige Partnerschaft pflegt. Im Rahmen des „Dialogs mit dem Gouverneur“ haben Mecklenburg-Vorpommern und das Leningrader Gebiet bereits Pläne für die gemeinsame Organisation und Zusammenarbeit für die „Tage der deutschen Wirtschaft in der Region Leningrad“ diskutiert.

Im Anschluss an das Treffen wurden konkrete Maßnahmen zur Unterstützung neuer Investitionsprojekte besprochen. Die Parteien einigten sich darauf, einen Überblick der laufenden Projekte zu erstellen und Seminare für potenzielle Zulieferer anzubieten. Weiterhin ist auch geplant, den Informationsleitfaden für Investoren erneut in deutscher sowie in russischer Sprache zu veröffentlichen.

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