Einreise in die Russische Föderation für hochqualifizierte Spezialisten (HQS)

Gemäß dem Erlass der Regierung Russlands vom 25.06.2020 Nr. 1671-r ist die einmalige Einreise in die Russische Föderation für Personen, welche zur Arbeitstätigkeit in der Russischen Föderation als hochqualifizierte Spezialisten (HQS) herangezogen werden, erlaubt. Bei der Einreise ist an der Passkontrolle neben dem Pass und dem Visum der Arbeitsvertrag vorzulegen.

Für die Organisation der Einreise ihres HQS hat sich das Unternehmen an das profilierte Ministerium (in dessen Zuständigkeit sich die Branche der Unternehmenstätigkeit befindet). In der Praxis tritt am öftesten.

Das Unternehmen soll an das Ministerium ein Schreiben nach dem anliegenden Muster richten. Sollte als profiliertes Ministerium das russische Ministerium für Industrie und Handel auftreten, kann man das Schreiben wiederholt per E-Mail auf die Mailbox info_admin(at)minprom.gov.ru versenden. Nachfolgend stimmt das Ministerium die durch das Unternehmen zugesendeten Personen mit dem Föderalen Sicherheitsdienst Russlands (FSB) und dem Innenministerium Russlands ab.

Die Information über die Einreise des HQS ist durch das profilierte Ministerium an den FSB spätestens fünf Tage vor der geplanten Einreise des HQS in die Russische Föderation zu richten und hat folgende Angaben zu beinhalten:

- Voller Vor- und Nachname

- Staatsangehörigkeit

- Geburtsdatum

- Einreisegrund (Arbeitstätigkeit)

- Aufenthaltszeitraum in der Russischen Föderation (gemäß gültigem Visum)

- Ort des geplanten Aufenthalts

- Angaben der annehmenden Partei (beispielsweise, Vermieter; Vor-, Nach- und Vatersname, Telefonnummer)

- Einreisedatum

- Grenzübergang

Bitte geben Sie in dem Schreiben als Ort der Grenzüberquerung den Internationalen Flughafen Domodedowo an, wenn für den HQS die Einreise über einen der durch die AHK organisierten Lufthansa-Flüge geplant ist.

Sollte bei dem HQS das Visum abgelaufen sein, hat das Unternehmen in dem gleichen Schreiben dem Ministerium die Bitte über die Ausstellung eines Visums für seinen HQS zu äußern. Aktuell werden Geschäftsvisa nicht ausgestellt. Es werden nur Arbeitsvisa für HQS, Visa für technische Spezialisten und Visa für Mitglieder der Besatzungen von See-, Flussschiffen, Luftfahrzeugen usw. erteilt. Die Beantragung von Visa wird über Migrationsbehörden des russischen Innenministeriums vorgenommen.

Der FSB richtet die erhaltenen Listen an den entsprechenden Grenzübergang an der russischen Grenze. Eine Bestätigung des Erhalts der Liste wird seitens des FSB an das profilierte Ministerium bzw. den Antragsteller nicht geleistet.

Bitte beachten Sie, dass eine Einreise der mitreisenden Familienmitglieder der HQS, welche ausländische Staatsbürger sind, derzeit nicht möglich ist.

Ein HQS soll bei der Einreise nach Russland zur weiteren Reise an seinen Wohnort in der Stadt Moskau/dem Moskauer Gebiet bereit sein, zur Bestätigung eine Kopie der Urkunde über das Immobilieneigentum des Vermieters, bei Vorhandensein eine Kopie der Benachrichtigung über die ausländerbezogene Erfassung („migratsionni utschot“) unter dieser Adresse zum Zeitpunkt der letzten Ausreise aus Russland vorzulegen.

Aktuell kann es wegen der hohen Auslastung der Ministerien an Anfragen zur Bearbeitung der Unterlagen innerhalb einer längeren Zeit kommen. Änderungen in Bezug auf das Verfahren und die Bearbeitungsfristen sind vorbehalten.

Die 14-tägige Selbstquarantäne nach Einreise in die Russische Föderation bleibt bei sogenannten internationalen Rückholflügen erhalten. Das geht aus einer neuen Anordnung (RU) des Leitenden Sanitätsarzts der Russischen Föderation hervor. Diese Änderung erstreckt sich auch auf die Sonderflüge für hochqualifizierte Spezialisten (HQS) von AHK und Deutscher Botschaft. 
 
Die 14-tägige Selbstquarantäne bleibt auch für alle Personen erhalten, die zu Arbeitszwecken und mit einem Arbeitsvisum in die Russische Föderation einreisen. Es muss bei der Einreise eine englisch- oder russischsprachige Bescheinigung über einen Polymerase-Kettenreaktionstest vorgelegt werden, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, sowie (falls vorhanden) ein Nachweis von Immunglobulin-G-Antikörpern gegen SARS-CoV-2. Alternativ können Ausländer innerhalb von drei Tagen einen Test auf eigene Kosten im Inland durchführen. Der negative Covidtest ist vorzulegen, entbindet jedoch nicht von der Selbstisolation
 
Wir möchten zusätzlich darauf hinweisen, dass diejenigen, die als Endziel der Reise eine andere Region als Moskau oder das Moskauer Gebiet haben, sich zwingend in einen durch das Moskauer Gebiet bereitgestellten Observator (Hotel) begeben müssen, sofern zwischen dem Arbeitgeberunternehmen einerseits und dem Rospotrebnadsor und dem Verkehrsministerium des Moskauer Gebiets andererseits nicht ein Verfahren des direkten Transfers des aus dem Ausland eingereisten Mitarbeiters unmittelbar in die Region zur Einhaltung der Selbstisolation am Aufenthaltsort in der Region abgestimmt worden ist.

Bei Anfrage an das Ministerium für Industrie und Handel oder ein anderes profiliertes Ministerium bitten wir Sie, darüber die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (Abteilung für Regierungskontakte: Abteilungsleiter Herr André Fritsche, E-Mail: Fritsche(at)russland-ahk.ru, Manager für Kontakte zu Regierungsstrukturen Herr Andrej Sysich, E-Mail: Sisych(at)russland-ahk.ru) mit Angabe des eingehenden Aktenzeichens und des Datums Ihrer Anfrage zu informieren.

Zurück

Ansprechpartner

Thorsten Gutmann

Leiter der Abteilung Kommunikation