GRID-Delegationsreise: Russische Unternehmen erleben die vierte industrielle Revolution in Baden-Württemberg

Eine hochrangige russische Unternehmerdelegation hat in Deutschland Musterprojekte im Bereich Industrie 4.0. und Digitalisierung besichtigt, darunter Betriebe von Daimler, Bosch und Siemens. Die 50-köpfige Gruppe wurde von Alexander Schochin angeführt, dem Präsidenten des russischen Unternehmerverbandes RSPP, sowie von Dmitrij Pumpjanski, dem Vorstandsvorsitzendem des größten russischen Stahlrohrherstellers TMK und Sinara Group.

Die Reise fand im Rahmen der „German Russian Initiative for Digitalization“ (GRID) statt, die im Juni 2017 auf dem Petersburger Wirtschaftsforum (SPIEF) gegründet worden war. Ihr gehören von deutscher Seite Siemens, SAP, Bosch und Volkswagen Group Rus an, von russischer Seite der Telekommunikationsgigant Rostelecom, ТМК und Sinara Group, Zyfra, Skolkovo Foundation und RT-Inform. Die Initiative wird von Verbandseite vom RSPP, dem Ostausschuss Osteuropaverein (OAOEV) und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) getragen und soll die Stärken der deutschen und russischen Wirtschaft auf dem Gebiet digitaler Zukunftstechnologien zusammenführen.

Matthias Schepp, Vorstandsvorsitzender der AHK, und der OAOEV-Geschäftsführer Michael Harms begleiteten die Delegation. Laut Harms haben die russischen Unternehmensvertreter guten Eindruck von den aktuellen Entwicklungen bei digitalen Industrieanwendungen bekommen und Kontakte zu ihren deutschen Kollegen geknüpft: „Dies ist gerade für die Internationalisierung russischer digitaler Entwicklungen und Innovationen von großer Bedeutung,“ betonte der OAOEV-Geschäftsführer.

Die Gruppe besuchte in Laufe von 3 Tagen die Daimler-Zentrale in Stuttgart-Untertürkheim – den Partner von Siemens, den Bosch-Standort in Stuttgart-Feuerbach, die Porsche-Tochter MHP (Teil von Volkswage Group) sowie Siemens in Karlsruhe.

„Deutsche Unternehmen leisten gerade bei Industrie 4.0 Erstaunliches“, sagte AHK-Chef Matthias Schepp. „Dieses Knowhow ist auch für russische Industrie wichtig und trifft dort auf großen Fortschrittswillen und hervorragende IT-Ingenieure.  Deutsche und russische Firmenvertreter, die im Rahmen der GRID-Initiative gemeinsam an der Digitalisierung der russischen Wirtschaft mitwirken, haben bei diesem Austausch schon viel voneinander gelernt“.

Zusammenfassend stimmten die Vertreter der Delegation zu, dass auch russische Unternehmen ihren deutschen Kollegen etwas zeigen könnten. „Wir haben die fortgeschrittenen deutschen Technologien im Bereich der Industrie 4.0 kennengelernt. Ich bin sicher, dass diese Erfahrung für die Delegation sehr nützlich war, auch ihre Teilnehmer sie in ihren Unternehmen einbringen können. Wir glauben jedoch, dass auch die russische Seite auf dem Gebiet der digitalen Technologien erfolgreiche Projekte präsentieren könnte, die die deutschen Kollegen positiv überraschen werden. Deshalb laden wir die Vertreter der deutschen Wirtschaft herzlich nach Russland ein, die digitalen Plattformen der russischen GRID- Teilnehmer zu besichtigten", sagte Alexander Schochin. Ein Gegenbesuch werde für Mitte 2019 anvisiert, kündigte der RSPP-Chef an.

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Ansprechpartner

Thorsten Gutmann

Leiter der Abteilung Kommunikation