Kaspersky und Remondis treten der Deutsch-Russischen Digitalisierungsinitiative bei

Das russische IT-Unternehmen Kaspersky und der deutsche Recyclingkonzern Remondis treten der Deutsch-Russischen Initiative für die Digitalisierung der Wirtschaft (GRID) bei.

Kaspersky und Remondis wollen die deutsch-russische Zusammenarbeit gemeinsam mit den 13 GRID-Mitgliedern in den Bereichen Industrie 4.0 und Cybersecurity vertiefen. „Der Beitritt von zwei weltbekannten Unternehmen zur GRID zeigt, dass die Wirtschaft in Deutschland und Russland trotz aller politischen Spannungen und Diskussionen über Hackerangriffe erfolgreich zusammenarbeitet“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK), Matthias Schepp

Die Beitrittszeremonie fand im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung des Komitees für Digitalisierung der AHK und des Russischen Verbandes der Industriellen und Unternehmer RSPP statt.

„Moderne IT-Lösungen in der Industrie können die Produktivität der russischen Wirtschaft erhöhen und ihr Wachstum beschleunigen“, sagt der Business Development Director von Kaspersky, Leiter Berliner Repräsentanz, Wasilij Geist. „In der Integration von technischen und digitalen Lösungen liegt auch die Zukunft der Industrieproduktion. Im Rahmen der GRID-Initiative hilft Kaspersky bei diesem Ansatz gern weiter.“

Als erstes Unternehmen innerhalb der GRID-Initiative, das sich auf Cybersecurity spezialisiert, möchte Kaspersky die Kooperation der deutschen und russischen Wirtschaft im Bereich von Industrie 4.0 weitertragen und spezifische Lösungen für die Sicherheit von Daten und Prozessen einbringen. Weltweit greifen derzeit über 400 Millionen Endnutzer und 270.000 Unternehmen auf die Produkte von Kaspersky zurück.

„Wir sind sehr erfreut, dass die Deutsch-Russische Digitalisierungsinitiative mit den beiden neuen Mitgliedern weitere Bereiche der deutschen und russischen Wirtschaft abdeckt“, kommentiert der Geschäftsführer des Ost-Ausschusses – Osteuropavereins (OAOEV), Michael Harms. Gemeinsam mit der AHK ist der OAOEV Gründer und Träger der GRID-Initiative. „Wir sehen ein großes Interesse deutscher Unternehmen an einer Zusammenarbeit mit Russland im Bereich der digitalen Technologien. Wir hoffen, dass sich aus dem erweiterten Mitgliederkreis der Initiative weitere Kooperationen und konkrete Projekte in der digitalen Wirtschaft unserer beiden Länder entwickeln werden.“

Mit Remondis ist Deutschlands größtes und auch weltweit eines der führenden Unternehmen für Kreislaufwirtschaft und Recycling an Bord der GRID-Initiative gegangen. In Russland ist die Firma als regionaler Operator für die Abfallwirtschaft in der Republik Mordowien aktiv. „In den vergangenen 30 Jahren wurde in der Bundesrepublik eine moderne Kreislaufwirtschaft mit getrennter Sammlung, Sortierung und Wiederaufbereitung von Abfällen etabliert, mit dem Ziel, möglichst viele wertvolle Rohstoffe klimaneutral und umweltschonend in den Wirtschaftskreislauf zurückzuführen. Auch Russland braucht ein duales System, in dem die Produzenten von Abfällen für die getrennte Sammlung und Verwertung aufkommen. Remondis kann beim Technologietransfer nach Russland helfen“, sagt die Geschäftsführerin von Remondis in Russland, Swetlana Bigesse.

„Eine erfolgreiche Umsetzung des Smart-Manufacturing-Konzepts, die wir im Rahmen der GRID-Initiative anstreben, ist ohne das Thema Cybersecurity nicht möglich“, sagt RSPP-Präsident Alexander Schochin. „Deswegen sind wir froh, dass mit Kaspersky und Remondis zwei große und in ihren Bereichen führende Unternehmen der GRID-Initiative beigetreten sind.“

Hintergrund

Die Deutsch-Russische Initiative für Digitalisierung der Wirtschaft (German-Russian Initiative for Digitalization of the Economy, GRID) führt die Stärken der deutschen und russischen Wirtschaft auf dem Gebiet digitaler Zukunftstechnologien zusammen. Derzeit eint die GRID 13 Unternehmen. Zu ihren Mitgliedern zählen auf deutscher Seite Siemens, SAP, Bosch und die Volkswagen Group sowie die Deutsch-Russische AHK und der Ost-Ausschuss - Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft. Auf russischer Seite sind es die Skolkovo Foundation, Rostelekom, Zyfra, Sinara Group, Rostech, TMK und der russische Unternehmerverband RSPP. Das Ziel von GRID ist der Erfahrungsaustausch auf hoher politischer und wirtschaftlicher Ebene und die Modernisierung der russischen Wirtschaft mit deutsch-russischem Knowhow.

Kontakt:

Julia Pokoptseva
Projektkoordinatorin Deutsch-Russische Initiative für Digitalisierung (GRID)
E-Mail: pokoptseva(at)russland-ahk.ru
Telefon: +7 495 234 49 50

Alexej Knelz
Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: knelz(at)russland-ahk.ru
Telefon: +7 495 234 49 50

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