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Delegation der Deutschen Wirtschaft

LOK-Zentrum: AHK-Anlaufstelle für alle Anliegen zur Lokalisierung

04.10.2021

Die AHK Russland hat bei einer Sitzung ihres Komitees für Lokalisierung und Industrieproduktion das neue Informationszentrum für Lokalisierung (LOK-Zentrum) vorgestellt. Das Zentrum dient als Anlaufstelle und Starthilfe für Unternehmen, die ihre Produktion in Russland lokalisieren wollen, und arbeitet eng mit russischen Behörden zusammen.

Laut dem Komitee-Vorsitzenden Falk Tischendorf haben AHK-Mitgliedsunternehmen viele Fragen zur Lokalisierung in Russland. Dabei ging es unter anderem um Anforderungen bei der Lokalisierung bestimmter Waren, Zollvorschriften, Finanzierungen, den Sonderinvestitionsvertrag (SPIC 2.0) usw.

So entstand die Idee eines Informationszentrums, in dem alle relevanten Fragen und Antworten zusammenlaufen. Die Lokalisierung in Russland ist ein komplexes Thema mit vielen Aspekten, für die verschiedene staatliche Strukturen zuständig sind. Ziel des LOK-Zentrums ist es daher, eine Plattform für den Austausch zwischen Unternehmen und Behörden sowie eine wertvolle Informationsquelle zu werden. Diese Idee wurde auch vom ersten Vizeminister für Industrie und Handel, Wassili Osmakow, unterstützt.

Unternehmen, die ihre Produktion in Russland lokalisieren möchten, können ihre Fragen direkt an das LOK-Zentrum senden (E-Mail: LOK-Zentrum(at)russland-ahk.ru). Diese werden anschließend an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Die erhaltenen Erklärungen bzw. Stellungnahmen wird das LOK-Zentrum regelmäßig in Form von Best-Practice-Beispielen veröffentlichen (ohne Nennung der Antragsteller) und diese auch in Gesprächen mit den Unternehmensvertretern erörtern. In unserer Präsentation (RU) finden Sie eine Liste mit möglichen Anfragen von Unternehmen an das LOK-Zentrum.

Das LOK-Zentrum wird unter anderem mit dem russischen Ministerium für Industrie und Handel, dem Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung, dem Finanzministerium, dem Föderalen Steuerdienst, dem Föderalen Zolldienst, dem Industrieentwicklungsfonds und anderen Behörden zusammenarbeiten.

„Sowohl für die Unternehmen als auch für die Behörden ist dies eine Win-Win-Situation, da die Firmen Antworten auf ihre Fragen erhalten und die Behörden wiederum die Probleme ausländischer Unternehmen, die in Russland lokalisieren wollen, besser verstehen“, betonte Tischendorf.

Alexej Matuschanskij, Leiter der Abteilung für strategische Entwicklung und Unternehmenspolitik im Ministerium für Industrie und Handel, begrüßte die Einrichtung des LOK-Zentrums und betonte seine Bereitschaft, die eingehenden Anfragen zu koordinieren. Wladimir Pastuchow, Generaldirektor der Agentur für technologische Entwicklung, bezeichnete die Schaffung des Infozentrums als „sehr zeitgemäß“ und sicherte Unterstützung zu.

Andrej Sobolew, Leiter des Handels- und Wirtschaftsbüros der Russischen Föderation in Deutschland, nannte das LOK-Zentrum einen „Feedback-Kanal für staatliche Behörden in Bezug auf Gesetze und deren Wirksamkeit“. Sobolew wies auch auf den Digital-Support-Navigator des staatlichen Informationssystems für die Industrie hin und schlug vor, einen Teil der Informationen des LOK-Zentrums in diesem Tool unterzubringen. „In diesem Zusammenhang wird eine umfassende Infrastruktur zur Unterstützung der Lokalisierung geschaffen, die nicht nur die Frage beantwortet, wie man auf dem russischen Markt tätig sein kann, sondern auch festlegt, in welche Branchen und Regionen man investieren sollte.“

Ansprechpartner

Thorsten Gutmann

Leiter der Abteilung Kommunikation & Marketing