Online-Konferenz: „Neue Ansätze und innovative Technologien für die digitale Transformation des Elektrizitätssektor“

Nach einem Seminar zur Digitalisierung der Textilindustrie im Februar und einem Webinar zur Digitalisierung der Produktionsprozesse im FMCG-Sektor im Juli fand am 25. September die nunmehr dritte branchenspezifische Veranstaltung der Deutsch-Russischen Digitalisierungsinitiative GRID statt.

Thema der Sitzung am 25. September war die digitale Transformation des Elektrizitätssektors und an der Programmgestaltung war das deutsche GRID-Mitglied Siemens federführend beteiligt. Wie bereits im Juli musste die Veranstaltung auch dieses Mal wieder im Online-Format durchgeführt werden, was dem Besucheransturm aber keinen Abbruch tat: Mit über 100 zugeschalteten Teilnehmern wurde ein neuer Rekord für die GRID-Branchenveranstaltungen aufgestellt.

Alle drei an GRID beteiligten Wirtschaftsverbände nahmen diesmal eine aktive Rolle ein. Während der GRID-Koordinator Dmitrij Kononenko von der Deutsch-Russischen AHK die Online-Konferenz moderierte, hielten RSPP-Vizepräsident Sergej Mytenkov und Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Michael Harms die Grußworte. Beide betonten, dass die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen derzeit trotz der Wirtschaftskrise und der politischen Konfrontation nach wie vor voller Leben sind und die Unternehmen beider Länder sich vor allem im Digitalisierungsbereich gegenseitig bereichern können – was im Übrigen auch das Kernziel von GRID darstellt.

Diese Feststellung wurde in den anschließenden Fachvorträgen bestätigt, in denen die Experten von Siemens gemeinsam mit ihren russischen Partnern von der Baschkirischen Stromnetzgesellschaft (BESK) und den Unternehmen BaltEnergoMash und Electronmash demonstrierten, wie „Industrie 4.0“-Technologien den russischen Elektrizitätssektor bereits tiefgreifend transformiert haben. Unter anderem wurde gezeigt, wie ein Umspannwerk digitalisiert wurde und wie ein „digitaler Zwilling“ des Stromversorgungsnetzes entsteht.

Auch wurde deutlich, wie mithilfe von Siemens-Technologien die Zukunft der Stromversorgung an der Schnittstelle zwischen intelligenten Netzen, dezentralen Erzeugern und „smarten“ Verbrauchern aussehen wird. Abgerundet wurde die Veranstaltung von einem Vortrag des russischen GRID-Mitgliedes Kaspersky zur Cybersicherheit der Elektrizitätsinfrastruktur, aus dem hervorging, dass Industrieanlagen keineswegs mehr ein wehrloses Opfer für Cyberkriminelle sind, sondern mithilfe von intelligenten Netzwerktechnologien wirksam vor Hackerattacken geschützt werden können.

Ein Veranstaltungsbericht von Dmitrij Kononenko

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Ansprechpartner

Thorsten Gutmann

Leiter der Abteilung Kommunikation & Marketing