Phoenix Contact und RZD machen bei Digitalisierungsoffensive mit

Vertreter führender Unternehmen bei der Implementierung digitaler Technologien haben sich auf einer weiteren Videokonferenz der Deutsch-Russischen Initiative zur Digitalisierung der Wirtschaft (GRID) zu aktuellen Themen des Verkehrssektors und ihre Erfahrungen bei der Nutzung fortgeschrittener Technologien für die digitale Transformation der Produktion und innovativer Managementmethoden ausgetauscht. Rund 100 Zuschauer nahmen an der Online-Diskussion teil. Gekrönt wurde die Veranstaltung durch den Beitritt zweier neuer Mitglieder, der deutschen Firma Phoenix Contact und der Russischen Eisenbahnen AG (RZD).

Wissen in Praxis umsetzen

Die Gründer der GRID-Initiative – der Präsident des Russischen Verbandes der Industriellen und Unternehmer (RSPP) Alexander Schochin und der Geschäftsführer des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft Michael Harms - begrüßten die Teilnehmer. 2017 hatten beide den deutsch-russischen Dialog zur Digitalisierung gestartet. "Die Umsetzung von Wissen in die Praxis ist ein wichtiges Ergebnis unserer Initiative", sagte Alexander Schochin in seiner Begrüßungsrede.

Neue Mitglieder an Bord

Am 19. November traten der Hersteller und Entwickler von innovativen elektronischen Anlagen Phoenix Contact und die Russische Eisenbahnen AG – das größte Verkehrsunternehmen in Russland – der Digitalisierungsinitiative bei. Beide Unternehmen nutzen digitale Werkzeuge und Hochtechnologien für die Optimierung ihrer Arbeitsabläufe und arbeiten eng mit Partnern aus Russland und Deutschland zusammen. RZD und Siemens kooperieren zum Beispiel beim Hochgeschwindigkeitsschienenverkehr; Phoenix Contact entwickelt zusammen mit Rosecosvet ein Projekt zum Aufbau smarter Anlagen in Städten.

Neue Technologien

Roman Trotsenko, stellvertretender Vorsitzender der RSPP-Kommission für Verkehr und Verkehrsinfrastruktur, berichtete über die Lage im russischen Mobilitätssektor. Konferenzteilnehmer, die digitale Lösungen für den Luft-, Straßen- und Schienenverkehr sowie für den unbemannten Verkehr anbieten, gaben ihre Einschätzung zur russischen Verkehrsinfrastruktur, sprachen über Produkte und Aussichten für eine innovative Entwicklung der Verkehrsindustrie.

Außerdem wurde das Siemens-Projekt MindSphere, das für die Industrie eine maßgeschneiderte digitale IoT-as-a-service-Lösung mit vollständigem Steuerungszyklus anbieten will, vorgestellt. Dmitry Karpow, Projektingenieur bei Phoenix Contact, stellte den ersten industriellen 5G-Router vor, der private Netze leistungsfähiger machen soll. Phoenix Contact bietet Lösungen für die Digitalisierung des Straßenverkehrs mit der europäischen Technologie Cooperative Intelligent Transport Systems an. Ewgenij Tscharkin, zuständig für Informationstechnologien bei der Russischen Bahn, sprach über das internationale Projekt Intertran, das den vollständigen Verzicht auf Papierdokumente im intermodalen Güterverkehr ermöglicht. Während der Coronavirus-Epidemie konnte die RZD mithilfe von Informationstechnologien 115.000 Mitarbeiter in den Remote-Arbeitsbetrieb versetzen. Darüber hinaus erarbeitet die RZD eine einheitliche Blockсhain-Plattform im Verkehrsbereich, mit der Ausfallzeiten reduziert und die Qualitätskontrolle verbessert werden können. Weitere Vorträge wurden von Experten von SAP, Volkswagen, KAMAZ und Zyfra gehalten.

Die Deutsch-Russische Initiative zur Digitalisierung der Wirtschaft wurde 2017 mit Unterstützung des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft und des Russischen Verbands der Industriellen und Unternehmer (RSPP) ins Leben gerufen. Auf deutscher Seite traten AHK, SAP, Siemens, Bosch, Volkswagen ihr bei. Unter den größten russischen GRID-Mitgliedern sind: Rostelecom, Skolkovo-Stiftung, Rostech, Kaspersky Lab, Zyfra und Sinara Gruppe.


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Ansprechpartner

Thorsten Gutmann

Leiter der Abteilung Kommunikation