Russische Zentralbank lässt Leitzins bei 7,25 Prozent

Die russische Zentralbank hat am 27. April 2018 den Leitzins in Russland nach einer langen Serie von Senkungen bei 7,25 Prozent pro Jahr beibehalten. Grund dafür sei die Schwächung des Rubels "vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen".

Damit bezieht sich die Währungshüterin vor allem auf die neuen Sanktionen der USA gegen russische Personen und Unternehmen, die am 6. April verhängt wurden. In Folge der Sanktionsankündigung wertete der Rubel deutlich ab. 

Die Inflationsdynamik bleibe aber weiter gering, so die Zentralbank. Die Verbraucherpreise wuchsen im März nur um 2,4%, für April rechne man mit einer Inflation von 2,3-2,5%. Die Rubelschwächung werde dafür sorgen, dass die Inflation gegen 4% steige, dieses Level aber nicht überschreite, wenn die Bedingungen sich nicht grundsätzlich änderten. 

Im Hinblick auf die weitere Geldpolitik erklärte die Notenbank, das Potenzial für weitere Leitzinssenkungen sei gesunken und der als neutral gesehene Zinssatz liege bei 6-7%. 

Die Wirtschaftsaktivität entwickle sich weiter positiv. Das BIP-Wachstum für das erste Quartal 2018 schätzt die russische Zentralbank auf 1,3-1,5% und auf 1,5-2% bis Jahresende. 

Quelle: Russische Zentralbank (EN), Russische Zentralbank (RU)

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