Russlands Außenminister Lawrow: „Deutschland bleibt wirtschaftlicher Schlüsselpartner Russlands“

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat auf der Jahreshauptversammlung der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) ein Bekenntnis zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Deutschland abgelegt.

„Deutschland zählt weiterhin zu den wirtschaftlichen Schlüsselpartnern Russlands“, teilte Russlands Chefdiplomat Sergej Lawrow heute gegenüber deutschen und russischen Topmanagern bei der Mitgliederversammlung der AHK Russland mit, dem mit 1000 Mitgliedern größten ausländischen Wirtschaftsverband in Russland. Die Zusammenarbeit in Handel und Wirtschaft gehöre zu den „beständigsten, pragmatischsten Elementen der bilateralen Agenda“, so Lawrow. „Wir sind unsererseits dazu bereit, der Unternehmergemeinschaft weiterhin alle erforderliche Unterstützung zu gewähren.“

Laut Lawrow haben deutsche Firmen in Russland insgesamt 20 Milliarden Dollar investiert. Nach Statistiken der Deutschen Bundesbank betrugen die Netto-Direktinvestitionen deutscher Firmen in Russland allein in den vergangen drei Jahren knapp sechs Milliarden Euro. Die Netto-Direktinvestitionen vergleichen den Zu- und Abfluss von Kapital.

Investitionen und Technologien aus Deutschland

Deutsche Technologien kommen in Russland unter anderem bei Herstellung von Fahrzeugen, in der Landtechnik, in Bahnfahrzeugen, in der Elektrotechnik und anderen forschungsintensiven Bereichen zum Einsatz, erklärte Außenminister Lawrow. Zudem würden deutsche Firmen gemeinsam mit ihren russischen Partnern Industrieobjekte umsetzen und modernisieren. „Besonders hervorheben möchte ich die zeitgeprüfte Zusammenarbeit im Energiebereich, die sich allseitig förderlich auf die Energiesicherheit nicht nur Deutschlands, sondern des gesamten europäischen Kontinents auswirkt“, erklärte Lawrow vor dem Hintergrund der Debatte um die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 und Sanktionen.

AHK leistet Beitrag für Wirtschaftszusammenarbeit

Einen besonderen Beitrag zur „Weiterentwicklung und Festigung“ der bilateralen Zusammenarbeit leiste die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer, so Lawrow. Es sei erfreulich, dass die Anzahl der Mitglieder von Jahr zu Jahr wachse. Alleine im vergangenen Jahr stieg sie trotz Corona-Krise um zehn Prozent auf inzwischen 1000 Mitgliedsunternehmen an, darunter neben Großkonzernen vor allem mittelständische und familiengeführte Firmen. Insgesamt sind fast 4000 deutsche Firmen in Russland tätig. „Wir schätzen die Bereitschaft der deutschen Wirtschaft zu gemeinsamer Arbeit, den Pragmatismus und die konstruktive Einstellung“, so Lawrow.

Wirtschaftsminister Reschetnikow lobt deutsche Wirtschaft

„Zwischen unseren Ländern gibt es langjährige und stabile Geschäftsbeziehungen“, sagte Russlands Wirtschaftsminister Maxim Reschetnikow auf der AHK-Mitgliederversammlung. Selbst im Krisenjahr 2020 belegt Deutschland weiterhin den zweiten Platz im Außenhandel mit Russland – und deutsche Firmen investieren in Russland weiter in neue Projekte. Auch die AHK trage im Laufe ihres 25-jährigen Bestehens zu diesem Erfolg bei, so der Minister. „Die Kammer hilft, das Geschäftsklima zu verbessern, Investitionen anzuziehen und neuen Wachstum sowie Arbeitsplätze in den Regionen zu schaffen.“


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