Schritte für die Vorbereitung der Einreise ausländischer technischer Spezialisten

Die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer veröffentlicht die notwendigen Schritte für die Vorbereitung der Einreise ausländischer technischer Spezialisten.

Als Deutsch-Russische Auslandshandelskammer treten wir seit Beginn der Reisbeschränkungen im März und der damit verbundenen Grenzschließung für eine Lockerung der Einreisebestimmungen für Unternehmenschefs und ihre Mitarbeiter ein. Ein freier Personenverkehr ist für das Funktionieren von Geschäftsaktivitäten zwingend notwendig. Durch den Erlass der russischen Regierung vom 29.04.2020 Nr. 1170-p wurden bekanntlich Änderungen des Einreiseverfahrens in die Russische Föderation vollzogen, die in dem Zeitraum der Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus erfolgten. Die Einreise nach Russland ist für Personen erlaubt, die Einrichtungs- und Wartungsarbeiten von Geräten ausländischer Produktion vornehmen. Für viele Kammermitglieder ist dies ein großer Fortschritt im Vergleich zu dem davor geltenden Einreiseverfahren. Zugleich ist das Prozedere der Einreise durch einige Formalitäten erschwert, die strikt zu befolgen sind.

Ein regelmäßiger Flugverkehr zwischen Russland und anderen Ländern ist unbefristet ausgesetzt. Diese Regelung gilt seit dem 30.03.2020 gemäß Regierungserlass Nr. 763-p vom 27.03.2020. Zugleich hat eine Reihe ausländischer Fluggesellschaften die Wiederaufnahme der Flüge nach Russland ab Juni 2020 erklärt. Sollten solche Flüge in der Tat wieder stattfinden, kann man die Leistungen regulärer Flüge in Anspruch nehmen.

Somit sind für die Vorbereitung der Einreise ausländischer technischer Spezialisten folgende Schritte erforderlich:

1. Ein Schreiben des russischen Betriebs, bei dem die ausländischen technischen Spezialisten die Arbeiten zur Montage, Inbetriebnahme oder sonstige technische Wartung der Geräte vornehmen, gerichtet an den Minister für Industrie und Handel D.W. Manturow mit der Bitte um Unterstützung dieser Reise und der Abstimmung der Liste der ausländischen Spezialisten mit dem Föderalen Sicherheitsdienst (die Angaben aller Spezialisten sind dem Schreiben beizufügen).

2. Die Einladung für ausländische Spezialisten wird in der Regel innerhalb eines Monats beantragt. Dazu wendet sich der einladende Betrieb an das territoriale Amt des Innenministeriums (Migrationsabteilung) je nach Ort des Betriebs. Sollte keine Wartezeit verbleiben, ist in dem Schreiben an das Ministerium für Industrie und Handel eine dritte Bitte aufzunehmen, und zwar sich an das Außenministerium Russlands zum Ziele des zügigen Erhalts eines Visums zu wenden (die Einladung des Außenministeriums wird in Form eines Fax an das entsprechende Konsulat der Russischen Föderation gerichtet). Dieses beschleunigte Verfahren spart enorm an Zeit.

3. Das antragstellende Unternehmen erhält eine Rückmeldung aus dem Ministerium für Industrie und Handel der Russischen Föderation darüber, welcher Entschluss zu dem Antrag gefasst wurde. Bei einem positiven Bescheid kommt es zum nächsten Schritt.

4. Das deutsche Unternehmen, dessen Spezialisten nach Russland reisen sollen, richtet ein Schreiben an das entsprechende Konsulat der Russischen Föderation und gibt die Namen der technischen Spezialisten sowie deren Positionen, Einreiseziel und Zeitraum der Entsendung an. Zudem muss die finanzielle Rentabilität (Gehalt, bestehende Wohnmöglichkeit) der Mitarbeiter bestätigt werden. Dem Konsulat werden auch die Dokumente der Mitarbeiter vorgelegt, welche in der Regel zur Beantragung eines Visums erforderlich sind (Pass, Visumsantrag, internationale Versicherung, Foto usw.).

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Ansprechpartner

Thorsten Gutmann

Leiter der Abteilung Kommunikation