Stellungnahme der Deutsch-Russischen AHK und weiterer Verbände zum Fall Baring Vostok

Im Zusammenhang mit der Verhaftung des Gründers von Baring Vostok Capital Partners haben die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK), die Association of European Businesses (AEB), die Finnisch-Russische Handelskammer und die Französisch-Russische Handelskammer eine gemeinsame Stellungnahme veröffentlicht.

Die Vollversion der Stellungnahme finden Sie hier.

Hintergrundinformationen:

Einer der bedeutendsten ausländischen Investoren Russlands, der US-amerikanische Staatsbürger Michael Calvey, wurde am Freitag in Moskau verhaftet. Ihm wird Betrug im großen Stil vorgeworfen, worauf in Russland bis zu zehn Jahre Gefängnis stehen. Neben Calvey wurden ein französischer Baring-Vostok-Manager sowie vier Partner verhaftet. Die Staatsanwaltschaft wirft Calvey und seinen Partnern vor, 2,5 Mrd. Rubel (33 Mio. Euro) veruntreut zu haben. Sie sollen die russische Bank Wostotschny, an der Baring Vostok beteiligt ist, überredet haben, 2017 eine Beteiligung an der Luxemburger International Financial Technology Group zu einem überhöhten Preis zu akzeptieren. Calvey bestreitet seine Schuld. Prominente Manager und Wirtschaftsexperten solidarisieren sich mit dem US-Investor und warnen infolge der Verhaftung vor fatalen Folgen für das Investitionsklima im Land. Boris Titow, Mitglied im AHK-Präsidialrat und Sonderbeauftragter des Präsidenten der Russischen Föderation für Unternehmerrechte, bezeichnet die Verhaftung des Investors als "dubios" und "eindeutig illegal".

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