Wie deutsche Firmen von der WM in Russland profitieren

Vom Stadionbau über die technische Ausstattung bis zum Rasen und Spielball: Deutsche Firmen wirken in großem Umfang an der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland mit.

Wie auch an den vergangenen Weltmeisterschaften in Brasilien und Südafrika haben sich deutsche Unternehmen in Russland erfolgreich an der Vorbereitung des Turniers beteiligt. Das reicht von Großkonzernen wie Siemens, Bosch und Lufthansa bis zu mittelständischen Spezialisten wie dem Unternehmen DEHN, das Produkte für den Blitzschutz für die Stadien geliefert hat, oder Rasenheizungen des Polymerverarbeiters Rehau.

Die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) in Moskau hat unter ihren 800 Mitgliedsunternehmen die Aktivitäten beteiligter deutscher Firmen abgefragt und sie aus öffentlichen Quellen zusammengefasst.

Deutsche Firmen waren demnach sowohl an der Planung, Architektur und Bau der Stadien und ihrer Innenausstattung beteiligt. Auch die technische Ausstattung stammt unter anderem von ihnen. Infrastrukturobjekte wie Hotels, Flughäfen und U-Bahnen wurden mit Hilfe deutscher Spezialisten errichtet und ausgestattet. Während der WM sind nun deutsche Logistiker, Tourismus-Firmen und Fluggesellschaften gefragt. Sogar bis auf den Rasen reicht deutsches Know-How.

Download: Liste der WM-Aktivitäten deutscher Unternehmen
 
"Dass sich die deutschen Firmen so aktiv an der Vorbereitung der Fußball-WM in Russland beteiligt haben, spricht sowohl für die Wertschätzung deutscher Produkte und Leistungen in Russland als auch für das Bekenntnis deutscher Firmen zu Russland", so der AHK-Vorstandvorsitzende Matthias Schepp.

Die russische Regierung hat für sämtliche Ausgaben der WM-Organisation laufenden Kosten von insgesamt 678 Milliarden Rubel (rund 9,5 Milliarden Euro) eingeplant.

Über die deutsche Wirtschaft in Russland

In Russland sind den Daten der AHK zufolge aktuell 4965 Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung aktiv und haben 270.000 Arbeitsplätze geschaffen.

Der Warenaustausch zwischen Deutschland und Russland ist laut russischem Zoll 2017 gegenüber dem Vorjahr um 22,8 Prozent auf 50 Mrd. US-Dollar gewachsen. Von Januar bis März 2018 stieg der deutsch-russische Handel um 22 Prozent. Die deutschen Direktinvestitionen lagen laut Deutscher Bundesbank im vergangenen Jahr bei rund 1,6 Milliarden Euro. Insgesamt hat die deutsche Wirtschaft in Russland knapp 18 Milliarden Euro investiert.

Weitere Informationen über deutsche Firmen in Russland erhalten Sie über das Projekt "Die Russland-Meister" der AHK, das die Leistungen der deutsche Wirtschaft in Russland zeigt. Dazu gehört die Website www.russlandmeister.de, eine Foto-Ausstellung im Zentrum Moskaus (bis 14. Juni) und ein Bildband mit Porträts von rund 40 deutschen Firmen. Außerdem fährt die AHK im Rahmen einer AHK-WM-Rallye durch die elf WM-Austragungsorte.

Weiterführende Informationen:

Kontakt:

Simon Schütt, stellv. Leiter Abteilung Kommunikation
E-Mail: presse(at)russland-ahk.ru
Telefon: + 7 (495) 234 49 50

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