St. Petersburger Wirtschaftsforum - SPIEF 2021

AHK-Liveticker zu deutsch-russischen News beim SPIEF 2021

Schweißer und Logistiker werden in Sankt Petersburg nach dem deutschen Modell ausgebildet

Fachkräfte für die meistangefragten Berufe in Sankt Petersburg werden nach dem deutschen dualen Berufsbildungsmodel unter Einsatz von “best practice” aus Deutschland und Russland ausgebildet. Ein Pilotprojekt mit zwei Berufsschulen des Krasnogwardejski Bezirkes (“Ochtinskij College” und “College für Business und Technologien”) startet im September. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung wurde auf dem SPIEF-2021 zwischen der AHK-Filiale Nordwest und der St.-Petersburger Regionalabteilung “Delowaja Rossija” unterzeichnet. Die Einführungsseminare finden im Juni statt.

Linde liefert Ausrüstung für Gasanlage

Der Industriekonzern Linde, der türkische Bau- und Engineering-Konzern Renaissance Heavy Industries und die russische Gazprom-Tochtergesellschaft RusChimAlliance haben auf dem SPIEF einen EPC-Vertrag („Engineering-Procurement-Construction“) über die Errichtung einer Gasverarbeitungsanlage in der Siedlung Ust-Luga rund 100 Kilometer westlich von St. Petersburg unterzeichnet. Bei der Unterzeichnung anwesend waren unter anderem Gazprom-CEO Alexej Miller und Linde-Chairman Wolfgang Reitzle. Linde wird Ausrüstung und Technologien für die Anlage liefern.

Siemens-Technologie für Straßenbahnnetz

Das deutsche Unternehmen Siemens Mobility liefert Ausrüstung und innovative technische Lösungen für den Bau eines neuen hochmodernen High-Speed-Straßenbahnnetzes in St. Petersburg. Eine entsprechende Vereinbarung wurde am 4. Juni auf dem SPIEF mit dem russischen Unternehmen BaltNevizhService unterzeichnet. Das neue Elektro-Straßenbahnnetz entsteht im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft.

Rede von Wladimir Putin auf dem SPIEF 2021

Wir fassen für Sie die Highlights der Rede von Präsident Wladimir Putin auf dem St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum (SPIEF 2021) zusammen.

© Roscongress Foundation
  • Die Bauarbeiten am ersten Strang der Nord-Stream-2-Pipeline sind heute fertiggestellt worden
  • In den nächsten 2,5 Jahren werden die Regionen mindestens 500 Milliarden Rubel an Infrastrukturkrediten erhalten
  • Programm für vergünstigte Immobilien-Kredite soll um ein weiteres Jahr verlängert werden, bis zum 1. Juli 2022. Der Zinssatz liegt bei 7% pro Jahr.
  • Impfung mit Corona-Impfstoff Sputnik V soll bei Bezahlung einer Gebühr auch für Ausländer möglich werden
  • Gastronomieunternehmen sollen von der Mehrwertsteuer befreit werden, wenn ihr Umsatz nicht höher als 2 Mrd. Rubel liegt.
  • Die russische Kartellbehörde muss Fusionen und Übernahmen von Unternehmen künftig nicht mehr genehmigen, wenn der Deal unter einer Summe in Höhe von 800 Millionen Rubel liegt – umgerechnet rund 9 Millionen Euro.
  • Kleine Unternehmen müssen künftig keine Gebühren auf Transaktionen bezahlen, die mit dem Zahlungssystem der Zentralbank („System schneller Zahlungen“) durchgeführt werden.
  • Im Jahr 2021 werden neue Mechanismen zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen bei der Kreditvergabe eingeführt, die es ermöglichen, bis 2024 Kredite in Höhe von insgesamt 600 Mrd. Rubel zu erhalten – umgerechnet rund 6,7 Mrd. Euro.
  • Bis 2050 will Russland seine Emissionen unter das Niveau der Europäischen Union senken. Eine detaillierte Klimaagenda muss bis zum 1. Oktober ausgearbeitet werden.
  • Zweiter Strang der Nord-Stream-2-Pipeline soll im Laufe der kommenden zwei Monate fertiggestellt werden

Volkswagen und Sberbank vertiefen Zusammenarbeit

St. Petersburg, 04. Juni 2021. Volkswagen Group Rus und Sber haben im Rahmen des St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums (2. bis 5. Juni 2021) ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Darin einigten sich die russische VW-Tochter und Russlands größte Bank darauf, Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit in neuen Bereichen von gegenseitigem Interesse wie Fahrzeug-IT, Entwicklung und Implementierung von Cloud-Lösungen sowie KI-Modellierung auszuloten. Mehr lesen

4. Juni 2021


Schweißer und Logistiker werden in Sankt Petersburg nach dem deutschen Modell ausgebildet

Fachkräfte für die meistangefragten Berufe in Sankt Petersburg werden nach dem deutschen dualen Berufsbildungsmodel unter Einsatz von “best practice” aus Deutschland und Russland ausgebildet. Ein Pilotprojekt mit zwei Berufsschulen des Krasnogwardejski Bezirkes (“Ochtinskij College” und “College für Business und Technologien”) startet im September. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung wurde auf dem SPIEF-2021 zwischen der AHK-Filiale Nordwest und der St.-Petersburger Regionalabteilung “Delowaja Rossija” unterzeichnet. Die Einführungsseminare finden im Juni statt.


Linde liefert Ausrüstung für Gasanlage

Der Industriekonzern Linde, der türkische Bau- und Engineering-Konzern Renaissance Heavy Industries und die russische Gazprom-Tochtergesellschaft RusChimAlliance haben auf dem SPIEF einen EPC-Vertrag („Engineering-Procurement-Construction“) über die Errichtung einer Gasverarbeitungsanlage in der Siedlung Ust-Luga rund 100 Kilometer westlich von St. Petersburg unterzeichnet. Bei der Unterzeichnung anwesend waren unter anderem Gazprom-CEO Alexej Miller und Linde-Chairman Wolfgang Reitzle. Linde wird Ausrüstung und Technologien für die Anlage liefern.


Siemens-Technologie für Straßenbahnnetz

Das deutsche Unternehmen Siemens Mobility liefert Ausrüstung und innovative technische Lösungen für den Bau eines neuen hochmodernen High-Speed-Straßenbahnnetzes in St. Petersburg. Eine entsprechende Vereinbarung wurde am 4. Juni auf dem SPIEF mit dem russischen Unternehmen BaltNevizhService unterzeichnet. Das neue Elektro-Straßenbahnnetz entsteht im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft.


Rede von Wladimir Putin auf dem SPIEF 2021

Wir fassen für Sie die Highlights der Rede von Präsident Wladimir Putin auf dem St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum (SPIEF 2021) zusammen.

  • Die Bauarbeiten am ersten Strang der Nord-Stream-2-Pipeline sind heute fertiggestellt worden
  • In den nächsten 2,5 Jahren werden die Regionen mindestens 500 Milliarden Rubel an Infrastrukturkrediten erhalten
  • Programm für vergünstigte Immobilien-Kredite soll um ein weiteres Jahr verlängert werden, bis zum 1. Juli 2022. Der Zinssatz liegt bei 7% pro Jahr.
  • Impfung mit Corona-Impfstoff Sputnik V soll bei Bezahlung einer Gebühr auch für Ausländer möglich werden
  • Gastronomieunternehmen sollen von der Mehrwertsteuer befreit werden, wenn ihr Umsatz nicht höher als 2 Mrd. Rubel liegt.
  • Die russische Kartellbehörde muss Fusionen und Übernahmen von Unternehmen künftig nicht mehr genehmigen, wenn der Deal unter einer Summe in Höhe von 800 Millionen Rubel liegt – umgerechnet rund 9 Millionen Euro.
  • Kleine Unternehmen müssen künftig keine Gebühren auf Transaktionen bezahlen, die mit dem Zahlungssystem der Zentralbank („System schneller Zahlungen“) durchgeführt werden.
  • Im Jahr 2021 werden neue Mechanismen zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen bei der Kreditvergabe eingeführt, die es ermöglichen, bis 2024 Kredite in Höhe von insgesamt 600 Mrd. Rubel zu erhalten – umgerechnet rund 6,7 Mrd. Euro.
  • Bis 2050 will Russland seine Emissionen unter das Niveau der Europäischen Union senken. Eine detaillierte Klimaagenda muss bis zum 1. Oktober ausgearbeitet werden.
  • Zweiter Strang der Nord-Stream-2-Pipeline soll im Laufe der kommenden zwei Monate fertiggestellt werden

Nord Stream 2 ist fertig

Die Bauarbeiten am ersten Strang der Ostseepipeline Nord Stream 2, die Gas von Russland nach Deutschland liefert, sind beendet. Das sagte der russische Präsident Wladimir Putin auf dem SPIEF.


Klaus Ernst: „Sanktionen nicht in unserem Interesse“

„Die Sanktionen dienen nicht der Zusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland. Ohne Russland gibt es kein starkes Europa“, sagte Klaus Ernst, Linken-Politiker und Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Wirtschaft und Energie, bei einem vom Historiker und Politologen Alexander Rahr moderierten Diskussionspanel auf dem SPIEF. Die gegenseitigen Strafmaßnahmen sollten schrittweise zurückgenommen werden, so Ernst.


Volkswagen und Sberbank vertiefen Zusammenarbeit

St. Petersburg, 04. Juni 2021. Volkswagen Group Rus und Sber haben im Rahmen des St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums (2. bis 5. Juni 2021) ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Darin einigten sich die russische VW-Tochter und Russlands größte Bank darauf, Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit in neuen Bereichen von gegenseitigem Interesse wie Fahrzeug-IT, Entwicklung und Implementierung von Cloud-Lösungen sowie KI-Modellierung auszuloten. Mehr lesen


Uniper-Chef: Russland Partner für Wasserstoff-Import

Russland ist ein natürlicher Partner für den Import von Wasserstoff nach Deutschland, sagte der neue Uniper-Vorstandschef Klaus-Dieter Maubach beim Deutsch-Russischen Businessdialog auf dem SPIEF. Noch offen sei, ob der Wasserstoff direkt in Russland hergestellt und nach Deutschland importiert wird, oder ob das aus Russland gelieferte Erdgas dazu genutzt werden soll, um vor Ort in Deutschland Wasserstoff herzustellen. Maubach sagte, dass Uniper in seinen beiden Geschäftsbereichen Gas und Strom immer stärker auf Dekarbonisierung setzt. Dafür benötige man Wasserstoff und Erneuerbare Energien. Außerdem lobte er die seit vielen Jahrzehnten erfolgreiche Energiepartnerschaft zwischen Russland und Deutschland. „Es funktionierte vor dem Fall der Mauer und nach dem Fall der Mauer. Es funktionierte während der Finanzkrise und auch während der Pandemie. Und deshalb glaube ich, dass es auch in den nächsten 50 Jahren funktionieren wird.“


Wintershall-CEO: „Wir brauchen Wasserstoff“

Zur Reduzierung von CO2-Emissionen muss Wasserstoff als Zukunftstechnologie vorangetrieben werden, sagte Mario Mehren, Vorstandschef des deutschen Energieriesen Wintershall Dea, beim Deutsch-Russischen Businessdialog auf dem SPIEF. Russland sei für Deutschland ein idealer Partner, um dieses Ziel zu erreichen. Dabei darf man aber nicht ausschließlich auf sogenannten grünen Wasserstoff beharren, so Mehren. Man benötige vor allem blauen Wasserstoff, der unkompliziert und in großen Mengen aus Erdgas hergestellt werden könne.


OMV-CEO plädiert für deutsch-russische Wasserstoffallianz

Rainer Seele, AHK-Präsident und Vorstandschef des österreichischen Energiekonzerns OMV, plädiert beim Deutsch-Russischen Businessdialog auf dem SPIEF für eine deutsch-russische Wasserstoffallianz. Die beiden Länder müssten bei der Zukunftstechnologie zusammenarbeiten. Zudem betonte Seele die Wichtigkeit von Erdgas für die zukünftige Energieversorgung. Er kritisierte die mangelnde Investitionssicherheit in Europa und Deutschland. „Es ist schizophren, dass wir als Konsortium zehn Milliarden Euro in Nord Stream 2 investieren, aber uns dann fragen müssen, ob wir die Pipeline überhaupt betreiben dürfen.“


Siemens Energy: Nachhaltigkeit nur mit Russland

Den Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung kann Deutschland nur gemeinsam mit Russland gehen, sagte der Vorstandschef von Siemens Energy, Christian Bruch, beim Deutsch-Russischen Businessdialog auf dem SPIEF. „Wir alle haben das gleiche Ziel, aber wir führen die Diskussion sehr ideologisch“, sagte der Topmanager. Zudem sei Erdgas als Übergangstechnologie unbedingt notwendig, um die Energiewende zu realisieren. Bruch lobte die jahrelange erfolgreiche Partnerschaft von Siemens mit Russland, unter anderem bei der Lokalisierung von Gasturbinen- und Transformatorenwerke, aber auch bei nachhaltigen Projekten im Bereich Windenergie.


TMK-Chef hofft auf HGV-Strecke bis 2028

Dmitrij Pumpjanskij, Vorsitzender des russischen Stahlrohr-Herstellers TMK, hofft auf Fertigstellung einer neuen High-Speed-Zugstrecke zwischen Moskau und St. Petersburg bis 2028. Das sagte der Topmanager beim Deutsch-Russischen Businessdialog auf dem SPIEF. Unter dem Dach der AHK bemüht sich die Deutsche Initiative für Hochgeschwindigkeitsverkehr (HGV) um einen Ausbau der High-Speed-Infrastruktur in Russland. Durch die neue Strecke soll es möglich werden, noch schneller zwischen den beiden Metropolen zu verkehren. Beim Ausbau der Strecke sollen Siemens-Züge zum Einsatz kommen, so Pumpjanskij. Zudem sprach der TMK-Chef über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit SAP im Bereich Digitalisierung.


 

3 Juni 2021


Nord-Stream-Fertigstellung bis Ende 2021

Der russische Vizeregierungschef Alexander Nowak hofft auf eine Fertigstellung der Ostseepipeline Nord Stream 2. „Die Betreiberfirma und die beteiligten Unternehmen machen mit der Realisierung weiter“, sagte der Spitzenpolitiker auf dem SPIEF. „Wir hoffen, dass die Arbeit beendet wird – vielleicht bis Ende dieses Jahres.“ Zuvor hatten einzelne russische Politiker eine Fertigstellung schon im Sommer für möglich gehalten. / Spiegel Online (DE)


BIP wächst um 10%

Das russische BIP ist im April 2021 im Vergleich vom Vorjahresmonat, der Corona-bedingt von einem harten Lockdown geprägt war, um 10 Prozent gewachsen. Das sagte Russlands Wirtschaftsminister Maxim Reschetnikow auf dem SPIEF. Ihm zufolge könnte die Wirtschaft im Juni oder Juli bereits das Vorkrisenniveau erreichen. / Interfax (RU)


AHK und REZ vereinbaren Kooperation

Die AHK und das Russische Exportzentrum (REZ) haben auf dem SPIEF eine Vereinbarung zur tieferen Zusammenarbeit unterzeichnet. Beide Parteien kooperieren schon seit vielen Jahren erfolgreich. Bis vor kurzem finanzierte das REZ eine Kontaktstelle Export in der AHK. REZ-Leiterin Weronika Nikischina betonte bei der Unterzeichnungszeremonie gegenüber AHK-Vorstandschef Matthias Schepp, dass sie die Idee eines grünen Zollkorridors zwischen Russland und Deutschland unterstützt.


EkoNiva investiert

Der größte europäische Rohmilchproduzent EkoNiva plant in diesem Jahr Investitionen von bis zu 15 Mrd. Rubel – umgerechnet 170 Mio. Euro. Das kündigte der deutsche EkoNiva-Eigentümer Stefan Dürr auf dem SPIEF an. Bis zu 5 Mrd. Rubel sollen in drei neue Farmen in Russland investiert werden, bis zu 10 Mrd. in eine Käseproduktion im Gebiet Nowosibirsk. / Interfax (RU)


BMW unterzeichnet

Der deutsche Autobauer BMW und die Russische Akademie für Volkswirtschaft und Öffentlichen Dienst (RANEPA) haben auf dem SPIEF 2021 eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Darin geht es u. a. um die Weiterbildung von jungen Fachkräften und Managern.


Nr. 11 im Investitionsranking

In einem Ranking der europäischen Ländern mit der höchsten Attraktivität für Investoren im Jahr 2020, das der Wirtschaftsprüfer EY im Zuge des SPIEF veröffentlicht hat, steht Russland auf Rang 11. Die ersten drei Plätze belegen Frankreich, Großbritannien und Deutschland. Laut EY gab es im vergangenen Jahr in Russland 141 Projekte mit ausländischen Direktinvestitionen – 26% weniger als 2019. Damit liege der Wert ähnlich wie bei Beginn der Ukrainekrise 2014. Der Rückgang liege vor allem an der Coronakrise, so EY. / RIA (RU)


Klaus Mangold: "Abwesenheit deutscher Politik ist bedauernswert"

“Das SPIEF ist neben dem World Economic Forum eines der wichtigsten Wirtschaftsforen der Welt”

Nachdem das Sankt Petersburger Wirtschaftsforum (SPIEF) 2020 wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde, werden in diesem Jahr 5000 Gäste in der Newa-Metropole erwartet. 

Prof. Dr. Klaus Mangold kennt wie kein zweiter das SPIEF, an dem er schon 23 Mal teilgenommen hat. In dieser Podcast-Folge erklärt uns der in den Medien häufig als "Mr. Russland" titulierte Moderator des deutsch-russischen Business-Dialogs, warum das SPIEF so wichtig für die deutsche Wirtschaft ist, wie es sich über zweieinhalb Jahrzehnte entwickelt hat und was wir vom diesjährigen Forum erwarten können. 

Hören Sie sich die aktuelle Podcast-Folge auf einem Player Ihrer Wahl an: 


Nord-Stream-Testlauf nächste Woche

Auf dem russischen Teilabschnitt der Ostseepipeline Nord Stream 2 soll in der kommenden Woche ein Testlauf starten, sagte Alexander Drosdenko, Gouverneur des Leningrader Gebiets, auf dem SPIEF 2021. Zudem lobte er das soziale Engagement deutscher Firmen in Russland. / Interfax (RU)

2. Juni 2021


Deutsch-russische Mobilitätspartnerschaft

Der russische Unternehmerverband RSPP und die AHK haben eine deutsch-russische Mobilitätspartnerschaft ins Leben gerufen. Matthias Schepp, AHK-Vorstandsvorsitzender und Delegierter der Deutschen Wirtschart in Russland, und RSPP-Präsident Alexander Schochin haben auf dem SPIEF 2021 eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.


Automobilzulieferer Schaeffler integriert russische KMU in seine Lieferkette

  • Schaeffler, die russische KMU-Agentur und die AHK Russland unterzeichnen einen Fahrplan zur Integration russischer Lieferanten in die Lieferkette
  • Schaeffler-Werk will seinen Lokalisierungsgrad erhöhen, die KMU-Agentur hilft bei der Lieferantensuche und unterstützt potenzielle Schaeffler-Zulieferer
  • AHK Russland hilft mit einer Kontaktbörse bei der Lieferantensuche

Sankt Petersburg | 2. Juni 2021 | Schaeffler Russland, die russische Entwicklungsgesellschaft für kleine und mittlere Unternehmen (KMU-Agentur) und die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) haben auf dem St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum (SPIEF) ein dreiseitiges Abkommen unterzeichnet und einen Fahrplan zur Integration russischer Mittelständler in die Lieferkette des deutschen Automobilzulieferers vereinbart.

Maxim Schachow, CEO von Schaeffler Russland, Alexander Issajewitsch, Leiter der KMU-Agentur und Matthias Schepp, Vorstandsvorsitzender der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer und Delegierter der Deutschen Wirtschaft in Russland, setzten ihre Unterschriften unter die Vereinbarung. Der Fahrplan sieht vor, dass die Parteien gemeinsam Schritte unternehmen, um russische kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in die Lieferkette von Schaeffler Russland zu integrieren und den Lokalisierungsgrad der Produktion des deutschen Automobilzulieferers in der Russischen Föderation zu erhöhen. Mehr lesen


Deutsche wollen engere Beziehung zu Russland

Die deutschen Bürger wünschen sich mehrheitlich eine engere Kooperation zwischen Europäischer Union und Russland. Zwei von drei Deutschen (62 Prozent) sprechen sich für intensivere Beziehungen zwischen der EU und Russland aus. Diese Ergebnisse ermittelte eine repräsentative Forsa-Umfrage, die vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft beauftragt und am ersten SPIEF-Tag veröffentlicht wurde. Die Mehrheit der Deutschen (75 Prozent) lehnt US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 ab. Die meisten Deutschen sind gegenüber dem russischen Impfstoff Sputnik V positiv eingestellt. / Pressemitteilung (DE)


Botschafter Netschajew blickt mit Optimismus auf Beziehungen

Sergej Netschajew, der Russische Botschafter in Deutschland, sieht mit Optimismus auf die deutsch-russischen Beziehungen. „Die strategischen Beziehungen zwischen unseren Ländern sind viel wichtiger als einige Unebenheiten, die auf unserem Weg auftauchen“, sagte der Botschafter auf dem Unternehmertag „Russland in Mecklenburg-Vorpommern“, der im Rahmen des SPIEF 2021 stattfindet. Wichtig sei „Dialog auf Augenhöhe bei gegenseitigem Respekt“. Netschajew bleibe optimistisch in der Hoffnung, dass die enge Zusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland zum Nutzen beider Seiten und auch „zum Nutzen Europas“ ist.


Mehrheit deutscher Firmen zufrieden mit Russlandgeschäft

Trotz der schwachen Konjunktur, Sanktionen und großer politischer Spannungen beurteilt die überwiegende Mehrheit der deutschen Unternehmen in Russland (94 Prozent) ihre Geschäftslage als sehr gut, gut oder befriedigend. Das geht aus einer Zwischenauswertung der noch laufenden AHK-Geschäftsklimaumfrage hervor, die auf dem SPIEF vorgestellt wurde.

51 Prozent der Unternehmen wollen mehr Mitarbeiter einstellen, lediglich 5 Prozent Mitarbeiter entlassen. 45 Prozent lassen die Mitarbeiterzahl gleich. 40 Prozent der Unternehmen planen in den nächsten zwölf Monaten in Russland weitere Investitionen. In der Vorjahresumfrage lag der Wert bei 30 Prozent. „Das sind sensationell gute Zahlen. Ganz offenkundig können wir in diesem Jahr mit starken nachholenden Investitionen der deutschen Unternehmen in Russland rechnen, die im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie verschoben worden sind“, sagt AHK-Präsident Rainer Seele.

Rund die Hälfte (51 Prozent) der nach Russland exportierenden Unternehmen rechnet mit steigenden Exporten nach Russland, 41 Prozent mit gleichbleibenden und lediglich 8 Prozent mit rückgängigen. Das größte Wachstum erwartet die deutsche Wirtschaft in Land- und Ernährungswirtschaft, IT und Telekom, Erneuerbare Energien und Energieeffizienz, Gesundheitswirtschaft sowie Maschinen- und Anlagenbau. Auffällig ist der Trend hin zu Erneuerbaren Energien inmitten des Deutsch-Russischen Themenjahrs „Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung“.

„Die deutschen Firmen in Russland stellen sich bereits auf den Green Deal der EU und die neuen Klimaschutzinitiativen der Bundesregierung ein“, so Seele. „Die Partnerschaft zwischen Deutschland und Russland im Bereich nachhaltige Energie kann nicht nur die seit mehr als 50 Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit bei fossilen Energieträgern im 21. Jahrhundert fortschreiben, sondern auch zu einem wichtigen Element der dringend nötigen Entspannungspolitik zwischen Russland und dem Westen werden.“

92 Prozent der deutschen Firmen in Russland fordert die Aufhebung der Russlandsanktionen. 63 Prozent davon wünschen sich einen schrittweisen Abbau der Strafmaßnahmen, 29 Prozent ein sofortiges Ende. 43 Prozent der Firmen geht von zunehmender Bedeutung aus, 42 Prozent von einer gleichbleibenden und nur 8 Prozent sieht eine rückläufige Bedeutung.


Osmakow: Handel um 7 Prozent gestiegen

Der deutsch-russische Handel ist im ersten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7 Prozent gewachsen, sagte Vize-Industrieminister Wassilij Osmakow auf dem Unternehmertag „Russland in Mecklenburg-Vorpommern“ im Rahmen des SPIEF 2021. Der Handelsaustausch zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Russland belief sich im vergangenen Jahr auf 400 Millionen Euro. Ebenfalls lobte Osmakow das Bundesland für die erfolgreiche Zusammenarbeit im Bereich Schiffbau.


Ministerpräsidentin Schwesig: „Wir unterstützen Nord Stream 2“

Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern unterstützt den Bau der Ostseepipeline Nord Stream 2, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) auf dem heutigen Unternehmertag „Russland in Mecklenburg-Vorpommern“, der im Rahmen des St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum (SPIEF) stattfindet.

„Wir werden uns dafür einsetzen, dass es keine Sanktionen und Drohungen gegen Unternehmen gibt, die sich am Bau dieser rechtsstaatlich genehmigten Pipeline beteiligen“, so Schwesig. Gas aus der Pipeline sei notwendig als Übergangstechnologie auf dem Weg hin zur Energiewende. Nord Stream 2 sei besser als „besonders schädlich abgebautes Flüssiggas über die Weltmeere zu transportieren“.

Der Austausch mit Russland sei für das Bundesland von großer Bedeutung, insbesondere mit der Partnerregion Leningrad. Die beiden Außenminister Heiko Maas und Sergej Lawrow nannten die 20-jährige Partnerschaft zwischen den Regionen „beispielhaft für gelungene deutsch-russische Zusammenarbeit“.

Zwischen Russland und Deutschland gebe es „grundlegende Meinungsverschiedenheiten“, etwa beim Umgang mit der Opposition. „Aber es ist immer besser, miteinander zu sprechen anstatt Türen zuzuschlagen und gemeinsame Chancen zu vergeben“, so Ministerpräsidentin Schwesig. Chancen für Zusammenarbeit sehe sie vor allem im Energiebereich, zum Beispiel im Rahmen einer deutsch-russischen Wasserstoffpartnerschaft. Erst kürzlich eröffnete Schwesig bei Rostock das größte Wasserstoffkraftwerk in Europa. Kooperationspotential würden aber auch Gesundheitswirtschaft, Digitalisierung und Logistik bieten.


Linken-Politiker Klaus Ernst auf SPIEF

Klaus Ernst, Politiker der Linkspartei und Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Energie im Deutschen Bundestag, nimmt am St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum (SPIEF) teil. Das SPIEF biete eine Chance, das gegenseitige Verständnis zwischen Russland und Deutschland zu stärken, sagte Ernst gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Die Energiepolitik spiele eine wichtige Rolle in der deutsch-russischen Partnerschaft, insbesondere erneuerbare Energien. / RIA (RU)