Umfrage über die Nachhaltigkeit in Russland

Russische Firmen setzen auf Nachhaltigkeit

Die Mehrheit der Führungskräfte in Russland (64%) sieht Nachhaltigkeit als eine der drei wichtigsten Prioritäten. 86% setzen sich jährliche Nachhaltigkeitsziele und 74% sind der Meinung, dass nachhaltige Initiativen zur Verbesserung der finanziellen und wirtschaftlichen Unternehmenslage führen.

Das sind die Erkenntnisse einer Studie zum Thema „Environmental Social Governance“ (ESG), die von der Unternehmensberatung Accenture in Zusammenarbeit mit der AHK, der Association of European Businesses (AEB) und dem russischen Unternehmerverband RSPP erstellt wurde. Insgesamt sind 140 Interviews mit CEOs aus 13 Branchen geführt worden, darunter deutsche Firmen wie Siemens, Bosch, BMW, BASF, Henkel und Globus.

„Russland hat im Bereich Nachhaltigkeit viel zu bieten“, sagte der Deutsche Botschafter Géza Andreas von Geyr auf der gestrigen Pressekonferenz in Moskau. Er betonte das Kooperationspotential zwischen Deutschland und Russland bei nachhaltigen Projekten, auch vor dem Hintergrund des Deutsch-Russischen Themenjahrs „Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung“. Matthias Schepp, AHK-Vorstandschef und Delegierter der Deutschen Wirtschaft in Russland, sagte: „Deutsche Firmen bringen seit Jahrzehnten die modernsten Technologien nach Russsland und sind deshalb seit Jahren erfolgreiche Botschafter von ESG in Russland.“ Accenture-Strategiechef Andrey Skorochkin sieht im Consumer-Bereich deutlichen Verbesserungsbedarf: „Russen sind noch nicht dazu bereit, mehr Geld für grüne Produkte zu bezahlen, insbesondere außerhalb der Metropolen Moskau und St. Petersburg.“

 Die vollständige Auswertung auf Russisch lesen Sie hier (PDF).