Deutsch-Russische Initiative für Digitalisierung der Wirtschaft (GRID)

Die German Russian Initiative for Digitalization (GRID) führt die Stärken der deutschen und russischen Wirtschaft und Regierung auf dem Gebiet digitaler Zukunftstechnologien zusammen.

Die German Russian Initiative for Digitalization (GRID) wurde am 01.06.2017 beim St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum offiziell ins Leben gerufen und begann Anfang 2018 aktiv zu funktionieren. Kernziel der Initiative ist die Intensivierung des deutsch-russischen Dialogs in der Digitalwirtschaft und insbesondere im Bereich „Industrie 4.0“. Zu diesem Zweck finden jährlich zahlreiche gemeinsame Veranstaltungen sowohl bei internationalen Großkonferenzen als auch in einem exklusiven, branchenorientierten Format statt. Auch werden im Rahmen von GRID regelmäßig Delegationsreisen von Vertretern russischer Unternehmen zu Industrieunternehmen in Deutschland und von Vertretern deutscher Unternehmen zu modernen Fabriken in Russland organisiert, um „Industrie 4.0“ hautnah erlebbar zu machen. Nicht zuletzt erfüllt GRID auch eine wichtige politische Funktion in geopolitisch schwierigen Zeiten, da bei den Aktivitäten der Initiative eine deutsch-russische Kooperation im Digitalbereich aktiv und öffentlichkeitswirksam gelebt wird.

Von deutscher Seite gehören GRID als Mitglieder Siemens, SAP, Bosch, Volkswagen, Remondis, die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) und der Ost-Ausschuss - Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft (OAOEV) an. Von russischer Seite wirken der Unternehmerverband RSPP, Rostelecom, Sinara Group, Rostech, TMK, Kaspersky, Skolkovo und „Zyfra“ an der Initiative mit. GRID ist für weitere deutsche und russische Unternehmen und Organisationen offen. 

Ziele der Initiative:

  • Weiterentwicklung des deutsch-russischen Dialogs über die Anwendung deutscher Best Practices auf dem Gebiet der Digitalisierung und Industrie 4.0;
  • Förderung der digitalen Transformation der russischen Wirtschaft und der Konkurrenzfähigkeit sowohl deutscher als auch russischer Hightech-Produkte durch Erfahrungsaustausch und Bildung von strategischen Kooperationsmodellen;
  • Ausbau der Marktpräsenz der GRID-Mitglieder auf beiden Märkten der GRID-Partnerländer;
  • Unterstützung russischer Firmen bei der Definition und Umsetzung der Strategie für die Digitalisierung der russischen Wirtschaft.

Für die erste Phase haben die Parteien folgende Aufgaben festgelegt:

  1. Regelmäßige Veranstaltungen auf staatlicher- und Businessebene, die das Großthema Digitalisierung und den Erfahrungsaustausch auf den Gebieten Industrie und Produktion, Handel, IT etc. vorantreiben. Sie richten sich an Fachpublikum, Politik und Medien;
  2. Ausarbeitung einer Roadmap mit konkreten Maßnahmen und Lösungen für die Optimierung der Digitalisierungsprozesse im wirtschaftlichen Bereich;
  3. Entwicklung von Modellen und Mechanismen für eine effektive internationale und intersektorale Zusammenarbeit bei der Umsetzung des Konzepts der „Industrie 4.0“;
  4. Eröffnung eines Show-Rooms, der die Leistungen und Fähigkeiten deutscher Unternehmen auf dem Gebiet der Digitalisierung demonstriert.

Hintergrund der Initiative

GRID wurde durch ein Memorandum des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (OA) und des RSPP angestoßen, das beim Petersburger Wirtschaftsforum im Juni 2017 unterzeichnet wurde.

Bei der Sitzung der Strategischen Arbeitsgruppe Wirtschaft und Finanzen der Bundesregierung und der Deutschen Regierung (SAG) im Oktober 2017 hat Staatssekretär Mathias Machnig (BMWi) die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) gebeten, interessierte deutsche und russische Firmen zum Thema Digitalisierung ins Gespräch zu bringen, um auszuloten, ob eine SAG-Unterarbeitsgruppe „Digitalisierung“ gegründet werden kann, wie von der AHK auf der SAG-Sitzung vorgeschlagen.

Die GRID-Partner