Komitee für soziale Verantwortung

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Am 4. September 2019 in der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer fand die Gründungssitzung des Komitees für soziale Verantwortung statt.

Das neue Komitee dient als Plattform für Erfahrungsaustausch und gemeinsame Zukunftsprojekte im Bereich soziale Verantwortung.

Das Themenspektrum umfasst viele Aspekte, etwa in den Bereichen Umweltschutz, Nachhaltige Zukunft, Bildung, Corporate Volunteering usw.

Wir laden Experten aus den Bereichen CSR, Marketingkommunikation, PR, GR und alle, die sich für soziale Verantwortung interessieren, herzlich ein, an der Sitzung teilzunehmen.

Vorsitzender:

Michael Germershausen
Generaldirektor Antal Russia AO

Stellvertretende Vorsitzende:

Maja Vasunkina
RAEX-Europe

Sitzungen 2020

9. April

Thema: 
Coronavirus: CSR vs. Krisenmanagement
Wie überlebt man die Krise und bewahrt unternehmerische Verantwortung gegenüber den Arbeitnehmern?
Welche Rolle spielt unternehmerische soziale Verantwortung während wirtschaftlicher Turbulenzen?

Tagesordnung:

1. Einblick von Wintershall Dea
Tatiana Krylova Energy Policy and Public Affairs, Wintershall Dea

2. Einblick von Robert Bosch
Elena Manukyan, Corporate communications, Robert Bosch

04. März

Tagesordnung:

1. „Ein Vierteljahrhundert sozial verantwortliche Geschäftstätigkeit von KNAUF in Russland“

  • Soziale Verantwortung als wesentlicher Teil der Investitions- und Geschäftsaktivitäten
  • Bereiche der sozialen Verantwortung (CSR) von KNAUF
  • Sozialpartnerschaft mit Institutionen der beruflichen Bildung
  • Unsere Ratschläge für die Auswahl von CSR-Bereichen
  • Wie baut man eine kompetente PR für CSR-Projekte auf?

Speaker: Leonid Loss, Leiter Corporate Communications, KNAUF GIPS

2. „Gleichstellung ist eine gute Sache. Umsetzung der Grundsätze zur Stärkung der Frauenrolle am Arbeitsplatz“

  • Zusammenhang zwischen Geschlechtergerechtigkeit, wirtschaftlicher Entwicklung und ökologischer Nachhaltigkeit
  • Gemeinsame Initiative von UN Women und UN Global Compact “Women's Empowerment Principles”. Beispiele aus der Geschäftspraxis
  • Praktische Schritte zur Überwindung der Ungleichheit von Geschlechtern in Unternehmen.

Speaker: Ekaterina Schestak, Projektleiterin, Abteilung für allgemeine Rechtsberatung, Alliance Consulting Investment Group.

3. „Das Konzept der nachhaltigen Entwicklung und 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, kurz: SDGs). Wie wählt man sie aus und wie setzt man sie im Unternehmen um?“

  • Auswahl von Branchen der SDGs und unternehmensrelevanten SDGs.
  • Vorteile der Einführung von SDGs und ihre Auswirkung auf die Unternehmensleistung
  • Wie berichtet man über Umsetzung von SDGs?
  • CSR-Case-Studies von Unternehmen aus verschiedenen Branchen

Speaker: Elizaveta Ustilovskaya, Managerin Sustainability Services, Risk Advisory, Deloitte & Touche CIS
Ronika Chopra, CR&S Specialist, Internal Client Services, Deloitte & Touche CIS

29. Januar: vollständiger Bericht

Was ist Corporate Social Responsibility (CSR) – ein Wohltätigkeits- oder ein Marketing-Tool? Muss die Kommunikationsstrategie eines Unternehmens zwingend ein CSR-Konzept enthalten? Kann ein soziales Projekt das Ansehen einer Firma retten? Darüber haben die Teilnehmer der AHK-Arbeitsgruppe für soziale Verantwortung in einer Sitzung am 29. Januar gesprochen.

Unternehmerische Wohltätigkeit, sozial orientiertes Marketing oder einfach humane Wirtschaft – den Begriff „CSR“ legen die Teilnehmer der AHK-Arbeitsgruppe unterschiedlich aus. Strenggenommen umfasst der Begriff Maßnahmen, die ein Unternehmen trifft, um das Leben seiner Angestellten, ihrer Angehörigen und letztlich der gesamten Gesellschaft zu verbessern. Aber: Welches Unternehmen kann als sozial verantwortlich gelten?

Kristina Pokrytan (Büro Ustanowka) hat bei ihrem Vortrag in der Sitzung betont, es sei nicht in Ordnung, dass eine Firma beispielsweise Arbeitnehmer im Alter von über 45 Jahren massenhaft entlasse, parallel dazu aber ein Hilfs- und Förderprogramm für alleinerziehende Mütter auflege. Mit anderen Worten: Soziale Verantwortung in einem Bereich ist keine Rechtfertigung für soziale Verantwortungslosigkeit in einem anderen. Und: Wenn die Mitarbeiter nicht an die soziale Motivation ihrer Firma glauben, ist es noch schwieriger, die Gesellschaft davon zu überzeugen.

Roman Buch und Pawel Schuchart (TRU agency) erklärten in ihrem gemeinsamen Vortrag, Firmen sollten CSR als effektives Marketing-Tool nutzen. Häufig sei die Social Responsibility innerhalb eines Unternehmens vom eigentlichen Geschäft und von dessen Zielen und Budget abgekoppelt. Dabei könnten sich CSR-Projekte auch rentieren.

Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Nielsen sind 61 Prozent der Verbraucher in Russland durchaus bereit, mehr für Produkte sozial verantwortlicher Firmen zu bezahlen. Allerdings: hat Russland im vergangenen Jahr im Rating für Unternehmensvertrauen des Marktforschers Edelmann den letzten Platz eingenommen.

Die beiden Referenten sind der Ansicht, man könne das Vertrauen der Verbraucher zurückgewinnen, sofern CSR als bewusstes Marketing verstanden werde. Buch und Schuchart nennen interessante Zahlen: Nach jüngsten Angaben des Meinungsforschungsinstituts WZIOM vertrauen nur 3 Prozent der Russen dem, was sie in der Werbung wahrnehmen. Vor allem Projekte aus dem Bereich soziale Verantwortung könnten das Markenvertrauen der Verbraucher steigern. Die Redner haben dies am Beispiel von IKEA verdeutlicht. In Israel hat das schwedische Möbelhaus ein Projekt unter dem Namen „ThisAbles“ gestartet. Das Ziel war es, Möbelstücke für Menschen mit Behinderung bequemer zu machen, etwa durch Anbringen von Sonderteilen, die mit einem 3D-Drucker gefertigt wurden. Zahlreiche einflussreiche Medien berichteten über das Projekt, auch der Schauspieler Ashton Kutcher und der israelische Minister für soziale Gleichheit äußerten sich dazu. Dies hat laut den Referenten nicht nur das Image der Möbelmarke positiv beeinflusst, sondern auch den Absatz.

Andere Sitzungsteilnehmer betonten, das IKEA-Beispiel zeige die Möglichkeiten von CSR im B2C-Marketing, während im B2B-Sektor andere Lösungen nötig seien.

Jekaterina Gawrilowa (BMW Group Russia) hat darüber gesprochen, wie ihr Unternehmen den Grundsatz „Think global, act local” auslegt und in der Praxis umsetzt. BMW hat in Russland einen Junior-Campus gegründet – ein Kinderzentrum für Verkehrssicherheit. Die sozialen Projekte von Unternehmen müssen langfristig angelegt sein, betonte Gawrilowa. Zum Beispiel könne ein Unternehmen, das Kinder durch Ausbildungsprogramme in Ländern fördere, in denen es eigene Produktionsstandorte betreibe, künftig mit verfügbaren Fachkräften rechnen.

Zum Abschluss der Sitzung hat Anton Schigalow (PwC) betont, wie wichtig ein systematischer Ansatz in der Corporate Social Responsibility sei. Die AHK-Arbeitsgruppe hat das Ziel, sich systematisch mit CSR zu befassen und regelmäßige Treffen dazu zu veranstalten.

Ein Bericht von Margarita Afanasyeva


Tagesordnung:

1. „Menschenfreundliches Business: Trifft das auf Sie zu? Wo beginnt man? Und wie versteht man, ob es Sinn ergibt?“
Büro „Ustanowka“: Christina Pokrytan, Generaldirektorin

2. „Wichtiger als es scheint. Welche Aufgaben soziale Projekte erfüllen“

  • Aktuelle CSR-Trends
  • Warum tiefere Interaktion innerhalb eines Unternehmens wichtig ist, damit CSR nicht vernachlässigt wird
  • Wie CSR-Projekte durch die Lösung von Geschäftsproblemen große Budgets erhalten können
  • Best Practice von BMW: CSR-Ansatz weltweit und in Russland, Erfahrung bei der Umsetzung von CSR-Projekten in Russland

BMW Group: Ekaterina Gawrilowa, Corporate Social Responsibility Coordinator
TRU agency: Roman Buch, Generaldirektor; Pawel Schukhart, Einkaufsleiter

3. „PwC-Ansatz. Management von CSR-Projekten für Ihr Unternehmen“

  • Priorisierung von sozialen Fragen
  • Festlegung von Grenzen bei der Umsetzung von CSR-Projekten sowie deren Bewertung
  • Reporting und die damit verbundenen Entscheidungen

PwC: Anton Zhigalow, Senior Consultant, Corporate Governance and Sustainability

4. Jahresausblick 2020, Bestimmung der Tagesordnung der Sitzung im Februar 2020 und weitere organisatorische Fragen

Sitzungen 2019

27. November

Thema „CSR-Projekte: Grundlagen und Best Practices“

Wann ist man für die Umsetzung von CSR-Projekten so weit? Woran erkennt man das? Welche Schritte und Tools und in welcher Abfolge sind dafür notwendig? Auf welche Risiken sollte und kann man sich vorbereiten? Diese Veranstaltung soll Theorie und Praxis kombinieren und Ihnen dabei helfen, Antworten auf diese und andere Fragen zu finden.

Tagesordnung:

1. „Duschevnyj Bazar: Top-Wohltätigkeitsevent in Moskau“
Ekaterina Lukyanchikova, CSR-Managerin, Bayer Russland

2. „CSR-Erfahrung und Programme der Hypermarktkette Globus“
Olga Kuzmina, CSR-Managerin der Globus-Hypermarktkette

Wir laden Experten aus den Bereichen CSR, Marketingkommunikation, PR, HR, GR und alle, die sich für soziale Verantwortung interessieren, herzlich ein, an der Sitzung teilzunehmen.

30. Oktober

Thema: Rechtliche und Steuerliche Aspekte der Wohltätigkeit

Was bedeutet soziale Verantwortung in Bezug auf Recht? Welche steuerlichen Besonderheiten gibt es bei der Entwicklung von Wohltätigkeitsprojekten in Russland? Diese und andere Fragen werden bei unserer Sitzung erörtert. Im Anschluss werden Best-Practice-Cases im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) vorgestellt.

Tagesordnung:

1. Grußwort

2. „Wohltätigkeit als Form der sozialen Verantwortung des Business“

Soziale Verantwortung von Unternehmen

  • Definition und Besonderheiten. Gesetzregelung. Bereiche und Arten der Entwicklung.

Wohltätigkeit

  • Definition. Ziele. Zusammenhang der Begriffe „Spende“, „Schenkung“, „Sponsoring“.

Juristische Abwicklung

  • Vertragsarten

Wer kann Spenden machen?

Steuerliche Aspekte

  • MwSt
  • Einkommensteuer
  • Steuerabzüge
  • Q&A

Sprecher:  Dr. Artem Boyko, LL.M., Senior Associate, Senior Jurist, OOO Rödl & Partner

3. „Steuerliche Aspekte von Wohltätigkeitsprojekten.“

  • Allgemeine Fragen zur gesetzlichen Regulierung in Russland: Grundlegende Rechtsakte
  • Unterschiede zwischen Rechtsformen von Organisationen (Stiftungen, gemeinnützige Wohltätigkeitsorganisationen usw.)
  • Fragen der Finanzierung von Wohltätigkeitsprojekten
  • Steuerliche Konsequenzen
  • Fragen der Besteuerung von Wohltätigkeit und Steuerbegünstigungen
  • Dokumente zur Finanzierung
  • Aktuelle Fragen zur gesetzlichen und steuerlichen Regelung der Wohltätigkeit in Russland
  • Q&A

Sprecher: Alexander Lemtschik, Geschäftsführender Partner „Lemtschik. Krupskij und Partner. Steuerberatung“.

4. Social Entrepreneurship. Practical Success Story: Erfahrung in der Umsetzung und Organisation des immersiven Musikkonzerts „Music in the dark. Light Inside“ (Auf Englisch)

Sprecher: Tobias Reisner, General Director Marketkompas, Founding Partner «Bezgraniz Couture», Founding Partner Musical in the Dark «LIGHT INSIDE»  www.musicalinthedark.com

Die Arbeitssprachen der Sitzung sind Russisch und Englisch (ohne Übersetzung).

Wir laden Experten aus den Bereichen CSR, Marketingkommunikation, PR, GR und alle, die sich für soziale Verantwortung interessieren, herzlich ein, an der Sitzung teilzunehmen.

4. September

Thema: Gründungssitzung der AG Soziale Verantwortung.

Tagesordnung:

1. Registrierung & Begrüßungskaffee

2. Grußwort Matthias Schepp, Vorstandsvorsitzender der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer

3. Zielsetzung der AG für soziale Verantwortung

4. Themen für die nächsten Sitzungen  

5. Vortrag von Herrn Michael Germershausen, Generaldirektor Antal Russia AO

6. Wahl der Leitung

7. Diskussion und Bestimmung der Tagesordnung für die nächste Sitzung

Die Arbeitssprache der Sitzung ist Russisch (ohne Übersetzung).

Zur Teilnahme laden wir herzlich alle PR- und HR-Experten ein sowie alle, die sich für soziale Verantwortung interessieren.